Beiträge von Moebius

    Von außen kann man viele gute Ratschläge geben, aber ich kann durchaus nachvollziehen, dass die Situation für Betroffene sehr unschön ist.

    Und wenn die Situation vor Ort so ist, dass es faktisch keine Wahlfreiheit bei der Schule mehr gibt, halte ich das auch für ausgesprochen problematisch.

    Letztlich stehst du jetzt vor dem Dilemma, dass du dich mit der Situation abfinden oder den Rechtsweg wählen kannst. Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

    Für aussichtslos halte ich den Rechtsweg nicht, in Niedersachsen hättest du zumindest ein Anrecht auf einen Platz an einer Realschule. Und die Erfahrung zeigt tatsächlich, dass bereits das klare Signal, dass man den Rechtsweg beschreiten wird, manchmal Dinge möglich macht, die vorher noch unmöglich waren. Auf der anderen Seite ist natürlich auch klar, dass das nicht unbedingt der beste Start an einer Schule ist.

    Unabhängig davon, wie genau die Arbeitsbelastung bei der Bahn aussieht, ist die Argumentationskette:

    Der Beruf ist unattraktiv -> wir haben zu wenig Leute -> wir lassen die vorhandenen Leute mehr arbeiten und akzeptieren, dass der Beruf noch unattraktiver wird

    auch aus ziemlich offensichtlichen Gründen problematisch

    Die Eltern können Abwesenheiten statt über IServ über Webuntis angeben (dafür haben sie bei uns eigene Elternzugänge für Webuntis). Klassenlehrkräfte müssen diese dann nur noch bestätigend nicht mehr komplett neu eintragen.

    Ok, dass dürfte eine legitime Lösung sein, so lange die Schule da noch einmal bestätigen muss.

    Führt aber zu noch mehr Elternzugängen über ein weiteres System.

    1.: Ich kenne die Eltermaccounts aus den Anmeldungen für die Elternsprechtage, ich bin mir nicht sicher, ob die Eltern dadurch eine schulische Emailadresse erhalten, ich glaube nicht. Ich würde trotzdem dabei bleiben, dass Eltern normalerweise Kontakt zu Lehrkräften per Mail über die schulische Adresse aufnehmen.

    2. und 3.: Ich gehe davon aus, dass das nicht geht, nach meinem Dafürhalten darf das auch nicht gehen. Das Klassenbuch ist ein offizielles schulisches Dokument, die Informationen darin können relevant für Bemerkungen, Ordnungsgeldverfahren oder ähnliches sein. Nach meinem Verständnis darf nur die Schule Daten darin erfassen, dass Eltern irgendwo irgendwelche Dinge anmelden, die dann automatisch im Klassenbuch landen, halte ich für unzulässig. Da muss eine verantwortliche Person der Schule zwischen sitzen.

    Hat jemand Erfahrung mit IServ, insbesondere mit der Elternverwaltung i. V. m. WebUntis?

    1. Wie können Eltern mit Lehrkräften in Kontakt treten?

    2. Wie landet eine Abwesenheitsmeldung aus der IServ-Elternverwaltung im digitalen Klassenbuch?

    3. Oder arbeitet jemand mit einem anderen Anbieter und kann aus jahrelanger guter Erfahrung berichten?

    Herzlichen Dank für hilfreiche Antworten.

    IServ ist ein Schulserver, Units ein digitales Klassenbuch, das sind zwei verschiedene Systeme mit unterschiedlichen Funktionen und Daten. Es gibt Schnittstellen.

    1. Email schreiben

    2. Mir wäre nicht bekannt, dass es ein spezielles Modul für Abwesenheiten bei IServ gibt, bei uns schrieben die Eltern eine Email an das Sekretariat und da trägt jemand morgens die Abwesenheiten bei Unis ein.

    3. Wofür genau?

    Asyl ist hier gar nicht einschlägig, weil es nicht um politisch Verfolgte geht.

    Vor (Bürger)kriegen darf man völkerrechtlich ins Nachbarland fliehen. Das ist aktuell auch möglich, ein Großteil der Ukrainer tut das nicht, weil die Regionen, in denen sie leben, nicht direkt vom Krieg betroffen sind, wenn man von nächtlichen Drohnenangriffe absieht.

    Niemand kann ernsthaft glauben, dass 20 Millionen Geflohene dann in Polen bleiben und niemand kann ernsthaft erwarten, dass man die Geflohenen mit Waffengewalt (denn die wird man brauchen) zurück in die russische Besatzung treiben kann.

