Beiträge von MarPhy

    Aber:

    Eine Stunde ist nicht automatisch gut, weil du deinen minutiösen Verlaufsplan durchziehst. Ist vllt. auch schulformabhängig. Je länger ich im Dienst bin, je öfter knicke ich meine Planung, weil die Stunde anders läuft, die Kinder anders reagieren, andere Fragen haben, neue Impulse setzen, nicht so schnell sind oder schneller....usw., usw.


    Meine Klassen sind immer anders. Ich kann nicht dasselbe in jedem Jahrgang gleich unterrichten. Wenn ich meine alten Vorbereitungen lese, passen die oft nicht auf die Klasse oder sie gefallen mir nicht mehr. Material und Arbeitsblätter, das verwende ich gerne mehrfach, aber meine Stundenverläufe oft nicht.

    Es gibt ja nen großen Unterschied zwischen "einen Plan haben" und "einen Plan stur durchziehen" :) Ich verändere auch laufend Dinge. Was jedoch (weitestgehend) festgeschrieben ist, ist die inhaltliche Aufbereitung. Und das ist bei meinen Fächern und Klassenstufen echt viel Arbeit gewesen.

    Mal zwei Punkte von mir, kannst du annehmen oder auch einfach ignorieren:


    1. Ich bin im dritten Jahr nach dem Ref. Ich habe in meinem Leben noch keine Stunde gehalten, zu der ich keinen minutiösen Verlaufsplan erstellt habe. Das dient mir zum einen dazu, sicherzustellen, dass mein Stundenziel nach spätestens 2/3 der geplanten Zeit erreicht ist (dann schafft man es nämlich unter nahezu allen Bedinungen) und zum anderen habe ich so nen super Überblick wo ich im Vergleich zur Stoffverteilung stehe und wie es weitergeht. Außerdem ist die Stunde dann beim "zweiten" Durchgang viel schneller geplant. Ich habe Kollegen, die sind seit über 10 Jahren im Beruf und machen immer wieder ne Planung mit Bleistift auf nem Schmierzettel um dann im nächsten Jahr bei 0 wieder anzufangen. Aber jeder wie er mag.


    2. Finde ich einen zu laxen Umgang zwischen Mentoren (Fachbegleitende Lehrer) und Reffi nicht gut. In meinem Ref wurde gesiezt bis nach der letzten Prüfung, die Zusammenarbeit war professionell und auf Augenhöhe, es war klar, dass es auch eine Bewertungssituation ist. An meiner jetzigen Schule entwickeln sich da z.T. innige Freundschaften, was sich m.M.n. zum einen in den "Gutachten" niederschlägt und zum anderen zu grotesken Konflikten führt, wenn der vermeintliche "Freund" dann schlechte Noten verteilt (oder verteilen muss, weil in der Prüfungskomminssion ja noch andere sitzen).


    Zieh es durch, mach es so wie die wollen und dann, wenn die Prüfung geschafft ist, hast du noch zwischen 30 und 40 Jahren Zeit, alles genauso zu machen, wie du willst.

    Bei unseren SB-Tanken werden pauschal 100€ (jetzt vermutlich mehr) abgebucht, Verrechnung mit dem tatsächlich getanken Betrag dann später. Musst du die Karte die ganze Zeit stecken lassen?

    An meiner Schule wird nun auch ab Beginn des neuen Schuljahres das elektronische Klassenbuch von "(Web)Untis" eingeführt und die Papierklassenbücher fallen ersatzlos weg. Ich bin gespannt, wie es laufen wird!

    Schade finde ich nur, dass diese Entscheidung so kurz vor den Sommerferien gefallen ist und uns nun nur noch knapp drei Wochen bleiben, um dieses digitale Klassenbuch schon mal auszuprobieren.

    Davon kann ich nur abraten. Wir hatten eine 6 Monate Hybrid-Phase, in der zuerst nur die Anwesenheit, dann auch die Stundenberichte freiwillig digital erfasst wurden. So von jetzt auf gleich...das wird spannend:D

    Nein, der Charakter einer Privatveranstaltung Veranstaltung, die privat organisiert und durchgeführt wird, bleibt auch bei Einladung von Lehrkräften gewahrt.


