Beiträge von Firelilly

    und wenn meine Schulleitung am Ende nur die Rückmeldung der "Freiwilligen" berücksichtigt, habe ich die A-Karte, weil ich eben kein A... bin.

    Du beschwerst dich doch nicht tatsächlich über deine eigenen Entscheidungen? Entweder du meldest dich, oder du machst es nicht und wartest auf eine Dienstanweisung. Das ist doch deine eigene Entscheidung.

    Du kannst doch bestimmt auch angeben für wie lange du bereit wärst zu betreuen. Gib doch einfach das an, was du für dich für sinnvoll hältst unabhängig von dem, was dann andere machen müssen.

    Auf mich wirkt es so, dass du gerne für deine eigene moralische Zufriedenheit (wer weiß, oder vielleicht auch unbewusst für deine Außenwirkung bei Schulleitung oder anderen Menschen? "Die anderen sollen denken, ich bin ein guter Mensch") gerne sagen könntest "ich habe mich freiwillig gemeldet", auf der anderen Seite aber willst, dass andere gezwungen werden und bist sauer, wenn nachher tatsächlich nur die Freiwilligen genommen werden.

    Das ist irgendwie so "ich will beides haben, den heroischen Status das freiwillig zu machen, aber ich will auch, dass die anderen nicht drum herum kommen".

    Wenn dich das stört, dass du im Falle des Meldens zur Freiwilligkeit eventuell eben tatsächlich mehr drankommst als Leute, die sich nicht freiwillig melden, dann musst du meiner Meinung nach damit leben oder dich halt auch nicht freiwillig melden.

    Ich beobachte das so oft in der Schule. Beispiel Schulentwicklung: Ich war der Meinung, dass man nicht mit vorauseilendem Gehorsam Schulcurricula umschreiben sollte, wenn noch gar keine konkreten Vorgaben gemacht wurden, was bei der Umstellung eigentlich gefordert ist. Es gab vom Ministerium nur so ein paar Andeutungen. Einige in der Fachschaft waren der festen Meinung man müsse das vorher schon machen, das gehöre sich ja so.

    Nun ratet mal, diese Personen wollten dann ganz unbedingt, dass auch die Leute sich daran beteiligen, die meinten "Nein, wir machen das erst dann, wenn da Handreichungen und genaue Angaben kommen".

    Die erstere Gruppe hatte Schiss Ärger zu bekommen, dass man da nicht vorausgearbeitet hat, war aber auch nicht bereit ihre Entscheidung selber zu tragen, sondern wollte die Arbeit dann schön auf alle verteilen.

    Lasst doch einfach die Leute mal ihre Entscheidungen treffen und ihr trefft eure! Dann muss man ggf. eben auch mit den Konsequenzen leben.

    Wenn ich mich nicht freiwillig zur Betreuung eintrage könnten KuK denken, hmm, Miss Firelilly hat darauf keine Lust. Dann denken die das eben. Wenn es mir wichtig ist, dass die Leute sehen, dass ich ein so guter Mensch bin, dann trage ich mich halt ein.

    In Schleswig-Holstein ist bislang fast gar keine Schule entfallen. Uns traf es zwei Wochen vor den Ferien. Die letzte Woche, die jetzt noch käme, sind wir mal ehrlich, wäre im Regelunterricht eh nicht wirklich ergibig gewesen.

    Im Endeffekt ist (bislang, kann ja noch weitergehen nach den Ferien, okay) quasi nur eine Woche ausgefallen und das noch nicht mal wirklich, weil die SuS alle zuhause gearbeitet haben.

    Wer weiß, durch diese ganzen Arbeitsaufträge für zuhause haben die SuS vielleicht sogar mehr gearbeitet und gelernt, als sie es in regulärer Situation (zwei Wochen vor Ferien, viele schon am chillen) getan hätten.

    Es wird sich halt zeigen, wie es nach den Ferien weitergeht. Aber bislang ist würde ich sagen noch keine Schule ausgefallen in dem Sinne, dass weniger gelernt wurde.