    Natürlich wird ein russischer Sieg zu einer beispiellosen Flugbewegung führen.

    Wer es als Afro-Amerikaner oder ethnischer Asiate einen Bildungsweg bis vor die Tore einer Elite-Uni hinlegt, ...

    Es fängt schon mal damit an, dass man Afro-Amerikaner und Amerikaner mit asiatischen Wurzeln in einem Topf schmeißt, obwohl sie sich in fast allen Statistiken an entgegengesetzten Enden wieder finden. Asiaten in den USA sind weit überdurchschnittlich gebildet und verdienen sehr gut.

    Das ist übrigens der Probleme der Demokraten. Sie richten ihr politisches Engagement für Minderheiten sehr eindimensional an Afroamerikanern aus. Viele latino-stämmige Amerikaner (die inzwischen die größte Minderheit sind) sehen das sehr kritisch, darum hat Biden zB Florida verloren, obwohl die dort sehr starke Gemeinde der Latinos eigentlich eine Steilvorlage für sie wäre. Die haben aber zum überraschend starken Teil Trump gewählt.

    Dein Job ist es, SuS angemessen zu behandeln, ohne Bevorzugung oder Benachteiligung, sie objektiv zu beurteilen und dich ihnen gegenüber ganz allgemein professionell zu verhalten.

    So lang das gewährleistet ist, ist es erst mal deine Sache, wie du emotional damit umgehst.

    Falls das zu Situationen führt, die dich übermäßig belasten, wäre es eine andere Baustelle, daher ist die Frage von Antimon schon entscheidend. Hin und wieder melancholisch zu werden, wäre für mich jetzt nicht dramatisch.

    Naja, es sind in NRW unter den Beamten pro Jahr nur 0,8 % und im Tarifbereich zwischen 2-2,3 Prozent je Jahr…

    Das sind aber vorrangig diejenigen, die noch eine lange Dienstzeit vor sich hätten. Und 0,8% der Beamten entspricht an einem großen Gymnasium einer Lehrkraft pro Jahr, die auf diesem Wege dauerhaft verloren geht, das ist keineswegs wenig und bei uns ist die Quote definitiv niedriger.

    Heißt das, dass man in NRW Vollzeit arbeiten MUSS, wenn man keine Kinder und keine pflegebedürftigen Eltern zu betreuen hat?

    Aktuell ist das so, Anträge ohne gesetzliches Anrecht auf Teilzeit werden in NRW abgelehnt.

    Letzte Woche habe ich einen Radiobericht (ich kann also leider keine Quelle verlinken) über die Lehrersituation in NRW gehört, in dem darauf verwiesen wurde, dass etwa ein Drittel derjenigen, die eine Stelle annehmen, bis zum 40 Lebensjahr wieder aus dem Beruf ausscheiden. Vielleicht sollte sich mal jemand ganz in Ruhe mit den politisch Verantwortlichen hin setzen und ihnen erklären, woran das vielleicht liegen könnte.

    Selbst wenn der zweite fettmarkierte Teil so kommen sollte, warum führt dies deiner Meinung nach automatisch zum ersten fettmarkierten Teil?

    1 Millionen Menschen sind aus dem syrischen Bürgerkrieg bei uns gelandet - von 20 Millionen Einwohnern und über einen halben Kontinent. In der Ukraine leben 40 Millionen Menschen, die 20 Millionen Flüchtlinge stammen nicht von mir sondern aus verschiedenen Schätzungen europäischer Organisationen. Was glaubst du denn, wo die in einem offenen Europa hin sollen? Alle nach Polen? Mit dem Auto bist du in einem Tag aus der Ukraine in Berlin.

    Davor die Augen zu verschließen, ist meiner Meinung nach Realitätsverweigerung. Wagenknecht, AFD und co, machen das aus politischen Gründen, weil ihnen die nächst Flüchtlingswelle in die Karten spielen.

    Das Problem ist doch, dass die Lösung mit der weißen Fahne schon vor über einem Jahr möglich gewesen wäre.

    Jeder der das fordert, muss auch bereit sein, weitere 5 Millionen ukrainische Flüchtlinge auf zu nehmen, denn das ist die unabwendbare andere Seite dieser Medaille. Russland hat (genau wie die Ukraine) überhaupt kein Interesse am Einfrieren der aktuellen Situation und zeigt auch keine Bereitschaft dazu, "weiße Fahne" bedeutet Besetzung großer weiterer Landesteile und vielleicht übrig lassen einer Rumpf-Ukraine unter russischem Einfluss, wie es Frankreich unter Hitler ergangen ist. Und eine Fluchtbewegung von 10-20 Millionen Ukrainern nach Westen wird dann kommen.

