Beiträge von Frechdachs

    Wie gesagt ist die Informationslage da ambivalent. Sicher wird die Verschleppung der Situation ihren Teil dazu beitragen. Im umgangssprachlichen Gebrauch, findest Du es da sinnvoll von Triage zu reden? Früher hieß sowas einfach länger auf Termine warten.

    Die findet leider in der Tat statt. Der Begriff in diesem Zusammenhang kommt nicht von mir, sondern vom AKH selbst (Geschäftsbericht, örtliche und überregionale Presse wie standard.at)

    Danke für die Info. Soviel an die Panikmacher, dass viel mehr Suizide entstehen wegen Corona.

    Im Bestattungsinstitut meines Onkels haben die Bestattungen von Suiziden zugenommen (in den letzten 12 Monaten). Daraus kann man aber nicht aufs ganze Land schließen. Es kommt wahrscheinlich auf die Region an. Da kann ich aber nur vermuten.

    Darüber, dass es den Menschen psychisch schlechter geht,, wurde in der Presse schon viel berichtet. Bei uns im AKH in Wien (Universitätskrankenhaus) sind zuständige Abteilungen überlastet und sie müssen Triage durchführen. Allerdings ist hier in Österreich die Versorgung bei psychischen Krankheiten/Problemen noch weit hinter Deutschland zurück.

    So ist es. Ich glaube, es sind hier (fast) alle in der Lage zu unterscheiden: Welche Kröte schlucke ich? Wann wehre ich mich? Das Beispiel, das du anführst, hat mit dem normalen Alltag nichts zu tun, Frechdachs.

    Schuhe kaufe auch nicht. Alltäglich kaufe ich Brot, Obst und Gemüse,...

    Mein Beispiel war schon extrem und nicht alltäglich, das ist mir bewusst. Ich sträube mich irgendwie gegen den Systembegriff (systemrelevant, ...).


    Das mit dem Testen ist bei uns mittlerweile auch kein Problem mehr. Man kann sich bei uns an fast jeder Ecke testen bzw. testen lassen. Das war vor kurzem noch anders. Ich habe auch vom Arbeitgeber mehrere Selbsttests zu Hause. Wenn ich positiv sein sollte, brauchen wir nicht mehr das Haus verlassen.

    Momentan ist bei uns in der Ostregion aber eh wieder alles zu (außer Supermärkte,...).

    Das System wird den Menschen doch gerecht: Nochmal - Ich habe hier in der ostwestfälischen Provinz ausreichend Testmöglichkeiten und in diesen Zeiten, ja, da finde ich schon, dass man sich einmal zusammenreißt und sich 'systemgerecht' verhält. Aber wenn man das prinzipiell nicht möchte, kriegt man keine Schuhe und muss trotzig mit dem Fuß auf den Boden stampfen. Tut halt mehr weh ohne Schuhwerk.

    Vor einigen Monaten noch durfte bei uns wegen Corona nur ein Elternteil zu schwer kranken Kindern auf die Intensiv- oder Palliativstation. Wir haben deshalb sogar demonstriert (ca 200 Personen, Regeln wurden eingehalten). Diese Regel wurde danach geändert, jetzt dürfen beide Elternteile rein. Es gibt also noch mehr Bereiche wie der Schuhkauf. Systemgerechtes Verhalten bedeutet also alles schlucken. Sicher net.

    Das ist kein "klassischer" Nasenabstrich. Die freundliche Dame, die das bei mir gemacht hat, hat mir ja gezeigt, wie weit das Stäbchen rein muss und dann wurde das da auch noch 15 Sekunden lang gedreht. Ich bin fast eingegangen während der Zeit und mein Auge wollte nicht aufhören zu tränen. Ich finde das schon ganz OK, dass ich jetzt 1 x pro Woche einfach vor dem Frühstück 5 mL Kochsalzlösung durch den Mund schieben muss.

    Wir Lehrer haben auch den Gurgeltest. Der ist ok. Mir sind nur schon kleine Pannen damit passiert (bin morgens in der früh sehr sehr verschlafen 😉🤣). Habe aus Versehen die Flüssigkeit geschluckt oder das Röhrchen nicht getroffen. Bin zum Glück nicht die Einzige.

    Das stimmt, angenehmer klingt das erstmal nicht, besonders, wenn man so lange noch so viele Beurteilungen über sich ergehen lassen muss. Aber wäre das auch so viel mehr als während der Probezeit der Verbeamtung in D?

    Das kann ich dir leider nicht beantworten.


