Beiträge von Firelilly

    Kinder, die etwas zeigen wollen, drücken dann ihr Heft gegen die Wand. Ist nur mit der Aufsicht etwas schwierig ...

    Mal ohne Spaß, in dem Link zum Abitur in SLH steht, dass man die Klausuren nur mit Handschuhen auf die Plätze vor Anwesenheit der SuS verteilen darf.

    Finde ich total gut! (Was nicht so gut ist, da steht glaube ich nicht, dass man die auch nur mit Handschuhen einsammeln darf? Man denkt vermutlich promär an die Übertragung Lehrer -> Schüler und nicht anders herum. Oder ich habe den Passus mit dem Einsammeln überlesen)

    Das macht aber auch klar, dass man nicht mehr Hefte von SuS einsammeln kann im Alltag, SuS nicht mehr zum Pult kommen dürfen und so weiter. Ich hoffe, dass die das, wenn es denn doch irgendwie Präsenzunterricht irgendwann in irgendeiner Form gibt, mindestens genauso streng regeln.

    Ich finde es auch noch nicht ganz ausgereift, aber in Ansätze doch wirklich vernünftig. Unter solchen Bedingungen kann man das Abitur meiner Meinung nach durchführen.

    Klar ist aber, wenn man so das Abi nach dem Plan durchführt, dann kann es keinen Unterricht geben. Und damit meine ich nicht nur, dass es parallel an den Tagen keinen geben kann.

    Denn die Bedingungen, die da in der Abiprüfung geschaffen werden (und die ich schon echt für relativ gelungen halte, dafür Daumen hoch von mir! ) kann man niemals im Alltag gewährleisten. Und warum sollte man da dann andere Maßstäbe an die Sicherheit anlegen.

    Oder wird das so eine Nummer "Abi infektionstechnisch safe machen... und danach wirft man alles über Bord und macht tatsächlich Präsenzunterricht" ?

    Wenn man die PK von Frau Merkel, die gerade live läuft, interpretieren möchte, dann sind Schulen und Kitas das letzte was wieder normal laufen wird.

    Sie sagt selber, das Kitas und Schulen Probleme haben werden die Anstandsregel einhalten zu können.

    Respekt an Frau Merkel.

    Früher oder später wird es weitergehen und zwar mit Corona, da will ich lieber früher wieder zurück zur relativen Normalität um zumindest den Schaden für meine sus so gering wie möglich zu halten, als noch lange zu warten, während corona noch genauso da ist, aber der Schaden für meine Bildungsgänge nicht mehr reparabel ist.

    Und jetzt zitierst du bitte mal 3 Beispiele von Usern, die das geschrieben haben. Du verbreitest hier m.M.n. bewusst Unwahrheiten und Übertreibungen, ich verstehe nicht warum, aber es belastet das Gespräch hier enorm.

    Siehe Zitat von Hannelotti.

    Samu, wie kommt es eigentlich, dass du immer immer so aggressiv und emotional auftrittst, mir das gleiche dann aber vorwirfst.Ist das irgendwie dieses Spiegelproblem, man stört sich an den Dingen bei anderen, die man selber nicht im Griff hat?

    Dein Nickname ist übrigens zufällig gleichklingend mit einem Begriff aus dem (Zen)Buddhismus, deshalb kam mir der Einfall. Buddhisten sind aber quasi das Gegenteil von uns beiden, lassen sich nicht von den Emotionen wegtragen. Vielleicht wäre das ja was, da mal in die Lehre zu gehen.


    Ich sehe es so, während viele User extrem bagetellisieren bin ich eben ein Gegenwicht dazu.

    Immerhin hat Frau Merkel erkannt, dass Schulen ein riesiges Problem darstellen. Das finde ich tatsächlich mal eine gute Nachricht und freue mich darüber.

    Ich kann mich auch eine Aussage, dass es ja keine Belege gibt, dass sich jemand in der Schule angesteckt hat. Ich mag es jetzt nicht noch mal raussuchen.

