Beiträge von Leporello

    So wird das aber sicher nicht in der neuen Fassung der ADO stehen. Der Nebensatz wurde von dem Personalrat hinzugefügt.

    Lehrkräfte werden zur Nutzung bereitgestellter Lehr- und Lernsystem sowie der Arbeits- und Kommunikationsplattformen verpflichtet,


    Wenn das so in der ADO auftaucht, ist es eigentlich ganz gut, den daraus folgt direkt die Verpflichtung für den Schulträger, Lehrkräfte mit Geräten auszustatten.

    Ich habe O. Meier die Quelle benannt. Es kann natürlich sein, dass ich da etwas falsch verstanden habe.

    Die ADO soll novelliert werden. Dort habe ich Folgendes gelesen:

    "Lehrkräfte werden zur Nutzung bereitgestellter Lehr- und Lernsystem sowie der Arbeits- und Kommunikationsplattformen verpflichtet, ohne aber allen Lehrkräften landeseitig die dafür notwendigen digitalen Endgeräte zur Verfügung zu stellen. "

    Sollte dies so beschlossen werden, bedeutet dies doch, dass ich mein privates Handy zur Kommunikation nutzen muss. Oder wie seht ihr das?

    Hallo Dante,

    dass es schon sehr lange her ist, hatte ich bereits registriert, aber danke für die genaue Rechnung. ;)

    Wie kannst du dir so sicher sein, dass jamaica hier nicht unter anderem Namen unterwegs ist?

    Hallo jamaica,

    dein Beitrag ist schon älter, ist aber lesenswert und ich erkenne mich teilweise darin wieder. Was ist aus dir geworden? Bist noch in diesem Forum unterwegs? Vielleicht unter anderem nickname? Magst du schreiben, wie es dir ergangen ist? Gerne auch als PN.

    Oder man greift zu Unterrichtsformen, wo Kinder selbstorganisierter Arbeiten und man sie nicht "Entertainer" spielen muss.

    Diese Phasen strengen ebenfalls an. Zunächst einmal muss ich dafür sorgen, dass wirklich alle arbeiten und sich nicht mit anderen Dingen beschäftigen, d. h. disziplinieren und motivieren. Da wäre der nicht unerhebliche Geräuschpegel, der in vielen Arbeitsphasen herrscht und anstrengend ist. Zudem beantworte ich in diesen Phasen Fragen der Kinder, helfe einzelnen schwachen Schülern. Und selbst wenn alle Kinder selbstständig arbeiten, nutze ich die Zeit für Beobachtungen und Notizen.

    Man kann natürlich auch versuchen, über den Lärmpegel hinwegzuhören, die hilfesuchenden Kinder übersehen und abwimmeln, und sich stattdessen mit seinem Smartphone beschäftigen.

    Zeiterfassung ist einfach. Man muss ja nur notieren, wann man anfängt zu arbeiten und wann man aufhört.

    Wenn dabei dann herauskommt, dass man zu lange gearbeitet hat, heißt das aber noch lange nicht, dass man dafür bezahlt wird. Auch anderswo werden Überstunden nur gezahlt, wenn sie angewiesen wurden. Und ohne Budget wird es nieman tun.

    Wenn wir irgendwann eine Zeiterfassung haben, muss sich daher vermutlich trotzdem erst vor Gericht darüber gestritten werden.

    Ich glaube, du hast nicht so ganz verstanden, worauf ich hinaus wollte. Zeit ist nicht gleich Zeit.

    Es ist die gleiche freie Zeit. Weil wenn die z.B. zwei freie Tage pro Woche haben, müssen sie nur drei Tage Urlaub nehmen.


    Bei Lehrern sind es aber die kompletten Ferien UND ggf. die freien Tage

    Vergisst du dabei nicht, dass die Vollzeitlehrer in der Ferienzeit auch ihr Vollzeitgehalt erhalte, die Teilzeitkräfte weniger? Oder habe ich deinen Ansatz falsch verstanden?

    Das ist wirklich unglaublich. Das Verhalten des Amtsarztes verschlägt einem die Sprache!

    Das Ergebnis der angeblichen amtsärztlichen Untersuchung würde ich an deiner Stelle anfordern, um gegebenenfalls ein Stellungnahme dazu zu schreiben.

    Wir üben sehr viel vorher, wenn ein Aufsatz zu einem bestimmten Thema benotet wird (z.B. Unfallbericht). Die Kinder kennen die Kriterien, die sie jeweils einhalten müssen und anhand derer werden die Übungsaufsätze angefertigt und überprüft. Den Aufsatz, der benotet wird, schreiben die Kinder nach einer längeren Übungsphase und können eigentlich runterleiern, worauf sie achten müssen. Dass die Lehrkraft vorher nochmals korrigiert und Tipps gibt, geschieht bei uns nur in der Phase, in der geübt wird und es noch keine Noten gibt. Sonst finde ich es ungerecht.

