Beiträge von Maylin85

    So richtig sehe ich das Problem auch nicht. Als Mensch, der nicht gut zu Fuß ist, könnte man die 3 Tage auch einfach mal zu Hause bleiben. Aber da ich natürlich keine Lust hab, mich mit Schmerzensgeldforderungen & Co rumzuschlagen, räume ich natürlich.

    Hab allerdings auch schon überlegt, die Streusalznachbarn (von denen wir leider viele haben) beim OA zu melden. Bei uns verboten und für Hundepfoten einfach scheisse.

    Ja richtig, bei Schließung hat man Anspruch auf Übernahme in den Landesdienst und die Dezernenten waren auch recht entgegenkommend. Soweit ich weiß, haben bisher alle Kollegen ihre Wunschschulen bekommen, sofern die Schulen sie auch haben wollten.

    Wäre ein solcher Rückweg ansonsten grundsätzlich schwieriger, wenn eine kirchliche Schule einfach regulär weiterbesteht? Sonst würden diesen Weg ja vermutlich deutlich mehr Lehrkräfte gehen, statt sich durch klassische Beamten-Versetzungen zu arbeiten, oder?

    Das ist der spannende Teil 😄 Ich weiß es wirklich nicht genau. Mein Träger hatte (im Gegensatz zu den Kirchen) nur eine einzige Schule und von uns aus gab es sowohl Abordnungen ins Ministerium als auch Wechsel in den Staatsdienst (z.B., weil die Beförderungsstellen an nur einer Schule ja begrenzt sind und Leute anderswo Schulleitung oder Stellvertreter geworden sind). Das ging also alles irgendwie. Wie genau die Wege aussehen, kann ich allerdings nicht sagen. Wie gesagt, der Schulleiter der katholischen Schule hat ebenfalls davon gesprochen, also wird es vermutlich irgendwie möglich sein, wenn Träger und Land sich einig sind.


    Zum Organisatorischen: ja, genau. Ich hab irgendwann im Mai beim neuen Arbeitgeber zum 1.8. unterschrieben und dann die Entlassung zum 31.7. beantragt. Funktionierte.

    Danke - ich finde meine Schule in vielen Punkten ziemlich gut, tu mich aber mit der Schülerschaft schwer. Überstürzen werde ich nichts, nach Optionen zu schauen ist aber ja nie verkehrt...

    Du brauchst nur jemanden, der dich einstellt. Ich hatte mir damals noch zusichern lassen, dass der neue Arbeitgeber alle Vordienstzeiten anerkennt, was auch problemlos geklappt hat. Ich hatte an der neuen Schule auch keine Probezeit mehr. Ich hätte die Option gehabt, von dieser Stelle aus an eine Schule in kirchlicher Trägerschaft zu wechseln (hab ich leider nicht gemacht, großer Fehler) und auch dort hätte man alle erworbenen Ansprüche übernommen und der Wechsel hätte ohne neue Probezeit funktioniert. Von Planstelle zu Planstelle hopsen ist ziemlich unkompliziert und in Bezug auf Pension und Stufen völlig verlustfrei. Und nein, es bedarf keiner Versetzung, weil du dich einfach komplett aus dem Dienst entlassen lässt und woanders neu eingestellt wirst. Krankenversicherung bleibt unberührt. Beihilfe wurde allerdings erheblich unschöner, was die Bearbeitungszeiten betraf.

    Der Rückweg in den Landesdienst lief in der Kommunikation mit den Dezernaten unter der Terminologie "Versetzung in den Landesdienst", war aber quasi eine Neueinstellung mit neuer Vereidigung. Ich habe selbst Schulen kontaktiert und nach Optionen gesucht, eine Rückkehr an die alte Schule war nie im Gespräch. Hätte ich selbst nichts gefunden, wäre irgendwann irgendein Zuweisungsvorschlag gekommen (was ich vermeiden wollte, weil ich zu nah an unterversorgten Brennpunkten wohne). Ich hatte nach dem Wechsel nochmal 3 Monate Probezeit, habe aber auch von Rechtsauffassungen gehört, die das in meinem Fall unnötig fanden (da ich ja schonmal eine Probezeit im Landesdienst hatte). War mir aber jetzt auch egal und nichts, wo ich nachgehakt habe. Wichtig ist, dass auch hier tagesgenau alle Vordienstzeiten und Pensionsansprüche rückübernommen wurden.

