Beiträge von Firelilly

    Hier im Einzelhandel vor Ort, arbeiten keine Risikopatienten mehr. Da wird drauf geachtet, was ich auch für selbstverständlich halte.

    Das ist im Lehrerberuf halt anders.

    Hier im Forum reden sie immer vom privilegierten Beruf. Pustekuchen, privilegiert sind die, die mit dem Firmenlaptop home office machen dürfen und in nächster Zeit nicht einmal zu Meetings im kleinen Kreis (geschweige denn so eine Massenveranstaltung wie Schule es wäre) gehen.

    Ich date momentan jemanden, der Wirtschaftswissenschaften studiert hat und für ein Unternehmen arbeitet.

    Was macht er den Tag? Home office. Und nebenher irgendwelche Aktiengeschichten bzw. Geschäfte mit Gold als Anlage wegen möglicher Inflation.

    Auf meine Frage, ob er reinfahren muss. "Wir sind doch nicht verrückt, nein, das läuft alles über Videokonferenzen!"

    Tja, die privilegierten Lehrer können demnächst ihre Gesundheit und die ihrer Liebsten riskieren.

    Ich sag es ganz ehrlich, da sind eher noch die im Einzelhandel privilegiert. Bei uns in den Supermärkten wird der Infektionsschutz ganz groß geschrieben.

    Das ist strukturell an Schulen per se gar nicht möglich.

    Ich lese immer mehr, dass man erst die nicht Risikopatienten rauslassen möchte.

    Hieße das, die Lehrer mit Risiko, oder Risikopatienten als Angehörige bleiben erstmal zu Hause.

    Wahrscheinlich nicht, und die Lehrer werden als erstes ohne Rücksicht auf Verluste vor den Karren gespannt.

    Bin wirklich neugierig, was ab dem 20.04.2020 passiert. Fakt ist, ich lasse nicht jeden Mist mit mir machen. Gesundheit ist mir am wichtigsten!

    Ich gehe davon aus, dass man ein paar Alibimaßnahmen durchführen wird, aber billigend in Kauf nimmt, dass es die Lehrer als Berufsgruppe hart treffen wird.

    Ernst gemeinte Frage: wird denn im Gesundheitswesen oder Einzelhandel darauf Rücksicht genommen?

    Das Gesundheitswesen sind die wahren Helden, die haben wirklich an der Front zu kämpfen, Respekt!

    Einzelhandel, da kann ich aber nur lachen. Die haben Handschuhe, die haben Plastikschirme, die beschränken bei uns in den Supermärkten die Anzahl der Personen, die gleichzeitig dort drin sein dürfen.

    Der Supermarkt ist eine riesige Halle mit guter Belüftung, die Menschen halten den Abstand ein und es wird wenig gesprochen (Tröpfcheninfektion!!).

    Das Infektionsrisiko im Einzelhandel sehe ich um Potenzen (vielleicht wirklich in der Größenordnung 100 oder 1000) geringer als in der Schule.

    In der Schule: wahre Massen von Schülern, enge Räume, enge Gänge, Unmöglichkeit des Einhaltens von Sicherheitsabständen, nicht infektionsschutzkonformes Handeln von vielen SuS, keinerlei Schutzausrüstung, Benutzung von Sanitäranlagen durch große Mengen von SuS bzw. im Lehrerzimmer durch sehr vielel KuK. Und dazu kommt extremestes Infektionsrisiko durch ständiges Sprechen!

    Sprechen ist wegen der Tröpfcheninfektion das Infektionsrisiko Nummer 1. Dagegen ist die Schmierinfektion über kontaminierte Flächen ein Witz (bei allen Viruserkrankungen).

    Was macht man in der Schule? Man redet ständig (!) und die Leute (KuK, SuS) reden ständig auf einen ein. Eine wahre Kommunikationsfiesta mit unzähligen Beteiligten auf engstem Raum. Schule ist schlimmer als manche Großveranstaltung unter freiem Himmel.

    Wenn ich als Fachlehrerin allein die Anzahl der SuS addiere, die ich an einem (!) Tag der Woche sehen würde.

    Wenn du das Wort "eklektisch" für Geschwurbel hältst, demonstrierst du das, was ich meine. Aber egal, ich bin hier raus. Denn wenn du wirklich nicht verstehst, dass Bildung nicht den individuellen Bildungsinhalt meint, bist du nicht einmal bei Klafkis Exemplarität angekommen...

