Beiträge von Firelilly

    Aber "pech gehabt, nicht meine Aufgabe" hat man immer schnell mal gesagt, wenn die Leute kein Gesicht haben. Wenn man sus mit solchen Schicksalen persönlich kennt, fühlt man sich da doch stärker in der Verantwortung und setzt einiges daran, seine Schützlinge in sicheren Verhältnissen zu wissen.

    Das stimmt, das ist einfach das Phänomen der Distanzierung.

    Das trifft auch auf Corona zu, da schreiben hier auch sehr viele beruhigt und entspannt, dass es ja nur so wenige Tote seien und (fälschlicherweise!) eigentlich ja nur eine normale Grippe sei, die alte Leute beträfe. Da werden dann die Fälle, wo kerngesunde Menschen im besten Alter schwer erkranken (und sogar versterben, mindestens aber lebenslang an der Lunge geschädgt sein werden bei einem schweren Verlauf) einfach ausgeblendet.

    Auch in dem Fall fällt eine bagetellisierende Aussage "Pech gehabt, wenige triffts halt hart" deutlichst schwerer, wenn man selbst betroffen ist oder das Gesicht der Verstorbenen kennt, weil es das Gesicht der eigenen Mutter oder des asthmakranken Ehemannes ist (bzw. war....)

    Früher oder später wird es weitergehen und zwar mit Corona, da will ich lieber früher wieder zurück zur relativen Normalität um zumindest den Schaden für meine sus so gering wie möglich zu halten, als noch lange zu warten, während corona noch genauso da ist, aber der Schaden für meine Bildungsgänge nicht mehr reparabel ist.

    Der "Schaden für die Bildungsgänge nicht mehr reparabel". Es gibt auch das Szenario, dass du durch deinen Einsatz deinen Bildungsgang rettest, aber einen Lungenschaden bekommst, der "nicht mehr reparabel" ist und du den Rest deines Lebens kurzatmig bist und, wenn dann mal "nur" die normale Grippe kommt in höherem Alter, deine vorgeschädigte Lunge deinen Tod bedeutet.

    Es ist natürlich dein Recht zu sagen, deine Meinung ist, dass du persönlich lieber den irreparablen Schaden für deine Bildungsgänge abwenden möchtest.

    Meine persönliche Meinung ist, dass ich lieber irreparablem Lungenschaden abwende und dafür lieber irreparablen Schaden am Bildungsgang riskiere.

    Übrigens bedeutet Corona zu überleben nicht, dass alles paletti ist. Bei schweren Verläufen kann man mit permanenten Lungenschäden und schwerster Traumatisierung durch Nahtoderfahrung rechnen.

    So locker und beruhigt, wie hier manche sind, fürchte ich, dass sich das ändern wird, wenn man eben nicht über Zahlen spricht, sondern direkt Kontakt mit der Krankheit macht.

    Es hat doch hier jemand im Thread geposted, dass er anfangs auch eher zu den Entspannten gehörte und dann, als er im Bekanntenkreis schwere Verläufe (Todesfälle?) auch ohne Vorerkrankungen im Bekanntenkreis hatte, gemerkt hat, wie bedrohlich das Ganze überhaupt ist.

    Schaut euch doch die neuesten Nachrichten an. Die WHO, die EU-Gesundheitsbehörde, die EU-Kommission... alle warnen und mahnen dazu die Maßnahmen eher noch stärker durchzuführen, anstatt zu lockern. Und dann liest man hier im Thread, dass man beruhigt ist und, dass das ja alles doch nur wie bei einer Grippe ist (wie z.B. Miss Jones schreibt).

    Noch dazu scheint es ja vor allem die älteren zu erwischen, wie gestern noch gehört (hoher Prozentsatz von neuen Todesfällen zB in Pflegeheimen), und, so makaber das klingen mag - die hätte auch jede "normale Grippe" vllt umbringen können (oder vielmehr die Pneumokokken danach).

