Beiträge von dasHiggs

    Ich kann noch den Kanal 3blue1brown empfehlen (https://www.youtube.com/channel/UCYO_jab_esuFRV4b17AJtAw)


    Die Themen sind vom Niveau her zum Teil deutlich höher als in der Schule, allerdings sind die Animationen wirklich durchweg klasse.


    Videos wie "The Essence of Calculus" haben sehr gute grafische Darstellungen von Ableitungen und besonders von Integralen. Kleine Teile der Videos nutze ich im Unterricht um z.B. Grenzwerte von Ober- und Untersummen grafisch darzustellen. Auch die grafische Interpretation der Produkt- und Kettenregel ist super und einige SuS kommen mit dem geometrischen Ansatz besser klar als mit dem formalen Beweis über den Differentialquotienten.


    Ein Highlight des Kanals ist für mich übrigens das Video zur Fouriertransformation, so einen intuitiven Zugang zu einer so komplexen (im wahrsten Sinne des Wortes) Allzweckwaffe der Mathematik habe ich noch nie gefunden!

    Mehrarbeit für die Präsenzunterrichtenden schön und gut, aber was macht die Risikogruppe, wenn wir (in Mehrarbeit) deren Kurse übernehmen?


    So langsam ist der Bogen im Umgang mit der Risikogruppe überspannt und bei uns kippt die Stimmung unter den Präsenzunterrichtenden von Tag zu Tag und diese Mail macht es nicht unbedingt besser...

    Hm, das, was du als "Kleinigkeiten" ansiehst sind sie vielleicht nur aus deinem jetzigen Blickwinkel?

    Ich meinte das eher in Bezug und im Vergleich dazu, was ich vorher im fachwissenschaftlichen Studium können und leisten musste. Dazu ist die Pädagogik und Didaktik (zumindest den Ausschnitt, den ich davon während der OBAS kennengelernt habe) ein ziemlich dünnes Brett oder fast schon ein Furnier. (Es Graphen zu nennen wäre vielleicht etwas gehässig :pfeifen:)

    Daher kommt eben diese Überheblichkeit vieler Referendare, sie meinen, schon alles zu können. Ähnlich vieler Kollegen in Fortbildungen, nur weil ich etwas gehört oder gelesen habe, kann ich es noch lange nicht umsetzen.

    :pfeifen:

    Ich war nie so, ich bin anfangs wirklich offen und mit voller Erwartung an die Sache gegangen, aber als Seiteneinsteiger bekommt man durch die hohe Unterrichtsverpflichtung auch sehr viel vom Alltag mit und merkt eben recht schnell, was überhaupt leistbar ist und was nicht. Nicht, weil man besser als ein Referendar ist sondern einfach, weil man viel mehr selbst unterrichtet. Und das ist meiner Meinung nach der Schlüssel dazu besser zu werden.

    Ich habe vor zwei Jahren die OBAS in NRW am BK abgeschlossen und kann diese Horrorgeschichten nicht bestätigen. Von Seiten der Schule wurde ich immer fair und auf Augenhöhe behandelt, was man leider vom Seminar nicht sagen kann. Noch nie habe ich so etwas unprofessionelles und unnützes erleben müssen. Keinerlei Notentransparenz, fachlich unfähige Fachleiter und wenige wirklich sinnvolles für die Praxis. Vor allem die allgemeine Organisation und Kommunikation war absolut unterirdisch. Die Dinge, die ich wirklich mitgenommen habe, hätten an einem Wochenende vermittelt werden können.


    Allerdings haben wir die ganze Situation mit einer gehörigen Portion Galgenhumor genommen und an den richtigen Stellen gelernt die Klappe zu halten. So sind alle durchgekommen und ich hab auf diese Art und Weise sogar ein 1er Examen hinbekommen.


    Was für so ein abgebrühtes Verhalten natürlich von Vorteil ist: Als Seiteneinsteiger hat man die Planstelle sicher und auch durch seine (Mangel)Fächer das Gefühl, wirklich absolut gebraucht zu werden und vielleicht eher durchzukommen als andere. Allerdings muss ich sagen, dass bei uns äußerst viel in den Nachbesprechungen kritisiert wurde und auch die Noten größtenteils sehr schlecht waren. Niemand hatte je das Gefühl was geschenkt zu bekommen, eher das Gegenteil. In den Seminarveranstaltungen immer alles "wischi waschi" in bester Türschwellenpädagogikmanier hingeschlampt, aber in der Nachbesprechung in Anwesenheit des Schulleiters und des Ausbildungslehrers sowas von kleinlich auf wirklich unwichtigen Dingen minutenlang rumreiten..