    Irgendwie finde ich es ehrlich gesagt a..., sich bei sowas nicht zu melden (schliesslich gibt es keinen Grund, in den Ferien nicht zu können, wenn man eine Woche vorher konnte (die Risikogruppen und so wurden schon vorher ermittelt)

    Ich glaube euch ist gar nicht bewusst, dass ihr alles andere als geschützt seid, nur, weil ihr jung und ohne Vorerkrankungen seid. Mal nicht so leichtfertig damit die Kinder jetzt zu betreuen. Ich warte da defintiv auf eine Dienstanweisung. Sonst erwischt es mich nachher und keiner will die Verantwortung tragen, denn ich hätte mich ja freiwillig zur Betreuung von Kindern gemeldet:

    Mediziner: Immer mehr jüngere Corona-Patienten auf Intensivstation

    8:30 Uhr: Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing.

    "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation."

    Wendtner hatte in der Schwabinger Klinik Ende Januar bereits die ersten mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierten Patienten in Deutschland behandelt. "Auch ein junger Patient ist nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben", warnte der Mediziner. "Das soll wachrütteln, dass man sich an die Hygienevorschriften und Regelungen hält." Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden - von der Politik wie auch von der Wissenschaft, räumte der Mediziner ein.

    https://www.gmx.net/magazine/news/…ticker-34468484

    39-jährige Corona-Patientin warnt: «Wie Glas in der Lunge! Geht keine Risiken ein!»

    Es fühle sich an, als ob man Glas in der Lunge habe: «Es ist schwierig zu beschreiben, aber jeder Atemzug ist ein Kampf», sagt Langston. Um allen klar zu machen, wie wichtig es ist, die Ausbreitung des Virus zu bremsen, nahm die Britin im Spital ein Video auf. Es ist ein eindrücklicher Appell geworden:

    https://www.limmattalerzeitung.ch/leben/39-jaehr…n-ein-137218812

    Am Gymnasium gibt es auch Sport als LK und auch Religion als Abi-Fach. Also auch da gibt es mehr Arbeit. Kommt also wie immer drauf an.

    Nicht jeder deiner Kurse ist aber ein Leistungskurs! Das ist nun eher ein kleiner Bruchteil der Stunden, die du als Sportlehrer gibts.

    Desweiteren ist auch beim Sportprofil die Sporttheorie nur ein Teil des sonst sehr praktischen Unterrichts.

    Aber dort werden auch Klausuren, das stimmt. Aber dafür in allen Grundkursen nicht und in der Mittel- und Unterstufe gibts auch keine schriftlichen Leistungen. Vergleiche das doch mal mit Englisch.

    Nun mal ganz ehrlich Leute.

    Manchmal ist es auch ganz schön, wenn man als Schulleitung nicht gleich mit Zwang kommt.

    Vielleicht finden sich ja genug Leute. Ganz besonders schön wäre auch ein Satz wie

    "Wenn sie die Notbetreuung übernehmen, können Sie sich bei Schulentwicklungsarbeitsauftag XY, wenn sie möchten, ein bisschen zurücknehmen".

    Ich verstehe nicht, warum man in einem Kollegium die Lasten nicht verteilen kann. Warum muss immer alls oben drauf kommen.

    Es gibt nicht zu wenige Männer im Lehramt, weil Männer nicht oder ungern eingestellt würden, sondern weil es einfach zu wenige männliche Aspiranten gibt. Daran ändert eine Quote genau garnichts.

    Es gibt zu wenig Männer, weil der Beruf nicht attraktiv ist. Wenn man hier schon im Forum wieder liest, dass die Lehrer es okay finden, wenn Gehaltskürzungen wegen der Corona-Krise kämen, man trotz geleisteten E-Unterrichts verkürzte Ferien bekommen soll (Mehrarbeit!) und so weiter, dann wundert es einen nicht.

    Ich halte auch von einer Quote nichts. Macht einfach den Beruf attraktiver und schon gibt es auch mehr Männer, die den Beruf ergreifen wollen.

    Kann aber ehrlicherweise auch verstehen, dass sich Männer in den frauendominierten Kollegium unwohl fühlen. Ich persönlich arbeite viel lieber mit Männern zusammen, in der Regel pragmatischer, zielorientierter und weniger blabla. Gerade in Biologie, wo die Fachschaft überwiegend weiblich ist, geht mir immer das Messer in der Tasche auf. Bekakelt wird da jede Präventionsveranstaltung und was man nicht alles noch an zusätzlichen Ausflügen (schön am Nachmittag, damit auch keine Schule ausfällt) machen sollte... aber wenn man mal daraufhinweist, dass die Kollegin, die den Profilkurs führt, doch stattdessen vielleicht mal eine Gelelektrophorese mit den Schülern machen sollte anstatt ständig zeitaufwändigen nonsense zu machen, dann wird man nur angeguckt. Da wird immer mit so viel Aufwand und so viel unnötiger Energie so wenig erreicht, da könnte man heulen.