    Mit der Anerkennung ist es innerhalb von D ja schon sehr unterschiedlich. Während Bayern kleinlichst alles nachgeholt sehen will, das nicht 1:1 gleich formuliert ist, sind andere Bundesländer da viel kulanter. Österreich scheint deiner Erfahrung nach also eher in die weniger kulante Richtung zu tendieren?

    Österreich erkennt fast nichts an. Das ist leider schon vielen so ergangen und nicht nur im Lehramt, sondern auch in anderen Berufen und Meistertitel.

    In der Induktionsphase hast du abends/Wochenende... Seminare (verpflichtende Fortbildungen) und auch Lehrproben, neben einer vollen Lehrverpflichtung. Ob das angenehmer als das deutsche Ref ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.


    Aus dem Ausland kommend musst du dich dem Anerkennungsverfahren stellen. Jeder Uninachweis (Schein, Zeugnis,...) wird genau verglichen und auf Lehramtsinhalte geprüft (muss draufstehen, sonst keine Anerkennung). In der Regel müssen Bewerber mit ausländischem Zeugnis die landestypischen Ausbildungsinhalte nachholen.


    Du hast hier die ersten 5 Jahre befristete Verträge und musst jedes Jahr um Weiterverwendung ansuchen. Für dieses Ansuchen wird jedesmal deine Eignung neu beurteilt (auch mit Lehrproben).


    In welches Bundesland möchtest du?

    In Österreich wird täglich getestet. Hier las ich dann etwas von "zweimal pro Woche getestet" und gestern hat Frau Merkel verkündet, dass jeder Deutsche einen kostenlosen Selbsttest pro Woche bekommen soll. Ohne das Hintergrundwissen könnte man das ein nettes Angebot nennen. So fragt man sich: "Wäre mehr nicht auch möglich gewesen?".

    In Österreich wird nicht täglich getestet. Jeder Schüler 1x pro Woche: montags Gruppe A und mittwochs Gruppe B (wir haben von Mo bis Do Wechselunterricht und freitags Distance Learning).

    Das finde ich echt heftig, dass das derart missbraucht wird von den Betreibern dieser Teststraßen (die ja dann offenbar die Daten entsprechend weiterveräußern, damit es zu solchen Werbespams als Folge kommt). Gibt es da keine Bestrebungen in Österreich, das zu unterbinden, um einerseits den Datenmissbrauch zu unterbinden, andererseits aber eben auch die Testbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen? Gibt es dazu öffentliche Debatten bei euch aktuell?

    Leider nur oberflächlich und nicht ausreichend (mal ein Zeitungsbericht, mal hohle Versprechungen,...). Es ändert sich nicht wirklich was.

    Ui ... klingt aber schon irgendwie mühsam. Geht das gut bei euch? Wie ist so die Resonanz bei den Kindern/Jugendliche und Lehrpersonen?

    Ganz gemischt. Durch die einfacheren Tests ist die Testbereitschaft ein bisschen höher. Problem ist bei uns, dass sowas wie Datenschutz nicht existiert und wir die Testergebnisse auch von anderen Schulen und anderen Lehrern erhalten. Dadurch sind auch einige nicht bereit, sich testen zu lassen. Auch in den Teststraßen der Bezirke gibt es faktisch keinen Datenschutz. Man muss seine Handynummer, Emailadresse usw. angeben und wird hinterher von Werbung (auch mit pornografischem Inhalt) zugespamt.


    Neu dazu kam vorgestern, dass Schüler, die sich nicht testen lassen wollen, nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. Wir Lehrer müssen sie trotzdem betreuen. Da ich auch im Präsenzunterricht viel mit neuen Medien arbeite, wird das für mich aber kein Problem werden. Ich akzeptiere aber, wenn sich Eltern/Schüler so entscheiden. Auch darüber erzähle ich euch noch. Wir haben gerade Semesterferien und die Neuerungen werden also erst nächste Woche losgehen.

    Sorry, aber das ist widerwärtig. Ich werde weder das eine noch das andere begleiten:uebel:

    Ich muss eher auf Lachanfälle aufpassen. 🤣


    Zum Beispiel: Ich war mit einer sehr ängstlichen Mutter in einem Gespräch mit der Direktorin. Die Mutter fragte mich, wie die Tests genau durchgeführt werden und sie wollte jedes Detail wissen. Da ich keinen Test zu Zeigen da hatte, nahm ich den kleinen Finger.🤗 In dem Moment dachte ich mir: "Jetzt sitze ich hier in einem Elterngespräch und popele 🤣." Und jeder fand es normal, die Mutter bedankte sich sogar 🤣. Ich musste in einen leeren Klassenraum und mich erstmal totlachen.

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