Beiträge von Landlehrer

    Tja, da sind sie wieder, die "Lehrer-Gehaltskönige" aus der Uckermark, aus Ostfriesland oder aus "hinter den Kassler Bergen, bei den sieben Zwergen"...

    Du hast mich gerufen. Mit A15 + A12 lässt sich auf dem Land gut leben. Und die Schülerschaft ist angenehmer als in der Großstadt.

    Du hast mich falsch verstanden. Zeige mir doch bitte die Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft, wo ein Familienvater Anfang 50 mit drei Kindern ohne Personalverantwortung, max. 4 Tage Dienstreise im Jahr und ohne Zusatzaufgaben mit 90000 im Jahr heimgeht. Vorschläge?

    Konzerne mit IGM-Tarifvertrag.

    Leistungsträger sollten einen großen Bogen um diesen Job machen. Intelligente Studierende realisieren das mittleweile.

    Meine Schüler legen gefühlt mehr Wert auf eine gute Work-Life-Balance als wir damals in den 70ern.

    Aber in meinem Bundesland ist das mit der Karriere so unattraktiv jetzt auch wieder nicht. Bleiben wir bei meinem Gymnasiallehrer-Beispiel aus Bayern. Falls der nicht völlig karrierebefreit ist und ein bisschen Ambitionen als Oberstufenkoordinator, Fachschaftsbetreuer, Systembetreuer oder auch als Seminarlehrer zeigt, wird der sogar A15. In A15 und bei drei Kindern macht das netto in Gehaltsendstufe 5710 Euro, bei 400 Euro PKV bleiben 5300 Euro. Da musst du in der freien Wirtschaft dann schon über 100000 Euro im Jahr heimtragen, um da mithalten zu können.

    Systembetreuer lohnt sich finanziell nicht.

    Also meine Techniker sind auch so drauf. Wenn ich denen dann antworte: "Wenn ihr hier fertig seit, könnt ihr gleich als Werkstattlehrer anfangen, Studium überflüssig", kommt als Antwort nur, daß sie derweil netto mehr verdienen als wir, also sogar a13 für sie finanziell nicht interessant ist, und rechnen das dann auch vor.

    Die Rechnung würde ich gerne sehen.

    Ich mache gerade Familienbesuch. Wenn man als Handwerker in einer vernünftigen Firma ist, kann man über A13 (und auch A15) nur müde lächeln. Ein bekannter hat zwar Abi, dann aber eine Ausbildung und Meister dran. Er ist Anfang 20, verdient jetzt als angestellter locker das Netto Äquivalent von A13 und die Steigerungen mit den Jahren sind deutlicher. Üppig bezahlte Überstunden an Feiertagen etc. kommen noch dazu.

    Wenn man am Wochenende schwarz arbeitet. Kein Handwerksbetrieb bezahlt einem normalen Gesellen mehr als 5k€ brutto.

    Ich rechne in BWL meinen Schülern bzw. Azubis immer vor, was man so insg. im Leben verdient. Grundvoraussetzung bei allen ist Single = Steuerklasse 1.
    Am extremsten ist es bei den Maschinen- und Anlagenführern. Dabei handelt es sich um eine zweijährige Kurzausbildung, die nur deswegen eingeführt wurde, weil wir heute Schulpflicht bis 18 haben. Früher wurden die einfach 2-3 Wochen angelernt und fertig.

    • Maschinen- und Anlagenführer: Arbeitszeit bis zur Rente: 49 Jahre, 13 Monatsgehälter, 1600,- € netto (ja, soviel bekommen die echt): Lebenseinkommen: 1.020.000,- €.
    • Lehrer (a13): Arbeitszeit bis zur Pension: 35 Jahre, 12 Monatsgehälter, 2500,- € netto nach Krankenkasse: Lebenseinkommen: 1.050.000,- €

    Mit dem Studium und dem ganzen Kram haben wir also am Lebensende ganze 30.000,- € mehr verdient als eine ungelernte Kraft, die in einer Brauerei die Etiketten in die Maschine nachfüllt.


    Ich rechne bei mir immer mit "netto nach Krankenkasse", weil die Krankenkasse bei den Angestellten und Arbeitern ja schon runter ist, ich sie aber vom "gesetzlichen Netto" noch voll zahlen muß. Von wegen Vergleichbarkeit.

