Beiträge von MarPhy

    Wie die Wochenpläne optisch auszusehen haben, ist ganz individuell. Es gibt von Verlagen auch Vorlagen zu kaufen. Man kann sie sich aber auch für sich selbst entwerfen. Manche machen sie handschriftlich, andere am Computer. Man muss halt jede Stunde, die man hält eintragen mit mindestens Thema und Schwerpunkt (z. B. 1. Klasse: Minus rechnen, Einführung Platzhalteraufgaben, B. S. xx/Nr. yy), im idealen Fall noch Lehrplanziel/Kompetenz-Blablubb)

    Ich hab von der Schulrätin schon mal eine auf den Deckel bekommen, weil da halt 4 mal hintereinander stand: Mathe - Wir üben das Schriftliche Addieren" - das war zu wenig, weil ja nachvollzogen werden muss, was genau gemacht wurde.

    Wir müssen auch die Belehrungen notieren, Vertretungsstunden, besondere Ereignisse (Gottesdienst, Projekt, ...)

    Okay, das ist genau das, was bei uns ins Klassenbuch eingetragen wird.

    Darf man fragen oder wissen, was dein zweites Standbein ist?

    Im weitesten Sinne Gastronomie, momentan aber (noch) ohne Gewinnerzielungsabsicht.


    Mir geht es auch nicht vorrangig ums Geld, sondern darum, lösungsorientiert zu handeln und etwas aufzubauen. Diese permanente Mangelverwaltung und das hin und her schieben von Zuständigkeiten zwischen Träger und Land ist einfach nur beschämend. Ich habe in der Schule einfach zu wenig das Gefühl, autonom und selbstwirksam zu handeln und das sind irgendwie zwei der menschlichen Grundbedürfnisse. Hab ich mal in der Uni gelernt.

    Ich sag mal so: Für mich stand trotz erst kürzlichem Berufseinstieg schnell fest, dass ich lieber anderswo Karriere mache.


    Ob mein Unterricht gut ist, spielt keine Rolle. Ich bin aufm Land, guter Unterricht im Sinne der Verwaltung ist Unterricht, der stattfindet.

    Ich würde da auch nicht so ein Bohei drum machen. Bemühe dich um eine klare Zielorientierung "Wir haben unseren Lernstand erhoben, ihr habt individuelle Rückmeldung erhalten, Ziel der heutigen Stunde sollte sein, dass ihr alle.... könnt.

    Wer noch Probleme mit XYZ hat, beginnt am besten dort.".


    Denk eher an sowas wie gestufte Hilfen, Differenzierung (Schwierigkeitsgrad angeben oder Fundamentum und Additum oder so)...

    Bzgl. Kopfrechnen:


    SuS sollen mit zwei Würfeln würfeln, daraus einen Winkel bilden (meinetwegen größere Zahl ist die 10er Stelle) und dann jeweils zum rechten Winkel, gestreckten Winkel und Vollwinkel ergänzen. Haste die Begriffe gleich mit drin.


    Ach und...Lerntheke...mach das nur, wenn die Kids schonmal ne Lerntheke gemacht haben.

    Thüringer Schulgesetz:


    Thüringer Schulordnung:



    D.h. die Mitarbeit kannst du als mündliche Leistung ganz normal als einzelne Note werten, sollte halt möglichst transparent sein.


    Zusätzlich kannst du die absolut sinnfreien "Kopfnoten" für Verhalten und Mitarbeit verteilen.


    Verhalten direkt im Fach bewerten ist schwierig, da würd ich entweder auf mangelhafte Mitarbeit abzielen oder auf die Pädagogischen Maßnahmen und Ordnungsmaßnahmen nach §51 Thüringer Schulgesetz zurückgreifen.

    Ein anderes Beispiel: Nehmen wir einen Beamten, der beim Finanzamt z.B. arbeitet. Er ist seit November krank. Würde der AG dann auch verlangen, dass "Fristsachen" vom erkrankten Kollegen von zu Hause aus bearbeitet werden?

    Nö! Da gibt es eine Vertetung.

    Apropos Vertretung. Irgendwer muss doch auch die Klassen der Kollegin vertreten. Kann den Kram nicht diejenige oder derjenige korrigieren, der die Klasse(n) jetzt hat?

    Tzzz vertreten...seit es bei uns diese desolate Schulcloud gibt, heißt es immer "Aufgaben siehe Cloud". Wer die erstellen soll...ist mir schleierhaft.

    Ist jetzt nur meine persönliche Meinung aber warum sollte ich meine Freizeit in die Verbesserung meiner Arbeitsorganisation investieren?! Wird ja nicht mehr dadurch...Und wie kann ein Freizeit-Hobby-Projekt jemals besser sein als eines, welches den Anspruch hat, damit Geld zu verdienen?

    Open-Source-Community-Projekte sind doch (bis auf einige wenige) reine Insel-Bastel-Lösungen...

    Ganz wichtig für mich: Ich lasse die Widerwilligkeit und schlechten Leistungen der Schüler:innen nicht an mich herankommen. Es ist nicht mein Problem. Ich weiß, dass ich getan habe, was ich konnte und auch mehr, als ich müsste. Was soll ich noch tun? Nichts! Ich bin nicht diejenige, die wegen Mathe eventuell kein Abitur bekommt.

    :top: Jeder ist seines Glückes Schmied, aber nicht jeder ist Schmied.