    Hinweis: Der Begriff Privatveranstaltung ist noch einmal enger gefasst, was z.B. lizenzrechtliche Fragestellungen wie GEMA-Gebühren oder haftungsrechtliche Fragestellungen rund um das Sicherheitskonzept usw. berührt.

    Da denke ich bei jeder Schulveranstaltung drüber nach. 600 Leute in ner Turnhalle die irgendein Programm gucken, Konzerte auf dem Schulhof mit hingefriemelten Bühnen, ...

    Da stimme ich vollauf zu und finde den Begriff "Gratifikationskrise" sehr treffend. Ich kann mich selbst davon in der Tat auch mit Blick auf die Vergangenheit nicht frei machen und habe diese Krise auf meine Art und Weise überwunden und bin meinen Weg gegangen bzw. eben auch weggegangen.

    So abgenutzt die Phrase mit den "leuchtenden Kinderaugen" auch sein mag - wenn wir unseren SchülerInnen Wissen, Werte und Kompetenzen vermitteln und wir bei einigen unserer Zöglinge dann besonders deutlich sehen, dass das Früchte trägt, dann ist das tatsächlich eine objektive und eine objektiv schöne Gratifikation. Aber die alleine reicht eben nicht.

    Echte Entlastung im Beruf, die die Schule aus eigener Kraft jedoch selten gewähren kann, wäre jedoch die größte Gratifikation, die man mir darbieten könnte. Ob Du nun als A12erIn, A13erIn, A14erIn oder A15erIn Deine 100+ Klassenarbeiten und Klausuren pro Quartal korrigieren darfst, ist glaube ich tatsächlich egal. Dass ich fast 500 Euro mehr bekomme als vorher, stimmt mich hinsichtlich der Korrekturen alles andere als froh bzw. genauso wenig froh wie seinerzeit als A13er oder A14er. Dass ich ein bisschen mehr gestalten und verwalten kann, hingehen schon eher. Mal sehen, ob und wann ich dann die nächste Gratifikationskrise durchlebe. Vielleicht bin ich aber in den 17 Jahren meines Lehrerdaseins nach dem Referendariat auch älter, reifer und weiser geworden, so dass ich mich mit "dem Spiel", wie ich es ja immer nenne, abgefunden habe...

    Wenn es dir nicht um die 500€ geht, lass ich dir gern meine IBAN zukommen, dann kannst du sie mir überweisen ;) Spaß bei Seite, ich verstehe was du meinst.
    Die ständige Mangelverwaltung ist für mich das größte Manko am Lehrerberuf. Selbst simpelste Lösungen für Probleme muss ich entweder selbst bezahlen oder es dauert Jahre. So kann man nur arbeiten, wenn einem das Ergebnis ziemlich egal ist.

    Scheinbar haben die Kollegen ein Problem mit simpler Mathematik. Solange die Noten nämlich, wie weit verbreitet, als arithmetisches Mittel berechnet werden, ergeben sich doch bei 10 oder mehr Zensuren überhaupt keine nennenswerten Änderungen mehr.


    Ich würds drauf ankommen lassen.

    Oder Korrekturen in Zukunft durch den Banknachbar. Fertig is der Lack :D

    Zu diesem Schluss bin ich für mich auch gekommen, habe sämtliches Zusatzengagement abgestellt und mich sowohl mit meinen Krankentagen als auch der erbrachten Leistung dem Durchschnitt unserer Schule angepasst. 3 Punkte eben. Schade, ich hatte eingangs eigentlich eine ganz andere Motivation. Immerhin habe ich jetzt einen ähnlichen Stundenlohn wie Consultants bei mir im Freundeskreis. 8_o_)

    Schon verrückt, dass es CEOs, Minister, zum Teil sogar Staatsoberhaupte in der Alterklasse "Ende der Probezeit Lehrer" gibt. Im Umfeld Schule hätten sie es wohl kaum geschafft.