    Ja, kann ich mich auch daran erinnern. Da kam auch ungefähr die Aussage "Es ist nicht bewiesen, dass die Ansteckung in Schulen größer ist. Kinder stecken sich eventuell nur an Erwachsenen an aber nicht umgekehrt.". Das hat mich da schon ein bisschen aus der Reserve gelockt, getriggered könnte man sagen, das gebe ich zu. Aber, toi toi toi, Frau Merkel scheint es auch eher so zu sehen, dass Schulen als Infektionsorte höchstproblematisch sind.

    Firelilly aber wie soll das funktionieren? Ich will natürlich auch jede Form von Erkrankung von mir fernhalten, aber corona wird auch in sechs Monaten noch da sein. Oder in einem Jahr. Und auch dann kann es jeden jederzeit erwischen. Oder etwas neues, schlimmeres kommt, mutiert etc.

    Es kann gut sein, dass es dann Impfstoffe gibt.

    Wenn es keine Impfstoffe gibt, dann gibt es aber eventuell besser wirkende, antivirale Medikamente.

    Je langsamer die Krise abläuft, desto besser ist man auch was Geräte etc. angeht, auf schwere Verläufe vorbereitet.

    Die meisten Mutationen eines kursierenden Virus führen zu einer Abschwächung der Gefährlichkeit. Angepasstheit des Virus an seinen Wirt als Stichwort.

    Alles Argumente, warum das Herauszögern um Monate, oder wie du schreibst, ein halbes Jahr oder Jahr sinnvoll sind.

    In der Zeit kann auch durch Online Teaching viel vermittelt werden.

    "...so makaber das klingen mag - die hätte auch jede "normale Grippe viit. umbringen können..."

    .....

    Pause

    .....

    und jetzt noch einmal lesen, alle, die solche Sätze mittlerweile für normal halten.

    Ja, halte ich auch für total krass, wie abgestumpft hier einige mittlerweile sind.

    Man kann, wenn es einen nicht persönlich betrifft, aus gebührendem Abstand und mit kalter Präzision Zahlen und Fakten analysieren und sich dabei stets auf die Statistik und Wissenschaft berufen, man sollte nur dabei noch ein wenig an Menschlichkeit und Anstand bewahren.

    Das sind keine Zahlen und Fakten, das sind Menschen, Mütter, Großmütter, Väter, Großväter, Onkel, Tanten - sie sind unsere Vergangenheit.

    Und die bringen wir alle in Gefahr, aber, wie einige User hier schreiben, ist es ja wichtiger irreparable Schäden am Bildungsgang zu verhindern. Großartiger Lehrer, aber ....... Tochter / Sohn?

    Oder als Medium arbeiten, da du ja genau zu wissen scheinst, wer hier welche Freunde und Verwandte durch welche Umstände verloren hat.

    Glaubst du, dass Corona keine Menschen tötet? Das ist doch nicht nur Statistik, es trifft reale Menschen!

    Unser Bildungssystem um jeden Preis zu erhalten wie es bisher läuft? Lehrer daran erinnern, dass sie Beamte sind und gefälligst die Schnauze zu halten haben wenn gegen den gesunden Menschenverstand gehandelt wird? Wirtschaftsrettung um jeden Preis denn wir wollen als Gesellschafter immer mehr und mehr und weiter und weiter und höher und höher?

    Das zumindest ist der Tenor, den ich aus 80% aller Postings traurigerweise herauslese, ja.

    Wenn mich ein Todesfall nun persönlich betrifft - sei es aus der Familie oder dem Freundeskreis - dann wird doch nicht plötzlich die Sterbezahl bedrohlicher. Gefühlt vermutlich, weil die Gefahr nun erfahrbar wird. Aber Zahlen sind Zahlen, Relationen sind Relationen und Gefühle sind Gefühle. Ich finde nicht, dass es hilft, das nun alles zu vermischen und diese ganze Diskussion noch emotional aufgeladener zu führen als sie ohnehin schon ist.