    Alles in allem ist es stellenweise schon viel Arbeit, aber inhaltlich (sofern man die fachlichen Sachen drauf hat) sowas von flach und trivial..

    Wird hier gerade ernsthaft darüber diskutiert ob es notwendig ist, dass man, wenn aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Tätigkeiten nicht durchführen kann, dies mit einem ärztlichen Attest belegen muss?

    Stand der Dinge: Ein Mensch der nicht der Risikogruppe angehört muss 5 Tage die Woche mehr als seine regulären Stunden erscheinen und Präsenzunterricht erteilen. Zusätzlich zu seinen regulären Stunden muss er 4 weitere Kurse übernehmen, da die dort normalerweise unterrichtenden Personen zur Risikogruppe gehören. Von diesen Kollegen erfolgt keinerlei Unterstützung, Mails mit Nachfragen bleiben unbeantwortet. Zusätzlich müssen bisher nicht durchgeführte Klausuren im Nachmittagsbereich geschrieben werden, damit Vormittags kein wertvoller Unterricht ausfällt. Kurse von Risikogruppenkollegen müssen übrigens keine Klausur mehr schreiben. Weiterhin wird der Mensch, der nicht der Risikogruppe angehört fachfremd in allerlei Prüfungen eingesetzt, da es überall an Personal nur so mangelt.


    elisabeth H: Dein "Rümpeln" umfasst 15 Zeitstunden, was hast du die restlichen 25 Stunden in der Woche gemacht?

    Übrigens haben die ganzen letzten Wochen über auch Risikogruppenkollegen den Laden "am Laufen" gehalten - durch Arbeitsaufträge im Home Office, Rückmeldungen an die Schüler, Kontakt per Telefon und Videokonferenzen

    Das streite ich auch gar nicht ab, allerdings haben das die "Nicht Risikogruppenkollegen" genau so gemacht. Nur kommen bei uns Präsenzunterrichtenden jetzt noch die von mir aufgeführten Tätigkeiten DAZU. Und mit dazu meine ich on top.

    Wir haben für die letze Phase eine neue, sehr phantasiereiche UV samt neuem Stundenplan kreiert, sodass der Ausfall der ü60 und Vorerkrankten kompensiert werden kann. Ich schätze unsere Stundenplaner bekommen einen Tobsuchtsanfall, wenn es jetzt wieder neue Bedinungen gibt. Denn mittlerweile gilt es wohl tatsächlich: "Die Schulen haben einen Plan."

    Das mag zwar ärgerlich für die Stundenplaner sein, aber wenn z.B. klar ist, dass Asthma nicht mehr per se eine Zugehörigkeit in der Risikogruppe rechtfertigt, dann haben mMn diese KuK am frühstmöglichen Termin wieder in der Schule aufzuschlagen.


    Ich werde nicht müde daran zu erinnern, dass es auch Lehrer gibt, die keiner Risikogruppe angehören und mit einem ernormen Aufwand den gesamten Laden am laufen halten. Mit allem was dazugehört wie fachfremden Aufsichten in Abschlussprüfungen aufgrund des Ausfalls gesamter Fachschaften, Klausuren die geschrieben werden müssen (in den Kursen, in denen ich vorerkrankte KuK vertrete müssen keine Klausuren mehr geschrieben werden), Pausenaufsichten usw.

    Wenn das stimmt wird sich auf jeden Fall noch einiges in NRW vor den Sommerferien tun (Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichte…er-schule-bilanz-100.html)

    Risikogruppen in den Unterricht

    Nicht ganz so positiv war die Rückmeldung einiger Lehrerinnen und Lehrer auf die jüngste Weisung des Ministeriums, dass auch Lehrkräfte über 60 Jahre beziehungsweise mit Vorerkrankungen wieder in die Schulen müssen, um etwa mündliche Prüfungen abzunehmen. Diese Gruppe soll nun nicht länger grundsätzlich vom Präsenzunterricht ausgenommen werden, erklärte Gebauer.


    Ich habe heute Nachmittag übrigens noch 4 Kurse ab nächster Woche zusätzlich bekommen um KuK zu vertreten, die momentan keinen Präsenzunterricht erteilen. So langsam reicht es...

    Rein aus Interesse: Kommt es irgendwo vor, dass jemand der nicht vorerkrankten KuK in vertretungsweise in einem Präsenzunterricht eingesetzt wird, weil die eigentlich zuständige Person vorerkrankt ist, aber über Fernunterricht nichts/nicht viel macht?

    Dreimal darfst du raten, warum gerade mich dieses Thema reizt..


