Beiträge von Frechdachs

    Jede Schule hat einen Schulträger. Dort gibt es auch immer Beschäftigungsmöglichkeiten und die halte ich für den ersten Ansprechpartner.

    Dort gibt es meist einen Bauhof (früher Dienstbeginn, viel frische Luft, viel Bewegung), einen Gemeindevollzugsdienst (viel Bewegung, viel frische Luft), Wertstoffhof (viel draußen, frische Luft mal so mal so), ...

    So ähnlich ist es bei uns

    Ich habe schon Stundeninhalte erfunden, weil (an meiner 2. Schule) am letzten Schultag noch fehlende Stunden angemahnt wurden (dort musste der Klassenlehrer noch einmal am Ende durchgehen, beim Lehrerabschlussessen (wurde immer von der SL spendiert) ging man herum und sammelte die letzten Einträge (unter lustigen und "hilfreichen" Kommentaren der umsitzenden ollegen)-

    Aber frech würde ich nicht werden. Ich habe eine Überprüfung vom RP an meiner 1. Schule erlebt und an meiner 2. muss eine direkt vor meinem Kommen stattgefunden haben, die SL legte auf jeden Fall größten Wert darauf, dass noch vor den Sommerferien keine einzige Lücke blieb (und wenn ein Kollege fehlte, kam ein anderer überraschend zu einer "Vertretungsstunde"). Auf Papier musste alles stimmen.

    Damals war ich noch jung ...😊

    Heute trageich gewissenhafter ein. Wenn es Kollegen bei mir in der Klasse mal vergessen, trage ich für sie ein und umgekehrt. Mindestens ein Schüler weiß immer, was gemacht wurde.

    Ich muss was gestehen:

    Vor einigen Jahren hatte ich eine Klasse nur in Werken und vergaß ca 4 Monate ins Klassenbuch einzutragen. Ich schrieb einfach für jede Stunde rein: "Keine Ahnung". Es ist nur einer Kollegin aufgefallen, die es frech, aber lustig fand. Sonst niemandem.

    Vor circa 3 Jahren dachte ich auch noch, dass es ohne Auto nicht geht. Ich hatte damals eine größere Reparatur und hatte halt mal eine Wochenkarte für die Öffis. Zugegebenermaßen war es eine sehr harte Woche (Dezember, viel Schnee,... hatte sehr wenig Ösffierfahrung). Es stellte sich heraus, dass die Reparatur des Autos sich nicht mehr lohnte, also kaufte ich eine Monatskarte, um in Ruhe Ausschau nach einem neuen (gebrauchten) Auto zu halten. Nach ca. 4 Wochen mietete ich eins für 24h für einen größeren Einkauf. Da begann schon mein Umdenken (und in meiner Familie). Es wurde deutlich, wie viel Geld man sparen kann und wir stellten Vor- und Nachteile Öffis/eigenes Auto gegenüber. Schließlich gewannen die Öffis. Wir beschlossen, es mal ein Jahr zu versuchen (Jahreskarte) und neu zu entscheiden. Ich gebe zu, es gibt Tage, da wünsche ich mir ein eigenes Auto zurück. Aber der Blick aufs Konto (vor allem, wenn man alle Kosten realistisch kalkuliert) und der Spaß, den ich auf meinen Arbeitswegen mit anderen aus meinem Ort habe, entschädigen mich an diesen Tagen. Und, ich kann ja jederzeit ein Auto mieten (und mir dann sogar aussuchen welches usw.). Nachteil ist zwar die Fahrzeit. Für ca 25 km aus dem ländlichen Raum nach Wien in die Stadt brauche ich insgesamt täglich ca 30 min länger. Ich habe gelernt, diese Zeit zu nutzen: Unterricht vorbereiten, Korrigieren habe ich aufgegeben (so mancher versehentlich gezogene rote Strich durch eine Aufgabe führte dazu), schlafen, lesen, Feierabendparty mit Leuten aus meinem Ort oder einfach Abstand gewinnen, vom Schulalltag. Mittlerweile sind wir 3 Jahre ohne Auto und kamen bisher fast immer überall hin, wo wir hin wollten (müssen halt Zeiten beachten). Nächste Woche hole ich mir das Österreichklimaticket (alle Öffis in ganz Österreich sind drin).