    Ich habe es mir sofort gedacht. Leute für ihre Aufassung von Bildung anranzen, dann aber auf Nachfrage selber keine Erklärung abgeben.

    Kannst Du denn mal, wenn Du schon ständig unterstreichst, dass Bildung eben nicht "Lehrstoff" oder "Stoff" ist, eine aus deiner Sicht angemessene Definition von Bildung geben?

    Das ist ein ganz ganz schwaches Bild eines Lehrers, Nele! Du hättest hier die Möglichkeit einmal ausführlich darzustellen, wie die Beschreibung von Bildung richtig lauten müsste. Anscheinend, nach deiner Definition, haben ja hier im Forum ganz viele KuK eine falsche Auffassung.

    Nenn mir einen guten Grund, warum Du diese Gelegenheit nicht ergreifst und der ernst gemeinte Bitte um Aufklärung nicht nachkommst?

    Aber egal, ich bin hier raus.

    Du weißt schon, wie das jetzt wirkt, wenn Du vorher ankündigst so viele KuK würden hier etwas falsch sehen, Du dann um Richtigstellung gebeten wirst, und dann diesen Satz von Dir gibst? Deine fachliche Reputation sinkt gerade ins Bodenlose durch diese Flucht, denn es sieht aus, als könntest Du das nicht!

    Ich weiß, dass dir deine fachliche Reputation sehr wichtig ist. Also rette sie!

    LehrerInnen, die von "dem Stoff" unironisch als Ziel des Unterrichts reden, haben meiner bescheidenen Meinung nach ohnehin nicht begriffen, worum es bei Bildung geht...

    Ich halte nichts davon alles mit Kompetenzen zu umschreiben. Der Stoff, die Fähigkeiten, die Kompetenzen, whatever, dude! Halt das, was man in den Fächern können soll. Faktenwissen, Aufgaben lösen können, sich neue Sachverhalte mit Hilfe von bekannten Methoden erarbeiten.

    Das meint man mit "Stoff". Früher gab es den Kompetenzbegriff in der Schullandschaft noch gar nicht und da wurde nur Stoff vermittelt. Gemeint war dasselbe.

    Ich betreibe dieses Forum nicht, aber wenn ich das täte, würde ich ganz empfindlich darauf reagieren, wenn hier irgendjemand irgendwelche Emailadressen veröffentlichen würde mit dem mehr oder weniger direktem Aufruf des in irgendeiner Art und Weise zu nutzen.

    Herr Meidinger ist eine öffentliche Person und die E-Mail Adresse ist bereits öffentlich. Allein schon auf seiner Schulhomepage für alle zugänglich:

    http://www.rokodeg.de/hp_roko/organisation/impressum.html

    Ich bin auch ein Freund des Datenschutzes, aber wenn man Präsident des Deutschen Lehrerverbandes ist, dann muss man sich Rückmeldungen stellen.

    Dafür bekommt der gute Mann einen Haufen mehr Asche als der normale A13er.

    Man kann nicht öffentliche Aussagen tätigen, die die Gesundheit aller KuK mit Füßen treten, und sich dann zurückziehen darauf, dass die öffentlich zugängliche E-Mail nicht genutzt werden darf.

    Vor allem: Was bringt diese Warnung. Weil die Schüler mal ein paar Wochen/Monate nicht so effektiv lernen, kann man ja jetzt auch nicht sagen: Ok, back to business as usual und dann explodieren die Infektionsraten wieder total massiv!

    Die Pressemitteilung von Herrn Meidinger ist ein riesiger Skandal!

    Ich habe ihm das persönlich am seine offizielle E-Mail Adresse rückgemeldet (hp.meidinger@rokodeg.de) und vielleicht finden sich noch ein paar KuK, die das tun möchten. Eines Lehrerverbandsvorsitzenden (und er war auch im Philologenverband aktiv) nicht würdig die Gesundheit der KuK so hinten an zu stellen.

    Ich glaube auch, dass es in der Schule keine verklausulierten Formulierungen gibt bzw. die SL nutzen solche Formulierungen ohne bösen Hintergedanken.

    Schulleitungen haben meiner Erfahrung nach fast immer böse Hintergedanken und wissen genau, was sie tun. Der Code solcher Formulierungen ist denen mit ziemlicher Sicherheit bekannt.

    mochte indes nicht konkret werden, worauf sie sich denn eigentlich gründet

    Anscheinend hat der Schulleiter nicht die Eier zu sagen, warum es eine nur ausreichende Leistung ist.