    Ich darf unter anderem zusätzlich freitags von 15:00 - 16:30 einen solchen Kollegen vertreten.

    Liebe Eigenia, du hast meinen Beitrag leider völlig missverstanden (und wolltest es auch).

    Ich finde sowas völlig indiskutabel, vom Ton her, den latenten Unterstellungen und dem "in-einen-Topf-Werfen" von Leuten mit Vorerkrankungen, die gerade massiv um ihre Gesundheit und teilweise um ihr Leben fürchten, mit Drückebergern

    Wo habe ich das getan?

    Wenn du Kollegen, die im Moment teilweise erheblich psychisch durch eine ungekannte Bedrohung ihrer Gesundheit belastet sind, in unsensibler Weise Drückebergertum unterstellst- geh mal in dich

    Tue ich doch gar nicht. Ich unterstelle den Drückerbergern ihr Drückerbergertum, nicht einer astmakranken, schwangeren Kollegin.

    Und ich wünsche mir für ein Lehrerforum mal wieder einen Impuls, dass Kollegenbashing weder hier nach innen noch nach außen gut ankommt. "Lehrer sind Drückeberger" wird schon anderweitig genug herausgeblökt. Muss das hier auch noch sein?

    Sorry, aber genau andersrum wird doch ein Schuh draus: Du meinst also, dass ich die Klappe halten soll, damit Kollege XY auch noch in Monat drei nach Schulschließung weiterhin zuhause Däumchen drehen darf,da es sonst Kollegenbashing ist?

    Ich finde es ist Kollegenbashing, wenn besagte Drückerberger sich auf den schon erwähnten Asthmaanfall von vor 30 Jahren berufen und alle anderen ihre Arbeit machen lassen.


    Ich kritisiere hier lediglich das jetzige System, das es den Drückerbergern zu einfach macht. Ich werfe nicht alle in einen Topf und sage auch nicht, dass alle vorerkrankten faul sind.

    In NRW müssen jetzt die Leute aus den Risikogruppen doch mündliche Prüfungen abhalten. Haben heute morgen den entsprechenden Erlass erhalten.
    Kurz gesagt: Schwangere/Stillende, Vorerkrankte und über 60jährige sind verpflichtet, an Verfahren zu mündlichen Prüfungen teilzunehmen.

    Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Denkt bitte auch an die KuK, die die zum Teil exorbitanten Ausfälle (In einigen Schulen sind über 50% der Lehrer "vorerkrankt") durch Mehrarbeit ausgleichen müssen.


    Das mag auf die Leute hier im Forum vielleicht nicht zutreffen, aber der Dienstherr macht es aktuell den Drückebergern viel zu leicht weiterhin bei vollen Bezügen mit "home schooling = ein mal in der Woche eine Mail ala: Lies die Seiten 46-49 und macht Aufgaben 1-7" durchzukommen.

    Wir haben selbst ein paar davon und das belastet das Kollegium sehr.


    Also denkt bitte auch mal an all die, die euer Fehlen zusätzlich zu ihrer normalen Unterrichtsverpflichtung (am BK sind praktisch alle Klassen wieder in der Schule) kompensieren müssen.

    Ich bin ja dafür, dass die Vorerkrankten & ü60-Leute einfach FFP2-Masken gestellt bekommen und die dann wieder Unterricht machen können.

    Ist das ernst gemeint? Man versteht Ironie in Foren immer so schlecht :_o_D

    Ich würde mir tatsächlich mal Aussage dazu wünschen, wie es nun weitergeht mit all den KuK, die wegen Vorerkrankungen etc. zuhause bleiben dürfen. In einem lokalen Zeitungsartikel stand heute, dass die Berufskollegs hier im Umkreis ca. 40% Ausfall im Kollegium zu beklagen haben. Nach grobem überfliegen von unserem Untis dürften wir auch etwa diese Quote erfüllen. Es gibt bei uns einige KollegInnen, die sind seit 6 Wochen untergetaucht und reagieren gar nicht, das kann doch jetzt nicht ewig so weiter gehen...

    Mich würde mal interessieren, wie/ob eure Schule mit dem Fakt umgeht, dass das Kollegium in "reine home schooler" und "Präsenzunterrichtende + home schooler" gegliedert ist und den daraus resultierenden Konsequenzen hinsichtlich der Arbeitsbelastung.

