Beiträge von Joker13

    Ich finde es ebenfalls selbstverständlich, einen Erwartungshorizont zu erstellen.

    Für mich selbst erstelle ich ihn sogar von Hand, weil ich mich damit gleichzeitig in die Schülerrolle begebe und sehen kann, wie lange die Bearbeitung wirklich dauert (für eine ziemlich genaue Einschätzung multipliziere ich dazu natürlich meine eigene Bearbeitungszeit mit einem Faktor zwischen 2 und 3, je nach Jahrgangsstufe und Aufgabentypen).

    Außerdem hat mich das schon einige Male davor bewahrt, fehlerhafte Aufgabenstellungen an die Klasse zu verteilen, wenn zum Beispiel bei einer Überarbeitung Zahlenwerte verändert wurden oder ganz verloren gingen, Skizzen unvollständig oder nicht einheitlich beschriftet waren oder ähnliche kleine Fehler mit großer Wirkung noch gefunden werden konnten. Beim Erstellen habe ich da oft einen Tunnelblick, beim Bearbeiten der Aufgaben gehe ich mit frischer Perspektive heran.

    In dem EWH mache ich dann auch meine Notizen zur Punkteverteilung und kann dadurch nochmal viel besser prüfen, welche Punktzahl angemessen ist und ob die Gewichtung der Anforderungsbereiche zum Notenschlüssel passt, als wenn ich das nur "Pi mal Daumen" überschlagen würde.

    Die Erstellung der Musterlösung ist also für mich die letzte Kontrolle, ob die Arbeit vernünftig konzipiert ist, und beim Korrigieren muss ich weniger über die Bepunktung nachdenken.

    Meine EWH scanne ich ein, sodass ich auch in Folgejahren darauf zurückgreifen kann, wenn ich Aufgaben in Arbeiten oder als Übungsaufgaben wieder verwenden möchte.

    plattyplus: Ich würde dir ebenfalls stark widersprechen, dass es in Mathe nur "richtig oder falsch" gäbe, aber das haben andere ja schon erläutert. Aber selbst wenn, hilft einem eine Musterlösung doch trotzdem extrem bei der Korrektur, oder nicht? Es ist doch viel einfacher, die Ergebnisse beim Abhaken mit einem EWH zu vergleichen. Wie machst du das denn ohne, hast du alles auswendig im Kopf? Und wie achtest du auf die Verteilung der Anforderungsbereiche, wenn du vorher weder über die Lösungsschritte noch über die Bepunktung nachdenkst?

    Ich weiß nicht, ob hier noch Ferienreifheit als Grund zählt, aber wieder einer von meinen Verlesern: Im Thread zur Neueinrichtung der Chemieräume steht

    ich habe mit einem Fachmann es mal für unsere Räumlichkeiten ausgerechnet

    Und was lese ich?

    "ich habe mit einem Flachmann es mal für unsere Räumlichkeiten ausgerechnet"

    Da sprang sofort das Kopfkino an. :_o_D

    Ja... klar bleibt sowas hängen. Wenn die Lehrkraft oder ein Schüler bei der Demonstration das Zeitliche segnet, bliebe das sicher auch hängen. Ob der Zweck nun in jedem Fall die Mittel heiligt, ich weiß nicht.

    Aber nun sind wir schon seit einigen Beiträgen wirklich Off topic.

    Auch bei uns war eine sehr namhafte Firma involviert, das hat aber nicht bewirkt, dass keine Fehler passiert sind - zum Teil haben die sich ebenfalls ziemliche Klopper geleistet. Vermutlich wurde von unserer Seite aus falsch bestellt oder nicht ausreichend mit der Firma abgesprochen (weil wir Fachlehrkräfte leider im entscheidenden Moment nicht mehr einbezogen wurden), aber die Firma hat offenbar auch nicht dagegen argumentiert... Ich wäre da also auch vorsichtig, stimme Kris24 da völlig zu!