    Nein, SARS-CoV-2 ist um Längen gefährlicher als eine Grippe! Das ständige Eindreden, dass das alles nicht so schlimm ist wird die Sachlage auch nicht ändern. Nur, weil wir in Deutschland (bislang!) noch nicht vergleichbare Todesfälle haben, heißt das nicht, dass das alles paletti ist.

    https://www.merkur.de/welt/corona-eu…r-13643621.html

    Ich musste beim Amtsarzt übrigens überhaupt nichts dergleichen vorlegen und die haben auch nichts angefordert. Ich habe offen und glaubhaft dargelegt, dass es vor meiner Therapie einen konkreten Anlass gab, der mich von den Socken gehauen hat. Der war ja aber dann verarbeitet.

    Das ist schön. Es kommt leider sehr individuell auf den Amtsarzt darauf an, ob bei einer Diagnose wie Depression nachgebohrt wird, oder ob der das einfach abnickt.

    Das sollte man fairerweise schon auch erwähnen.

    Es ging mehr darum, dass ich mich von der psychologischen Beratung der Uni zu der Tagesklinik für Psychatrie hab schicken lassen. Ich mache mir wirklich Gedanken darüber, ob dieser eine Besuch, dieses 30 minütige Gespräch mir viel verbauen kann in Zukunft.

    Ich habe der Klink per Einschreiben vor einer Woche mitgeteilt, dass ich zu dem Zeitpunkt meiner Unterschrift nicht ausreichend darüber informiert wurde, was ich dort wirklich unterschreibe. Und ich somit fordere, dass alle Dinge und Einwilligungen, die ich zugestanden habe, rückgängig zu machen sind.

    Du wirst das beim Amtsarzt angeben müssen oder es verschweigen und mit dem Risiko leben, dass man dir später noch den Beamtenstatus entziehen kann und finanzielle Rückforderungen stellt, weil du dir den Beamtenstatus fälschlicherweise erschlichen hast.

    Was der Amtsatzt aus der Diagnose dann daraus macht kann dir glaube ich keiner vorhersagen.

    Hilfreich wäre da sicherlich ein Gegengutachten, das die Depressivität ausschließt, die damals diagnostiziert wurde.

    Also kann mir der eine Besuch in einer Praxis bei einem Psychiater schon alles verbaut haben?

    Theoretisch möglich, angeben musst du das rechtlich auf jeden Fall. Es steht da halt eine Diagnose im Raum.

    Ich frage mich immer wieder, wie man so anmaßend sein kann und jemandem von einer Therapie abraten kann!!!

    Naja, wenn es nur die Option "Therapie um jeden preis" gibt, dann braucht man ja gar nicht nach einer Meinung fragen.

    Da spielen eben verschiedene Aspekte eine Rolle und wie nötig eine Therapie ist kann nur die TE entscheiden, und zwar nach Abwägen aller verfügbaren Information, eben auch der potentiell möglichen rechtlichen Folgen.

    Er ist normalerweise im Bereich Reha/Nachsorge tätig, dort ist aber alles runtergefahren worden um vorsorglich zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

    Das gilt auch für viele andere Bereiche. Kasernen, Psychiatrien usw. macht man momentan alle leer um Kapazitäten (Betten usw.) zu schaffen für den großen Ansturm.

    Man könnte meinen Deutschland bereitet sich auf Welle "zwei" vor. Insofern glaube ich, dass hier bald alles (inkl. normaler Schule) wieder hochgefahren wird.

    Woher weißt du das, wenn du den Schüler gar nicht im Unterricht hast?

    Gerade wenn ein emotional-sozialer Förderschwerpunkt besteht ... Der Schwerpunkt wird ja nicht aus Lust und Laune festgestellt.

    Ehrlich gesagt finde ich das egal. Das Verhalten des Schülers geht mal gar nicht.

    Anscheinend hat der Abteilungsleiter bei Xiam da aber gut reagiert und dem Schüler klargemacht, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

    Ich würde auf die Schulordnung verweisen "Respektvoller Umgang" und eine schriftliche Missbilligung nach hause schicken. Und das jedes Mal.

    Dann hat man bald was in der Hand um ggf. weitere Maßnahmen einzuleiten.

    Bin aber zum Glück noch nicht in so einer Situation gewesen.

    Mit dem Dienstherren verhält es sich so. Die Verbeamtung ist ein rein wirtschaftliches Kalkül mit der Hoffnung studierte Fachkräfte anzuziehen und mit Sicherheiten wie einer Pension und halbwegs brauchbaren finanziellen Absicherungen im Falle einer Dienstunfähigkeit in den Beruf zu locken.

