Hm, ich kann dir so gar nicht zustimmen an vielen Stellen. Als Tarifbeschäftigter kann ich mir die Schule hier in der Gegend aussuchen, der Lehrermangel ist so groß, ich nehme das, was ich will und habe eben mehrere Stellen zur Auswahl, wenn es nicht mehr passt, wechsel ich eben, was mit Kündigung usw. gar kein Problem ist.
Familienfreundlichkeit im Lehrberuf
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Das liegt nicht am Arbeitgeber sondern an dem fest getakteten System Schule, dass reagiert eben nicht sehr flexibel auf Störungen und diese Störungen treten heutzutage leider häufiger auf, als zu meiner Zeit. Damals hat man bei einem Schnupfen vielleicht beim abholen darauf hingewiesen und das Kind ist am nächsten Tag zu Hause geblieben. Heutzutage rufen die um 09.00 Uhr an, dass man das Kind bitte abholen möge. Bei der kleinsten Verletzung kommt der Anruf und das Kind muss abgeholt werden. Ich weiß nicht, wie ihr solche Spontanaktionen in Eurer Schule klärt. Aber es ist für die Betroffenen immer ein Riesen Fiasko.
Jetzt habe ich gesagt, der Arbeitgeber kann nichts dran machen. Eigentlich stimmt es nicht ganz. Wenn ich es z.B. mit Schweden vergleiche, da ist ein solcher Störfall auch kein Problem, da es dort eine grundsätzliche Doppelbesetzung gibt, die eigentlich auch bei uns dringend erforderlich ist. Insoweit bleibe ich bei meiner Position, dass Schule nur bedingt familienfreundlich ist. …
Nicht zu vergessen: In anderen Ländern gibt es medizinisches Personal an der Schulen.
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Ja, das ist bei uns leider so (wobei hier die Halbtageskitas sogar schon um 12 schließen). Sidefact: Soziale Kriterien gehen hier vor Arbeit (Kinder aus sozial benachtteiligten Familien bekommen einen Ganztagesplatz/kita)
Da einige mein Kommentar dazu wieder verwirrt zurücklässt eine Frage an dich, Alterra : zu wie viel % sitzen in eurem Gemeinderat junge Frauen, die Familie und Beruf vereinbaren müssen und sich daher für mehr Kinderbetreuung einsetzen können (wenn sie für Politik überhaupt Zeit haben) und zu wie viel % sind es konservative Männer, denen es egal ist, ob für Kinderbetreuung Geld ausgegeben wird, weil sich ihre Frauen kümmern?
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Da einige mein Kommentar dazu wieder verwirrt zurücklässt eine Frage an dich, Alterra : zu wie viel % sitzen in eurem Gemeinderat junge Frauen, die Familie und Beruf vereinbaren müssen und sich daher für mehr Kinderbetreuung einsetzen können (wenn sie für Politik überhaupt Zeit haben) und zu wie viel % sind es konservative Männer, denen es egal ist, ob für Kinderbetreuung Geld ausgegeben wird, weil sich ihre Frauen kümmern?
Ich vermute, die Verwirrtzeichen beziehen sich auf das sidefact. Ich habe es so verstanden, dass du dich mit deiner Aussage auf Kita bis 12 Uhr bezogen hast und stimme dir dann zu.
Als ich klein war, ging die Kita auch nur bis 12 Uhr und dann wieder ab 14 Uhr, weil dazwischen alle zu Hause das von der Mutter gekochte Essen aßen. Mein Vater kam heim und wir saßen zusammen. Erst als ich auf dem Gymnasium war, reichte es für mich nicht mehr, der Rest aß weiter gemeinsam bis auch meine jüngeren Geschwister wechselten und meine Mutter wieder in ihren Beruf einstieg.
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Zum sidefact, finde ich prinzipiell gut, allerdings sollte für alle Platz sein.
Förderung ist möglichst früh gerade für benachteiligte Kinder wichtig, damit der Schulstart nicht schief geht. Das Problem sind zu wenig Plätze.
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Und diejenigen, die arbeiten und den Wumms finanzieren, gehen leer aus? Kanns ja auch nicht sein.
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Und diejenigen, die arbeiten und den Wumms finanzieren, gehen leer aus? Kanns ja auch nicht sein.
Die werden durch die Steuerzahler von morgen finanziert. Wer soll denn unsere Pensionen bezahlen, wenn keiner mehr Kinder bekommt?
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Ich meinte: wenn ein Paar, bei dem beide Partner arbeiten und Steuern zahlen, eine Betreuung benötigt und dann aus sozialen Gründen keinen Platz bekommt, während Kinder von Leuten, die ganztätig zu Hause sind, aufgenommen werden, dann läuft doch was falsch. Ich verstehe ja die Argumentation über den Aspekt notwendiger Frühförderung, aber es kann auch nicht sein, dass Steuerzahler zwar alles finanzieren dürfen, im Bedarfsfall selbst dann aber nachrangig behandelt werden und ggf. gravierende Einschränkungen und fiananzielle Verluste hinnehmen müssen, weil eine Berufstätigkeit nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist. Kinderbetreuungseinrichtungen sollten in erster Linie Berufstätigen den Rücken frei halten.
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Da es ein einklagbares Recht gibt UND es zur Zeit sogar oft keine großen Probleme mehr gibt (nur hat man nicht Kita-Wahl oder Tagesmutter/Kita-Wahl), dann ist (2026!) die Betreuung nicht mehr das Problem.
Anderen etwas nicht gönnen, weil die Ressourcen für Alle nicht reichen, bringt nur Stress für einen UND ein schlechtes gesellschaftliches Klima.
Im Zweifel werden die arbeitenden Eltern leicht weiter fahren, ein bisschen Orgakram auf sich nehmen, um einen Platz zu bekommen, werden einen haben.
Die (zur Zeit!) nicht arbeitenden Eltern bekommen einen Platz, können also dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen:
Win-Win-Win-Situation
1) Die Eltern können einen Job aufnehmen: eigenes Einkommen, eigene Selbstwirksamkeit, ggf. Steuern zahlen, seinen Kindern etwas vorleben.
2) Keine bzw. weniger Transfertleistungen
3) Sozialisation von Kindern, ggf. bessere gesellschaftliche Integration, besserer Einstieg in das Schulsystem
...
x) Bessere Bildungschancen der Kinder -> bessere Arbeitschancen für sie. -
Ich bewundere diese optimistische Sicht auf Gesellschaft und gesellschaftliche Dynamik. Ganz unironisch 🙂
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