Beiträge von Seph

    Ja, was mir fehlt ist die Personalnummer, ich bin neu und habe seit 2 Monaten noch keine Abrechnung wo so etwas draufsteht.

    Ich musste noch nie meine Personalnummer für einen Antrag auf Genehmigung einer Schulfahrt angeben. Und auch euer entsprechender Antrag in Sachsen enthält nirgendwo ein solches Feld zur Eintragung.

    (vgl. https://www.schule.sachsen.de/zvv/zvv_strukt…v_04_08_002.pdf)

    Ich mag Retro bei Videospielen ganz gerne, Brettspiele haben aber innerhalb der letzten 10-15 Jahre eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Die meisten, die davor rauskamen, sind von den Mechanik einfach stark veraltet. Es gibt Ausnahmen, aber im Schnitt sind doch moderne Brettspiele besser bis deutlich besser.

    Das kann ich nur bestätigen. Es gibt einige wenige Klassiker, die wirklich gut gealtert sind. Bei vielen anderen Spielen sind die Mechaniken derart überholt, dass ich mich im Nachgang frage, wie die jemals Spaß gemacht haben können. Vermutlich, weil man da noch nicht erahnen konnte, was noch so möglich ist. Dazu gehören auch absolute Klassiker wie Siedler von Catan und erst Recht Monopoly u.ä.

    Ältere Spiele haben wir auch viele. Kaufen fast jedes Jahr ein Neues. Oft eins aus der "Spiel des Jahres" Serie.

    Da fällt mir aktuell tatsächlich noch Dorfromantik von 2023 ein. Sehr einfach zu lernen, durch das schrittweise Freischalten von Material mit flacher Lernkurve komplexer werdend und zudem zur Abwechslung mal kooperativ anstatt kompetitiv.

    An BKs sind die Schüler 16 Jahre und älter, folglich müssen sie nicht mehr beaufsichtigt werden sondern sich nur noch beaufsichtigt fühlen, was per Verordnung so zu definieren ist, dass der Lehrer rausgehen darf, aber in jeder Sekunde wieder reinkommen könnte. Also gilt das Urteil nicht für BKs in NRW.

    Den Schluss halte ich für gewagt ;) Wenn ein Lehrer parallel Fachunterricht hat, ist gerade nicht sichergestellt, dass "er in jeder Sekunde wieder reinkommen könnte". Das wissen auch die unbeaufsichtigten Schüler. Daher möchte ich auch den BK-Kollegen empfehlen, gegen eine solche Anweisung zu remonstrieren. Was die SL dann damit macht, liegt in ihrem Verantwortungsbereich.

    Exkursionen, Essensbegleitung, Projektarbeit, Klassenfahrt, etc. - Mehrstunden werden kaum ausgeglichen.

    Die genannten Punkte lösen i.d.R. mit Ausnahme der Klassenfahrten, für die neben dem stundenplanmäßigen Unterricht eine weitere Deputatsstunde je Tag anzurechnen sind, auch keine anrechenbare Mehrarbeit aus.

    Dass tatsächlich angefallene Mehr- und Minderarbeit zu dokumentieren ist, steht natürlich außer Frage. Hier ist es sicher sinnvoll, wenn der PR darauf hinwirkt, mit der SL eine für das Kollegium transparente Lösung zu erarbeiten.

    „Catan“ und „Zug um Zug“ bislang nur in den Juniorversionen. Erwachsenenausgaben stehen schon bereit, sind aber noch nicht (wieder) im Einsatz.