    In der männerdominierten Chemiefachschaft ist das alles easy und pragmatisch. Da geht es viel lockerer zu und da muss auch nicht alles bekakelt werden.

    Wenn da jemand einen Ausflug machen möchte, dann macht er den. Und hängt nicht den anderen in den Ohren damit, dass die ja auch und bla.

    Hmm, vielleicht wäre eine Männerquote doch ganz schön. Besonders bitte in Biologie ^^

    Naja, die Threaderstelling hat nach den Belastungen gefragt. Da sollte man schon ehrlich sein.

    Sonst könnte man ja auch zu zwei Korrekturfächern raten, weil ja Religion da ja anscheinend auch vom Arbeitsaufwand mitspielt. Sport vermutlich auch.

    Sinnvoller wäre es ehrlich zu beraten und z.B. in Sport anzumerken, dass da zwar weniger Korrektur- und Vorbereitungsaufwand ist, aber man z.B. einer sehr starken Lautstärkebelastung ausgesetzt ist, was einen auch viel Kraft (und Gesundheit, denn die in normalen Berufen zulässige Lautstärke wird mit Sicherheit überschritten) kostet.

    Bringt den jungen Studenten mehr als hier Augenwischerei zu betreiben.

    Sonst steht da nachher jemand und sagt "Fuck, ich habe zwei Korrekturfächer, damals im Forum hat man mir gesagt Religion wäre keine Alternative, das ist genauso arbeitsaufwändig".

    Ich sehe es bei uns schon sehr deutlich im Kollegium, welche Fächer belastender sind und welche nicht.

    Das ist doch kein Geheimnis.

    . Ich werde bis zu den Osterferien in 14 Tagen insgesamt ca. 900 Seiten ausgedruckt haben, die ich korrigieren muss. Habe schon 4 neue Druckerpatronen bestellt und reichlich Papier gekauft. Ich sitze jeden Tag ca. 3-4 Stunden dran.

    Ich drucke nichts zuhause aus. Absolutes no go, auch in dieser Krise. Das muss anders gehen.

    Fragen beantworte ich per Mail, erstelle Material (z.B. Beschreibungen von chemischen Versuchen + Bilder von den zu machenden Beobachtungen, wenn möglich usw.), erstelle Übungen und Musterlösungen. Da geht auch genug Zeit rein.

    Und ich dachte, dass in dieser Krise zumindest mal Papier gespart wird.

    Natürlich ist es nicht schön, dass man in der Wirtschaft jetzt Arbeitsplatzprobleme hat oder wegen Kurzarbeit weniger Geld bekommt.

    Aber ganz ehrlich, ich verstehe die Argumentation nicht, warum man als Beamter jetzt auch Gehaltseinbußen bekommen sollte.

    Diese jahrelange Gerede man hätte einen krisensicheren Job. Darauf basiert ja auch, dass man als Lehrer eben vom Einkommen gedeckelt ist nach oben.
    Man erkauft sich Sicherheit damit, dass man eben ein moderates, aber kontinuierliches Einkommen hat. Keiner von uns hat die Möglichkeit, die zumindest jeder Selbstständige hat, nämlich aus dem Risiko wirklich Kapital zu schlagen.

    Und jetzt sollen auf einmal die Vorteile aufgehoben werden, die Gelder von den Beamten gekürzt und als Wirtschaftshilfe für die Selbstständigen eingesetzt werden? Ohne Frage, ich bin auch für staatliche Hilfe für Leute, die in der Krise in Bredouille geraten, aber ich sehe es nicht ein, dass das wieder mal auf Kosten der Beamten geht. Denen hat man jahrelang keine Erhöhung der Bezüge gegeben, das Weihnachtsgeld gestrichen, während die Wirtschaft brummte.

    Ganz ehrlich, für so etwas mache ich mich nicht zum Leibeigenen des Staates, dass man mich mit Dienstpflicht überall herumkommandiert um dann der Fürsorgepflicht nicht nachzukommen.

    Dann muss der Staat sich eben überlegen, wie er die Lehrer einsetzen kann. Ich biete meine Arbeitskraft an und will mein Gehalt weiter beziehen.

