Auch hier dran sieht man, dass die Problematik in den USA nicht an den Waffen liegt, sondern eher eine Scheinkorrelation ist.
Vielleicht erwähnt man in dem Zusammenhang aber ruhig auch, dass die Schweiz weltweit den traurigen zweiten Platz bei den Schusswaffentoden pro Millionen Einwohner aufweist. Fairerweise: der überwiegende Teil davon geht auf Suizide zurück. Vielleicht erwähnt man aber auch, dass es in der Schweiz im Vergleich zur USA doch auch eine ganze Reihe von Unterschieden in der Waffengesetzgebung gibt. Denn der reine Blick auf die Zahl zu Hause aufbewahrter Waffen, verstellt vlt. den Blick darauf, dass es einen erheblichen Unterschied bei Anforderungen zur Aufbewahrung und beim Führen von Waffen in der Öffentlichkeit gibt. Letztere ist auch in der Schweiz nur in sehr engen Grenzen - vergleichbar zu Deutschland - erlaubt.
PS: Bevor hier gleich jemand Bilder von Schweizern mit Ordonnanzwaffen über der Schulter auf dem Fahrrad postet, erläutere ich das lieber noch kurz: das Führen von (einsatzbereiten) Schusswaffen ist auch in der Schweiz an eine besondere Erlaubnis gebunden und wird vergleichbar zum deutschen Waffenschein - nicht zu verwechseln mit der WBK oder dem kleinen Waffenschein - nur bei Nachweis eines besonderen Bedürfnisses gewährt (Sicherheitsgewerbe, Ordnungskräfte, Jagd....). Aufbewahrung und Transport haben - ebenfalls vergleichbar zu Deutschland - mit Trennung von Waffe, Munition und bei vielen Waffengattungen auch des Verschlusses zu erfolgen.
Die hohe Anzahl von Waffen in Schweizer Haushalten geht im Übrigen überwiegend auf zu Hause aufbewahrte Armeewaffen zurück (Privatwaffen in nur ca. 10% der Haushalte), deren Munition seit 2007 weitgehend in Zeughäusern aufbewahrt wird.