Herbstferien in Ba-Wü: Wandertipp Jakobsweg

  • Okay, dann gibt es wenigstens nicht die Überlegungen, wie schwer der Rucksack sein darf und ob man noch ein drittes Paar Socken mitnehmen darf oder nicht. Rad oder Gaul transportieren alles,.... wobei ich mir da einen Esel etwas stimmiger vorstellen würde beim Pilgern. Ob es dann eine Urkunde gibt?

    Esel - passt dann ja mit dem Fahrrad.
    Aber: "Rad oder Gaul transportieren alles" -- ich mache zwar alles andere als Bikepacking, aber irgendwann ist auch ein Fahrrad überladen. (Wobei man deutlich mehr transportieren kann als als Wanderer.)

    Schule ist schön ... und macht Spaß.

  • Sind diese vielen "Pilgerwege" nicht eine Erfindung der Tourismusbranche? Ich gebe mich eigentlich mit Fernwanderweg, Wanderweg und Rundwanderweg zufrieden.

    In meiner Stadt, die auch eine Station mehrerer alter Pilgerwege und des Jakobswegs ist, gibt es eine Wegmarke, die seit fast 1000 Jahren den Namen Jakob trägt. An dem heutigen Ort gibt es zwar nicht mehr das Kloster, das an dieser Station des Jakobswegs gegründet wurde (daher lassen sich die fast 1000 Jahre aufs Jahr genau ableiten), der Name ist aber bis heute mit einer Stelle in der Stadt verbunden. In der Umgebung (~1h) gibt es in weiteren uralten Städten ebenso alte Belege von Jakobswegstationen und deren Wegmarken.

    Die Jakobswege sind also eigentlich eine sehr alte Geschichte, wurden aber im 20. Jahrhundert wiederentdeckt und neu markiert bzw. dokumentiert. Also nicht erfunden sondern wiederentdeckt.

    Tim Finnegan liv’d in Walkin Street
    A gentle Irishman mighty odd.

  • Sind diese vielen "Pilgerwege" nicht eine Erfindung der Tourismusbranche? Ich gebe mich eigentlich mit Fernwanderweg, Wanderweg und Rundwanderweg zufrieden.

    Die Jakobswege existieren als Pilgerwege bereits seit dem Hochmittelalter und weisen gegenüber anderen Wanderwegen eine Besonderheit auf: Entlang der Route gibt es günstige Herbergen mit Massenlagern, ebenso wie Hotels, die sich auf Bedürfnisse der Rucksacktouristenpilger eingestellt haben. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es zu einer Wiederbelebung und neuen Markierung mit der Jakobsmuschel. In Unterkünften am Weg kann man bereits um 6 Uhr auschecken, um die kühleren Morgenstunden für die Wegstrecke zu nutzen. Zudem führen die Routen über kulturhistorisch interessante Ortschaften und Städte. Man kann sich auch darauf verlassen, dass die Wegmarkierungen vorhanden sind ;)

    Ein weiterer Punkt ist, dass man Menschen auf diesen "Wanderwegen" trifft, die ein gemeinsames Ziel verbindet. Das muss weder vom Glauben geprägt noch spirituell sein. Oft sind es Menschen, die eine Auszeit suchen, um beim Gehen über die eigene Situation und Zukunft nachzudenken - oder darüber mit einem unbekannten Mitwanderer zu reden.

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    «Wissen – das einzige Gut, das sich vermehrt, wenn man es teilt.» (Marie von Ebner-Eschenbach)

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