    What you get is what you pay.

    Konsequenter Dienst nach Vorschrift muss auch nichts schlechtes sein, bedeutet es doch 100% Pflichterfüllung.


    Es gibt am Ende der Karriere auch keine Medaille dafür, dass man sich immer über die Maßen eingebracht hat. Im Gegenteil, Kollegen, die dadurch erkranken (Burnout etc.) werden in die Dienstunfähigkeit verfrachtet, um die Stellen freizumachen, weil es für Stellen von Langzeitkranken sonst keinen Ersatz gibt.

    Unser begnadeter SL - ich erwähnte ihn hier schon des öfteren ‐ fährt eine ganz clevere Taktik: KollegInnen, die noch in der Probezeit sind, werden ausgewrungen bis aufs letzte Tröpfchen Energie - und derjenige, der am meisten für ihn schuftet (und dabei auch gerne im Hintergrund Schulleitertätigkeiten übernimmt), wird mit der besten Beurteilung belohnt und gerne nach der Lebenszeitverbeamtung auch direkt befördert.

    Das ist der Vorteil an A13 für alle und A14 für keinen in Thüringen und co:


    Beurteilung? Probezeit? Mir doch egal, Beförderung gibt es eh nicht. Und die Hürden für eine "Nichtbewährung" sind sehr hoch. Gerade wenn man meine Fächer hat:D

    Die Quote und die Vorgabe zur "Zurückhaltung" bei 4 oder 5-Punkte-Bewertungen kann ich aus verschiedenen Quellen bestätigen. Aus Sicht der vorgesetzten Behörden "darf" es nur eine bestimmte Quote an guten und sehr guten Bewertungen geben - wenn dem nicht so sein sollte, werden die Maßstäbe fiktiv angehoben, bzw. sind eben alle so gut, dass die Maßstäbe angehoben werden, damit es wieder passt.


    Die Richtlinien für NRW habe ich hier im Forum auch im Bereich Dienstrecht verlinkt.
    BASS 2021/2022 - 21-02 Nr. 2 Richtlinien für die dienstliche Beurteilung der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Leiterinnen und Leiter an öffentlichen Schulen und Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung des für Schule zuständigen Ministeriums (schul-welt.de)

    Dann würde ich mir im Gegenzug wünschen, dass das für die Abiturergebnisse ebenfalls gilt...ich seh die Elternanrufe schon kommen:D


    Lustig wäre es auch bei der Quote an Leuten, die fast immer da sind. "Chef, ich bin Freitags jetzt immer krank und Donnerstags manchmal. Die Soll-Quote der Leute, die fast nie krank sind, ist erreicht."

    Jetzt mal von Koloss zu Koloss...bleib doch erstmal noch ein Jahr oder ein paar Monate angestellt.

    Die Zeit nutzt zu, um die Lage zu sondieren.


    Muss man überhaupt zum Amtsarzt? Je nach Bundesland gibt es auch ne Liste von niedergelassenen Ärzten, die die Untersuchung machen. Frage ggf. deine KollegInnen nach Erfahrungen. Welcher Arzt ist zum empfehlen, wer ist eher pingelig?


    Reines Übergewicht reicht, wie hier schon genannt, selten aus, um eine Verbeamtung zu verwähren. Kontrolliere daher klassische Begleitprobleme: Bluthochdruck etcpp. Das sollte halt alles in Ordnung sein. Ist aber auch ne Technikfrage. Schon die Sitzhaltung beim Messen verändert den Messwert enorm.


    Der BMI allein reicht als Merkmal in meinen Augen ohnehin nicht aus. Es gibt Leute, die haben den gleichen BMI wie ich, kommen aber keine Treppe mehr hoch und können sich nicht mehr selbst den Arsch abwischen.


    Das aller wichtigste: Lass den Kopp nicht hängen! Jeder hat ne Meinung zu Übergewicht, weil man es halt direkt von außen sehen kann.

