Beiträge von Anna Lisa

    Also die Vorgabe eine bestimmte Telefonnummer anzurufen kann ich verstehen. So ist unser Stundenplaner auch im Unterricht eingebunden und sieht dann, wenn er um 07:15 in der Schule ist nicht alle möglichen Email und Fax Konten nach, um zwischen den ganzen Entschuldigungen für Schüler vielleicht noch eine Krankmeldung zu finden. Er drückt nur die Taste vom AB und schon hat er alle aktuellen Krankmeldungen inklusive der von Sonntag Abend, weil man da schon wusste das es nicht geht.

    Das ließe sich doch ganz einfach lösen, wenn man eine extra Krankmeldungs- Adresse für lehrer hätte statt "alle möglichen". Z.B. krankmeldung-lehrer@musterschule.de

    Dann ist es auch nur 1x Drücken.

    Wen ruft man eigentlich früh um 7 an? Der Frosch zum Beispiel säße wahrscheinlich gerade auf dem Fahrrad und müsste noch die letzten 12 km zur Schule zurücklegen, meine SL versuchte wahrscheinlich gerade ihre Pubertiere aus dem Bett zu bekommen... Sitzen denn bei anderen um 7 schon Sekretärinnen in der Schule und warten auf Anrufe?

    Nee, aber die Vertretungsplaner ;)

    Wir haben ein Extra Orga Team. Oft geht auch der stellvertretende Schulleiter dran. Die Sekretärinnen selten.

    Die Vorstellung, ich habe Unterricht um 10 und schlafe bis 9. Wirkt auf mich wie ein Teenager ;)

    Erst recht die Argumentation:; ich habe erst um 10 Uhr Unterricht, also ist mir nicht zuzumuten, um 7 in der Schule anzurufen (Anrufen bei Krankheit halte ich auch für antiquiert, per mail ist sinnvoller): So würden meine Schüler in 8, 9 und 10 auch argumentieren :rofl:

    Das zeigt, dass du noch nie unter massiven Schlafstörungen gelitten hast, die bis zur Arbeitsunfähigkeit führen können.

    Wenn ich erst um 1 Uhr einschlafen kann, um 3 Uhr aber schon wieder wach bin und mich bis 6.15 quäle, dann endlich (!) gerade wieder eingeschlafen bin, ist es ungemein der Genesung entgegen stehend, sich für 45 Minuten später schon wieder den Wecker stellen zu müssen. Wenn ich Pech habe, liege ich danach dann wieder mehrere Stunden wach. Und dann darf ich mir den Wecker stellen, weil dann die Kinder nach Hause kommen. Toll. Nicht.

    Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum man sich bei Krankheit um 7 Uhr melden sollte. Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, dass dies telefonisch erfolgen muss. Ich leide an einer chronischen Erkrankung (Schwerbehinderung) und meine Symptome verschlimmern sich bei Schlafmangel. An schlimmen Tagen möchte ich eigentlich nicht den Wecker auf 7 Uhr stellen müssen, aber unsere SL möchte keine Krankmeldungen per Email haben. Selbst wenn ich am Vortag bereits weiß, dass ich mich krankmelden werde, muss ich trotzdem um 7 Uhr wach sein, um anzurufen.

    Genau so ist es hier auch. Ich finde das sehr ärgerlich.

    Hat die Schule keinen AB? Oder musst Du die SL anrufen? Dann ruf halt nachts an, wenn Du merkst, dass Du krank bist ... Das ist doch reine Schikane, und als SL hätte ich auch Besseres zu tun, als an Telefon mit kranken Kolleginnen zu reden.

    Nur aus Interesse: gibt es für Kind krank keine elektronischen Krankenscheine?

    Wir müssen uns telefonisch krankmelden. Anweisung "von oben".

    Ich sage es mal so: wenn du krank bist, weißt du es nicht erst um 9 Uhr, sondern meistens auch schon früher.

    Auf der anderen Seite müsste das "es ist nicht schön, wenn sich der Plan im, Laufe des Vormittags noch einmal ändert" ganz in deinem Sinne sein. Denn wenn ein bestehender Plan noch einmal angepasst werden muss, ist es für alle Beteiligten (nicht nur für den Vertretungsplaner) Stress.


    Daher macht es schon Sinn, dass die Regel ist "bis 7 Uhr melden" ... Ausnahmen, die den Plan durcheinander bringen und Stress machen, gibt es noch genug.

    Na ja, wenn ich nachts Fieber kriege, aber erst um 8 Uhr aufwache, weil ich erst zur 5. habe....?

    Kann bei mir durchaus passieren. Und dann?

    Ich habe Donnerstags erst zur 8. Was ist, wenn ich erst um 10 Uhr Durchfall kriege, um 7 aber noch nicht?

    Nein, das weiß man nicht immer vorher.

    Finde es auch ätzend, wenn man die halbe Nacht wachgelegen hat, es dann endlich um 6 geschafft hat wieder einzuschlafen, man sich aber für 7 schon wieder den Wecker stellen muss, statt den dringend benötigten Schlaf zu bekommen.

    Krankmeldung per Mail wäre deutlich einfacher.

    Und wieso sollte das mit Vollzeit nicht gehen? Und irgendwie ist mir das noch nie untergekommen, dass Frauen mit Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft automatisch einen TZ-Antrag eingereicht haben.