    Der Dienstherr versucht alles mögliche um Lehrer möglichst günstig zu bekommen.

    Wenn jemand vor Erreichen des Pensionsalters dienstunfähig wird, dann versursacht das für ihn monatlich Kosten, weil er im Falle dieser Dienstunfähigkeit den Beamten (wenn auch auf sehr niedrigem Niveau) weiter versorgen muss.

    Den Lehrerberuf zeichnet eine sehr hohen Burnoutquote im Vergleich zu vielen anderen Berufen aus. Deshalb sind insbesondere psychische Vorerkrankungen für den Dienstherren ein rotes Tuch, bei denen er sofort wittert, dass er eventuell für diesen Menschen in Not zahlen muss ohne, dass dieser als Gegenleistung für ihn arbeitet.

    Deshalb werden Amtsärzte eingesetzt, die solche Risiken für den Dienstherren herausfiltern sollen, indem sie eine Vorauswahl treffen, wer überhaupt verbeamtet wird.

    Glücklicherweise gibt es durchaus Gerichtsurteile, die abgelehnten Bewerbern Recht gaben. Wenn ein Therapie nachweislich erfolgreich war, ist das positiv für die Chancen verbeamtet zu werden. Es ist und bleibt aber ein Risiko, da es keine Garantie gibt, dass man beim Amtsarzt und im Ernstfall vor Gericht durchkommt.

    Meine persönliche Meinung ist, dass du, wenn du kein großes Bedürfnis nach Therapie hast (also dir nicht ohne eine Therapie was antun würdest etc.), das nicht machen solltest.

    Es wird auf dich noch ein großer Psycho- und Belastungstest auf dich zukommen. Das Referendariat. Da kann es, je nach Seminar, dazu kommen, dass man psychisch unter enormen Druck gesetzt wird. So scheiden die psychisch labile Menschen gleich aus, müssen im Referendariat therapiert werden, und der Dienstherr muss keine Verantwortung dafür übernehmen, wenn sie im späteren Berufsleben (und das ist bei Lehrern statistisch leider häufig) erkranken. Vorausgesetzt sie schaffen das Referendariat irgendwie noch. Im Angestelltenstatus kann man einen Lehrer halt kostengünstig loswerden.

    Mein persönlicher Rat wäre also zu versuchen die Schwelle der Verbeamtung auf Lebenszeit (Referendariat + Probezeit an der Schule) zu erreichen. Dann erst in Therapie begeben, falls das noch nötig ist.

    Dieser Rat gilt natürlich nur, wenn es sich um, wie du beschreibst, kleinere Probleme handelt. Suizidale Gedanken usw. müsste man unbedingt behandeln lassen, sonst ist das Referendariat eine Todesfalle.

    Bei uns im Seminar hat sich jemand das Leben genommen und das kommt bei Lehramtsanwärtern immer wieder vor.

    Also, Gesundheit geht unbedingt vor, aber wegen kleinen Problemchen sich nicht vom Dienstherrn verarschen lassen, okay?

    Das ist mir klar, War eher rhetorisch gemeint, aber hier wird ja immer mal wieder gesagt, dass die Schulschließungen da den großen Erfolg gebracht haben und zu bleiben sollen, aber eigentlich ist es ja die Kombination.

    Ja, das Problem ist aber eben, dass man in der Kombination nicht einfach eine Sache weglassen kann.

    Wenn man Kontaktverbot fährt und auch weiterhin bei der Öffnung der Wirtschaft strenge Regeln (Abstand, nur kleine Gruppen usw.) einhält, dann könnte man sich die auch gleich sparen, wenn man die Schulen öffnet, weil dort dann so viele Kontakte sind, dass alle anderen Maßnahmen dagegen verblassen.

    Nur das Kombinieren beider Maßnahmen führt zu einer Beherrschbarkeit der Situation und zu einem Zeitgewinn in Hinblick auf eine Entwicklung von Medikamenten.

    (Ich bin übrigens auf dem Weg 4 Streifenwagen und zwei beradelten Polizisten begegnet. Jedes Mal, wenn die jemanden anhalten, bilden sie eine Kleingruppe ohne Mundschutz... auch nicht wirklich zu Ende gedacht.)