    Mich schrecken bei kirchlichen Trägern - falls es an der Schule doch nicht passen sollte - ein wenig die geringeren Versetzungsmöglichkeiten ab, weil es einfach weniger potentielle Schulen gibt. Hierzu sagte der Schulleiter der kath. Schule, an die ich hätte wechseln können, allerdings, dass ein Wechsel in den Landesdienst dann auch kein Problem wäre. Ich bin aber unsicher, wie gut das im Fall des Falles tatsächlich funktionieren würde... es gibt einfach zu wenig konkret verfügbare Infos zu diesen ganzen Abläufen.

    Viel Erfolg und ein gutes Händchen jedenfalls bei allen Entscheidungen, die so kommen mögen :)

    Doch, wir "müssen" es, um guten Unterricht zu gestalten. Wenn ich das grundsätzlich nicht tun würde, wäre der Unterricht eben nicht so gut, wie auch bei vielen KollegInnen. Ich verstehe nicht ganz, was an einer solchen Zustandsbeschreibung verwirrend ist...

    Man sollte wirklich dringend aufhören, sich für Dinge verantwortlich zu fühlen, deren Rahmenbedingungen von Dritten gestaltet werden. Dazu gehört ggf. auch die Unterrichtsqualität, die halt nur so gut sein kann, wie die Ausstattung erlaubt.

    Ich verstehe diesen Notbetreuungsschwachsinn nicht. Eltern haben hier zig Tage Zeit, sich auf die geschlossenen Schulen einzustellen ... bei Spontanschließungen okay, aber das muss man den Schulen doch nun wirklich nicht aufbürden.

    Bei 5kg Kartoffeln würde ich es tatsächlich mal so probieren 😊


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    Das Interessanteste an diesem Thread ist, dass es vor Weihnachten anscheinend eine Fastenzeit gibt. Das höre ich zum ersten Mal überhaupt. Der Dezember ist ja eher hemmungsloser Fressmonat...

    Ich kombiniere mal mit deinem Kommentar im anderen Thread: die Person ist vom WBK an eine andere Schule versetzt worden und hat Adaptionsprobleme an die Schulwelt außerhalb dieser kuscheligen kleinen Insel. Da es mir gerade exakt genauso geht, fühle ich das, was du beschreibst, sehr. Ich überlege eigentlich jedes Wochenende, ob man da evtl. doch nochmal wieder raus kommt und mit "Freude" hat das Berufsleben auch schlagartig nichts mehr zu tun. Für Dienstunfähigkeitsüberlegungen sind wir aber alle noch zu jung 😉 Vielleicht sollte die Kollegin eher überlegen, wo genau die größten Knackpunkte liegen, ob man die an der aktuellen Schule auflösen kann oder ob sie evtl. nochmal eine Versetzung anstreben sollte. Mein altes Gymnasium von "vorher" hatte mit 67-Minuten-Modell und ohne Ganztag z.B. maximal 5 Unterrichtseinheiten am Tag (und ich hatte meist nur 3-4), sowas gibts ja auch noch. Oder vielleicht wäre eine Abordung auf eine außerschulische Stelle ein perspektivisches Ziel. Oder ein Wechsel an eine Privatschule. Alternativ oder ergänzend macht es vermutlich Sinn, am eigenen Mindset zu arbeiten und lernen hinzunehmen, dass der Arbeitsplatz große Scheisse ist, man ihn aber vielleicht auch gar nicht so wichtig nehmen muss (das ist meine persönliche Baustelle gerade^^). Letztlich ist "so jung" die Grundfrage, ob man bereit ist auf Geld und Pension zu verzichten und komplett aussteigt oder ob man Wege findet, sich zu arrangieren. Dienstunfähigkeit oder Teildienstunfähigkeit sehe ich persönlich ernsthaften Krankheiten vorbehalten, nicht als "Teilexit", weil man bei der Jobwahl ins Klo gegriffen hat.

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