    Ich finde, dass es sehr sinnvoll ist sich die Tragweite dieser Zahlen bewusst zu machen. Viele Entscheidungen werden falsch getroffen, weil man von ferner Warte heraus und ohne wirklich begriffen (nicht verstanden, begriffen!) zu haben, was es wirklich bedeutet, entscheidet.

    Wie oft beschweren sich KuK darüber, dass im Ministerium Entscheidungen über die Schule getroffen werden, obwohl sie gar nicht selber vor Ort sind und gar nicht wissen, was es eigentlich bedeutet vor einer Klasse zu stehen.

    Hier wird dann über Schulöffnung gesprochen und vermeintlich beruhigende Zahlen genannt, aber alle, die das Schreiben, sind weder an Corona erkrankt, noch haben sie Verwandte, bei denen das so ist. Wenn sich das nach der Schulöffnung alles ändert und man dann vielleicht "begreift", was da eigentlich los ist, ist es eben zu spät die Uhr zurückzudrehen.

    Aber "pech gehabt, nicht meine Aufgabe" hat man immer schnell mal gesagt, wenn die Leute kein Gesicht haben. Wenn man sus mit solchen Schicksalen persönlich kennt, fühlt man sich da doch stärker in der Verantwortung und setzt einiges daran, seine Schützlinge in sicheren Verhältnissen zu wissen.

    Das stimmt, das ist einfach das Phänomen der Distanzierung.

    Das trifft auch auf Corona zu, da schreiben hier auch sehr viele beruhigt und entspannt, dass es ja nur so wenige Tote seien und (fälschlicherweise!) eigentlich ja nur eine normale Grippe sei, die alte Leute beträfe. Da werden dann die Fälle, wo kerngesunde Menschen im besten Alter schwer erkranken (und sogar versterben, mindestens aber lebenslang an der Lunge geschädgt sein werden bei einem schweren Verlauf) einfach ausgeblendet.

    Auch in dem Fall fällt eine bagetellisierende Aussage "Pech gehabt, wenige triffts halt hart" deutlichst schwerer, wenn man selbst betroffen ist oder das Gesicht der Verstorbenen kennt, weil es das Gesicht der eigenen Mutter oder des asthmakranken Ehemannes ist (bzw. war....)

    Früher oder später wird es weitergehen und zwar mit Corona, da will ich lieber früher wieder zurück zur relativen Normalität um zumindest den Schaden für meine sus so gering wie möglich zu halten, als noch lange zu warten, während corona noch genauso da ist, aber der Schaden für meine Bildungsgänge nicht mehr reparabel ist.

    Der "Schaden für die Bildungsgänge nicht mehr reparabel". Es gibt auch das Szenario, dass du durch deinen Einsatz deinen Bildungsgang rettest, aber einen Lungenschaden bekommst, der "nicht mehr reparabel" ist und du den Rest deines Lebens kurzatmig bist und, wenn dann mal "nur" die normale Grippe kommt in höherem Alter, deine vorgeschädigte Lunge deinen Tod bedeutet.

    Es ist natürlich dein Recht zu sagen, deine Meinung ist, dass du persönlich lieber den irreparablen Schaden für deine Bildungsgänge abwenden möchtest.

    Meine persönliche Meinung ist, dass ich lieber irreparablem Lungenschaden abwende und dafür lieber irreparablen Schaden am Bildungsgang riskiere.

    Übrigens bedeutet Corona zu überleben nicht, dass alles paletti ist. Bei schweren Verläufen kann man mit permanenten Lungenschäden und schwerster Traumatisierung durch Nahtoderfahrung rechnen.

    So locker und beruhigt, wie hier manche sind, fürchte ich, dass sich das ändern wird, wenn man eben nicht über Zahlen spricht, sondern direkt Kontakt mit der Krankheit macht.

    Es hat doch hier jemand im Thread geposted, dass er anfangs auch eher zu den Entspannten gehörte und dann, als er im Bekanntenkreis schwere Verläufe (Todesfälle?) auch ohne Vorerkrankungen im Bekanntenkreis hatte, gemerkt hat, wie bedrohlich das Ganze überhaupt ist.