    So ähnlich machen wir es auch. Ich zweifle aber zunehmend am Sinn des Aufsatzschreibens. Wer schreibt ernsthaft im späteren Leben einen Unfallbericht, ein Rezept, eine Personenbeschreibung oder Ähnliches? Die Bewertungsraster, die angewendet werden, sind zudem oft sehr starr. So hatte ich Schülerarbeiten vor mir liegen, die - nach dem Punkteraster bewertet - ein "befriedigend" waren, gefühlt aber besser waren, und auch umgekehrt.

    In Zeiten der KI erscheint mir das Schreiben von Aufsätzen noch überflüssiger...

    Mich würde interessieren, wie ihr mit den Rechtschreibfehlern verfahrt. Anstreichen? Richtiges Wort darüber schreiben?

    Und welche Kürzel verwendet ihr? A= Ausdruck Z=Zeitfehler ? = unverständliche Stelle

    Sorry, aber da würde ich gerne mal nachfragen. Einfach aus Verständnis. Du schreibst, dass kein Geld für die Nanny vorhanden war. Aber in welchen anderen Beruf verdienst Du denn annähernd so gut zu Berufsstart wie als Lehrkraft? Und in welchem dieser Berufe hast Du mehr Kinderkranktage oder bist mit deiner Arbeitszeit flexibler?

    Klar gibt es Ausnahmen, wo man im Homeoffice arbeitet und seine Zeit flexibel einteilen kann. Aber das sind doch die Ausnahmen. Und bei unseren Gehalt wird in der freien Wirtschaft auch einiges an "Extraarbeit" verlangt.

    Ich persönlich verstehe es, wenn jemand sagt, dass die Person eher zu Hause geblieben wäre und nur der Partner arbeitet. Aber mit Job und einem ähnlichen Gehaltsniveau sehe ich nur wenige bessere Alternativen. Als Arzt, Anwalt, Ingenieur, was auch immer, hast Du doch deutlich mehr Stress und zeitliche Belastungen.

    Ich hatte eine Teilzeitstelle und verdiente dementsprechend wenig, musste die Miete und Lebenshaltungskosten alleine tragen. Da blieb kaum etwas übrig.

    Damals war es so, dass die Angestellten mehr Kinderkrankentage hatten als die Beamten. Ob das heute immer noch so ist, weiß ich nicht.

    Als Mutter von drei Söhnen halte den Beruf nicht für familienfreundlich und würde ihn daher auch nicht mehr wählen.

    Früher gab es das Problem, als Beamtin kaum Krankentage für die Kinder zu haben, ein großes Problem, wenn man alleinerziehend ist und die Großeltern aufgrund von Krankheit nicht einspringen können. Geld für eine "Nanny" war nicht vorhanden. Damals waren es pro Kind 5! Krankheitstage im Jahr. Ich habe zudem wichtige Ereignisse im Leben meiner Kinder verpasst, weil ich keinen Sonderurlaub erhielt. Und selbst banale Dinge, wie z.B. die Verabschiedung am Bus vor der Klassenfahrt waren nicht möglich. Manche Schulleitungen sind kulant, ich hatte da weniger Glück.

    Heute mag es mehr Krankentage für die Kinder geben. Dennoch würde ich jungen Frauen von dem Beruf abraten, da deutlich mehr Präsenz für alle möglichen Besprechungen in der Schule erwartet wird.

    Es geht eher um die Fremdbestimmung und vor allem darum, dass die viele gute Arbeit gar nicht gesehen wird, sondern sich die Schulleitung an solchen Kleinigkeiten aufhängt.

    Vorher ging es auch gut, Kollegen waren zufrieden. Nun stockt doch schon der Atem, wenn wieder Stau ist und man bei Ankunft an der Schule die Schulleitung im Gang sieht.

    Frage: hat ein "dienstliches Gespräch" überhaupt irgendwelche Auswirkungen? Sollen doch so viele Gespräche wie gewünscht geführt werden, was solls.

    Zu deiner letzten Frage kann ich nur sagen, dass ich Ähnliches bei einer Kollegin erlebt habe. Sie hat eine Art "Abmahnung" in dem dienstlichen Gespräch erhalten. Danach ist sie weiterhin zu spät gekommen, hat es aber besser getarnt. Dieses Verhalten find ich nicht akzeptabel, da sie damit den Kindern selbst und den Kollegen schadet, die ihre tobende Klasse mit auffangen müssen.

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