Wohnortzuschlag, Mietstufen! Ab Januar faktisch weniger Kaufkraft!

  • Achtung bei der Besoldungsreform ab 1. Januar 2027: Warum ab März 0 € mehr auf dem Konto landen!

    Viele denken immer noch, dass wir ab 2027 automatisch mehr Geld auf dem Konto haben. Hier ist das Rechnungsbeispiel, warum das für die meisten ein Trugschluss ist:

    Das Beispiel (z. B. A13, 2 Kinder, bisher Mietenstufe 3):

    1. Januar 2027 (Strukturreform): Die bisherige Familienstufe 1 wird in das Grundgehalt integriert (+1,68 %). Wer bisher den Wohnortzuschlag (z. B. Mietenstufe 3) bekommen hat, behält seinen Auszahlungsbetrag über eine persönliche Ausgleichszulage (Besitzstandsschutz). Unter dem Strich: 0 € Mehrverdienst auf dem Konto, aber das Gehalt ist eingefroren.

    1. März 2027 (Reguläre Besoldungserhöhung +2,0 %): Jetzt steigt zwar das A13-Tabellengrundgehalt um 2 %,

    ABER: Um exakt diese Steigerung wird die Ausgleichszulage abgeschmolzen!

    Netto-Effekt auf dem Konto ab März 2027: Genau 0 Cent mehr Auszahlungsbetrag.

    Fazit:

    Die gewerkschaftlich erstrittene Gehaltserhöhung verpufft auf dem Konto komplett, weil sie nur die Ausgleichszulage auffrisst. Wer also mit einer spürbaren Gehaltserhöhung ab 2027 gerechnet hat: Das Geld wird durch die Abschmelzung lediglich umgeschichtet, die Kaufkraft steigt nicht um einen Cent. Erst wenn die Zulage irgendwann komplett abgeschmolzen ist, kommen prozentuale Erhöhungen wieder real auf dem Konto an!

  • Auch die Erfahrungsstufen / Dienstaltersstufen werden ab 1.1.27 verrechnet. Kommt man zum Beispiel im Januar 27 von Stufe 10 auf 11, hat man keinen Cent mehr Geld auf dem Konto...

    Es wird direkt von dem Mietstufenzuschlag wieder abgezogen....

  • Betrifft es nur eine bestimmte Stufe / eine bestimmte Konstellation?
    Wenn ich meine Daten in den Rechner werfe, habe ich zwar nicht DIE Riesenerhöhung ab März, aber mehr als ein Cent mehr.

  • So soll es aussehen- Stand gestern!!! Es betrifft alle Beamte mit Kindern in NRW.

    Was das in der Praxis bedeutet

    Ob die Inflation bei 2 % oder 3 % liegt, ob die Gewerkschaften 5 % mehr Gehalt heraushandeln oder ob Sie nach vier Jahren harter Arbeit eine Erfahrungsstufe aufsteigen:

    Bei kinderlosen Kollegen:

    Das Nettoeinkommen steigt mit jeder Anpassung.

    Zum Beispie 2 Kinder:

    Das Brutto im Tabellengrundgehalt steigt zwar auf dem Papier, aber die Ausgleichszulage schrumpft um genau denselben Betrag.

    Auszahlungsbetrag: 0,00 € Plus.


    Nichts Anderes als sehr viele versteckte Nullrunden...!

  • ach so.
    Du meinst: die bisherigen sehr hohen Zuschläge wachsen nicht mit, sondern werden entsprechend reduziert?
    Gut, ich bin kinderlos, vielleicht verstehe ich deswegen nicht, was das Problem ist. Man gewöhnt sich wohl sehr schnell an Luxuszuschläge, merke ich.

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