    Ich bin seit Donnerstag mehr als voll eingeplant, aus einer einzelnen Doppelstunde wurden aufgrund einer Drittelung von Lerngruppen 3 Doppelstunden, ich muss fachfremd in FHR Prüfungen Aufsicht führen, da es durch die Teilung der Prüfungsklassen nicht genug Fachlehrer zur Aufsicht gibt. Vom Wegfall des Unterrichts meiner Prüfungsklassen ab nächste Woche habe ich nichts , da meine Unterrichtsverpflichtung durch die Teilung der Lerngruppen deutlich zugenommen hat. Die von mir zu korrigierende FHR Prüfung schreiben die SuS erst in 1,5 Wochen, also wenn de facto alle Klassen wieder am BK sind (mal 3 versteht sich). Dazu müssen in einigen Kursen noch reguläre Klausuren geschrieben werden, die dann auch noch korrigiert werden wollen.


    Beim "home schoolenden Kollegen" fällt das weg, er/sie lädt am Montag einmal ein Arbeitsblatt hoch und hat den Rest der Woche frei. Zumindest läuft es bei uns momentan bei fast allen so.


    Meiner Meinung nach wäre es fair, wenn die KuK, die momentan (aus gutem Grund, allerdings auch bei vollen Bezügen) reines home schooling betreiben z.B. zur Korrektur der FHR Prüfungen oder von regulären Klausuren eingesetzt werden würden.


    Daher die Frage: Gibt es bei euch an den Schulen schon Überlegungen diesbezüglich?


    Corona wird uns noch eine ganze Zeit beschäftigen, ich hab kein Problem über einen kurzen Zeitraum mal auszuhelfen und auch mehr zu machen wenn es die Situation erfordert, allerdings kann diese Regelung ja wohl kaum längerfristig zum Einsatz kommen, eine kurze Überschlagsrechnung mittels Untis zeigt, dass bei uns an der Schule ca. 40% des Kollegiums entweder über 60 sind oder zur Risikogruppe zählen.

    Ich hab übrigens bis jetzt noch nichts von meiner SL gehört, weiß also auch nicht, wann/ob ich morgen zur Schule muss, welche Schutzmaßnahmen gestellt werden etc.

    Meine Rede! Und wir haben etliche BFS Klassen, allein 10 Klassen AV kriegen wir im schulzentrum zusammen. Wenn nicht sogar mehr. Unsere SL schlägt gerade die Hände über dem Kopf zusammen.... und hofft, dass das so nicht gemeint sein kann und sucht nach Möglichkeiten, den Kopf aus dieser schlinge zu ziehen...

    Ja...

    Ich glaube man hat, wie so oft, einfach mal wieder das BK "vergessen" bzw. nicht bedacht, was diese Regelung (die ich an Gymnasien auch mittragen kann) an einem BK bedeutet..

    Was sagt unser Dienstherr eigentlich hierzu, speziell zu den Punkten 3. und 6.?


    https://www.bmas.de/DE/Presse/…tz-gegen-coronavirus.html


    Wahrscheinlich beruft er sich darauf, dass es eine Empfehlung ist..


    Was haben Berufsfachschulen ab nächster Woche an den Schulen bitte zu suchen? Ein Großteil dieser SuS ist nicht einmal in der Lage, sich ordnungsgemäß die Hände zu waschen. Und der "Abschluss" den diese Klassen bei uns erreichen ist das Papier nicht wert auf das er gedruckt ist...


    Die Berufskollegs werden nächste Woche mit SuS überschwemmt werden und haben lächerliche 3 Tage Zeit sich darauf vorzubereiten. Ich bin von der Politik (von der ich in der Krise bisher größtenteils positiv überrascht war wie sie reagiert hat) nur enttäuscht.

    Aber es sind eben nicht alle verbeamtet

    Aber sehr sehr viele: https://de.statista.com/statis…denden-und-berufsschulen/


    Aber da die Beschwerden ja von einem Nutzer ausging reicht ja die Frage, ob dieser Nutzer verbeamtet ist?

    Firelilly

    komischer Weise würde ich verbeamtet nur durch die drei Kinder genauso viel haben

    Interessant, wie geht das denn? Ich hab mich seinerzeit durch den anstehenden Seiteneinstieg ziemlich viel mit dem Thema "Verbeamtung" vs "Anstellung" beschäftigt, aber so ein Szenario erschließt sich mir nicht so ganz.

    (außer die Pension wäre so hoch).

    Was heißt wäre?


    Erst heute hat die Rentenkommission erste Details über die Entwicklung ab dem Jahr 2026 gegegeben und es sieht wirklich düster aus. Übrigens ist dort auch schon die Rede, neu verbeamtete in der Rentenversicherung pflichtzuversichern. Sollte das passieren rudere ich übrigens ein ganzes Stück zurück mit Meiner Meinung, dass man als Beamter per se ziemlich gut darsteht. Dann sind es nur die "Altbeamten".

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