    Das ist, als würde ich einem Schüler eine Note nicht begründen. Das ist schon fishy. Vielleicht kann der Schulleiter das gar nicht begründen, sondern es spielen persönliche Gründe eine Rolle?

    Uns sagt man immer wieder, dass wir Noten begründen können müssen und der Schulleiter macht das nicht. Allein das ist schon ein riesiges Indiz dafür, dass mal wieder jemand Unfähiges auf dem Posten sitzt. Viel Erfolg bei der Klage!

    Hast du denn gesagt, die Aufgaben wären freiwillig? Und warum?

    Ich sage meinen SuS übrigens immer, dass alle Aufgaben und sogar der ganze Aufenthalt am Gymnasium freiwillig sind. Es gibt auch andere Schulformen, wo man mehr chillen kann und sie dürfen auch gerne dahin wechseln. Ich kontrolliere auch keine Hausaufgaben.

    Klar nehme ich ab und an SuS ohne Meldung beim Besprechen von Hausaufgaben dran und wer da, ob Hausaufgabe gemacht oder nicht, schlecht abschneidet, bekommt postwendend eine schlechte Note, wer gut mitarbeiten kann halt eine gute.

    Auch da sage ich den SuS, dass mich das gar nicht ärgert, sondern achselzuckend, dass meine Aufgabe die Bewertung ist und ich eben Angebote mache.

    Gerne erzähle ich auch ab und an mal die Geschichte mit den Abschlüssen und den Berufen, die man mit welchen Noten und welchen Abschlüssen ergreifen kann und welche nicht und, dass jeder eben aus dem Angebot Schule das machen kann, was er oder sie persönlich anstrebt.

    Selbst Mittelstufenschüler checken das kognitiv, wenn man ihnen von den unterschiedlichen Gehältern erzählt die man jeden Monat bekommt später und, warum sich manche Leute ein tolles Auto leisten können, andere ihr Leben lang aber auf jeden Cent schauen müssen.

    Ich behaupte die Quote von Leuten, die bei mir im Unterricht mitarbeiten und Hausaufgaben machen ist weder größer noch kleiner als bei Kollegen, die den SuS mit Druck vermitteln, dass Hausaufgaben wichtig sind und diese streng mit Listen kontrollieren.

    Anscheinend gibt es selbst in der Mittelstufe dann doch genug SuS, die zumindest verstehen, dass sie die Hausaufgaben und Übungen nicht für mich, sondern für sich machen. Und die, die das nicht machen.... machen in der Regel auch bei den anderen Kollegen wenig oder keine Hausaufgaben. Natürlich ähneln die Aufgaben in den Tests und Klausuren den Übungsaufgaben (und Hausaufgaben) aus dem Unterricht. Das sehen natürlich auch die Schüler.

    Warum mache ich das so? Das hat damals mal ein Lehrer bei uns gemacht, dem war total egal, ob wir Hausaufgaben gemacht haben. Der hatte aber durchaus Interesse an seinem Fach (und nein, es war nicht Naturwissenschaft) und ich fand es total logisch, als er sagte, er würde es nicht persönlich nehmen. Der war auch unterstützend für starke und schwache SuS, aber bei SuS die kein Interesse zeigen, hat er die einfach in Ruhe gelassen und schlechte Noten (und das auch ohne beleidigt zu sein oder das Desinteresse persönlich zu nehmen) gegeben.

    Diese Selbstverantwortung hat da in der Mittelstufe bei mir Click gemacht und ich habe angefangen nicht nur die Fächer, die mich interessieren, zu verfolgen. Zumindest in einem Maße, dass ich für mich gesagt habe, das entspricht meinen Zielen (hatte dennoch genug Lücken in manchen Lernfächern) und ermöglichte mir mein Abiziel (Schnitt unter 1,5) zu erreichen.

    Je früher man SuS vermittelt, dass sie für ihren eigenen Weg verantwortlich sind und die Dinge nicht machen, weil der Lehrer das so vorgibt, desto eher schafft man SuS, die etwas aus sich machen, weil sie feststellen, dass sie gewisse Ziele im Leben erreichen wollen.

    Und diejenigen, die halt ohne Druck nicht arbeiten würden, die sollte man möglichst schnell als niedrig qualifizierte Arbeiter einsetzen.

    Ich habe einen Kumpel, der im Beruf festgestellt hatte, dass er weiterkommen möchte. Der hat sein Fachabitur nachgeholt und studierte berufsbegleitend. Das gibt es ja auch immer noch als Möglichkeit.