    Zitat

    Das absolute Minimum sind Termine bei euch an der Schule, normalerweise sollte es für eine erforderliche Fahrt zur Agentur für Arbeit auch ein kleines Budget geben für Transportkosten.

    Die Agentur für Arbeit besucht meines Wissens sogar deutsche Schulen im Ausland (wenn vielleicht auch nur im näheren europäischen), für die Schule ist dieses Angebot kostenfrei. Erkunde dich also dort wirklich mal, was sich machen lässt. Da fährt sicherlich auch mal ein Berater zu euch aufs Land, Catania.

    Sicherheitsbestimmungen beachten (z.B. vorgeschriebene Abstände zwischen den Schülertischen, Belüftung der Schränke und Ähnliches)

    Aus eigener leidvoller Erfahrung: Nur einen "Wunschzettel" der Fachschaft abgeben reicht nicht. Bei uns verschwand der in irgendeiner Schublade und bestellt wurde dann was anderes... Also darauf bestehen, auch die Bestellung nochmal "absegnen" zu dürfen. Natürlich ist klar, dass auch aufs Geld geschaut werden muss, aber wenn falsch bestellt wird, dann kann das ebenfalls dazu führen, dass unnötig Geld ausgegeben wird - war bei uns der Fall. :( Hier wäre ich im Nachhinein gern hartnäckiger gewesen.

    Jahrgangsübergreifend Physik 11/12 habe ich auch mal unterrichtet, an einer deutschen Schule im Ausland; die Oberstufe war dort so klein, dass der Kurs ansonsten gar nicht zustande gekommen wäre. Das geht, aber nur, wenn der Lehrplan entsprechend "modular" gestaltet ist, das war damals noch der Fall. Mit von außen vorgegebenem Curriculum, das darauf keine Rücksicht nimmt, erscheint es mir in Mathe schwierig und in Physik nahezu unmöglich.

    @Lindbergh , was willst du denn nun? Einerseits schreibst du:

    Dann müsste man aber ein klares Ziel formulieren, um Vorwürfe von Beliebigkeit zu vermeiden, also ein bestimmtes Datum oder ein bestimmter Prozentsatz an Zweitimpfungen.

    Wenn dann Herr Lauterbach genau das tut, ist es auch wieder nicht recht:

    Von Lauterbach heißt es da: "Schaffen wir es, 85 Prozent der Erwachsenen zu impfen, oder schaffen wir das nicht? Davon wird viel abhängen. Wenn wir es nicht schaffen, dann wird die Abschaffung der Maskenpflicht nicht funktionieren.


    Heißt das in anderen Worten: Impfung von 85% der Erwachsenen oder lebenslange Maskenpflicht? Was ist denn das für eine Ausgangslage für die Beschränkung von Grundrechten?

    Lassen wir mal beiseite, dass ich immer noch nicht überzeugt bin, dass es ein Grundrecht ist, ohne Maske rumlaufen zu dürfen.

    Ich sehe das Problem ähnlich wie einige Vorschreiber(innen) auch in der Kontrollierbarkeit: Wenn man nicht weiß, wer geimpft ist und wer nicht, dann weiß man nicht, wer die Maske weglassen darf und wer nicht. Und aus der Schule wissen wir ja: Eine Regelung, deren Einhaltung man nicht kontrollieren kann, kann man sich auch gleich sparen.

    Daher fände ich es auch den solidarischsten (schreibt man das so?) Weg, mit der Aufhebung der Maskenpflicht noch zu warten, bis ein höherer Prozentsatz durchgeimpft ist.

    Aus dem Impfthread, es ging um die Bedeutung von Schulen:

    Bildungsinstitution mit Gleichaltrigem und hochqualifiziertem Fachpersonal

    Also, ein Grammatikfehler ist das in jedem Fall. Ich hoffe nur, es handelt sich um einen falsch gewählten Kasus und Numerus, und nicht um einen Verstoß gegen die Groß- und Kleinschreibung... Falls doch, ist es mit dem Lehrkräftemangel offenbar doch ärger als gedacht (oder die Kinder begabter als erwartet).

Werbung