Beiträge von Firelilly

    Es ist dir möglich Gymnasiallehrbefähigung zu erwerben und nur ein Fach (Musik) zu unterrichten?! Das ist doch ein 6er im Lotto!
    Gibt in dem Fach extrem wenige Korrekturen... du hast dann auch in Windeseile für alle Klassenstufen Unterrichtsmaterial zusammen.
    Also wenn ich die Möglichkeit hätte nur Chemie zu unterrichten und nicht dieses korrekturbelastete (zum Glück allerdings nur in der Oberstufe, sonst gibts ja auch nur Tests) und im mündlichen Abitur grauenvoll arbeitsaufwändige Fach Biologie, ich wäre so glücklich.
    Leute die nur Musik oder nur Kunst am Gymnasium unterrichten haben alles richtig gemacht. Eine bessere Wahl gibt es nicht! Ich wünschte es wäre mit Chemie auch möglich :(

    Kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Du diesen 6er im Lotto nicht willst und stattdessen Grundschullehramt nachholen möchtest.

    Na ja, mal ehrlich. Im Lehrerberuf fallen schon sehr sehr viele Lehrerinnen frühzeitig aus. Stress hin, Stress her. Wie du schreibst, Stress gibt es in anderen Berufen auch und die schaffen es auch bis zum Schluss 'durchzuhalten'.
    Aber das Beamtentum erleichtert einem da sicher den Ausstieg. Den 100%ige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall findet man sonst nirgends.
    Und es ist sicher kein Zufall, dass ich in meiner Lehrerlaufbahn bisher nur schwangere Lehrerinnen getroffen habe, die maximal bis Schwangerschaftswoche 12 gearbeitet haben...

    Man kann den Streß eines Lehrers wohl kaum mit dem Job in einem Büro, einer Bank, als Bäckereifachverkäuferin etc. vergleichen. Ja, vereinzelt gibt es noch so stressige oder gar stressigere Berufe, aber der Lehrerberuf ist was den Stressfaktor angeht definitiv an der oberen Grenze.
    Das zeigt sich ja auch in den Statistiken zu entsprechenden Erkrankungen (psychisch wie körperlich).
    Der Streßpegel an einem Unterrichtsvormittag 1.-6. Std. ist gewaltig. Eine pubertierende Mittelstufenklasse zu unterrichten, Räume zu wechseln, zwischendurch in den "Pausen" noch Klassenlehrergeschäfte / -gespräche zu führen, Aufsicht zu haben in einer lärmenden Aula, wo 5. Klässler unerlaubt wild Fangspiele machen ist einfach absolut nicht vergleichbar.

    Und mich würde es auch stören, wenn die Kleinkinder dann da munter rumquäken, da ich mich eh schon immer sehr konzentrieren muss, etwas zu verstehen, bei der Raumsituation.

    Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei Lehrerkonferenzen gar nicht erst versuche konzentriert zu sein. Die liegen meist nach sehr anstrengenden Vormittagen und da ist mein Akku leer. Ein bisschen auf Durchzug schalten, die meisten Punkte sind eh unwichtig. Wenn mal etwas Interessantes oder meiner Meinung nach Wichtiges besprochen oder abgestimmt wird, kann man ja immer noch mal wieder das Bewusstsein zurückholen.
    Ausserdem ist es doch eigentlich nur ideal, wenn die Kleinkinder mitgebracht werden müssen freitags und dann ordentlich quäken. Das unterstreicht doch nur, dass der Termin schlecht ist.
    Kann die Argumentation mit der übrigen Arbeitswelt nicht verstehen. Klar haben die Freitags noch meetings. Die haben aber am Samstag und Sonntag frei, dann, wenn ich als Lehrer in der Regel noch einige Stunden arbeiten muss. Wie oft sitze ich beim Korrigieren und Unterricht vorbereiten und bin mega froh, wenn ich mir einen (EINEN!) Tag am WE völlig freischaufeln kann. Da ist es nur richtig, dass man darauf achtet Termine wie eine Lehrerkonferenz nicht auch noch ungünstig zu legen.