    Du hast die Erfahrungsstufen, die Regelbeförderung und die Pension vergessen.

    Ich bin 5 Jahre im Geschäft, bekomme 3.220,- € gesetzliches Netto als Single (=Steuerklasse 1) und darf davon 718,- € Kranken- und Pflegekasse zahlen, also 2.500,- e tatsächliches Netto.

    Die meisten Beamten sind in der privaten Krankenversicherung und zahlen deutlich weniger als du.

    In diesem Zusammenhang hätte einmal eine Frage an die Sek. II Lehrer, rein interessehalber:


    Was macht denn diese Mehrarbeit in der 13. Klasse Leistungskurs aus?
    Wie viele Stunden sind das Mehraufwand auf das ganze Schuljahr gesehen im Vergleich z.B. zu einer Mittelstufenklasse?
    Ich kann es mir höchstens noch in Deutsch durch die langen Aufsätze und die insgesamt längeren Arbeiten in einigen Fächern erklären. Bekommt man nicht für die Korrektur des Abiturs Korrekturzeiten und hat dann nach dem Abitur in diesen Klassen keinen Unterricht mehr?

    Die Arbeitsbelastung hängt stark vom Fach ab. Ich übernehme gerne Oberstufenkurse in Physik oder Informatik. Man bekommt nur die interessierten Schüler ab und die Korrektur hält sich in Grenzen. Ein Abijahrgang in Mathematik ruiniert einem die kompletten Osterferien.

    Warum ich ein weiteres Studium anfangen will/muss? Nun, da man nur mit abgeschlossenem Studium die Befähigung haben wird, ein Fach vollständig und uneingeschränkt zu unterrichten. Sollte ja logisch sein. Und Musik kann nicht als Neben/Beifach studiert werden, das ist immer Hauptfach.
    Es geht hierbei weniger um einen Notenbonus, oder Schnitt zu verbessern, sondern eher darum, dass ich auf längerfristige Sicht schon eher gerne noch Musik als Fach dabei hätte und es zudem ja auch sehr gefragt ist. Soweit ich das überblicke, führt also wohl oder übel kein Weg an einem Musikstudium vorbei.

    Musik kann man in einigen Bundesländer als Erweiterungsfach studieren.

    Würdest du / würdet ihr Musik noch dranpacken? Meint ihr, die zusätzliche investierte Zeit in Musik würde sich später auszahlen? Oder lieber jetzt schnell zügig fertig machen und mit Deutsch/Englisch versuchen irgendwo unterzukommen?

    Auszahlen in welcher Form? Hast du keine Verpflichtungen? Kinder? Eigenheim? Ein komplettes Zweitstudium kostet dich gut und gerne eine viertel Million.

    Was darf ich mir unter einer Projektwoche vorstellen? In meiner Schule fahren die Sportreferendare mit den Schüler zum Baggersee oder gehen in den Klettergarten. Der Wirtschaft & Recht-Kollege besucht eine Gerichtsverhandlung im Amtsgericht. Und ich besuche Museen, die Sternenwarte oder lokale Unternehmen. Wie zur Hölle kommt man auf 110 Euro Kosten je Schüler?

    Auf langfristige Sicht hin wäre mir das schon lieb.

    Wir sind nicht bei Wünsch dir was. Du wirst in den ersten Jahren Abstriche machen müssen. Viel Spaß in Berlin.

    Auch stehe ich gerade vor der Entscheidung (das habe ich aber in einem anderen Thread schon erwähnt), teilweise aufgrund meiner schlechten Kombi, teilweise auch wegen persönlicher Leidenschaft das Fach "Musik" noch im Anschluss an mein jetziges Studium dranzuhängen.
    Mit Musik sähen die Karten wohl etwas besser aus, so sagte man mir, allerdings treibt mich dann mein hohes Alter um, das ich beim Abschluss vom Musikstudium haben werde. Ich bin jetzt bereits 28. Ein komplettes Musikstudium wären nochmal laut Regelstudienzeit 12 Semester.

    Warum willst du mit fast 30 ein weiteres Studium anfangen? Reichen für ein Drittfach nicht ein paar ECTS-Punkte aus, um den Notenbonus zu bekommen?