    Schaut euch doch die neuesten Nachrichten an. Die WHO, die EU-Gesundheitsbehörde, die EU-Kommission... alle warnen und mahnen dazu die Maßnahmen eher noch stärker durchzuführen, anstatt zu lockern. Und dann liest man hier im Thread, dass man beruhigt ist und, dass das ja alles doch nur wie bei einer Grippe ist (wie z.B. Miss Jones schreibt).

    Noch dazu scheint es ja vor allem die älteren zu erwischen, wie gestern noch gehört (hoher Prozentsatz von neuen Todesfällen zB in Pflegeheimen), und, so makaber das klingen mag - die hätte auch jede "normale Grippe" vllt umbringen können (oder vielmehr die Pneumokokken danach).

    Nein, SARS-CoV-2 ist um Längen gefährlicher als eine Grippe! Das ständige Eindreden, dass das alles nicht so schlimm ist wird die Sachlage auch nicht ändern. Nur, weil wir in Deutschland (bislang!) noch nicht vergleichbare Todesfälle haben, heißt das nicht, dass das alles paletti ist.

    https://www.merkur.de/welt/corona-eu…r-13643621.html

    Ich musste beim Amtsarzt übrigens überhaupt nichts dergleichen vorlegen und die haben auch nichts angefordert. Ich habe offen und glaubhaft dargelegt, dass es vor meiner Therapie einen konkreten Anlass gab, der mich von den Socken gehauen hat. Der war ja aber dann verarbeitet.

    Das ist schön. Es kommt leider sehr individuell auf den Amtsarzt darauf an, ob bei einer Diagnose wie Depression nachgebohrt wird, oder ob der das einfach abnickt.

    Das sollte man fairerweise schon auch erwähnen.

    Es ging mehr darum, dass ich mich von der psychologischen Beratung der Uni zu der Tagesklinik für Psychatrie hab schicken lassen. Ich mache mir wirklich Gedanken darüber, ob dieser eine Besuch, dieses 30 minütige Gespräch mir viel verbauen kann in Zukunft.

    Ich habe der Klink per Einschreiben vor einer Woche mitgeteilt, dass ich zu dem Zeitpunkt meiner Unterschrift nicht ausreichend darüber informiert wurde, was ich dort wirklich unterschreibe. Und ich somit fordere, dass alle Dinge und Einwilligungen, die ich zugestanden habe, rückgängig zu machen sind.

    Du wirst das beim Amtsarzt angeben müssen oder es verschweigen und mit dem Risiko leben, dass man dir später noch den Beamtenstatus entziehen kann und finanzielle Rückforderungen stellt, weil du dir den Beamtenstatus fälschlicherweise erschlichen hast.

    Was der Amtsatzt aus der Diagnose dann daraus macht kann dir glaube ich keiner vorhersagen.

    Hilfreich wäre da sicherlich ein Gegengutachten, das die Depressivität ausschließt, die damals diagnostiziert wurde.

    Also kann mir der eine Besuch in einer Praxis bei einem Psychiater schon alles verbaut haben?

    Theoretisch möglich, angeben musst du das rechtlich auf jeden Fall. Es steht da halt eine Diagnose im Raum.

    Ich frage mich immer wieder, wie man so anmaßend sein kann und jemandem von einer Therapie abraten kann!!!

    Naja, wenn es nur die Option "Therapie um jeden preis" gibt, dann braucht man ja gar nicht nach einer Meinung fragen.

    Da spielen eben verschiedene Aspekte eine Rolle und wie nötig eine Therapie ist kann nur die TE entscheiden, und zwar nach Abwägen aller verfügbaren Information, eben auch der potentiell möglichen rechtlichen Folgen.

    Er ist normalerweise im Bereich Reha/Nachsorge tätig, dort ist aber alles runtergefahren worden um vorsorglich zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.