    Probiere das gerne mal aus, zumal auch die Erwachsenenversionen noch vergleichsweise einfache Spiele sind. Meine Kids sind auch im Grundschulalter und brettspielbegeistert. Wir spielen seit geraumer Zeit auch in den "Kennerspiel"-Bereich hinein, das größere Kind teils auch Expertenspiele. Neben den von dir genannten und weiteren Klassikern wie Carcassonne, Dominion, Stone Age etc. stehen bei uns auch mit dem jüngeren Kind (1. Klasse) gerade hoch im Kurs:

    -> Flamecraft (niedliches Design, relativ einfach zu lernen und am Übergang Familien- zu Kennerspiel)

    -> Mycelia (recht leicht zu lernendes Deckbuilding-Spiel und gut für Kinder geeignet)

    -> Quacksalber von Quedlinburg (quasi auch ein Deckbuilder, den die Kinder gerne mit Freunden auch ohne Erwachsene spielen und der recht vielseitig variiert werden kann)

    -> Everdell mit Erweiterungen (ebenfalls sehr niedlich, aber definitiv schon ein Kennerspiel, was der Sache keinen Abbruch tut, dass die Kids das auch alleine immer wieder spielen)


    Einen gewissen Spaß haben die beiden auch mit Spielen entwickelt, die ich eigentlich eher im Erwachsenbereich sehe und wir dennoch gerne immer wieder auf den Tisch bringen, z.B.

    -> Viticulture (Worker-Placement rund um ein Weingut)

    -> Unfair (Aufbauspiel mit viel Interaktion, eine gewisse Frusttoleranz ist wichtig, da diese auch fies ausfallen können)

    -> Flügelschlag (kartenbasierter Engine-Builder mit nettem Design)

    u.v.m.

    Wie Brettspiel-affin sind die 3 Personen? Und soll es eher etwas "einfaches" sein oder darf es komplexer werden? Davon hängt etwas ab, ob es Richtung Familienspiel oder Kennerspiel gehen soll und wie dehnbar man die Altersangaben sieht ;)

    Da wurde auf mich eingeprügelt, weil ich als Schulleiter ein nicht genutztes privates Konto mit passender Buchführung nutze, um Klassenfahrten zu ermöglichen (den Fall müssen wir hier jetzt aber nicht diskutieren), weil ich damit verhindern würde, ein Konto des Schulträgers zu bekommen. .... Inzwischen habe ich eins. Denn das eine schließt das andere nicht aus. Scheinbar.

    Von "einprügeln" würde ich in dem Zusammenhang nicht sprechen, sondern von deutlichen Hinweisen auf die Problematik einer solchen Konstellation. Und dass das eine das andere nicht zwingend ausschließt, ist mit Sicherheit kein Argument, weiter so zu verfahren. Denn dass sich die eigentlich Verantwortlichen durch das Engagement vieler Lehrkräfte einen schlanken Fuß machen können, ist naheliegend. Ich habe das damals ja selbst durch und bin überzeugt davon, dass erst ein gewisser Druck auf das Land durch immer mehr Lehrkräfte, die dabei nicht mehr mitgespielt haben, zu einer entsprechenden Klarstellung führte. Ähnliches gilt für private Beschaffungen für den Beruf. Hier ist ganz klar der Schulträger in der Pflicht. Dessen Versäumnisse privat auszugleichen wird nicht gerade dazu führen, dass der Schulträger ein schlechtes Gewissen bekommt und daran etwas ändern wird. Seltsamerweise funktioniert das schlechte Gewissen andersherum noch immer bei zu vielen.

    Ein Mitglied des Personalrates ist als einzige Person für die Arbeitszeiterfassung, Vertretungsstunden, etc. zuständig.

    Bei uns liegt die Stundenplanung klar im SL-Bereich und die SL-Mitglieder sind eher nicht im Personalrat. Aber gut, das kann an anderen Schulen organisatorisch natürlich anders aufgestellt sein. Insbesondere gibt es - auch wenn das manchen PR-Mitglieder anders sehen mögen - keinen "Kampfauftrag", dass der PR gegen die SL stehen müsste. Insofern ist das hier auch zunächst recht unkritisch:

    Eine Person des Personalrats geht zu diesem Termin für die SL. Diese Person ist für die Errechnung der Arbeitszeiten und verwalten der Überstunden tätig. Für mich ist das ein grober Interessenskonflikt.