    In Bayern aufjedenfall
    Gymnasium
    FOS/BOS

    Ich unterrichte seit mehr als drei Jahrzehnten an einem bayerischen Gymnasium. Was sind Kopfnoten? Auf unseren Zeugnissen steht nur ein kurzer Textbaustein.

    Das eine bewertet die Qualität, das andere die Quantität der mündlichen Beiträge.

    Ihr bewertet die Quantität der mündlichen Beiträge? Ich gebe sehr guten Schülern gerne 15 Punkte, selbst wenn sie sich nur auf Nachfrage beteiligen. Mich interessiert es nicht, ob Schüler ihre Materialien dabei haben und im Unterricht aufmerksam sind, solange sie die Leistung in der Klausur auf das Papier bringen.

    https://www.gmx.net/magazine/w…tark-auseinander-33099474
    Also, Referendare, Quer-, Neu- und Seiteneinsteiger: Überlegt euch gut, wo ihr als Lehrer anheuert. Nicht, dass das vielgepriesene Lehergehalt am Ende nur für die Kundenkarte beim Discounter und die 1-Zimmer-Wohnung im Souterrain reicht...


    Gruß !

    Lehrerehepaare gehören auf dem Land zu den Bestverdienern. Für eine halbe Million bekommt man hier keine heruntergekommene Doppelhaushälfte, sondern eine Villa mit Grundstück.

    Klär mich hier mal auf. Meines Wissens nach funktioniert das nur, wenn das Gerät quasi einen "man in the middle"-Server simuliert und die nach außen gehende HTTPS-Verschlüsselung ändern und dann nach innen weitergibt. Das bedeutet aber, dass auf dem Gerät alle verschlüsselten Daten im Klartext durchgeleitet werden - beispielsweise meine E-Mailkennwörter und weitere Zugangsdaten? Daten, die ich z.B. über Logineo NRW verschlüsselt übertragen würde, wären auf dem Gerät also entschlüsselt? Oder gibts eine andere Variante, wie das Gerät das leisten kann?
    Sollte dies nämlich nur mit der o.g. Variante gehen, wäre das aus meiner Sicht der Tod dieser Plattform, da eine durchgehende Verschlüsselung nicht gewährleistet ist.

    Der Schulfilter hat ein selbstsigniertes Zertifikat und hängt sich in die Kommunikation zwischen Client und Server. Die Profis ersetzten selbst Google durch ihre eigene Suchmaschine. :autsch:


    https://www.time-for-kids.de/loesungen/sichere-suche.html

    Große Diskussion an unserem Gymnasium, ob wir die herkömmlichen grünen Tafeln durch digitale Whiteboards ersetzen lassen wollen. In 2 Klassenzimmern haben wir sie bereits und konnten uns damit auseinandersetzen. Die überwiegende Mehrheit der Kollegen sieht darin keine Vorteile bzw ist gegen diesen Austausch. Der Chef ist dafür.
    Frage an Euch: habt ihr Erfahrungen positiver oder negativer Art? Hat eure Schule vielleicht diese Umstellung bereits gemacht und wie geht's euch damit?
    Danke für die Infos

    Die digitalen Whiteboards haben sich als teure Spielerei herausgestellt, die nur noch als Beamer genutzt werden.

    Der Computer am Board muß den ganzen Tag durch laufen und morgens vor der 1. Stunde automatisch hochfahren. Das Booten dauert zu lange, insb. wenn die Kollegen Strom sparen wollen und nach ihren Stunden das Ding runterfahren.

    Habt ihr keine Rechner mit SSDs?

    Welche Firma liefert denn tafelgroße digitale Whiteboards?
    Smart- und Promethian-Vertreter haben bei Nachfrage auf der didacta nur abgewinkt.


    Für mich würde es brauchbar ab 3mx1m. Besser wäre noch klassisches Format 4mx1m.


    Da mir zur Verstehen gegeben wurde, dass bei uns im Fachraum eine Umrüstung von Mini-Smartboard auf Tafel+Beamer nicht mehr gemacht würde und stattdessen allenfalls das digitale Whiteboard gegen ein neues größeres getauscht würde, wäre die Info sehr interessant.

    https://www.epson.de/viewcon/corporatesite/cms/index/165

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