Beiträge von Seph

    Wie läuft das Interview ab?

    Welche Fragen wurden beispielhaft gestellt?

    Gibt es spezifische Themen oder Anforderungen, auf die man sich besonders vorbereiten sollte über übliche Frageb (Warum beworben, eigene Erfahrungen in dem Bereich...).

    Ich kann da nur für NDS sprechen und werfe einfach mal ein paar Orientierungspunkte in den Raum, die eine Rolle für die Schulentwicklungsberatungen spielen können:

    -> Sicherer Umgang mit dem Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen (so etwas gibt es bestimmt unter anderem Namen auch in anderen BL), den Bildungsstandards, Kerncurricula u.ä.

    -> Kenntnisse der aktuellen schulpolitischen Vorhaben im Bundesland

    -> Erfahrungen im Projekt- und Prozessmanagement

    -> Kommunikationsfähigkeiten (z.B. Moderation/Präsentation von Inhalten, Teamentwicklung, strukturierte Gesprächsführung, Moderation von Arbeitsgruppen)

    -> Rollenklarheit

    -> Erfahrungen im Umgang mit Leitbildern, Schulprogrammarbeit u.ä.

    -> Kenntnisse von DIagnoseverfahren zur Ermittlung des IST-Standes (schulische Evaluation)

    Nein, keine Sorge. Das scheint mir ein recht offensichtlicher Fehler zu sein. Das Kind lebt bei dir im gemeinsamen Haushalt, was ja gerade die Bedingung für den Familienzuschlag der Stufe 1 ist. Kann es vlt. sein, dass eine Frist zur regelmäßigen Rückmeldung hierüber versäumt wurde? Das LBV fragt eigentlich in gewisser Regelmäßigkeit ab, ob das Kind noch bei dir wohnt und stellt sonst irgendwann den Zuschlag ein.

    Natürlich kann ich auch die Fehlstunde bewerten. Der Schüler hat ja eindeutig keine Leistung erbracht, weder quantitativ noch qualitativ. In evtl. Gruppenarbeiten konnte er sich auch nicht einbringen und vorgetragen hat er auch nichts. Also 0 Punkte.

    Dieses Vorgehen scheitert bereits daran, dass nicht jede Stunde auch eine Leistungssituation darstellt und mit Sicherheit nicht alle Schüler jede Stunde benotet werden. Das halte ich im Übrigen auch für vollkommen unrealistisch, adäquate und differenzierende Bewertungen auf Basis von nur je 1 Stunde vorzunehmen.

    Dass das dann analog auch nicht ausschließlich für fehlende Schüler möglich ist, sollte sofort einleuchten.

    An meiner Schule wird das sogar von der Schulleitung so angeordnet, dass unentschuldigte Fehlstunden mit 0 Punkten zu bewerten sind.

    Dann wird es dringend Zeit, auf die Rechtswidrigkeit einer solchen Anordnung hinzuweisen. Ein solcher Hinweis wäre - zumindest für Beamte - auch Dienstpflicht.


    Kleine Anekdote: Ich hatte mal einen Schüler, der ebenfalls häufig gefehlt hatte. In Leistungssituationen war er aber i.d.R. da und hat dann aus dem Stehgreif gute bis sehr gute Leistungen erbracht, konnte den Unterrichtsstoff mit anderen Sachen verknüpfen und auch auf neue schwiergie Probleme anwenden. Es wäre nicht ansatzweise haltbar gewesen, ihn aufgrund von Fehlzeiten auf eine Beurteilung wie "ausreichend" herabzustufen, da diese laut Definition gerade von Mängeln und nur durchschnittlichen Anforderungen ausgeht, die ganz offensichtlich und nachweisbar nicht bestanden.

    Als Mobilgerät nutze ich tatsächlich auch ganz gerne Leasing-Rückläufer aus dem Business-Bereich. Die sind ordentlich aufbereitet und wesentlich robuster als die Consumer-Geräte aus dem Elektronik-"Fach"handel. Hier gibt es einige spezialisierte Firmen als mögliche Anlaufstellen. Bei Desktop-PCs habe ich das noch nicht probiert, die stelle ich mir i.d.R. selbst zusammen.

    Was Geräusche anbetrifft, dieser Text entsteht auf einem MacBook Air, AFAIK derzeit der einzige lüfterlose Laptop. Im Desktopbereich fiele mir nur ein Raspberry Pi ein. Knappe Rechenpower, vielleicht zu wenig für Video, ansonsten auch eine Empfehlung wert.

    Das ist genau der Punkt. Das MacBook Air kommt nur mit einer Passivkühlung aus, weil es entsprechend schnell herunterregelt und damit die theoretisch verbaute Maximalleistung nur kurze Zeit abrufen kann. Für Office-Anwendungen wird das kaum eine Rolle spielen, für Videoschnitt schon eher.

