Beiträge von dasHiggs

    Manche am Seminar sehen das aber so. Mir wurde auch immer davon abgeraten einen UB in einer Übungsstunde zu machen. Ich habe trotzdem mal eine Stunde Klausurvorbereitung gezeigt. Kam eigentlich ganz gut an.

    Ich auch. Habe eine Lerntheke vorbereitet (unfassbar viel Arbeit!!!) und vorher die SuS über eine Diagnoseaufgabe einen Selbsteinschätzungsbogen erstellen lassen um die Lerntheke individuell zu strukturieren.


    UB war eine zwei. Auf meine Nachfrage was ich hätte verbessern können kam (O-Ton Fachleiter): "War ja klar, dass das klappt..."


    Da kann man jetzt von halten was man will, mir hats gereicht :pfeifen:

    Armin L.: Yvonne, mach watt, so langsam raffen immer mehr, dass Schulen doch nicht so sicher sind wie wir den Leuten immer erzählt haben!

    Yvonne G.: Ammin alte Säge, Moin! Jau, hab ich auch schon gemerkt. Aber eins sag ich dir gleich: Wir können den Bumms hier nicht dichtmachen, denn dann würde auffallen, dass ich die letzten sieben Monate eigentlich nur bei Insta nach den neuesten Lederjackentrends geschaut habe und wir eigentlich noch genau da stehen, wo wir im März standen.

    Ammin L.: Ach Yvonne, kein Ding. Mach einfach irgendwas, was wir den Leuten vorsetzen können damit der Eindruck entsteht, dass wir uns kümmern.

    Yvonne G.: Wir könnten die Weihnachtsferien um zwei Tage verlängern, dazwischen liegt eh ein Wochenende, sodass es viel gnädiger von uns wirkt als es eigentlich ist.

    Ammin L.: Das ist meine Yvonne! Gut gemacht, aber die zwei freien Tage, die die faulen Säcke dadurch bekommen ziehste denen direkt wieder ab, ne?

    Yvonne G.: Ach Ammin, über Selbstverständlichkeiten redet man doch nicht, kennste doch!

    Ammin L.: Sauber, dann leg dich mal wieder hin!

    Yvonne G.: Du dich auch Ammin!


    So oder so ähnlich soll es sich der Legende nach zugetragen haben...


    Aber jetzt mal im Ernst, wir haben JETZT hohe Infektionszahlen, was nützen uns zwei Tage Mitte/Ende Dezember? Das macht mich echt einfach nur noch sprachlos...

    Ich bin überrascht, wie deutlich die Tagesschau es ausspricht. Danke für den Link.

    Ich auch.


    Vor allem diese Passage ist interessant:


    "Die Kultusminister haben immer wieder betont, Infektionen würden in die Schulen zwar hineingetragen - fänden aber im Wesentlichen nicht dort statt. Die Schulen seien sicher. Diese Angabe stützt sich unter anderem auf eine Studie aus Sachsen mit mehr als 2000 Oberschülern und mehr als 500 schulischen Angestellten. Diese ergab, das sich nur in 14 von 2338 Blutproben Antikörper als Hinweis auf eine überstandene Coronainfektion befunden hätten. Das entspricht einer Positivquote von lediglich 0,6 Prozent."


    Genau, oder als Inzidenzwert ausgedrückt: "lediglich" 600...


    Grundsätzlich bin ich zwar auch der Meinung, dass man die Schulen so lange wie irgend möglich geöffnet lassen soll, aber diese selbstgefällige Wahl der Darstellung von Statistiken nervt. Soll es nach "ist ja gar nicht schlimm" aussehen nimmt man einfach die Prozent- oder Promilleangabe, will man "unschöne" Regelungen für die Bevölkerung durchsetzen nimmt man den Inzidenzwert.

    In den Medien wird immer von "Lehrermangel" geredet, was dann so aufgenommen wird, als ob es zu wenig Lehrer*innen geben würde. In meinem Bekanntenkreis sind mehrere LuL mit einem Gymnasiumabschluss, die entweder keinen Job haben oder sich von Vertretungsstelle zu Vertretungsstelle hangeln. Alle zwischen 28-35 Jahre alt. Der Grund: Es gibt keine freien Stellen.


    Würde die Regierung freie Stellen schaffen, fänden meine Bekannten alle eine Stelle und alle waren froh.

    Das kann ich nur unterstreichen!


    Meine Frau hat in den letzten 3 Jahren 3 Vertretungsschulen durch, alle mit hohen Bedarf ihrer beiden Fächer. Leider gibt es einen Einstellungsstop von Seiten der Bezirksregierung, sodass nur in seltensten Fällen Planstellen ausgeschrieben werden. Und wenn, dann sind diese vorab schon für interne Bewerber vorgesehen, sodass auch dort keine Chance auf eine Stelle besteht. Sowohl Studium als auch das zweite Staatsexamen wurden mit 1,0 abgeschlossen, mittlerweile befindet sie sich in Ordnungsgruppe 3 (entstpricht einem Schnitt von 0,3).

