Für mich zeigt das, dass das Risiko von Long Covid bei Kindern deutlich gepusht wurde von den Medien.
Wenn das RKI von 20% ausgingen, die hier durchaus im Raum standen, würden sie wohl die Empfehlung für alle 5-11 Jährigen aussprechen.
Das würde ich zumindest von Experten erwarten.
Das ist eine Fehldeutung. Es fehlen wie gesagt schlicht die Daten, um das Risiko für Kinder schon adäquat abzuschätzen. Bisher hatte man sich zu stark auf Erwachsene konzentriert. Derzeit laufen an einigen Unikliniken (u.a. Unikliniken Jena und Erlangen) entsprechende Studien, die hierzu genaueres liefern sollen. Diese deuten darauf hin, dass auch bei Kindern und Jugendlichen ohne schwere Verläufe noch Monate nach der Erkrankung pulmonale Veränderungen auftreten können. Noch sind aber Art und Häufigkeit der Spätfolgen bei Kindern und Jugendlichen nicht ganz klar, insbesondere zeigen verschiedene Studien noch sehr unterschiedliche Prävalenzen an. Hier ist also noch mehr Forschung nötig.