    Wer ernsthaft über die Position des Papstes diskutieren möchte, möge sich vielleicht vorher mit seinen Positionen zu Abtreibung, Frauenrechten und zB den kirchlichen Entwicklungen in Deutschland beschäftigen, wo er Modernisierungen sehr restriktiv blockiert. Franziskus wird medial hauptsächlich als bescheidener und demütiger Mann dargestellt, er ist aber jemand, dessen Überzeugungen weitgehend aus der der Mitte des letzten Jahrhunderts stammen und der politisch Autokratien deutlich näher steht als modernen, westlichen Gesellschaften.

    Pabst Franziskus hat eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem angeblich bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Prigozhin.

    Ich sag es ja nur.

    Ein Förderbedarf kann in jedem Alter festgestellt werden und die rechtliche Möglichkeit zum Besuch einer Förderschule hängt nicht vom Zeitpunkt ab. Wir hatten auch schon einen Schüler, der nach der 6. Klasse auf die Förderschule KE gewechselt ist. Es können ja auch Schüler durch Unfälle erblinden oder hörgeschädigt werden. Inklusion ist das Recht zur Beschulung im Regelschulsystem, nicht die Pflicht.

    Das führt jetzt aber weg vom Thema.

    Durchaus verständlich, da die Realschulen dann auch einfach alle aufnehmen würden um im Abschluss dann nach Jg. 6 fleißig abzuschulen.

    Auch an einem Zeugnis aus Jahrgang 4 lässt sich in den allermeisten Fällen gut erkennen, welcher Schüler an welcher Schulform gut aufgehoben ist. Dass die anspruchsvolleren Schulformen ein Interesse daran hätten, sich erst mit allen Schülern voll zu saugen um dann nach zwei Jahren nur noch die "Wunschschüler" zu behalten, halte ich für weit her geholt, weil die zwei Jahre für alle Beteiligten schlimm wären - viele SuS mit schlechten Leistungen und daraus resultierenden Verhaltensproblemen, Ärger mit deren Eltern, Klassenneuzusammensetzungen aufgrund schrumpfender Jahrgänge, etc.

    Wir wären froh, wenn wir die rechtliche Möglichkeit hätten, mehr Schüler ab zu lehnen.

    Es gibt m.W. keine Einzugsgebiete bei weiterführenden Schulen.

    Wenn ein Kind in eine Schule geht, die nicht im von der Stadt oder dem Landkreis finanziert wird, in der das Kind wohnt, wird aber eine Ausgleichszahlung zwischen den Trägern fällig (bei uns gehen viele SuS aus dem Landkreis in der Stadt in die Schule, pro Kind zahlt der Landkreis der Stadt etwa 2000€ pro Jahr). Das kann der Kostenträger, in dessen Bereich das Kind eigentlich wohnt, ablehnen, mit der Begründung, dass es genug eigene freie Schulplätze gibt. Nur wenn es an der gewünschten Schulform keine freien Plätze gibt, hätte man einen Rechtsanspruch.

    Es ist grundsätzlich durchaus möglich, dass man sich erfolgreich einklagen kann. Ich halte es für ziemlich unwahrscheinlich, dass das zu Eröffnung einer weiteren Klasse führen wird, vermutlich wird man eine Klasse einfach über den Klassenteiler füllen. Der beste Start in eine neue Schule ist das nicht unbedingt, ob man es versucht, hängt davon ab, wie verzweifelt man ist - wenn die Alternativen ganz schlimm sind, würde ich es vielleicht auch machen.

    Du hast ja mit der akzeptablen Gesamtschule noch eine Alternative, ich würde da als aller erstes einfach mal nachfragen, ob eine Aufnahme möglich ist.

    Wenn du den Rechtsweg gehen willst, such dir einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht, der wird vermutlich eine formale Argumentation finden.

    Dann mit anderen Eltern zusammentun und eben klagen!!

    Wo gegen genau?

    Es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Schulplatz der präferierten Schulformen, aber nicht auf den an einer bestimmten Schule.

    Dass festgeschrieben ist, wie viele Züge eine Schule hat, ist in allen Großstädten so, das ist auch rechtlich nicht zu beanstanden, weil es die Raum- und Personalausstattung gar nicht anders zu lässt.

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