    Wir hatten uns nach ihrem ausgezeichneten Abschluss so gefreut da wir die naive Vorstellung hatten, dass sie damit die Chance hat, in absehbarer Zeit eine Planstelle zu bekommen und wir dann mit der Familienplanung beginnen können.

    Wenn es immer so einfach wäre.
    Ich habe zu Beginn vom Ref Anfragen bei 17 Versicherungen gestellt ... drei hätten mich dann genommen, mit Risikozuschlag.
    Leider also nicht immer so einfach wie dargestellt. Ein Grund für mich, warum ich ein Modell mit GKV für alle mit privater Zusatzversicherung nach Bedarf bevorzugen würde.

    Wie viel % beträgt denn dein Risikozuschlag?


    Ind bist du nach dem Ref bei dieser Versicherung geblieben? Falls du danach eine Planstelle angetreten haben solltest steht dir als Beamter auf Probe die Öffnungsaktion der PKV offen, d.h. teilnehmende Versicherungsunternehmen verpflichten sich, dich mit max. 30% Risikozuschlag zu nehmen.

    Ich kann noch den Kanal 3blue1brown empfehlen (https://www.youtube.com/channel/UCYO_jab_esuFRV4b17AJtAw)


    Die Themen sind vom Niveau her zum Teil deutlich höher als in der Schule, allerdings sind die Animationen wirklich durchweg klasse.


    Videos wie "The Essence of Calculus" haben sehr gute grafische Darstellungen von Ableitungen und besonders von Integralen. Kleine Teile der Videos nutze ich im Unterricht um z.B. Grenzwerte von Ober- und Untersummen grafisch darzustellen. Auch die grafische Interpretation der Produkt- und Kettenregel ist super und einige SuS kommen mit dem geometrischen Ansatz besser klar als mit dem formalen Beweis über den Differentialquotienten.


    Ein Highlight des Kanals ist für mich übrigens das Video zur Fouriertransformation, so einen intuitiven Zugang zu einer so komplexen (im wahrsten Sinne des Wortes) Allzweckwaffe der Mathematik habe ich noch nie gefunden!

    Mehrarbeit für die Präsenzunterrichtenden schön und gut, aber was macht die Risikogruppe, wenn wir (in Mehrarbeit) deren Kurse übernehmen?


    So langsam ist der Bogen im Umgang mit der Risikogruppe überspannt und bei uns kippt die Stimmung unter den Präsenzunterrichtenden von Tag zu Tag und diese Mail macht es nicht unbedingt besser...

    Hm, das, was du als "Kleinigkeiten" ansiehst sind sie vielleicht nur aus deinem jetzigen Blickwinkel?

    Ich meinte das eher in Bezug und im Vergleich dazu, was ich vorher im fachwissenschaftlichen Studium können und leisten musste. Dazu ist die Pädagogik und Didaktik (zumindest den Ausschnitt, den ich davon während der OBAS kennengelernt habe) ein ziemlich dünnes Brett oder fast schon ein Furnier. (Es Graphen zu nennen wäre vielleicht etwas gehässig :pfeifen:)

    Daher kommt eben diese Überheblichkeit vieler Referendare, sie meinen, schon alles zu können. Ähnlich vieler Kollegen in Fortbildungen, nur weil ich etwas gehört oder gelesen habe, kann ich es noch lange nicht umsetzen.

    :pfeifen:

    Ich war nie so, ich bin anfangs wirklich offen und mit voller Erwartung an die Sache gegangen, aber als Seiteneinsteiger bekommt man durch die hohe Unterrichtsverpflichtung auch sehr viel vom Alltag mit und merkt eben recht schnell, was überhaupt leistbar ist und was nicht. Nicht, weil man besser als ein Referendar ist sondern einfach, weil man viel mehr selbst unterrichtet. Und das ist meiner Meinung nach der Schlüssel dazu besser zu werden.

    Ich habe vor zwei Jahren die OBAS in NRW am BK abgeschlossen und kann diese Horrorgeschichten nicht bestätigen. Von Seiten der Schule wurde ich immer fair und auf Augenhöhe behandelt, was man leider vom Seminar nicht sagen kann. Noch nie habe ich so etwas unprofessionelles und unnützes erleben müssen. Keinerlei Notentransparenz, fachlich unfähige Fachleiter und wenige wirklich sinnvolles für die Praxis. Vor allem die allgemeine Organisation und Kommunikation war absolut unterirdisch. Die Dinge, die ich wirklich mitgenommen habe, hätten an einem Wochenende vermittelt werden können.


    Allerdings haben wir die ganze Situation mit einer gehörigen Portion Galgenhumor genommen und an den richtigen Stellen gelernt die Klappe zu halten. So sind alle durchgekommen und ich hab auf diese Art und Weise sogar ein 1er Examen hinbekommen.