    In einem Schulpraktikum erlebt: Pflicht, eine Jacke drinnen auszuziehen. Ging ursprünglich mal darauf zurück, dass es ungemütlich aussieht, wenn da alle mit dicken Jacken rumsitzen. Dann wurden wegen Umbauarbeiten Container aufgestellt, die erst nach den Herbstferien beheizt wurden, sodass es darin vor den Herbstferien recht kalt war (war auch der Praktikumszeitraum). Anstatt die Regel zu lockern oder für die Container z.B. aufzuheben, hieß es dann, dass unter der Hauptjacke weitere Jacken (gedacht waren wahrscheinlich Strickjacken etc.) getragen und nach Ausziehen der Hauptjacke anbehalten werden konnten. Das führte dann dazu, dass sich die Leute eine Strickjacke als Hauptjacke über die Winterjacke gezogen haben und dann die Strickjacke im Container (oder anderen Klassenräumen) ausgzogen haben und entsprechend trotzdem in der Winterjacke da rumsaßen - konnte ja keiner was gegen sagen, es gab nirgends eine Regel, die besagte, dass die dickste Jacke auch die Hauptjacke sein musste. So ganz zufrieden war mit der Regel aber komischerweise niemand.

    Und, wenn man nichts drunter an hat? 🤣

    Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen,

    in Freistunden und Pausen (in denen ich natürlich keine Aufsicht habe) besuche ich gerne den nahegelegenen Tante-Emma-Laden, um Besorgungen (Post, Proviant...) zu erledigen. Ist das zulässig? Eine Kollegin meinte, dass ich in der Schulzeit eigentlich das Gelände nicht verlassen darf. Diese Vorschrift war mir neu.

    Freue mich über Rückmeldungen.

    Viele Grüße

    Wir durften das Schulgelände ab der 9. Klasse in den Freistunden verlassen.

    Fragst du echt, ob du in einer aufsichtsfreien Pause ein großes Geschäft erledigen kannst? 😂

    Ich kann mich dem 2. Vorschlag nur anschließen:

    abschreiben und abzeichnen lassen (je nach Fach Versuchsaufbauten, Schaubilder, Landkarten,...) und zur Bewertung einsammeln. Da praktisch kaum mündliche Mitarbeit vorhanden ist, ist das die Mitarbeit. Dazu noch viele kleine Rests (Überprüfungen,...).

    Versuche das Verhalten nicht persönlich zu nehmen.

    Du sprichst organisatorische Probleme an und, dass die Klasse generell etwas schwierig ist. Vielleicht gibt es hier einen Zusammenhang, dem man im Lehrerteam auf den Grund gehen und beheben sollte.

    Ich beziehe mich auf Strukturen, die jemand braucht, um in der Berufswelt Fuß fassen zu können (Kleidung, Pünktlichkeit,... ).

    Ob die Welt schlechter wird? 🤔 Wir haben schon sehr lange Frieden in Europa, der Anteil an Idioten ist unverändert,... Also für mich eher nicht. In meinem Schulbezirk haben sich zumindest die Perspektiven für viele verändert. Sie werden evtl. die Frage anders beantworten.

    Das ist wahrscheinlich persönliches Empfinden. Die Jugend an meinem Wohnort (ländlich, außerhalb von Wien) hat überwiegend noch ähnliche Wertvorstellungen und familiäre Strukturen wie wir sie auch hatten. In meinem Schulbezirk sieht es anders aus. Dort hat es sich in den letzten Jahren stark zum Schlechteren verändert. Es ist ein Randbezirk Wiens, der sehr stark gewachsen ist (Ursache?, ggf auch wachsende Armut, heftige Probleme in den Familien dort - ordentliche Kleidung rückt an Platz xyz?).