    Das gilt auch für viele andere Bereiche. Kasernen, Psychiatrien usw. macht man momentan alle leer um Kapazitäten (Betten usw.) zu schaffen für den großen Ansturm.

    Man könnte meinen Deutschland bereitet sich auf Welle "zwei" vor. Insofern glaube ich, dass hier bald alles (inkl. normaler Schule) wieder hochgefahren wird.

    Woher weißt du das, wenn du den Schüler gar nicht im Unterricht hast?

    Gerade wenn ein emotional-sozialer Förderschwerpunkt besteht ... Der Schwerpunkt wird ja nicht aus Lust und Laune festgestellt.

    Ehrlich gesagt finde ich das egal. Das Verhalten des Schülers geht mal gar nicht.

    Anscheinend hat der Abteilungsleiter bei Xiam da aber gut reagiert und dem Schüler klargemacht, dass das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

    Ich würde auf die Schulordnung verweisen "Respektvoller Umgang" und eine schriftliche Missbilligung nach hause schicken. Und das jedes Mal.

    Dann hat man bald was in der Hand um ggf. weitere Maßnahmen einzuleiten.

    Bin aber zum Glück noch nicht in so einer Situation gewesen.

    Mit dem Dienstherren verhält es sich so. Die Verbeamtung ist ein rein wirtschaftliches Kalkül mit der Hoffnung studierte Fachkräfte anzuziehen und mit Sicherheiten wie einer Pension und halbwegs brauchbaren finanziellen Absicherungen im Falle einer Dienstunfähigkeit in den Beruf zu locken.

    Der Dienstherr versucht alles mögliche um Lehrer möglichst günstig zu bekommen.

    Wenn jemand vor Erreichen des Pensionsalters dienstunfähig wird, dann versursacht das für ihn monatlich Kosten, weil er im Falle dieser Dienstunfähigkeit den Beamten (wenn auch auf sehr niedrigem Niveau) weiter versorgen muss.

    Den Lehrerberuf zeichnet eine sehr hohen Burnoutquote im Vergleich zu vielen anderen Berufen aus. Deshalb sind insbesondere psychische Vorerkrankungen für den Dienstherren ein rotes Tuch, bei denen er sofort wittert, dass er eventuell für diesen Menschen in Not zahlen muss ohne, dass dieser als Gegenleistung für ihn arbeitet.

    Deshalb werden Amtsärzte eingesetzt, die solche Risiken für den Dienstherren herausfiltern sollen, indem sie eine Vorauswahl treffen, wer überhaupt verbeamtet wird.

    Glücklicherweise gibt es durchaus Gerichtsurteile, die abgelehnten Bewerbern Recht gaben. Wenn ein Therapie nachweislich erfolgreich war, ist das positiv für die Chancen verbeamtet zu werden. Es ist und bleibt aber ein Risiko, da es keine Garantie gibt, dass man beim Amtsarzt und im Ernstfall vor Gericht durchkommt.

    Meine persönliche Meinung ist, dass du, wenn du kein großes Bedürfnis nach Therapie hast (also dir nicht ohne eine Therapie was antun würdest etc.), das nicht machen solltest.

    Es wird auf dich noch ein großer Psycho- und Belastungstest auf dich zukommen. Das Referendariat. Da kann es, je nach Seminar, dazu kommen, dass man psychisch unter enormen Druck gesetzt wird. So scheiden die psychisch labile Menschen gleich aus, müssen im Referendariat therapiert werden, und der Dienstherr muss keine Verantwortung dafür übernehmen, wenn sie im späteren Berufsleben (und das ist bei Lehrern statistisch leider häufig) erkranken. Vorausgesetzt sie schaffen das Referendariat irgendwie noch. Im Angestelltenstatus kann man einen Lehrer halt kostengünstig loswerden.

    Mein persönlicher Rat wäre also zu versuchen die Schwelle der Verbeamtung auf Lebenszeit (Referendariat + Probezeit an der Schule) zu erreichen. Dann erst in Therapie begeben, falls das noch nötig ist.