    Jeder Mensch ist anders! Und wenn die motivierten Sportkollegen am Ende vielleicht 3 Jahre länger leben als ich, find ich das okay. Sie sind dafür auch echt lange aufm Sportplatz im Kreis gerannt und haben sehr häufig nicht so viele leckere Sachen gegessen wie ich.

    Und für den Dienstherrn als Kostenträger ist mein Abnippeln kurz nach dem Erreichen des Ruhestands eigentlich kostenmäßig die beste Option^^

    20 Jahre Ruhestand mit ner schönen Krebserkrankung am Ende ist mit Sicherheit teurer als nen tödlicher Herzinfarkt 2 Jahre nach Pensionierung.

    Um den Veranstalter unter Druck zu setzen, scheint mir hier wichtig, dass auch die bereits zurückgekehrte Gruppe die Reisemängel noch einmal deutlich macht (und idealerweise nachweislich vor Ort bereits tat) und eine entsprechende Minderung des Reisepreises vornimmt. Eine stark verschmutzte Unterkunft kann durchaus zu Minderungen im Bereich 30-60% des Reisepreises führen (vgl. u.a. OLG Frankfurt a.M. AZ 16 U 60/00 oder LG Köln AZ 10 S 85/01).

    Das halte ich auch für eine gute Idee, es gibt entsprechende Fotos.


    Mindern kann aber vermutlich nur die Person, die den Vertrag geschlossen hat, und das bin in beiden Fällen nicht ich.

    Gezahlt wurde noch nicht, Anzahlung ist erst in 3,5 Wochen fällig.


    Selbst hinfahren und gucken könnte ich, aber sehe ich irgendwo nicht ein, ich habe weder Freizeitprobleme noch zu viel Geld aufm Konto:D


    Websheriff: Wer oder was ist denn RP?


    Die Gesundheitsgefahr sehe ich auf jeden Fall auch. In meinen Augen müsste ich, falls sich vor Ort derartige Mängel herausstellen, die Fahrt ohnehin abbrechen.


    Ich spreche Montag mit der Schulleitung und versuche den Veranstalter zu erreichen. Ein Ausweichobjekt wird für fast 100 SuS + 8 Lehrpersonen nur schwer zu finden sein. Gut wäre eine Aussage darüber, was bei Reiseabbruch geschieht.

    Hallo Leute,


    folgender Sachverhalt:


    Heute kamen viele Klassen von Klassenfahrten zurück. Eine Kollegin berichtete mir von katastrophalen Zuständen in der Unterkunft (70er Jahre Standard, Blut und andere Flüssigkeiten an den Wänden, fleckige Matratzen, stinkende Ausgüsse...). Weder durch den Herbergsleiter vor Ort noch durch das Reiseunternehmen ließen sich die Mängel abstellen.

    Noch vor den Sommerferien soll ich mit anderen Klassen ins selbe Objekt fahren. Ich habe da auch prinzipiell Lust zu, möchte aber nicht 4 Tage im Juli in einem stinkenden Moloch verbringen.


    Hat jemand Erfahrungen mit solchen Situationen?


    Mir ist klar, dass bei einer Klassenfahrt kein Luxus zu erwarten ist, und abgerockt ist völlig okay, aber sauber muss es sein.

    Ich habe keine Lust, mit 100 Kindern der Mittelstufe in einer siffigen Bruchbude zu landen.


    Ich würde nun: Den Reiseveranstalter im Vorfeld nochmal darauf ansprechen.

    Falls vor Ort Mängel festzustellen sind, umgehende Beseitigung erfordern und ansonsten in letzter Konsequenz die Fahrt abbrechen.


    Mich würde interessieren: Habt ihr sowas schonmal erlebt? Wie ist es mit Stornokosten/Haftung etcpp?

    Ich mein, weder kann ich den Kindern kompletten Ranz zumuten, noch den Eltern einen simplen Abbruch der Fahrt...


    Bitte kein "Warum fährst du auch dahin?" und ähnliches. Die Auswahl des Objekts erfolgte durch andere KuK, die jetzt aufgrund von Elternzeit etc. nicht mitfahren.


    Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!

    Schönes Wochenende!

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