    (und "leider": ein sehr talentierter Lehrer vorne in der Klasse, wenn man von seinen Kommunikationsschwierigkeiten mit uns und jüngeren Klassen absieht)

    Anscheinend hat er ja zumindest in manchen Bereichen bereits gute Fähigkeiten. Wie hat er die bloß erlernt, wenn er nie mit jemandem geredet hat über Unterricht?
    Ich meine es ganz ernst, es gibt einfach Menschen, die sind gute und stille Beobachter und setzen das Gesehene dann um. Oder machen sich ihre eigenen Gedanken dazu. Ich stimm Dir prinzipiell zu, dass ein verbaler Austausch auch bereichernd sein kann. Die Betonung liegt auf kann. Vielleicht hat der Student ja auch einfach festgestellt, dass er mit euch gar nicht so kann bzw. eure Art zu unterrichten ihn nicht weiterbringt.
    Ich hatte das Glück in dem einen Fach einen klasse Mentor zu haben, mit dem habe ich mich viel ausgetauscht und viel gelernt. Die Mentorin für das andere Fach war einfach sehr schwach und die gesame Fachschaft an der Schule einfach nicht sehr kompetent. Zumindest nicht in der Weise, wie ich unterrichten möchte, von denen konnte ich einfach nichts lernen und habe den Kontakt deshalb auch sehr kurz gehalten.
    Habe trotzdem ein Examen mit der 1 vor dem Komma gemacht und das obwohl mit die Mentorin eben auch vorhielt, ich sollte doch meine Stunden mit ihr vorher besprechen usw.
    Wie gesagt, Du kannst recht haben, dass der Student unkommunikativ ist. Vielleicht sieht er es aber auch so wie ich mit der Mentorin.
    Ein Indiz ist, dass er ja zugegebenermaßen durchaus unterrichten kann.


    Ich sprach nicht von einem Kollegen, da ist es mir ziemlich egal. Ich sprach von einem Studenten. Der da war, um auch etwas zu lernen. Er hat fast nie IRGENDETWAS über die Schule, den Unterricht oder was auch immer gefragt. Hat sich gar nicht über den Unterricht unterhalten wollen, weder davor noch danach. von einem Studenten, der ein paar Arbeiten über Unterricht und Schule schreiben musste.
    chili


    Mein Praxissemesterstudent wollte nie was von mir, auch nicht von der anderen Mentorin oder Betreuer, er sass quasi nur da, hat seine 2,5 Stunden gehalten und gut. Ein perfekter zukünftiger Kollege, wie man sie schon im Vorfeld liebt. (und "leider": ein sehr talentierter Lehrer vorne in der Klasse, wenn man von seinen Kommunikationsschwierigkeiten mit uns und jüngeren Klassen absieht)

    chili

    Ich kann die Ironie nicht ganz nachvollziehen. Ein Kollege, der nicht ständig etwas von Kollegen möchte ist doch in der Tat sehr löblich. Würde mich sehr freuen, wenn es mehr Lehrer von dem Schlage gäbe, die nicht immer alles lang und breit bekakeln und dadurch so viel Zeit verbrennen. Auch welche, die nicht ständig ankommen und irgendetwas (Unnötiges) wollen.
    Ich bin immer wieder erstaunt, was einem als Kommunikationsschwierigkeit ausgelegt wird. Jetzt nicht auf dich bezogen, aber es gibt bei uns tatsächlich eine riesige Klönfraktion in deren Augen man unkommunikativ ist, wenn man eben nicht ständig alles Unnötige in epischer Breite bekakelt.
    Ein Hoch auf Menschen, die auch mal selbstständig ihr Ding machen und ihre dienstliche Kommunikation auf wesentliche Inhalte beschränken.

    Ich möchte mal ein ganz dickes Lob für Annie aussprechen. Eine Schulleitung, die erkennt, dass das Kerngeschäft (Unterricht) darunter leidet, dass Kollegen durch zu viel Drumherum verausgabt sind, ist toll!
    Würde mir so sehr wünschen, dass diese ganzen Zusatzprojekte zurückgeschraubt würden.
    Wenn es so wäre, dass diese Zusatzprojekte nur die Person beträfen, die sie machen wollen (und die im übrigen die sind, die die Lorbeeren dafür einfahren), wäre es okay.
    Aber es belastet immer auch Kollegen, die lieber unbeteiligt sein wollen und ihre Kräfte für das Kerngeschäft und die Erhaltung ihrer Gesundheit einsetzen möchten.
    (Sei es durch Vertretungen, weil die Person mal wieder auf Exkursion ist, ganz zu schweigen von Schulfesten, wo dann jeder zusätzliche Arbeit hat).