    Da hast du vollkommen recht. Ich finde das toll, dass sie für Einhaltung des Kontaktverbots sorgen. Aber sie müssen dabei unbedingt selber Abstand halten und ein Vorbild sein. Ich nehme an, dass die einfach auch nicht gut ausgebildet sind. Schade, dass es da wohl kein Infektionsschutz-Briefing ob der Corona-Situation gab oder sie sich einfach nicht daran halten.

    Kann man doch mal deiner örtlichen Polizeiwache per Mail schreiben, dass da noch Nachbesserungsbedarf besteht an der Art der Durchführung.

    Aber liegt es an den Schulschließungen oder am Kontaktverbot?

    Du kannst dir sicher sein, dass beide Faktoren (Schulschließung ist ja auch eine Form des Kontaktverbots, und zwar ein wahnsinniges effizientes, da man dort tausende von täglich stattfindenen Kontakten vermeidet!) ihren Teil dazu beigetragen haben. Welcher Anteil da jetzt wichtiger ist lässt sich aus der Datenlage so nicht ermitteln. Dazu fehlen Infos.

    Eventuell hat in Heinsberg ja auch eine Schule den Startpunkt gegeben und gar nicht der Karneval (die Inkubationszeit würde eher für die Schule sprechen, in der fast alle SuS, Lehrer und Eltern ausgeknockt waren). Wie dem auch sei, beide Maßnahmen ergänzen sich und sind beide nötig!

    Susannae hat ja mehr als deutlich gemacht, dass sie sie aufgrund der Belastung der Eltern ablehnt.

    Nur finde ich das zu kurz gedacht. Da kommt jemand nicht damit klar seine Familie so lange Zeit um sich zu haben, die Kinder haben nicht gelernt im Haushalt zu helfen und können sich untereinander nicht ohne Streit beschäftigen, können Lehrern bei unklaren Arbeitsaufträgen nicht selber eine Mail schreiben und so weiter. Das sind wahrlich nicht zu beneidende Zustände, aber im Vergleich zur Gesundheitsgefahr, die durch SARS-CoV-2 ausgeht, doch defintiv das kleinere Übel.

    Ich finde es sogar in gewisser Weise egoistisch aus diesen Motiven heraus eine Schulöffnung zu wollen und damit so viele andere Menschen zu gefährden.

    Dann doch lieber die Verantwortung übernehmen für die eigene Familie, immerhin hat man sich ja dafür entschieden und muss da jetzt dann durch, wenn es nicht so läuft, wie es ideal ist. Wie bereits andere User geschrieben haben gibt es ja auch Familien, die z.B. die Notbetreuung nicht benötigen.

    Warum willst Du das Sabbatjahr denn nicht planmäßig nehmen?

    War ja auch nur eine Frage.

    Aber damit jetzt im die Ecke zu kommen, in einer Situation, in der Millionen Menschen befürchten müssen, demnächst ganz unfreiwillig ein Sabbatical einlegen zu müssen, hat ein Geschmäckle.

    Ja was denn jetzt, war es denn einfach "nur" eine Frage oder doch der Versuch der TE ein schlechtes Gewissen zu machen?

    Mal nebenbeinerwähnt, sind die Schüler hier in Österreich - und ich spreche von Wien - etwas besser erzogen als in Deutschland.

    Kann ich nicht beurteilen, aber du hast recht, diese Möglichlichkeit besteht. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass man seine Kinder durchaus deutlich besser erziehen könnte, als das viele in Deutschland machen. Man sieht es ja an den Familien, wo es klappt. Da läufts dann nicht nur mit Home Office am Schnürchen, das merkt man auch als Lehrer in so vielen anderen Situationen.

    Ob die Kinder in Österreich aber im Durchschnitt tatäschlich besser erzogen sind, das kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Aber eine Möglichkeit ist es.

    Mein Sohn hat eine unqulifizierte Quereinsteigerin (Bitte nicht auf alle beziehen), wahrscheinlich frustriert von ihrem gescheiterten Lebenslauf, dass sie die Kinder aus der Ferne drangsaliert.

    Auch hier mehrere Möglichkeiten. Vielleicht sind aber auch deine Kinder einfach doch noch nicht so gut erzogen wie es der österreichische Standard verlangt? Kann natürlich auch ganz alleine an der Quereinsteigerin liegen. Auch hier sind die Möglichkeiten aus der aus der Ferne nicht wirklich abschließend zu beurteilen.

