Ich empfinde "Lifestyle-Fasten" als sehr passenden Begriff für die ganzen Verzichtsaktionen, die mit richtigem Fasten eigentlich nichts zu tun haben. Selbst wenn kirchennahe Initiatoren dahinter stehen, ist es doch eher ein Versuch, einen zunehmend irrelevanten Randgruppenbrauch durch sehr weit hergeholte Adaptionen doch noch irgendwie einer breiteren Bevölkerungsgruppe zugänglich zu machen. Was nicht heißt, dass die Ansätze an sich schlecht sind, aber sie sind halt schon primär im Lifestyle verortet.
Zum Thema volle Kirchen muss ich gerade daran denken, dass ich vor einigen Jahren mal (mit jemandem, den das interessiert) auf einer der MEHR Konferenzen war. Ich bin ja nun überhaupt nicht religiös, fand das alles auch sehr strange und empfinde so manche Positionen von Initiator Herrn Dr. Hartl auch ziemlich fragwürdig - aber voll war die Hütte, das muss man dieser Bewegung lassen.