    Schön wäre es, wenn eine Schule mal damit werben würde, dass es wenig Firlefanz gibt, dafür aber eben genug Energie für den Unterricht da ist. So eine Schule hätte sicher auch weniger Vertretungsengpässe usw.
    Also Annie, toll, dass Du bemerkst, dass es zu viele Projekte bei euch gibt. Bei uns ist es so, es wird immer etwas neues dazuerfunden. Aber mal etwas abgeschafft oder gestrichen? Noooo way! Immer nur oben drauf!

    So langsam frage ich mich, ob es noch Zulassungsarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten und hastenichtgesehen ohne Umfragen gibt?!

    Das ist mal wieder ein Beweis dafür, dass das Lehramtsstudium eben doch oftmals (!) die Schmalspurvariante ist. Ich habe für meine Diplom-Arbeit in Chemie 6 Monate im Labor gestanden, habe zwei verschiedene Synthesewege vergleichen, mich dafür in Fachliteratur und Publikationen in entsprechende, zum Teil sehr komplizierte Reaktionsmechanismen eingearbeitet, NMR-Spektren ausgewertet, Daten zur Reaktionskinetik erhoben und mathematisch ausgewertet.
    Dagegen ist eine Umfrage im Vergleich etwa so anspruchsvoll wie das Addieren im Zahlenraum bis 10.
    Aber wer Schüler unterrichtet ist ja in der Regel eh eher pädagogisch beschäftigt. Inhaltlich ist seit Inklusion und der erhöhten Abiturientenquote eh nichts mehr zu holen. Irgendwann wird Lehrer ein Ausbildungsberuf oder an der FH angeboten.

    Bei den Knobelaufgaben ist es meist so, dass die Kinder noch Hilfen benötigen, so dass mein Einsatz dabei davon abhängt, wie groß die Hilfsbedürftigkeit der übrigen Klasse ist. Im Moment habe ich zwei inklusive Kinder, so dass mir durch diesen hinzugekommenen Bereich Kapazitäten fehlen.....

    Wie, aufgrund von Inklusionskindern werden die guten Kinder nun weniger gefördert, als wenn die Inklusionskinder nicht da wären? Und mir hat man im Ref vehement und energisch widersprochen, als ich dies als anzunehmende, negative Konsequenz der Inklusion für das Niveau und die Förderung der Spitzenschüler damals vorausgesagt habe.

    Zum Thema: Ich bin zwar nicht im Grundschullehramt, finde die Idee aber prima, dass die guten SuS Knobelaufgaben bekommen sollen. Ich beobachte bei vielen SuS, dass sie Mathematik als Rechnen nach Formeln und fest gefügten Vorgehensweisen begreifen, aber wenig kreativ sind Probleme zu lösen oder die Mathematik als echtes Hilfsmittel zum Problemlösen zu sehen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass solche Aufgaben bereits in der Grundschule die Basis dafür legen, dass SuS auch später stärker nachdenken und Probleme analysieren, statt einfach nach einem Rechenschema zu fragen. Und bei den intelligenten SuS ist es doch eh so, dass für sie eine Zahlenraumerweiterung pille palle ist und sie sich auch da vermutlich unterfordert fühlen würden. Das können sie dann ja im Gleichschritt mit den schwachen SuS machen und in der Zeit, die diese brauchen um erstmal so weit zu sein, anspruchsvollere Aufgaben bearbeiten.

    Ich möchte an dieser Stelle noch einmal davor warnen sich mit dem Moderatorenteam anzulegen. Wer den Moderatoren nicht passt wird ganz schnell mit Sperrung ausgeschaltet.
    Wenn man mal im Forum ein wenig wühlt wird man viele Opfer dieses Praxis finden. Vielleicht ist auch dies mein letzter Beitrag

    Ich entschuldige mich also demütig für meinen flapsigen Ton, der offensichtlich, wenn man denn möchte, völlig falsch verstanden werden kann.

    Tja, solange er von den Moderatoren kommt, geschieht ja nichts weiter.

