Beiträge von Frechdachs

    Wir haben in Österreich an jeder Schule einen Krisenplan.

    Bei starkem Glatteis sind tatsächlich eher die näher wohnenden Kollegen dran. Bei uns wird aber vorher, am Angfang des Schuljahres bei Eltern gefragt, welche Kinder überhaupt im Krisenfall Betreuung benötigen.

    Als Ausgleich: Es gibt ja auch Ereignisse während dem Schulbetrieb. Bei uns hat es schon 2x in den letzten Jahren gebrannt. Da wurden die Schüler, außer wenige in der Betreuung, heimgeschickt. Da haben Kollegen mit weiterem Anfahrtsweg die Betreuung übernommen.

    Es gleicht sich irgendwie aus. Jeder muss nachweislich versuchen, die Schule zu erreichen.

    Das letzte Mal konnte ich mit dem Zug noch ganz gut fast in meinen Wiener Stadtteil kommen. Mit einem Kollegen gemeinsam haben wir den Weg tatsächlich mit Schlittschuhen erstmal fortgesetzt. Problem war aber, dass vor dem Eisregen mit Splitt gestreut wurde. Das hat das Eislaufen unmöglich gemacht, obwohl diese Splittsteine auch mit Eis überzogen waren. Wir haben es dann trotzdem irgendwie geschafft, obwohl wir 24 km Weg haben. Andere mit 15 km Weg, aber keine Zugverbindung haben es nicht geschafft. Die erreichen aber bei Hochwasser besser die Schule. Bei Schnee ist allws normal. Es gleicht sich irgendwie aus.

    Wir kämen aber gar nicht auf die Idee, bei solchen Ereignissen nach gerecht oder ungerecht zu schreien. Jeder tut was er kann und es wird schon irgendwie gehen.

    Ich habe das damals abgelehnt, weil ich es nicht authentisch finde. Wenn ich gefilmt werde, verhalte ich mich anders. Die Schüler sowieso. Datenschutz war damals noch kein Thema. Fürcdas Seminar war meine Ablehnung aus diesem Grund aber kein Problem.

    Würde ich mich vor einer leeren Klasse beim Unterrichten filmen müssen, wären Lachanfälle die Folge: Guten Morgen, liebe Tische und Stühle, ... 😂

    Ich finde es legitim, dass man das nicht möchte und würde auch keine Schüler ohne deren Erlaubnis filmen. Deine Bedenken sind angebracht. Lass dir alle Weisungen schriftlich geben.

    Ich bin Deutsche und habe in Deutschland (RLP) Lehramt studiert, Ref gemacht und bin nach Österreich ausgewandert. Allerdings vor ca 14 Jahren, vorher 2 Jahre Italien und ein paar Monate Türkei.

    Kenne daher das deutsche und österreichische Schulsystem gut und kann vergleichen. Die anderen beiden nur rudimentär.

    Du bestätigst leider immer mehr meinem Eindruck. Alle anderen sind schuld und man selbst verbleibt jammernd und bissig in seiner Rolle. Hab schon viele Kollegen (Quereinsteiger und Lehrämtler) mit deiner Einstellung kommen und gehen sehen.

    Stark pauschalisiert ohne Beweise. Kaffeesatzlesen deluxe. Merkst du selbst, stimmts?

    Eben. Deine Art auf Beiträge zu reagieren, führt innerlich zur Ablehnung dieser Person. Bei mir wären, nach so einer Aussage in diesem Ton, die Türen ebenfalls zu und du könntest anrennen. Das ist das wovon ich rede. Mal den Blick nicht auf andere richten, sondern auf sich selbst. Was kannst du bei dir ändern? Angefangen vom Tonfall.

    Hospitation: 6 Kollegen haben abgelehnt. Und die anderen? Falscher Zeitpunkt - kann sein. Hospitationen während einer Klassenarbeit machen wenig Sinn. Oder, wenn ich als Klassenvorstand sensible Gespräche mit der Klasse führen möchte, evtl ebenfalls. Wer sich wirklich verbessern will und aktiv daran arbeitet, bekommt Unterstützung. Und wenn es nur von zwei Personen ist.

    Ich selbst habe dir Hilfe angeboten. Darauf bist du null eingegangen. Andere Personen hier im Forum waren schon bei mir und haben dies mit einem Urlaub verknüpft. Du bist total desinteressiert und teilst eher aus. Finde den Fehler.

    Es gibt genug Quereinsteiger und Junglehrer, die offen sind für Unterstützung und die bekommen sie dann auch. Die anderen halt nicht.

    Wir haben auch Seiteneinsteiger/Quereinsteiger (bei TfA). Einzelne Punkte deiner Kritik könnte auch auf Einzelne bei uns zutreffenden. Das liegt aber nicht unbedingt an uns Kollegen, sondern an der Art der Ausbildung. Es ist nun mal ein Unterschied, ob man einen Beruf grundlegend studiert oder nach einem Ferien-Pädagogikkurs (bei uns, + Fortbildungen während der Schuljahre) direkt Vollzeit quer einsteigt. Fehlende Inhalte müssen halt selbstständig nachgeholt werden. Dafür sind wir an der Schule nicht zuständig.

    Für Lehrer in der Induktionsphase (Ähnlich dem Ref) bieten wir Kollegen freiwillig nach Schulschluss "Ausbildungsstunden" an, wie z.B. Klassenbuch, Was tue ich, wenn..., Aufsichten, Notenlisten führen, ... Dazu laden wir die Quereinsteiger immer ein. Häufig fehlt denen aber das Interesse daran. Wir älteren Kollegen verlieren dann schon mal die Lust, ständig alles außerhalb dieser "Ausbildungsstunden" zu erklären bzw zu helfen. Das Angebot besteht ja.