    Irgendeinen Vorteil muss der Beamtenstatus haben. Wann, wenn nicht in Krisenzeiten? In wirtschaftlichen Aufschwungszeiten hat er nämlich einen Nachteil. Und den kriegt man, auch von vielen hier im Forum, auch ständig unter die Nase gerieben.

    Notbetreuung ist auch eine Form von Arbeit. Man kann schlecht argumentieren die Lehrer würden nicht mehr genug arbeiten, weil sie ja nur noch E-Teaching, Schulentwicklung und Notbetreuung betreiben.

    Ich biete dem Staat weiterhin meine Arbeitskraft an. Von mir aus Kinder notbetreuen, im Zweifel rühre ich auch gerne aus Wasserstoffperoxid und Isopropanol irgendein Desinfektionsmittel an oder mach sonst etwas Nützliches.

    Die Bezüge lasse ich mir aber definitiv nicht kürzen bei unveränderter Arbeitsleistung. Das geht gar nicht.

    Du verarscht mich doch Firelilly oder? Ich muss jetzt in fünf Wochen (inkl, Notbetreuung) vier Tage zur Betreuung in der Schule antanzen, damit andere Leute, die teilweise inzwischen sieben Tage in der Woche arbeiten, ihre Kinder betreut wissen. Und ja, das ist verdammt nochmal richtig so. Natürlich arbeite ich im Rest der Zeit auch von daheim, aber es gibt Grenzen der Faulheit und Arbeitsverweigerung, auch im Lehrerberuf. 8|

    Na dann ist ja das Bezügekürzen gerechtfertigt.

    Unterrichtest Du nicht Biologie? Hör auf so einen Stuss zu schreiben. Coronaviren sind nix Neues.

    Der Stamm ist anscheinend schon neu, denn die, von denen man dachte, dass sie von Tieren übersprangen, haben den Sequenzanalysen nach nicht gepasst. Klar wird in S3 Labors auch an Coronaviren geforscht. Die haben da noch ganz andere Viren auf Lager.

    Von den Tieren, die sie in Wuhan in Verdacht hatten, war es auf jeden Fall nicht das Coronavirus.

    Vielleicht eine Tierart, die sie nicht im Blick hatten? Oder eben ein Zuchtstamm aus irgendeinem S3 Labor.

    "Bei der Auswahl der Lehrkräfte für die Notbetreuung in den Osterferien und an den Wochenenden bitte ich die Schulleitungen, nach Möglichkeit Rücksicht auf bereits getroffene Dispositionen der Lehrkräfte zu nehmen."

    "Soweit die Notbetreuung in die Osterferien fällt, nehmen die Lehrkräfte ihren Erholungsurlaub in anderen Schulferien."

    In den anderen Ferien... die man demnächst noch verkürzt, weil man ja was nachzuarbeiten hätte?

    Spannend, dass man, wie in einem anderen thread geschrieben hat, eventuell sogar die Besoldung kürzen will?

    Ich verstehe es, dass man in diesen Zeit auch am WE und den Ferien Notbetreuung machen muss. Bezüge kürzen ist damit aber nicht vereinbar.

    Wenn man mich am WE einsetzt, dann ist das geleistete Arbeit. Wenn dem Staat so wichtig ist, dass seine Staatsdiener da einspringen... dann verdammte Axt bezahl denen ihre Arbeitszeit.

    Fürsorgepflicht und Dienstpflicht gilt in beide Richtungen. Der Staat kann doch jetzt nicht mit Dienstpflicht kommen, seiner Fürsorgepflicht dann aber nicht nachkommen.

    Das ist übrigens etwas, das es in der realen Welt auch nicht gibt, vermutlich auch nicht von den Usern und Moderatoren, die das hier so gerne praktizieren.

    Dass Leute Diskussionen befeuern ohne beizutragen? Sich daran ergötzen, wenn sich welche in der Wolle haben? Und wie es das im realen Leben außerhalb des Internets gibt.

    Klar holt da niemand wirklich Popcorn, aber gesellt sich z.B. zum ganz interessierten Zuhören dazu oder macht Einwürfe, die inhaltlich nichts beitragen, aber die Diskussion am laufen halten, lacht an gezielten Stellen oder nickt eifrig mit dem Kopf, damit eine Person weitermacht.

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