    Das bedeutet - in einfachen Worten erklärt - dass das Kind die Emotionen anderer Kinder (und Erwachsener) mit einer Art 6. Sinn spüren kann. Das Problem ist, dass ein kleines Kind die Herkunft dieser Emotionen normalerweise noch nicht zu unterscheiden gelernt hat und damit sehr rasch mit Emotionen "überladen" wird. Was dann passiert: so eine Art emotionales Zentrum im Gehirn (?) schaltet sich - aus Sicherheitsgründen - ab und das Kind zieht sich entweder sehr in sich selbst zurück oder rastet (möglicherweise auch als Vorstufe) völlig aus, verletzt andere usw. Besonders problematisch sind eigene und fremde Emotionen, die noch weitgehend im Unterbewusstsein dahindämmern, weil v.A. andere nicht bereit (oder fähig) sind, diese als ihre anzuerkennen. Emotional hochsensible Kinder fühlen sich in den meisten Fällen völlig unverstanden, weil sie sich nicht vorstellen können, dass andere nicht nachvollziehen können was sie wahrnehmen, und dass es neben "den 5 Sinnen" die sie in der Schule lernen noch weitere geben mag die ihre schwierige Situation auslösen.

    Arbeitest Du eigentlich bei Astro-TV? Oder bist ein Jünger von Karma Singh? Ich komme aus dem Lachen nicht mehr heraus!


    ps: Es ist erschreckend, wie sich Lehrkräfte in der Regel über den Tisch ziehen lassen, weil sie die entsprechenden Verordnungen und Erlasse nicht kennen bzw. sich auf die Schulleitung verlassen (die oftmals auch keine Ahnung hat). Und wenn man dann auf seine RECHTE hinweist, wird man oft als "pädagogischer Spielverderber" angesehen ("Aber die lieben Kleinen können doch nichts dafür..."). In anderen Teilen des öffentlichen Dienstes oder gar der "freien Wirtschaft" undenkbar.

    Deswegen bin ich immer dankbar auf entsprechende Verordnungen und Erlasse hingewiesen zu werden. Ich meine die Lehrerausbildung macht das ja auch schon geschickt, man wird genauestens instruiert was man für Pflichten hat, welche Folgen einem Beamten drohen, wenn er sich nicht so verhält, wie man es gerne hätte. Was für Rechte man hingegen hat und wo die Grenzen einer Schulleitung sind, darüber wird natürlich kein Sterbenswörtchen verloren.
    Das muss man sich alles selber heraussuchen bzw. wenn man Glück hat schnappt man eben auf, dass es gar nicht normal ist, dass man auch samstags herangezogen werden darf ohne Ausgleich.
    Die Schulleitung verkauft das immer alles so selbstverständlich. Auch letztens Fahrtkosten zu Fortbildungen. "Das können Sie doch von Steuer absetzen, nein, das ist nicht vorgesehen, dass Ihnen das ersetzt wird".
    Aber vorher schön eine Dienstanweisung geben, dass man diese Fortbildung besuchen soll.

    Kurz: Auch Veranstaltungen am Samstag müssen mit einem unterrichtsfreien Tag ausgeglichen werden, wenn der Samstag an der betreffenden Schule kein regulärer Schultag ist. Und das sollte an den meisten Schulen der Fall sein.

    Hallo Mikael,

    weißt Du, ob dies auch für Schleswig-Holstein gilt? Wir müssen den Tag der offenen Tür mit sehr großem Aufwand (eine richtige Werbeveranstaltung mit vollem Showprogramm) samstags durchführen und es gibt keinen unterrichtsfreien Tag, nicht einmal ein Konzept für Teilzeitkräfte.

    Jetzt halt mal den Ball flach, liebe Firelilly, und mach Dir endlich mal klar, dass 90 Minuten Unterricht wo auch immer nicht mit der Tätigkeit eines Anwalts oder Arztes vergleichbar sind, da kann die formale Ausbildung mit den zwei Staatsexamina noch so gleichwertig sein. Allein die Berufshaftpflicht für diese Gruppen ist teurer als das Monatsgehalt eines Lehrers (kein Wunder, kann doch eine einzige falsche Entscheidung locker hunderttausende Euro kosten. Das ist bei Lehrern nunmal nicht der Fall).Auch die Handwerkertarife kannst Du nicht wirklich vergleichen, denn Du zahlst selbstverständlich die Anschaffungs- und Verschleißkosten des Werkzeugs und alle sonstigen Arbeitsmittel mit; ganz zu schweigen von der Umsatzsteuer, die direkt ans Finanzamt geht.

