Oh. Das wusste ich nicht. Ich mache das nämlich bisher so. JedeR SuS bekommt für jede Stunde eine sonstige Mitarbeitsnote, die zu 50% aus der mündlichen Leistung besteht. Ich nehme aber auch jedeN in jeder Stunde dran.
Dann wirklich mal eine interessierte Nachfrage: Wie genau beurteilst du denn auf Basis von max. 2 Minuten Redezeit pro Schüler (und das auch nur, wenn nahezu die komplette Stunde aus Redebeiträgen der Schüler besteht) die Leistung des Schülers in dieser konkreten Stunde? Wie stellst du in so kurzer Redezeit sicher, die Anforderungsbereiche alle hinreichend abgedeckt zu haben und entsprechend allen Schülern genug Gelegenheit gegeben zu haben, alle Anforderungsbereiche auch dargestellt haben zu können?
PS: Ich persönlich mache da ein großes Fragezeichen an die Validität von Bewertung derart kurzer Redebeiträge im Unterricht, selbst unter solchen "Idealbedingungen". In der Praxis sind die Redebeiträge der Schüler in Unterrichtsstunden im Mittel noch wesentlich kürzer als oben angenommen. Mündliche Abiturprüfungen dauern 20-30 Minuten. In dieser Zeit kann ich am Ende wirklich gut einschätzen, wie gut die Anforderungen erfüllt sind und die Prüflinge hatten dann auch wirklich Gelegenheit, über alle Anforderungsbereiche hinweg Leistungen zu zeigen...oder eben auch nicht. Das ist im Unterrichtssetting aber schlicht unmöglich..zumindest nicht, wenn man das in jeder Stunde mit jedem Schüler machen möchte.