Beiträge von Cat1970

    Hab jetzt eine Antwort gesehen,...also an den Förderschulen (Lernen) die ich kenne, haben und hatten wir vollere Klassen mit etwa 19 im Schnitt. Die Räume sind entsprechend klein. Daher ist nichts mit mehr Abstand machbar.

    Meine eigenen Kinder waren und sind in Klassen bzw. Kursen mit durchschnittlich 30 und an der Schule, wo ich arbeite sind die Klassen auch vollgestopft mit 28 bis 30.

    Da nie jemand eine Hochbegabung in Erwägung zog, dachte ich, es liegt ein seinem sensiblen Wesen und dem Übergang in die Grundschule.

    ...

    Und nein, mein Kind ist leider nicht glücklich, wenn es schnell fertig ist. Es ist schon unglücklich, wenn es sieht dass es am dritten Homeschoolingtag hintereinander schon wieder einen Text abschreiben soll, in dem man Nomen gegen Pronomen austauschen muss. Einmal geht hier problemlos, danach wird es schwierig. Als ich eine Aufgabe mit 3 Pronomenarten hinlegte, bearbeitete er diese viel länger dauernde Aufgabe mit großer Motivation ab.

    Und genau hier stecke ich als Mama. Momentan können wir wählen zwischen Anpassung und unglücklich sein oder Vertiefung und Zufriedenheit.

    Dass dein Sohn beim Abgeben geweint hat und sich schlecht hat trennen konnte, finde ich völlig normal. Er hatte schon einige Wechsel zu verarbeiten: Tagesmutter, Kinderkrippe, Kiga 1, Kiga 2, GS 1, GS 2 - Ich kenne im Freundes- und Bekanntenkreis viele Kinder, die nicht gerne in den Kiga etc. gehen bzw. gegangen sind und die sicher auch damit Probleme gehabt hätten. Meine Nichte z.B. hat in 5 Jahren Kita dort aus Protest nie geschlafen und nicht gegessen. Der Sohn meiner Freundin war zufrieden bei seiner Tagesmutter, aber als die ihn dann in den Kiga bringen sollte und nachher wieder abholen, war er todunglücklich. Das war ihm zuviel. Ich selber hatte -für meine Generation ungewöhnlich- als Kind zwei Vollzeit arbeitende Eltern. Ich war zwar einerseits stolz, dass meine Mama keine Vollzeithausfrau war, aber damit auch nicht glücklich immer die Erste morgens im Kiga zu sein und als letzte abgeholt zu werden, meist von der Kinderfrau. Letztendlich sind eben alle Kinder verschieden, manche kommen leichter mit wechselnden Bezugspersonen/ Umfeld zurecht als andere. Ob mit oder ohne Hochbegabung. Du schreibst ja selbst, dass dein Sohn Strukturen braucht und mag, jeder Wechsel bedeutet aber neue Strukturen und Umstellungen.

    Vor dem Hintergrund würde ich ihn in der Klasse lassen. Wenn er dort Freunde hat, ist das meiner Meinung nach wichtiger als Langeweile im Unterricht.

    Als völlig durchschnittlich Begabte fand ich Schule übrigens auch oft sehr langweilig. Je länger ich zur Schule ging, desto weniger gern bin ich hingegangen. Und in vielen Fächern habe ich noch heute das Gefühl, es war reine Zeitverschwendung. Meine eigenen Kinder gehen nur aus 2 Gründen zur Schule, weil sie einen (guten) Abschluss möchten und weil sie dort ihre Freunde treffen. Dass sie dort etwas Lernen könnten, der Antrieb ist nur in wenigen Fächern gegeben.

    In der Grundschule haben aber die meisten Kinder den Wunsch zu lernen, daher solltest du natürlich überlegen, wie du Lernfreude bewahren kannst. Kann man denn mit der GS-Lehrerin keinen Kompromiss finden, dass er z.B. einen Text schreibt, in dem Nomen gegen Pronomen ausgetauscht werden und dann eben zusätzlich schwierigere Aufgaben erledigt. Wenn ich als KL-Lehrerin das nicht hinkriege, ihm immer schwierigere Aufgaben zu geben, sollte ich mich an ihrer Stelle doch freuen, wenn du ihm z.B. eine alternative Aufgabe raussuchst, die er dann macht. - Vielleicht könntest du mit der Lehrerin zusammen überlegen, welches Material sich eignen würde, um ihn zu „füttern“.

    Ich würde den Online-Rückkehrantrag schon mal ausfüllen, absenden, ausdrucken, eine Mail an die Bezirksregierung senden, natürlich weiter probieren, wann du jemanden telefonisch erreichen kannst und beim Personalrat nachfragen.

    Ich hatte einmal die Frist versäumt, um meinen Erziehungsurlaub (ich war der letzte Jahrgang in dem es noch nicht Elternzeit hieß) zu verlängern. Das ließ sich zum Glück alles regeln.

    Da Lehrermangel herrscht, werden sie dir sicher keine Steine in den Weg legen, wenn du arbeiten willst.

    Referendariat mit 24, feste Stelle mit 26. Ich würde alles wieder genauso machen :)

    Bei mir genauso.

    Ich sah immer jünger aus, klein und zierlich und hatte es bei den Jungs in Klasse 9/10 (Förderschule Lernen) anfangs teilweise schwer, mich durchzusetzen. Aber das war eben so. Hat ja auch geklappt, wäre als 40-jährige 1,90 m große „Kante“ vielleicht leichter gewesen ;)

    Doch. Irgendwann stand hier im Forum mal der Hinweis, dass Kinder unterhalb von Klassen 8 in der Regel in einem Alter sind, in dem aus rechtlichen Gründen ein "Zu Hause alleine lassen" nicht möglich sei. Müsste danach aber für Details jetzt selber suchen.

    Kl.gr.Frosch

    Stimmt, da hast du recht. Ab Klasse 7 dürfen die Schüler/innen z.B. nach Hause geschickt werden, ohne dass man die Eltern erreicht, in den Klassen darunter nicht. Doch ggf. würde es in dem Fall bei sehr hohen Inzidenzwerten eine Notbetreuung für die kleineren Schüler/innen tun, so dass die Eltern, die diese für ihre Kinder benötigen und die Kinder, deren Familien z.B. vom JA betreut werden und dort besser aufgehoben sind, wie gewohnt weiter zur Schule und ggf. zur OGS gehen. So war es vor den Sommerferien. Natürlich kann man die kleineren Kinder nicht unbetreut (zuhause) lassen.

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