    Hospitationsstunden: auch dazu laden wir Quereinsteiger freiwillig ein. Auch da ist das Interesse oft leider gering. Es verbietet dir doch keiner, einen Kollegen zu fragen, ob du mal bei ihm hospitieren darfst. Sogar wir alten Hasen machen das gegenseitig.

    Quereinsteiger, die unsere Hilfsangebote annehmen und auch von sich aus aktiv werden, kommen bei uns super durch und fühlen sich wohl. Die anderen nicht (leider die Mehrheit). Ich kann mir schon vorstellen, dass diese ähnliche Berichte wie du schreiben. Denen fehlt es aber oft an Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Lernbereitschaft, Kritikfähigkeit, ...

    Überlege dir, was du an deinen Situation ändern kannst. Aber nur bei dir ansetzen. Beispiel: Mir fehlen Hospitationsstunden. Dann überlege, wann du bei wem hospitieren kannst. Kannst in deinen Ferien,wenn wir Schule haben auch zu mir kommen. Aber du musst aktiv werden.

    Ich glaube, ein bisschen Lampenfieber vor einer größeren Herausforderung ist normal.

    Ich empfehle dir das Ref erstmal zu beginnen. Bleib offen für Neues und sein kritikfähig, dann wird das schon.

    Ich war an einem damals sehr heftigen Seminar, das heute zum Glück einen besseren Ruf hat. Trotzdem hatten wir auch schöne Momente und ich habe viel gelernt.

    Alles Gute

    Warum beschäftigt sich die Universität Salzburg mit der deutschen Alltagssprache und ob das überhaupt alles stimmt, schließlich kommt die Studie aus dem Ausland? ^^^^^^^^;) Meine Tochter arbeitet gerade in Österreich und gilt überall als "die Fremde" und es gibt auch alle möglichen Formulare für Fremde, die sie ausfüllen musste.

    Das wird mit der Zeit besser.

    Aber Formulare für Fremde musste ich noch nie ausfüllen. Könnte aber ein anderes Bundesland sein 🤔

    Ich frage mich echt in welchem Paralleluniversum ihr lebt. Natürlich ist Heiligabend DER Feiertag.

    Der Ablauf wie ich ihn seit ich klein bin kenne ist am 24. Kirche, Bescherung, Essen (Niemals Kartoffelsalat). Und ich kenne auch niemanden in der Region (RLP), der es anders macht.

    Wir (bin ursprünglich aus RLP).

    Liegt aber daran, dass die Familie meines Mannes und meine Familie jeweils selbstständig sind. Familie meines Mannes Fachhandel (Geschäft ist offen bis 13 Uhr, danach noch Kundenservice bis ca 18 Uhr), meine Familie Handwerk mit Geschäft (Heiligabend auch noch halbtags offen).

    Daher gibt es bei uns in beiden Familien Heiligabend Würstchen (selbstgeschlachtet und selbst hergestellt) und Kartoffelsalat.

    Muss aber auch erwähnen, dass wir 8 Kinder waren und jetzt entsprechend Enkel usw da sind. Wir haben auch teilweise sehr lange Anfahrtswege (ich aus Österreich, andere aus der USA usw).

    Die anderen beiden Feiertage helfen wir alle mit und da gibt es auch aufwändigeres Essen. Mahlzeiten stehen bei uns aber erst an x.ter Stelle. Wir freuen uns aufeinander und, dass wir uns sehen und umarmen können.

    Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und genießt das Zusammensein. Das ist am wichtigsten. 🥰🥰🥰

    Wo sind diese Kollegen, die angeblich keinen Zuwachs von Problemen erkennen?

    Ich kenne jedenfalls keinen.

    Ich empfinde es so, dass sich die Probleme eher verändern. In meiner Anfangszeit als Lehrerin vor über 20 Jahren waren die Probleme eher dieselben wie wir sie in dem Alter hatten. Da konnte ich eher mal helfen. Dafür war für vieles keine Unterstützung da. Alleine dieses Forum ist ja schon mega hilfreich. Sowas gab es damals nicht. Jeder hat seine eigene Suppe gekocht. Kollegialer Austausch - eher nicht.

    Heute sind es andere Probleme, zu denen ich eher nicht so den Zugang habe. Man wächst zwar rein, aber es bleibt eine Distanz. Ich vermute, dass diese Distanz den Umgang mit neueren Problemen so schwierig macht. Dafür ist der kollegiale Austausch erheblich besser bzw überhaupt vorhanden. Auch Unterstützungspersonal gibt es. Wenig und selten, aber man kann sich mal einen Rat holen.

    Hab das Gefühl, ich höre mich alt an 😂

    Ich gestehe:

    Wir mussten zu Beginn des Schuljahres sehr ausführlich Berichte zu jedem Fach, das wir unterrichten schreiben. Eine neue Zuständige bekam Machtphantasien. Ich bin mir bewusst, dass sich das eh keiner durchliest. Also habe ich das durch die KI gemacht. Hab mir aber alles durchgelesen und ein paar Änderungen vorgenommen. Hab mir dadurch stundenlange stumpfsinnige Arbeit erspart. Die Zeit habe ich lieber in die Organisation meiner Klasse gesteckt. Hab dadurch also nicht weniger gearbeitet.

    Dadurch wurde ich neugierig und habe mir eine Jahresplanung mit konkreten Ideen für den Kunstunterricht erstellen lassen. Hab dieses Schuljahr Kunst und hatte null Plan. Es kamen tolle Vorschläge raus, die ich in der Klasse umsetze.

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