Ich habe ebenfalls unter 8 Schulleitungen bisher gearbeitet und auch wenn es Schulleitungen gab, wo ich nicht traurig war, dass mein Vertrag zu Ende war, war das eher einer Charaktereigenschaft, welche die Führungspersönlichkeit beeinträchtigte, als reine Kompetenzlosigkeit.
Nur weil jemand Kommunikation nicht als größte Stärke hat, heißt es nicht, dass er keine menschliche Fähigkeiten hat, es beeinträchtigt durchaus den Ablauf, aber nicht in dem Ausmaß, dass die Person hätte nicht ausgewählt werden dürfen. Bei der Bandbreite an Lehrkräften würden auch viele durch so ein enges Raster wegfallen, das viele sich für SL wünschen.
Ich würde da bei anderen Kompetenzbereichen mitgehen. Bei Kommunikation sehe ich das entschieden anders.
Kommunikation halte ich für eine Schlüsselkompetenz für Schulleitungen. (Dass Lehrkräfte das ebenfalls beherrschen sollten, steht außer Frage.) In der Rolle und in der Funktion, in der ich als Schulleitung bin, ist Kommunikation nicht per se wichtiger, aber komplexer, weil ich häufiger als vorher und darüber hinaus in anderen, mitunter auch weniger angenehmen Zusammenhängen mit SchülerInnen, Eltern und KollegInnen, aber auch außerschulischen Partnern kommunizieren muss.
Misslungene bzw. nicht gelingende Kommunikation hat dann auch ganz andere Wirkungen und Folgen.