    Da man auch bei anderen Systemen andersherum die Temperaturkurven steuern und damit den Lüftereinsatz einstellen kann, ist es durchaus möglich, auch bei Thinkpads und Co. ein quasi "lüfterloses" System bei Office-Anwendungen und dennoch die abrufbaren Leistungsreserven für leistungshungrige Anwendungen auch über längere Zeiträume zu haben.

    Und bei der Beratung, insbesondere bei den ganz großen Elektronikketten, sollte man aufpassen, dass der Berater überhaupt Ahnung hat... Ich habe es schon mehrfach erlebt, dass die Empfehlungen dort schnell / oberflächlich / ohne tiefere Kenntnis ausgesprochen wurden.

    Deswegen hatte ich das bewusst in Anführungszeichen gesetzt ;)

    "Irgendwann" ist ziemlich dehnbar. Das Andiskutieren oder zumindest kritische Hinterfragen von Bewertungen ist jedenfalls so noch kein gravierender Verstoß, der die Ordnungsmaßnahme "Klassenwechsel" rechtfertigen würde. Dass das extrem nerven kann ist klar und es sicher sinnvoll, dass ihr hier eine - hoffentlich auch vom Schüler ernst gemeinte - Vereinbarung gefunden habt.

    Ich möchte einen fertig zusammengebauten PC, gerne von einer namhaften Firma (ich weiß jedoch nicht, was aktuell empfehlenswerte Hersteller sind).

    Gibt es PCs/Hersteller, die ihr mir empfehlen könnt?

    PS: Es gibt keinen Hersteller, der alle notwendigen Komponenten für einen PC hausintern produziert. Insofern sind PCs so oder so eine Zusammenstellung von Komponenten verschiedenster Hersteller. Hier wiederum gibt es je nach Komponenten quasi nur je 2-3 größere Player am Markt, die aber auch standardmäßig verbaut werden.

    Es ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn du dir einen Preisrahmen setzt. Dann kann dir vor Ort innerhalb des Preisrahmens eine sinnvolle Zusammenstellung empfohlen werden.

    Es gibt so extrem viele mögliche Kombinationen von Komponenten, dass es hier kaum eine sinnvolle Empfehlung geben kann, die nicht gleich in Werbung für konkrete Anbieter abdriften würde. Wenn du einen fertig zusammengebauten PC haben willst - was ich nicht empfehle - dann geh in den nächsten Store in deiner Umgebung und lasse dich dort gezielt "beraten". Noch stressfreier, dafür mit höherem Potential dafür, nicht optimale Zusammenstellungen zu hohen Preisen zu erhalten, ist der Weg zu den ganz großen Elektronikmarktketten.

    Es ist halt letztlich ein Kompromiss zwischen den niedrigeren Lebenshaltungskosten und Löhnen im Zielland und den Anforderungen einer europäischen Arbeitskraft. Mit Blick auf

    Vollständige Übernahme der Relocation Kosten, sowie umfassende Visa-Unterstützung
    Kostenlose Unterkunft vor Ort für das gesamte Jahr
    Verpflegung während der Arbeitszeit inklusive

    ist das für die Erfahrung gar nicht so verkehrt. Dass das nicht mit dem Auslandsschuldienst konkurrieren kann, ist klar.

    Krass - wie gesagt, berufliches Gymnasium hätte sie bei uns eine 2+ gehabt, da wissen wir ja jetzt, warum jeder das Abi bekommt. Warum übrigens der Notenschlüssel für das berufliche Gymnasium in RLP so "milde" ist, weiß ich auch nicht. Der IHK-Schlüssel ist der "Härteste" - auch hier wäre es aber eine 2- gewesen.

    Ich entnehme dieser Aussage, dass noch immer nicht der Zusammenhang zwischen Notenschlüsseln und Verteilung der Anforderungsbereiche in Arbeiten hinreichend durchdrungen wurde. In der gymnasialen Oberstufe gibt es - zumindest im Abitur - zwar einerseits "sehr gute" Leistungen bereits ab 85% der Rohpunkte attestiert, gleichzeitig bilden dort Aufgaben des Anforderungsbereichs III einen sehr deutlichen Schwerpunkt und umfassen dann auch mal schnell gut 20-25% aller möglichen Rohpunkte. Wenn andersherum Arbeiten weitgehend repetitive Aufgabenstellungen im Anforderungsbereich I enthalten und die höheren Anforderungsbereiche nur einen sehr geringen Anteil der Punkte ausmachen, muss der Notenschlüssel zwangsläufig wesentlich "härter" sein.

    Aus dem reinen Vergleich von Notenschlüsseln lässt sich schlicht nicht auf die Schwierigkeit und das Niveau der jeweiligen Herausforderungen im Hintergrund schließen.