    Dieser Rat gilt natürlich nur, wenn es sich um, wie du beschreibst, kleinere Probleme handelt. Suizidale Gedanken usw. müsste man unbedingt behandeln lassen, sonst ist das Referendariat eine Todesfalle.

    Bei uns im Seminar hat sich jemand das Leben genommen und das kommt bei Lehramtsanwärtern immer wieder vor.

    Also, Gesundheit geht unbedingt vor, aber wegen kleinen Problemchen sich nicht vom Dienstherrn verarschen lassen, okay?

    Das ist mir klar, War eher rhetorisch gemeint, aber hier wird ja immer mal wieder gesagt, dass die Schulschließungen da den großen Erfolg gebracht haben und zu bleiben sollen, aber eigentlich ist es ja die Kombination.

    Ja, das Problem ist aber eben, dass man in der Kombination nicht einfach eine Sache weglassen kann.

    Wenn man Kontaktverbot fährt und auch weiterhin bei der Öffnung der Wirtschaft strenge Regeln (Abstand, nur kleine Gruppen usw.) einhält, dann könnte man sich die auch gleich sparen, wenn man die Schulen öffnet, weil dort dann so viele Kontakte sind, dass alle anderen Maßnahmen dagegen verblassen.

    Nur das Kombinieren beider Maßnahmen führt zu einer Beherrschbarkeit der Situation und zu einem Zeitgewinn in Hinblick auf eine Entwicklung von Medikamenten.

    (Ich bin übrigens auf dem Weg 4 Streifenwagen und zwei beradelten Polizisten begegnet. Jedes Mal, wenn die jemanden anhalten, bilden sie eine Kleingruppe ohne Mundschutz... auch nicht wirklich zu Ende gedacht.)

    Da hast du vollkommen recht. Ich finde das toll, dass sie für Einhaltung des Kontaktverbots sorgen. Aber sie müssen dabei unbedingt selber Abstand halten und ein Vorbild sein. Ich nehme an, dass die einfach auch nicht gut ausgebildet sind. Schade, dass es da wohl kein Infektionsschutz-Briefing ob der Corona-Situation gab oder sie sich einfach nicht daran halten.

    Kann man doch mal deiner örtlichen Polizeiwache per Mail schreiben, dass da noch Nachbesserungsbedarf besteht an der Art der Durchführung.

    Aber liegt es an den Schulschließungen oder am Kontaktverbot?

    Du kannst dir sicher sein, dass beide Faktoren (Schulschließung ist ja auch eine Form des Kontaktverbots, und zwar ein wahnsinniges effizientes, da man dort tausende von täglich stattfindenen Kontakten vermeidet!) ihren Teil dazu beigetragen haben. Welcher Anteil da jetzt wichtiger ist lässt sich aus der Datenlage so nicht ermitteln. Dazu fehlen Infos.

    Eventuell hat in Heinsberg ja auch eine Schule den Startpunkt gegeben und gar nicht der Karneval (die Inkubationszeit würde eher für die Schule sprechen, in der fast alle SuS, Lehrer und Eltern ausgeknockt waren). Wie dem auch sei, beide Maßnahmen ergänzen sich und sind beide nötig!

    Susannae hat ja mehr als deutlich gemacht, dass sie sie aufgrund der Belastung der Eltern ablehnt.

    Nur finde ich das zu kurz gedacht. Da kommt jemand nicht damit klar seine Familie so lange Zeit um sich zu haben, die Kinder haben nicht gelernt im Haushalt zu helfen und können sich untereinander nicht ohne Streit beschäftigen, können Lehrern bei unklaren Arbeitsaufträgen nicht selber eine Mail schreiben und so weiter. Das sind wahrlich nicht zu beneidende Zustände, aber im Vergleich zur Gesundheitsgefahr, die durch SARS-CoV-2 ausgeht, doch defintiv das kleinere Übel.

    Ich finde es sogar in gewisser Weise egoistisch aus diesen Motiven heraus eine Schulöffnung zu wollen und damit so viele andere Menschen zu gefährden.