    . Es gang aber gut sein, dass das der Ursprung [Anm. die Schule] war und nicht die Karnevalssitzung. Dafür spricht, dass bereits 2 Tage nach der Karnevalssitzung bei viele Symptome aufgetaucht sind. Das wäre eigentlich zu früh. Das ist natürlich nur eine Theorie.

    Aber eine Theorie, die mit der Inkubationszeit deutlich besser in Einklang zu bringen ist.

    Aber ich kenne genug Familien die Homeoffice und ihre Kinder tatsächlich problemlos unter einen Hut bekommen. Ich weiß, dass du dir nicht vorstellen kannst, aber das gibt. Und ja ich spreche von Grundschülern. In diesem Fall sogar Dritt- und Viertklässler. Nein, keine Kindergarten. Nein, keine Förderkinder oder Kinder mit anderen Problemen. Und nein, ganz normale Eltern mit ganz normalen Bürojobs. Darunter übrigens sogar ein Vater, der alleine Homeoffice macht und ein Kindergarten und einen Grundschüler betreut. Ich weiß es klingt unglaublich, aber es ist tatsächlich war.

    Bei uns an der Schule wird die Notbetreuung auch nur sehr sporadisch genutzt.

    Wenn Eltern (zu zweit!) trotz Homeoffice die Kinderbetreuung nicht hinbekommen, dann ganz ehrlich, läuft schon einiges schief. Die eigenen Kinder nicht unter Kontrolle?

    Bei uns scheinen das auf jeden Fall die Eltern hinzubekommen und die Ausnahmen sind gut begründet, dann ist die Notbetreuung ja auch sinnvoll und dafür gedacht.

    Besonders als Lehrer, als studierte Pädagogen, die Betreuung im Homeoffice nicht hinzubekommen...

    Christina, lass dir kein schlechtes Gewissen einreden.

    Manche hier im Forum würden an deiner Stelle vermutlich das Sabbatjahr stattfinden lassen um dann ehrenamtlich Notbetreuung an ihren Schulen zu machen.

    Aber es gibt auch welche, die total nachvollziehen können, dass du das Sabbatjahr gerne verschieben möchtest.

    Ich drücke dir die Daumen! Wenn es egoistisch ist, dann aber absolut nachvollziehbar!

    So macht es Norwegen mit Kindergärten und Schulen:

    https://www.n-tv.de/panorama/17-42…le21626512.html

    Bei deinem Link steht:

    Zitat

    +++ 18:26 CNN: Zwölf New Yorker Polizisten gestorben +++

    Die New Yorker Polizei ist schwer von der Corona-Pandemie betroffen. Mindestens zwölf Mitarbeiter seien bereits durch eine Infektion gestorben, berichtet der Nachrichtensender CNN. Mehr als 2000 weitere Mitarbeiter seien infiziert. Fast 7000 Polizeibeamte hätten sich aus den unterschiedlichsten Gründen krank gemeldet und könnten derzeit nicht zum Dienst erscheinen, das seien rund 20 Prozent der uniformierten Einsatzkräfte des NYPD.

    Polizisten sind ja in der Regel körperlich recht fit. Ich hoffe, dass die 7000 Polizeibeamten jetzt nicht von den KuK angefeidet werden fürs Blaumachen.

    Zitat

    +++ 18:01 Medikamente für europäische Intensivpatienten knapp +++

    Vielen europäischen Krankenhäusern könnten womöglich in wenigen Tagen Medikamente ausgehen, die für die Behandlung schwerkranker Corona-Patienten nötig sind. Davor warnt EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides in einem auf den 3. April datierten Brief an mehrere Verbände der Arzneimittelindustrie. Um die Versorgung zu sichern, rufe sie die europäische Pharmaindustrie auf, ihre Produktion der benötigten Medikamente hochzufahren, schreibt Kyriakides. "Wir verlassen uns auf Sie und Ihren Sinn für Verantwortung und Solidarität, um sicherzustellen, dass Patienten in Europa Zugang zu den Medikamenten haben, die sie benötigen."

    ?

    Edit: Ah sorry, ist ein Live-Ticker, steht weiter unten.

