Wohnortzuschlag, Mietstufen! Ab Januar faktisch weniger Kaufkraft!

  • Lastenausgleichsgesetz war eine Idee der CDU, ist gar nicht so links. 50% des Vermögens zu einem fixen Zeitpunkt gemessen und das über 30 Jahre gestreckt als Steuer zahlbar für alle natürlichen und juristischen Personen.

    If you look for the light, you can often find it.
    But if you look for the dark that is all you will ever see.

  • Weil derjenige auch niemals auf Leistungen aus diesem Sozialstaat angewiesen sein wird. Wir alle zahlen ein, damit wir im Notfall auch eine Mindestabsicherung haben, stützen uns also bestenfalls gegenseitig. Der Vermögende soll aber verpflichtet werden, immer größere Beträge abzuführen, obwohl er dieses Netz nicht benötigt und keinen Nutzen davon hat. Ich bin bei euch, dass es ihm objektiv ganz sicher weniger weh tun wird, als dem Durchschnittsbürger, aber ich empfinde das Prinzip, jemandem eine Beteiligung aufzuzwingen, der sie nicht will und nicht braucht, einfach als falsch.

    Wenn man an diese Bevölkerungsgruppe ran will, sollte man lieber überlegen, wie man die grundlegenden Weichen im System anders stellen könnte, um von vornherein weniger ausufernde Vermögensbildung und eine höhere Verteilungsgerechtigkeit zu erzielen. Verträgt sich natürlich alles nicht gut mit dem Prinzip des Kapitalismus, aber im Nachgang das erwirtschaftete Vermögen abgreifen zu wollen, geht irgendwie gegen meinen inneren Kompass.

    Ich rede auch nicht von Sozialbeiträgen auf Vermögen. Aber von der Infrastruktur und der Sicherheit in diesem Land profitieren auch die, die mehr haben.

  • Er braucht sie nicht, weil er irgendwas geerbt hat (NICHTS selbst gemacht) und / oder soviel Geld (selten nicht auf Kosten Anderer) verdient, dass sein Geld sich einfach so vermehrt.
    Diese Menschen werden womöglich kein Arbeitslosengeld erhalten, aber nutzen die Straßen, können ihre Kinder in die Schule schicken, profitieren von staatlichen Zuschüssen, wenn sie fliegen, profitieren von allen Gesetzen, die ihnen ermöglichen, ihr Geld anzulegen und zu vermehren, gehen auch zum Arzt, usw..
    Sie SIND im Netz.

    Das ist genau das Problem. Mir wäre lieber, es gäbe keine staatlichen Zuschüsse zum Fliegen, sondern Flugpreise, die die tatsächlichen Kosten decken. Und das lässt sich auf so ziemlich alle durchsubventionierten Lebensbereiche übertragen.

    Steuerausgaben für die Bereitstellung grundlegender Infrastruktur und staatlicher Dienstleistungen sind völlig in Ordnung, wichtig und stelle ich nicht in Frage. Alles darüber hinaus sehe ich kritischer. Wir haben das Ausgabenproblem primär im Bereich Soziales und den benötigt diese Bevölkerungsgruppe halt nicht. sie zahlt nominal trotzdem am meisten ein und ist eine wesentliche Stütze - irgendwann muss es dann aber auch mal gut sein.


    Wobei ich beim Punkt Erbschaftssteuer durchaus leidenschaftslos bin. Was ich nicht selbst erwirtschaftet habe, muss nicht vollumfänglich meins sein, sondern davon kann ruhig ein Teil zurückfließen. Bei Kapitalertrag sehe ich es anders, weil das angelegte Geld bereits versteuert wurde und die Risiken nunmal auch privat zu tragen sind. Sich an den Erträgen zu bereichern, ist ziemlich unverschämt. Zumal ja durchaus auch ein wirtschaftliches Interesse daran besteht, dass Kapital investiert wird und Unternehmen gestärkt werden.

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