    Dann doch lieber die Verantwortung übernehmen für die eigene Familie, immerhin hat man sich ja dafür entschieden und muss da jetzt dann durch, wenn es nicht so läuft, wie es ideal ist. Wie bereits andere User geschrieben haben gibt es ja auch Familien, die z.B. die Notbetreuung nicht benötigen.

    Warum willst Du das Sabbatjahr denn nicht planmäßig nehmen?

    War ja auch nur eine Frage.

    Aber damit jetzt im die Ecke zu kommen, in einer Situation, in der Millionen Menschen befürchten müssen, demnächst ganz unfreiwillig ein Sabbatical einlegen zu müssen, hat ein Geschmäckle.

    Ja was denn jetzt, war es denn einfach "nur" eine Frage oder doch der Versuch der TE ein schlechtes Gewissen zu machen?

    Mal nebenbeinerwähnt, sind die Schüler hier in Österreich - und ich spreche von Wien - etwas besser erzogen als in Deutschland.

    Kann ich nicht beurteilen, aber du hast recht, diese Möglichlichkeit besteht. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass man seine Kinder durchaus deutlich besser erziehen könnte, als das viele in Deutschland machen. Man sieht es ja an den Familien, wo es klappt. Da läufts dann nicht nur mit Home Office am Schnürchen, das merkt man auch als Lehrer in so vielen anderen Situationen.

    Ob die Kinder in Österreich aber im Durchschnitt tatäschlich besser erzogen sind, das kann ich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen. Aber eine Möglichkeit ist es.

    Mein Sohn hat eine unqulifizierte Quereinsteigerin (Bitte nicht auf alle beziehen), wahrscheinlich frustriert von ihrem gescheiterten Lebenslauf, dass sie die Kinder aus der Ferne drangsaliert.

    Auch hier mehrere Möglichkeiten. Vielleicht sind aber auch deine Kinder einfach doch noch nicht so gut erzogen wie es der österreichische Standard verlangt? Kann natürlich auch ganz alleine an der Quereinsteigerin liegen. Auch hier sind die Möglichkeiten aus der aus der Ferne nicht wirklich abschließend zu beurteilen.

    . Es gang aber gut sein, dass das der Ursprung [Anm. die Schule] war und nicht die Karnevalssitzung. Dafür spricht, dass bereits 2 Tage nach der Karnevalssitzung bei viele Symptome aufgetaucht sind. Das wäre eigentlich zu früh. Das ist natürlich nur eine Theorie.

    Aber eine Theorie, die mit der Inkubationszeit deutlich besser in Einklang zu bringen ist.

    Aber ich kenne genug Familien die Homeoffice und ihre Kinder tatsächlich problemlos unter einen Hut bekommen. Ich weiß, dass du dir nicht vorstellen kannst, aber das gibt. Und ja ich spreche von Grundschülern. In diesem Fall sogar Dritt- und Viertklässler. Nein, keine Kindergarten. Nein, keine Förderkinder oder Kinder mit anderen Problemen. Und nein, ganz normale Eltern mit ganz normalen Bürojobs. Darunter übrigens sogar ein Vater, der alleine Homeoffice macht und ein Kindergarten und einen Grundschüler betreut. Ich weiß es klingt unglaublich, aber es ist tatsächlich war.

    Bei uns an der Schule wird die Notbetreuung auch nur sehr sporadisch genutzt.

    Wenn Eltern (zu zweit!) trotz Homeoffice die Kinderbetreuung nicht hinbekommen, dann ganz ehrlich, läuft schon einiges schief. Die eigenen Kinder nicht unter Kontrolle?

    Bei uns scheinen das auf jeden Fall die Eltern hinzubekommen und die Ausnahmen sind gut begründet, dann ist die Notbetreuung ja auch sinnvoll und dafür gedacht.

    Besonders als Lehrer, als studierte Pädagogen, die Betreuung im Homeoffice nicht hinzubekommen...

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