    Warum? Weil die Busse so spät kommen? Oder weil neben dem Kind die ganze Zeit ein Lehrer steht und auf es aufpasst?

    Die SuS müssen bei uns selbst bei Abfahrt nach Plan ca. eine halbe Stunde warten. Kann schon sein, dass sich da Eltern beschweren, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall hat es bis jetzt nicht für eine Änderung der Fahrzeiten gereicht. Wurde wie gesagt angefragt, das Busunternehmen ändert aber nichts.

    Meinst du mich?

    Ich würde mich über das Busunternehmen beschweren (und die Aufsicht bedauern) und einigen Wirbel (andere Eltern, Presse,...) verursachen.

    Sprich deine Vorgesetzten (deinen Zuständigen) an. Er hat erreichbar zu sein, das ist sein Job. Kläre, welche Maßnahmen du ergreifen darfst usw. Lass dich für diesen Job nicht verheizen und dir die Freude am Lehrerberuf nehmen.

    Meiner Erfahrung nach sind gerade schwache Schüler von zu viel Abwechslung in den Methoden überfordert. Ggf könnte auch dein fachliches Niveau noch zu hoch sein. Ich hatte auch mal einen Förderkurs (Mathe) in dem ich innerhalb einer Stunde von den Binomischen Formeln bis zum Multiplizieren runter bin.

    Du könntest auch mit den Schülern über ihr Verhalten sprechen, besonders mit den Hauptstörern. Vielleicht könnt ihr gemeinsame Ziele festlegen.

    Solche Gespräche, gerade über Telefon fände ich nicht so gut. Ich mache mir gerne mein eigenes Bild.

    Übergang Volksschule (Grundschule) zur weiterführenden Schule bei uns:

    Die Volksschüler besuchen uns im Unterricht (ggf für Volksschüler zugeschnittene Stunden, bsp Physik/Chemie) und die künftigen Klassenleitungen besuchen die Volksschulkklassen. Es findet auch ein Elternabend vor dem Übertritt statt.

    Ich schätze mal, daß an Haupt-, Förder-, etc. schulen die Regeln strenger gehandhabt werden müssen (schon allein, um Struktur zu geben), als am Gymnasium, aber das wird vielleicht auch von mal zu mal unterschiedlich sein...

    Genau so ist es bei uns. Wir haben diese Regeln und sind auch sehr konsequent im Durchsetzen. Leider gibt es immer mehr Kinder, die diese Struktur von zu Hause nicht mehr mitbringen.

    Die Fortbildungen in Österreich kann ich leider gar nicht empfehlen. Wir haben 15h Fortbildungspflicht, wo ich mir dieses unqualifizierte Desaster geben muss. Manchmal kann ich nicht anders und fange an zu diskutieren. Oft nutze ich die Zeit zum Korrigieren oder mit Kollegen anderer Schulen zu tratschen. Ich bin echt oft froh über mein Studium und Ref in Deutschland (RLP).

    Ich wollte still sein, aber irgendwie passt das hier

    https://www.focus.de/finanzen/boers…d_24264056.html

    In einigen Bezirken erzeugen wir Strom vor allem aus Wasserkraft und exportieren einiges nach Deutschland. Ich persönlich verdiene daran, insbesondere bei abgewendeten, überwiegend deutschen Blackouts, deren Zahl in letzten Jahren erheblich zunimmt. Dass die Energieversorgung mittlerweile Unternehmen aus Deutschland treibt bzw Neuinvestitionen verhindert, ist mittlerweile ebenfalls überall bekannt. Einige Unternehmen haben sich aus diesen Gründen schon hier angesiedelt. Im Notfall wird der Export von el. Strom nach Deutschland eingestellt. Entsprechende Verträge wurden schon angepasst. Und das finde ich auch richtig so. Warum sollen wir als Investor wegen der deutschen mangelhaften Energiepolitik im Dunkeln sitzen. Sicher nicht!

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