    Ich zumindest fahre sehr angenehm mit der Schiene, dass ich gerne unterstütze und Lernangebote machen, aber da nicht hinterherlaufe. So sollte ein Gymnasium funktionieren, denn des ist die Schulform für lernwillige und lernbegabte SuS.

    Ich weiß definitiv, dass kein einziger meiner sus sich die Aufgaben auch nur anschauen wirs, wenn sie im Vorhinein wissen, dass die Aufgaben außer Wiederholung keinerlei Relevanz haben und es keine Konsequenzen gibt, wenn sie sie nicht machen. (BBS u.a. Ausbildungsvorbereitung ) Ich als Schüler hätte da auch keinen Finger krumm gemacht. Intrinsische Motivation ist bei meinem Klientel schwierig bis nicht zu finden und so ist "freiwillig" für sie gleichbedeutend mit "keine Hausaufgaben"

    Bei solchen Leuten denke ich mir immer, dass man die einfach nicht mehr allzu lange beschulen sollte. Denen würde eine stupide Arbeit gut tun.

    Warum kann der Staat solche Leute nicht z.B. von der Schulpflicht früher entbinden. In so vielen Industrie- und Dienstleistungsbereichen braucht man auch einfache Arbeiter.

    Ich denke mir, dass man selbst im Lehrerberuf viel mehr Assistenten haben könnte, die z.B. für einen kopieren, Laborgeräte spülen, Verunreinigungen an Tischen entfernen usw.

    Stimmt natürlich, aber du arbeitest ja selbst im Förderschwerpunkt Lernen und hast da sicher genug Kandidaten, die aus reiner intrinsischer Motivation heraus nicht lernen. Diese Kinder stellen nicht die Mehrheit dar, aber man muss immer bei allem Enthusiasmus bedenken, dass es sie auch gibt.

    Bei uns am Gymnasium (!) lernt nur ein verschwindend kleiner Anteil aus wirklichem Interesse an den Fächern. Es gibt ab und an man solche SuS und da freut man sich natürlich. Das sind dann oftmals die, die nach der Stunde noch vertiefte Fragen haben oder sich mit gleichgesinnten Leuten in den Pausen noch über das Fach unterhalten. Nicht immer müssen die übrigens fachlich richtig gut sein, manchmal sind sie auch einfach nur sehr interessiert, was ich auch okay finde. Oder es sind diejenigen, wo die Mathekollegen schwärmen, dass Schüler X die Ästhetik einer Herleitung oder eines Beweises schätzt.

    Ich habe mal eine Zeit lang gedacht, dass fast alle SuS einen Interessensschwerpunkt oder eine Stärke haben und, dass er bzw. diese aber halt eben z.B. nicht in meinem Fach liegen muss. Das fände ich durchaus auch in Ordnung.

    Ich bin aber dahinter gekommen, dass nur ein Bruchteil der SuS überhaupt intrinsisch motiviert ist und ganz viele SuS weder Stärken noch Interessen haben und trotzdem am Gymnasium sind und sich irgendwie durchpalavern. Ich glaube ich bin da einfach zu sehr von mir ausgegangen, es gab durchaus Fächer die ich nicht mochte und für die ich mich nicht interessierte, aber es ganz auch einen ganzen Fächerkanon, den ich mega interessant fand und mit dem ich mich tiefgehend beschäftigt habe auch weit über den Unterricht hinaus.

    Du kannst gern widersprechen, aber hier geht es doch gar nicht darum, AU vorzutäuschen, sondern zum Arzt zu gehen, die Lage zu schildern und dann auf die Expertise des Arztes zu vertrauen. Und das dürfte definitiv nicht strafbar sein.

    Ist es definitiv nicht. Ich weiß gar nicht, was sich Seph da für Dinge zusammenfabuliert. Hauptsache mal das Strafgesetzbuch zitiert.

    Das klingt fast wie ein Schulleiter, der sein Kollegium malträtiert und sich dann wundert, dass die so oft krank sind. Unterstellung? Genauso eine, wie zu behaupten es handele sich um eine vorgetäuschte Arbeitsunfähigkeit.

    Im Prinzip ja, aber der Virus würde sofort zerstört, da die Seifenblasenhülle aus Tensiden besteht, die die Lipidhülle des Virus unmittelbar zerstören würde.

    Es gibt genug Viren, die so viele Proteine in die Membranhülle eingelagert haben, dass Tenside da nichts ausrichten.

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