Andere, günstigere Zutaten zu verwenden erfordert kein Umstellen einer kompletten Produktionsstraße.
Teilweise eben doch. Das umlabeln dagegen ist erheblich günstiger zu bewerkstelligen. Besonders auffällig ist das bei Grundnahrungsmitteln mit sehr wenigen Zutaten, insbesondere Milch, Joghurt usw.
Um auch mal an konkreten Beispielen zu arbeiten:
1) Alberto TK Baguette --> identisch mit: a) Gut%Günstig Baguettes (Edeka)
b) K-Classic Baguettes (Kaufland)
c) Baguttes nach frz. Art (Aldi)
2) Müllermilch Milchreis ---> identisch mit: a) Desing Milchreis (Aldi)
b) K-Classic Fineé Milchreis (Kaufland)
3) Alpenhain Back-Camembert --> identisch mit: a) TiP Back Camembert (Real)
b) Gutes Land Camembert (Netto)
c) Cremisée 4 Back-Camembert (Norma)
usw.
Davon gib es zig Beispiele, bei denen 1:1 gleiche Produkte einfach nur in Eigenmarken der Discounter umgelabelt worden. Die Gewinne werden dann durch Masse bei kleineren Spannen/Einzelprodukt eingefahren, während mit den teuren "Markenprodukten" eine weitere Verbauchergruppe angesprochen wird, die glaubt, für scheinbar bessere Qualität mehr zahlen zu wollen.