    Fehlen die Schüler:innen unentschuldigt, kannst du hierauf eine mündliche Note geben. Die Note wird wohl nicht auf „ausreichend“ lauten.

    also, ich bin alles andere als ein Experte für Schulrecht, aber wenn ich eine Sache in meiner mittlerweile auch fast 10 Jahre andauernden Lehrerkarriere immer wieder mitbekommen habe - ziemlich sicher auch aus dem Mund von Schulleitungsmitgliedern -, dann, dass unentschuldigte Fehlstunden mit 0 Punkten gewertet werden. Zumindest in Hessen.

    Dieses Vorgehen ist schlicht rechtswidrig. Ein unentschuldigtes Fehlen rechtfertigt noch keine "ungenügende" Leistung. Das sieht lediglich in dezidierten Leistungssituationen - z.B. beim unentschuldigten Fehlen bei angekündigten Klausuren - anders aus.

    Dass sich hohe Fehlzeiten - egal ob entschuldigt oder unentschuldigt - auf die Gesamtleistungen früher oder später eher negativ auswirken werden, ist davon unbenommen.

    Bei Stellenbesetzungsverfahren (ab A14). Wenn die jemand mit A14 auf eine A14-stelle bewirbt, dann wird das Verfahren eingestellt und die Person, die das Statusamt bereits hat, wird einversetzt. Das geht auch länderübergreifend.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass das zumindest für NDS nicht uneingeschränkt gilt. Mir ist jedenfalls auch ein Verfahren bekannt, in dem sich ein A15er und ein A14er auf eine A15-Stelle beworben haben und dennoch das komplette Verfahren mit Auswahlentscheidung (und am Ende Konkurrentenklage) durchgeführt wurde.

    Ich würde bei einer Anwendung eines solchen Grundsatzes im Übrigen auch ein großes Fragezeichen an die korrekte Umsetzung der verfassungsrechtlich vorgegebenen Bestenauslese machen.

    Wie schafft ihr es alle (in meinem Fall 28) SuS im Blick zu haben und dann zu bewerten? Wenn jemand nichts sagt, kann das ja viele Gründe haben und muss nicht zwingend mangelndes Wissen/Können oder Wollen sein. Andere haben zu allem was zu sagen, aber so wirklich viel Fachliches kommt dabei nicht rum.

    Jeden Schüler jede Stunde im Blick zu haben und zu bewerten ist schlicht unmöglich. Daher halte ich auch nichts von Ansätzen, einzelne Stundennoten zu erteilen. Das gilt insbesondere auch für "ungenügende" Leistungen, wenn mal jemand nicht so bei der Sache ist oder - wie wir gerade in einem parallelen Thread hören mussten - mal das Handy draußen hatte.

    Über viele Stunden hinweg kann ich eigentlich ganz gut aussagen, welches fachliche Niveau die einzelnen Schüler in dieser Unterrichtssequenz erreicht und gezeigt haben. Sichtbar wird das eher weniger an der quantitativen Anzahl aktiver Beteiligungen, sondern vielmehr an Problemlösefähigkeiten, der Verknüpfung mit anderen Inhalten u.ä.

    So nämlich, ist das durch unsere Fachkonferenz festgelegt. Für weniger als 45% der Punkte kriegen die Kinder in der Oberstufe schon keine 4- mehr. Im Vergleich zur Sek I ist das sogar freundlich. Da braucht man noch wenigstens 50% für die 4-.

    Ich habe das schon bei mehreren Gelegenheiten angesprochen (auch an meiner Schule): Ohne gleichzeitigen Blick auf die Verteilung der Anforderungsbereiche I bis III auf die Rohpunkte ergibt die Festlegung fixer Notenschlüssel wenig Sinn. Andersherum: wenn man einen fixen Notenschlüssel verwendet, muss bei der Ausgestaltung von Klausuren auch die entsprechende Verteilung der Anforderungsbereiche in den Aufgabenstellungen gut im Blick behalten werden.

    Und wenn sich herausstellt, dass man sich da doch einmal verschätzt hat mit der Schwierigkeit der Arbeit, dann muss entweder die Punktverteilung der Arbeit angepasst werden oder der Notenschlüssel flexibilisiert werden. Wie gesagt: das gilt nicht, wenn die Klasse nur einfach nicht gelernt hat.

    Ich arbeite tatsächlich mit einem Kriterienraster. Dabei muss man aber sagen, dass je nach Umfang dieser Raster die ausformulierten Kriterien letztlich Formulierungshilfen für die tatsächlich gemachten Beobachtungen sind und nicht zwingend alle erfüllt sein müssen. Gut beobachtbar - übrigens auch für die Lernenden selbst - ist zum Beispiel, inwiefern sich mit neuen Problemstellungen erfolgreich auseinandergesetzt werden kann, ob dafür hin und wieder oder häufig Hilfe notwendig ist oder ob diese selbst mit Hilfestellung nicht bewältigt werden können.

    Hilfreich kann auch die Definition der Noten selbst sein: entsprechen die Leistungen weitgehend den Anforderungen oder treten dabei Mängel auf? Lassen sich diese perspektivisch in absehbarer Zeit beheben?

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