    Was für so ein abgebrühtes Verhalten natürlich von Vorteil ist: Als Seiteneinsteiger hat man die Planstelle sicher und auch durch seine (Mangel)Fächer das Gefühl, wirklich absolut gebraucht zu werden und vielleicht eher durchzukommen als andere. Allerdings muss ich sagen, dass bei uns äußerst viel in den Nachbesprechungen kritisiert wurde und auch die Noten größtenteils sehr schlecht waren. Niemand hatte je das Gefühl was geschenkt zu bekommen, eher das Gegenteil. In den Seminarveranstaltungen immer alles "wischi waschi" in bester Türschwellenpädagogikmanier hingeschlampt, aber in der Nachbesprechung in Anwesenheit des Schulleiters und des Ausbildungslehrers sowas von kleinlich auf wirklich unwichtigen Dingen minutenlang rumreiten..


    Alles in allem ist es stellenweise schon viel Arbeit, aber inhaltlich (sofern man die fachlichen Sachen drauf hat) sowas von flach und trivial..

    Wird hier gerade ernsthaft darüber diskutiert ob es notwendig ist, dass man, wenn aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Tätigkeiten nicht durchführen kann, dies mit einem ärztlichen Attest belegen muss?

    Stand der Dinge: Ein Mensch der nicht der Risikogruppe angehört muss 5 Tage die Woche mehr als seine regulären Stunden erscheinen und Präsenzunterricht erteilen. Zusätzlich zu seinen regulären Stunden muss er 4 weitere Kurse übernehmen, da die dort normalerweise unterrichtenden Personen zur Risikogruppe gehören. Von diesen Kollegen erfolgt keinerlei Unterstützung, Mails mit Nachfragen bleiben unbeantwortet. Zusätzlich müssen bisher nicht durchgeführte Klausuren im Nachmittagsbereich geschrieben werden, damit Vormittags kein wertvoller Unterricht ausfällt. Kurse von Risikogruppenkollegen müssen übrigens keine Klausur mehr schreiben. Weiterhin wird der Mensch, der nicht der Risikogruppe angehört fachfremd in allerlei Prüfungen eingesetzt, da es überall an Personal nur so mangelt.


    elisabeth H: Dein "Rümpeln" umfasst 15 Zeitstunden, was hast du die restlichen 25 Stunden in der Woche gemacht?

    Übrigens haben die ganzen letzten Wochen über auch Risikogruppenkollegen den Laden "am Laufen" gehalten - durch Arbeitsaufträge im Home Office, Rückmeldungen an die Schüler, Kontakt per Telefon und Videokonferenzen

    Das streite ich auch gar nicht ab, allerdings haben das die "Nicht Risikogruppenkollegen" genau so gemacht. Nur kommen bei uns Präsenzunterrichtenden jetzt noch die von mir aufgeführten Tätigkeiten DAZU. Und mit dazu meine ich on top.

    Wir haben für die letze Phase eine neue, sehr phantasiereiche UV samt neuem Stundenplan kreiert, sodass der Ausfall der ü60 und Vorerkrankten kompensiert werden kann. Ich schätze unsere Stundenplaner bekommen einen Tobsuchtsanfall, wenn es jetzt wieder neue Bedinungen gibt. Denn mittlerweile gilt es wohl tatsächlich: "Die Schulen haben einen Plan."

    Das mag zwar ärgerlich für die Stundenplaner sein, aber wenn z.B. klar ist, dass Asthma nicht mehr per se eine Zugehörigkeit in der Risikogruppe rechtfertigt, dann haben mMn diese KuK am frühstmöglichen Termin wieder in der Schule aufzuschlagen.


    Ich werde nicht müde daran zu erinnern, dass es auch Lehrer gibt, die keiner Risikogruppe angehören und mit einem ernormen Aufwand den gesamten Laden am laufen halten. Mit allem was dazugehört wie fachfremden Aufsichten in Abschlussprüfungen aufgrund des Ausfalls gesamter Fachschaften, Klausuren die geschrieben werden müssen (in den Kursen, in denen ich vorerkrankte KuK vertrete müssen keine Klausuren mehr geschrieben werden), Pausenaufsichten usw.

    Wenn das stimmt wird sich auf jeden Fall noch einiges in NRW vor den Sommerferien tun (Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichte…er-schule-bilanz-100.html)

    Risikogruppen in den Unterricht

    Nicht ganz so positiv war die Rückmeldung einiger Lehrerinnen und Lehrer auf die jüngste Weisung des Ministeriums, dass auch Lehrkräfte über 60 Jahre beziehungsweise mit Vorerkrankungen wieder in die Schulen müssen, um etwa mündliche Prüfungen abzunehmen. Diese Gruppe soll nun nicht länger grundsätzlich vom Präsenzunterricht ausgenommen werden, erklärte Gebauer.


    Ich habe heute Nachmittag übrigens noch 4 Kurse ab nächster Woche zusätzlich bekommen um KuK zu vertreten, die momentan keinen Präsenzunterricht erteilen. So langsam reicht es...

    Rein aus Interesse: Kommt es irgendwo vor, dass jemand der nicht vorerkrankten KuK in vertretungsweise in einem Präsenzunterricht eingesetzt wird, weil die eigentlich zuständige Person vorerkrankt ist, aber über Fernunterricht nichts/nicht viel macht?

    Dreimal darfst du raten, warum gerade mich dieses Thema reizt..


    Ich darf unter anderem zusätzlich freitags von 15:00 - 16:30 einen solchen Kollegen vertreten.

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