    Und ja, ich gebe total frei und ehrlich zu, dass ich es echt ätzend finde, dass eine schwangere Kollegin wegen Corona nicht unterrichtet, aber jetzt gerade in den USA ist. Im Flugzeug sitzen war also kein Problem. Bei einer Inzidenz von 1000 in Restaurants, Bars und Hotels zu sein auch nicht.

    Vielleicht bin ich auch nur neidisch, dass sie mit voller Bezahlung außerhalb der Ferien in den Urlaub fliegt? Hm, vielleicht sollte ich doch ein 3. Kind bekommen statt von TZ auf VZ aufzustocken um den Unterrichtsausfall zu kompensieren...

    Nachdem ich aufgestockt habe natürlich.

    Das problematische ist in meinen Augen vor allem, dass solche Einzelfälle den strukturellen Sexismus bestärken.

    Ich hätte mir gewünscht, dass die Einmalzahlung deutlicher als das bezeichnet wird, was sie wirklich ist, nämlich eine Einmalzahlung, die über ausbleibende Lohnanpassung bzw. zu geringen und zu späten Inflationsausgleich hinweg täuschen soll...

    Dann würde es aber versteuert werden.


    Viele Firmen haben ja aus Urlaubs- und Weihnachtsgeld einfach "Corona-Bonus" gemacht, was die Summen einfach mal verdoppeln kann ohne dass es den Arbeitgeber mehr kostet.


    Die Einmalzahlung im öffentlichen Dienst bringt den Angestellten auf den ersten Blick auch mehr, als wenn es die 1,3k aufs Brutto oben drauf geben würde. Der Nachteil an einer Einmalzahlung ist halt nur der fehlende Langzeiteffekt.

    Jede durch eine Einmalzahlung aufgeschobene Erhöhung der Tabellenentgelte lohnt sich hinten raus für den AG.

    Mal unabhängig vom genauen Weg, finanziell lohnt es sich nicht.


    Du darfst "Management in der Schule" nicht mit "Management im Start-Up" vergleichen. Du hast ständig mit der öffentlichen Verwaltung zu tun und verwaltest im Prinzip nur einen Mangel nach dem anderen.


    Pragmatische Lösungen für Probleme sind nicht gesucht, im Gegenteil, ständig fühlt sich jemand auf den Schlips getreten.


    Kann nur für Thüringen sprechen, da haste als A13 wenn du einfach nur lang genug wartest (also ca. 32 Jahre), ca. 4000€ netto in Steuerklasse 1 ohne Kinder mit Kirchensteuer.

    In Thüringen gibt es keine Regelbeförderungen mehr.


    A14, wozu du seit "A13 für alle, A14 für keinen" schon ne Funktionsstelle innehaben musst, maximal 4200€. Da ist ein 450€ bei McDonalds zeitlich effizienter.


    A15 sind 4600€ maximal.


    A16 4977€.


    Jeweils Endstufe, die man natürlich auch entsprechend spät erst erreicht.


    Das heißt der Unterschied zwischen "erfahrener Gymnasiallehrer" = alles thematisch fertig ausgearbeitet, bisschen Einstiege variieren, an die Lerngruppe anpassen und "Personalverantwortung für ~50-100 Kollegen, Ansprechpartner für alles und jeden und immer als erster kommen und als letzter gehen" liegen 1000€ netto.


    Ich bin ähnlich drauf wie du, ich hab auch Bock auf Management, aber nicht im öffentlichen Dienst, da sind mir die Werkzeuge zu beschnitten und der Benefit ist mir zu schlecht.


    Achja, und um überhaupt mal in diese Stufen zu kommen, musst du jahrelang in Vorleistung gehen, in deiner Freizeit zig Fortbildungen besuchen und vielleicht wird es dann doch der "geeignetere Bewerber" von woanders.


    Was ist die Alternative?

    Nun als Beamter ist es natürlich nur schwer möglich, nebenbei ein Business aufzubauen. Gegen ETFs mit ein paar Einzelaktien oder ein paar Eigentumswohnungen sollte aber niemand was haben. Wenn man den Mehraufwand für ne A16 Stelle anders investiert, hat man vermutlich ein höheres Autonomieempfinden und ein höheres Einkommen.

    Ich hab auch ne private Rentenversicherung mit DU/BU von der DBV. Ebenfalls ne Dienstanfängerpolice.


    Bis zur Lebenszeitverbeamtung leisten die 1800€ monatlich, danach 1100€ bis zum Ende der Laufzeit, bei mir 5 Jahre vor Pensionierung.


    Der Beitrag ist quasi zweigeteilt, ein bisschen was für die DU/BU und ein bisschen was für die Rentenversicherung.

    Für den Versicherer ist die Rentenversicherung natürlich attraktiv, hat für mich den Vorteil, dass die DU recht billig ist.

    Gleichzeitig hat sie für mich den Vorteil, dass ich zum Renteneintritt (also wenn ich den ohne DU erreiche) ein kleines Bonbon ausgezahlt bekomme, nämlich die eingezahlten Rentenbeiträge plus Fondsgewinne abzüglich Kosten und Gewinne für die Versicherung. So hab ich das Gefühl, dass ich nicht leer ausgehe, selbst wenn ich nicht dienstunfähig werde.


    Sicherlich gibt es Produkte oder Anlagestrategien mit besserer Rendite, habe ich aber keine Lust zu, mich damit zu befassen. Zudem war die DU/BU trotz der Rentenkomponente, die andere Versicherer nicht hatten, günster als ne reine DU/BU mit gleichen Leistungen anderswo.

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