    Ich sehe da erst einmal keinen "groben Interessenkonflikt". Natürlich stellt diese Person bei einem solchen Treffen mit dem PR und der SL zu genau dem von ihr bearbeiteten Ressort ebenjenes auch vor. Idealerweise entsteht im gemeinsamen Austausch daraus eine Art Dienstvereinbarung, wie und in welchem Turnus das Kollegium einen aktuellen Zwischenstand zu Mehr- und Minderzeiten erhalten kann, um Transparenz sicherzustellen.

    Man hat dieses Problem in wahrscheinlich ähnlichen Prozenten bei allen Arbeitgebenden, die Mitarbeitende, Untergebene oder Schüler und Schülerinnen haben. Es gibt einfach die, die sich arschig verhalten, aus welchen Gründen auch immer, die Mitarbeitende in den Burnout treiben, die sich menschenverachtend benehmen etc. Das ist kein Lehrkräfteproblem, das ist ein generelles Problem und auch nicht nur in die Richtung Lehrende/Chefs,Chefinnen/oberes Ende der Jobnahrungskette, sondern auch in die andere.

    Das ist mit Sicherheit so. In anderen Bereichen stellt man diese Personen nicht unbedingt in den direkten Kundenkontakt, daher fällt es da nicht immer sofort so stark auf wie z.B. bei uns Lehrkräften, die unmittelbar mit Kindern arbeiten, welche wiederum in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis zu uns stehen.

    Generell NICHT GUT, klar. Aber mich nerven Artikel, die sich dann nur auf Lehrende beziehen und pauschal über die "Schlimmheit" von Lehrkräften sprechen, ohne das Gesamtproblem der Welt zu nennen: fehlende Empathie und fehlender Respekt, in beide Richtungen und das Wollen, im freundlichen Miteinander zu arbeiten. Wäre das mehr gegeben, wären solche Artikel hinfällig und viele Probleme entstünden erst gar nicht.

    Dass sich solche Artikel ausschließlich auf Lehrkräfte beziehen, kann ich jedoch nicht bestätigen. Die Grundproblematik wenig wertschätzenden Umgangs miteinander ist auch aus anderen Branchen bekannt und wird ebenso thematisiert...teils auch überzeichnet als Comedy.

    Diese hunderttausenden Menschen "da draußen" würde ich nicht als reich bezeichnen. Das sind oft ganz andere Bevölnerungsgruppen.

    Es ist ein durchaus interessanter Effekt, dass sich auch vermögende Menschen selbst oft nicht als reich bezeichnen, sondern häufig nur "nach oben" schauen. Oft steht das in Zusammenhang mit "erst einmal müssen die Reichen belastet werden, bevor wir weiter belastet werden". Dass so etwas regelmäßig auch von Menschen mit Millionenvermögen zu hören ist, macht es nicht besser.

    Wurde uns gesagt.

    Das kannst du getrost wieder vergessen und ist der typische "Lehrerzimmer-Stammtisch-Talk". Natürlich gehen private Gegenständen von Lehrkräften nicht in das Eigentum des Landes oder des Schulträgers über, wenn diese mit in die Schule gebracht werden. Dafür gibt es schlicht keinerlei Rechtsgrundlage, es sei denn, es wird explizit eine Schenkung o.ä. vereinbart.

    Völlig egal, ob Personalrat oder nicht. Natürlich achte ich auf meine Mitmenschen. Bitte den zitierten Satz nicht falsch verstehen. Es geht nicht darum, dass der Kollege fortwährend unter Beobachtung steht. Schritte einleiten bei Auffälligkeiten heißt schlichtweg, sich Gedanken zu machen, wie man ihm helfen kann, bevor Situationen entstehen, die gefährlich werden.