    Trotz Berufshaftpflicht bleibt trotzdem noch deutlich mehr übrig. Ich habe genug Ärzte (vor allem Zahnärzte) im Bekanntenkreis, die finanziell deutlich besser gestellt sind.
    Zumindest was Ärzte angeht hast Du mit dem Satz "eine einzige falsche Entscheidung kann locker hunderttausende Euro kosten" total unrecht. Bis man einen Arzt wirklich belangt muss der schon grob vorsätzlich mit dem Skalpell durch die Eingeweide gepflügt haben. Ein Arzt bekommt für Nachlässigkeitsfehler genausowenig Konsequenzen wie ein Lehrer, der beispielsweise die falsche Note einträgt.
    Ärzte müssten schon Dinge in seiner Profession tun, die bei einem Lehrer beispielsweise entsprechen würden, dass der Lehrer das Kind schlägt oder rassistisch beleidigt.
    Wie es bei Anwälten ist, weiß ich nicht.

    Ein paar Vergleichswerte aus den zahlreichen Nebenjobs, die ich bei Lehrern in meinem engeren Umfeld erlebe:
    private Krankenpflegeschule, Deutschkurs: 56,- €
    privates Abendgymnasium: 66,- €
    gewerkschaftsnahe Weiterbildungseinrichtung, Deutsch- und Sozialkundeunterricht: 72,- €

    - jeweils für 90 Minuten.

    Für dringende Deutsch-Nachhilfe am Sonntag (ich hab mehrfach darauf hingewiesen, dass das nichts bringt, wenn am Montag die Arbeit ansteht...) hab ich auch schon mal 100,- € für 90 Minuten verlangt und bekommen.

    Persönlich würde ich nicht unter 60, eher 70 € für 90 Minuten gehen. Bedenke: Du hast Fahrtkosten, evtll. Parkgebühren (würde ich mir aber extra vergüten lassen), musst die Beträge evtll. versteuern etc. Man stelle sich einen Handwerker vor, der für unter 40,- € die Stunde arbeitet!

    Hahaha das ist ja wohl echt ein Witz. Leute, ihr habt studiert und bringt eine hohe Qualifikation mit. Das kann doch nicht deren ernst sein!? Bin schockiert!

    Hallo Lukas,

    Auf jeden Fall bestärken möchte ich dich in deinem Wunsch an einer Hauptschule zu unterrichten anstatt an einem Gymnasium! Ich bin mir sicher, dass das genau die richtiger Schulart für dich als Lehrer ist. An einem Gymnasium wirst Du meiner Ansicht nach nicht glücklich, auch nicht, was das Studium für das Lehramt dort angeht.
    An einer Hauptschule werden auch dringed Leute wie du gebraucht, die einen guten Zugang zu den Schülern finden. Ich denke, auch wenn andere vielleicht sagen werden die Korrekturbelastung wird hoch, du solltest Deutsch als Fach zu Englisch nehmen. Das ist so das, was ich da am meisten herauslese aus deinen Stärken und Interessen. Eventuell kannst Du ja Ethik noch als Erweiterungsfach dazu machen. Ich glaube allerdings auch, dass man durchaus auch ethische und gesellschaftliche Aspekte im Deutschunterricht behandelt, aber da müssen Deutsch Kollegen noch einmal etwas zu sagen.

    Andererseits sind es vielleicht auch nur "elementare" Inhalte, die ich dann in Chemie vermittle. (Überspitzt...?)

    In den Naturwissenschaften und Mathematik gilt das ganz extrem, aber auch in anderen Fächern ist man im Vergleich zu dem, was man an der Uni macht, auf einem einfachen Basisniveau.
    Dennoch gibt es die Möglichkeit seine Fächer eher anspruchsvoll zu unterrichten, oder eben recht oberflächlich. Die Vorgaben des Bildungsplanes lassen sich in beide Richtungen sehr unterschiedlich auslegen.
    Da muss dann jeder Lehrer seinen eigenen Mittelweg finden.

    ich arbeite aktuell in der Versicherungswirtschaft, es ist an und für sich stressarm, und gut bezahlt, aber leider auch langweilig.

    Mache nicht den größten Fehler Deines beruflichen Lebens und tausche einen stressarmen, gut bezahlten Beruf gegen einen, der streßreich und mittelmäßig bezahlt ist!
    Es ist auch nicht so, dass der Lehrerberuf geradezu spannend ist. Don't do it!

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