    Ich erwarte tatsächlich von Eltern, dass sie es (beim "normalen" Durchschnittskind) schaffen, dass ihr Kind sich ein paar Stunden am Tag so beschäftigt, dass es keine permanente Aufsicht benötigt.

    Ich erwarte das auch. Aber du siehst, wie sich Kinder in der Schule, selbst am Gymnasium verhalten. Ja, es gibt ganz viele gut erzogene, tolle Kinder, das will ich gar nicht in Abrede stellen (sonst hätte ich bereits das Handtuch geworfen, wenn es die nicht gäbe). Das sind Kinder, die sich bestimmt selbst beschäftigen können oder noch auf ihre Eltern hören. Das sind nicht einmal alles stille Kinder, die ich meine. Auch lebhafte Jungs, die sich aber an Grenzen halten. Ich wüsste bei meinen Klassen genau, wer ein Problemkind ist und, wer vermutlich zuhause gut mit der Situation umgeht.

    Es gibt aber auch so viele unerzogene Nervensägen und genau die sind es, die jetzt mal ihren eigenen Eltern auf den Keks gehen anstatt den Lehrern. Mich fragt bei solchen Kindern im Unterricht immer, wie die Eltern das wohl aushalten. Jetzt weiß ichs. Sie halten es nicht aus.

    Stellen sich dann aber übrigens auf die Hinterbeine, wenn man sagt, dass das Kind sich im Unterricht fehlverhält.
    Ab und an habe ich mal den Neffen da, ein toller Junge aber auch energiegeladen. Das ehemalige (Umzug) Nachbarskind würde ich keine 5 Minuten beaufsichtigen wollen. Schrecklich. Aber das wunderte mich bei den Eltern auch gar nicht. Ich wette, dass es in der Familie mit dem Home Office auch überhaupt nicht klappt.

    Aber was ich normal nicht nachvollziehen kann, wenn Kinder in die Notbetreuung sollen, wenn Eltern Homeoffice bekommen.

    Für mich auch nicht nachvollziehbar.

    Ich habe heute erfahren, dass meine Familie die fast 90-jährige Oma zu Ostern besuchen will (sie wohnt allein). Ich war total sprachlos

    Was spricht dagegen mit der Oma eine Telefonkonferenz zu machen? Oder: Ich habe heute in den Social Media gesehen, wie einem 90. Jährigen von der gesamten Familie gratuliert wurde, indem sie aus der Entfernung gewunken haben und nette Plakate hochgehalten haben. Er hat sich sichtlich gefreut über den Autokorso der Verwandtschaft. Das nenne ich einen guten Kompromiß von Wertschätzung und Infektionsschutz.

    Ich sehe es aber auch immer wieder in der Umgebung, dass gerade auch die Risikogruppe sehr zu sozialen Kontakten neigt. Einerseits verständlich, dass die alten Leute auch gerne Sozialkontakte haben. Andererseits fragt man sich dann immer, ob denen so wirklich bewusst ist, was das Risiko bedeutet.

    Schwierige Situation, also ich würde versuchen der Oma auf anderem Wege Wertschätzung zum Geburtstag zuteil werden zu lassen.

    Die Kleinsten halten sich aber am Wenisten an die Hygieneregeln. Mundschutz ist hier bei den Kindern völlig unmöglich.

    Dann können die aus meiner Sicht nicht durch Lehrer beschult werden und müssen in ihren Familien bleiben. Das kann man doch von niemandem verlangen in einer Zeit, wo es demnächst vielleicht bald Maskenpflicht gibt (was ich sinnvoll fände).

    Ich fände es sehr bedauerlich, wenn einerseits einer Aufforderung sich zu benehmen nur dann Folge geleistet würde, wenn sie von einem Mitglied des Moderatorenteams käme, andererseits zeitgleich ganz schnell dann die Keule "Willkür", "persönliche Todesliste" oder "Zensur" geschwungen wird.

    Die Aufforderung oder Hinweise sich zu benehmen durch Moderatoren finde ich legitim. Was nicht legitim ist, wie nun bereits wiederholt geschehen, wenn Moderatoren Meinungsverschiedenheiten durch PMs, in denen mit Sperrung gedroht wird, geregelt werden. Dann lieber ein öffentlicher Hinweis.

Werbung