    Die Gedanken macht ihr euch ja und das ist vielleicht auch gar nicht verkehrt. Die Schulleitung ist über den Fall informiert und hat da ein Auge drauf. Mehr "Schritte einleiten" könnt ihr hier erst einmal nicht mehr. Der typische Stufenplan sieht hier Gespräche zwischen Dienstvorgesetzten und Beschäftigten vor. Ob Letztgenannter jemanden aus dem Personalrat bei einem solchen Gespräch dabei haben möchte, entscheidet er und nicht ihr.

    Eigenes Geld ausgeben, um arbeiten zu können, ist halt einfach absurd. Wenn man sich das nicht antut, dann hat man auch keine diesbezüglichen Probleme mit dem Finanzamt. Ich persönlich arbeite jedenfalls, um Geld zu verdienen und nicht, um mein Geld an meinen Arbeitgeber zu spenden.

    PS: Dass ich das im Rahmen der gegebenen Bedingungen dennoch durchaus auch "für die Kinder" tue, ist davon völlig unabhängig und steht nicht im Widerspruch dazu.

    Das hat hier bei uns nichts mit den einzelnen Schulen oder Verbünden zu tun, sondern wird durch das Studienseminar organisiert. Wir hatten mal einen Anwärter bei uns, der aufgrund eines recht exotischen Fachs, welches wir zu dem Zeitpunkt nicht als Kurs in der Q-Phase hatten, dann halt diesen Kurs an einer benachbarten, von uns aber unabhängigen, Schule unterrichtet hatte. Auch wenn die Strukturen bei euch teils anders sein mögen, kann ich nur dringend empfehlen, mit dem für dich zuständigen Studienseminar Kontakt aufzunehmen, auf den Umstand hinzuweisen und zu erfragen, wie eine adäquate Ausbildung gesichert wird.

    Aber wenn du alle 5 Minuten wechselst, sitzt du ja,sehr wohl alleine mit ihnen in einem Raum. Geht ja auch gar nicht anders, wenn es 2 Räume sind

    Dann ist da dennoch keine durchgehende Aufsicht gewährleistet und die von dir beschworene Gefahr, dass sich jemand zwischenzeitlich absetzt, mit Sicherheit größer, als wenn alle zusammen an einem Ort beaufsichtigt werden. An Unterricht ist so oder so nicht zu denken. Wie gesagt: man sollte ohnehin gegen eine solch rechtswidrige Anweisung remonstrieren.

    "Lehrkräfte werden in dem Schreiben darauf hingewiesen, dass sie auf die Erstattung ihrer Reisekosten verzichten und somit das Reisekostenbudget der Schule entlasten können."

    Was bin ich froh, dass hier bereits 2014 in NDS vom Oberverwaltungsgericht ein Riegel vorgeschoben wurde. Meines Wissens nach gibt es vergleichbare Urteile auch in anderen Bundesländern.

    Aber wenn ich in einem nach 2 Seiten offenen Raum 3 Klassen - 90 - Schüler besufsichtige, habe ich viel weniger den Überblick als wenn ich mit 1 Klasse alleine in einem normalen Klassenraum sitze. Dann fällt mir viel eher auf, dass Plätze frei sind und ich kann nachfragen.

    Mit einer Klasse in einem Raum sitzen ist ja auch kein Problem bezüglich der Aufsicht. Mit einer Klasse in einem Raum sitzen und zeitgleich eine unbeaufsichtigte Klasse im Nachbarraum zu haben hingegen schon ;)

    Auch wenn ich hier seit 20 Jahren dabei bin und um die Qualitäten dieses Forums weiß, habe ich gerade bei Schulrechts- oder Dienstrechtsfragen immer "handfestere" Quellen zu Rate gezogen. Das tue ich nach wie vor - wenn ich dann immer noch unsicher bin, greife ich auf meine Kontakte bei Stellen, die es wissen müssen, zurück.

    Ebenjene Quellen werden hier nicht selten auch zitiert und müssen dann nicht erst selbst herausgesucht und konsultiert werden. Ich bin aber bei dir: auf einfaches Hörensagen sollte man sich nicht verlassen...weder im Kollegium noch im Forum.

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