    Nun ja, ohne Schwangerschaft ist ihr eine Vollzeitstelle schon zu viel Belastung, denn sie arbeitet ja schließlich zur Zeit in Teilzeit (Kinderbetreuung). Jetzt kommen dann noch evtl einige Wehwehchen, geringere körperliche Fitness, ein höheres Schlafbedürfnis, deutlich mehr Arztbesuche als normal hinzu und dann ist die Vollzeitstelle plötzlich keine Belastung mehr?

    Sehr unlogisch.

    Klar, bei der ersten Schwangerschaft reduziert keiner seine bisherige Vollzeitstelle. Aber dass jemand gerade in der Schwangerschaft aufstockt, wenn man zuvor nur Teilzeit gearbeitet hat, davon habe ich noch nie etwas gehört. Außer natürlich, um einen finanziellen Vorteil zu erlangen, wie es hier auch der Fall ist.

    Wobei ich gestern Abend im ZDF mal wieder mein Aha-Erlebnis hatte:

    Spult in dem Video mal auf Minute 19:49 vor: https://www.zdf.de/dokumentation/…skampf-100.html

    Konkret: Familie mit 5 Kindern, Mann macht nur einen Mini-Job, Frau kümmert sich ausschließlich um die Kinder und am Ende stehen dank Bürgergeld 3850,- € netto auf dem Konto. Da kann doch ein normalsterblicher Angestellter gar nicht gegen das Bürgergeld anarbeiten. Hubertus Heil lügt doch, wenn er alle für bescheuert erklärt, die unter solchen Bedingungen kündigen, um Bürgergeld einzustreichen.

    Ja, ich weiß. Ich alleine würde mit 2 Kindern 2.700 bekommen. Auch nicht schlecht.

    2005 im Ref bekam ich 1052 brutto, netto 1009 €.

    2023 bekommst du 1583 €.

    Der Verbraucherpreisindex ist in der Zeit von 81,5 auf 116,8 gestiegen.

    Das Ref Gehalt ist also in etwa gleich der Inflation gestiegen. Wir hatten es also "damals" ohne Inflation (was nicht stimmt) genauso viel Geld zur Verfügung wie die Refis heute. Und wir mussten das noch 24 Monate überstehen.

    Wir sind damals ausgekommen. Die meisten hatten auch ein Auto. Es war jedenfalls mehr als wir im Studium hatten.

    Die Refis an meiner Schule schaffen es auch aktuell, trotz der Inflation.

    Wenn du für den Mindestlohn einen Vollzeitjob hast, bekommst du gerade mal etwa 2000 € brutto, hast aber wesentlich höhere Abzüge, also unter dem Strich auch nicht mehr. Davon müssen manche Menschen auch noch eine Familie ernähren.

    Ja, ich möchte nicht tauschen. Aber das ist doch nur vorübergehend und wirklich überschaubar. Und du hast eine super Aussicht, danach gut zu verdienen (im Gegensatz zu dem mit dem Mindestlohn). In der heutigen Zeit mit Lehrermangel ist es kaum möglich, KEINE Planstelle zu bekommen. Da musst du es schon echt versemmeln.

    Aber du weißt ja nicht, wie das bei den Kollegen ist.

    Es reicht ja ein Gips oder eine Orthese, die das Gelenk steif macht.

    Oder eben die "vorsichtige" Vollbelastung". Da bist du dann bei einer notwendigen Vollbremsung am A..

    Wenn das bei dir ging. Schön. Geht aber nicht bei allen mit Krücken.

    Mein Mann durfte nach seiner Archillessehnenruptur auch wochenlang kein Auto fahren.

    Auto

    Da wäre ich aber SEHR vorsichtig. Wenn du da einen Unfall hast, kann das richtig Ärger mit der Versicherung geben.

    Grundsätzlich darf man das zwar, aber du darfst keine körperliche Einschränkungen haben und da könnte die Versicherung sich schon mal ordentlich quer stellen. Zumindest ergibt das Diskussionsbedarf.

    "(1) Wer im Straßenverkehr ein Fahrzeug führt, obwohl er …. b) infolge geistiger oder körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, …., und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."

    Da man in der Schule viel stehen und laufen muss, eventuell noch Treppen. Das ist sicherlich keine "vorsichtige" Vollbelastung.

    Ich habe nach einem Tag in der Schule 4.000 - 5.000 Schritte auf meiner Uhr. Dabei muss ich ständig meine Tasche rumschleppen. Auch viele Treppen steigen.

    Das nenne ich jetzt nicht gerade vorsichtig.

    Dazu kommt ja noch der Schulweg. Wenn ich nicht Auto fahren dürfte, müsste ich täglich 2 Stunden ÖPNV fahren, dabei etliche 100 m zu Fuß zurück legen.

    Das ist ebenfalls keine vorsichtige Vollbelastung.

    Dafür muss er aber Unterhalt zahlen, was andere Alleinwohnende nicht müssen.

    Fairerweise müsstet ihr beide was bekommen oder euch den Zuschlag teilen. Oder der Zuschlag geht an den Ehepartner, bei dem die Kinder leben. Somit hat der Beamte dann auch seine Unterhaltspflicht erledigt.

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