Beiträge von Wolfgang Autenrieth

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    Guten Start!

    Nachdem der Thread gerade verlinkt wurde, muss hier eine absolut unglaubliche Nachricht verkündet werden:

    Guinnessbuch kürt Frau mit der breitesten Zunge der Welt

    7,90 Zentimeter: Die Zunge von Brittany Lacayo ist so breit wie die meisten anderen lang.
    Quelle:https://www.spiegel.de/panorama/guine…35-bab82aadd377

    Das passt zwar nicht zur Umwertung aller Werte, ist jedoch mindestens - wenn nicht noch viel interessanter ;)

    Ich habe in den letzten Monaten ähnliche Aufrufe und Diskussionen in vielen Foren und Gruppen gemacht/geführt und es ist immer schwierig und holperig gewesen. Dieses Forum hier aber sticht deutlich aus den anderen heraus durch die ständigen Feindseligkeiten, Unterstellungen, persönlichen Angriffe und Weigerungen, eigene Ansichten darzulegen. Ich empfand dies als sehr unangenehm und würde dazu raten, einen etwas anderen Umgangston zu kultivieren.

    Vermutlich liegt das an der etwas intellektuelleren und kritischeren Teilnehmerschaft des Forums. Welche anderen Foren und Gruppen hast du angefragt? Ich würde darin gerne stöbern. Vielleicht liege ich ja auch falsch.

    Bei A13 ist Ende im g.D.

    Was nicht stimmt. Du kannst als Grundschullehrer über die Stelle als Seminalschulrat bis zum Oberschulamtsdirektor mit A16 aufsteigen - bleibst eigentlich (wegen der fehlenden 4 Studiensemester) im "gehobenen Dienst". Durch den "Rats"-Titel wirst du jedoch in den Höheren Dienst erhoben. Was den meisten jedoch egal ist, solange das richtige Gehalt auf dem Konto aufschlägt ;)
    SL erhalten in Ba-Wü - entsprechende Schulgröße vorausgesetzt - A14

    Um welche Fächer handelt es sich?
    In Ba-Wü gab es an den HS/WRS-Schulen eine Zeit lang die Fächerverbünde MSG, MNT, WAG
    Da hast du in MSG Musik, Sport und Gestalten (Kunst) unterrichtet - 4-stündig
    in MNT (Materie Natur, Technik) die Fächer Physik, Chemie, Biologie - 3-4-stündig
    in WAG Wirtschaftslehre, Arbeitslehre/Technik und Hauswirtschaft/Gesundheit- 4-stündig

    in WZG (Welt-Zeit-Gesellschaft) waren die Fächer Erdkunde, Geschichte und Gemeinschaftskunde zusammengefasst.- 3-stündig

    Lange bevor es diese Fächerverbünde gab, hatte ich das Prinzip bereits durch Blockunterricht umgesetzt.
    3 Wochen 4-Stündig Geschichte, dann 3 Wochen Erdkunde und dann Wirtschaftslehre. Da waren sowohl ich als auch die Kids "im Thema"

    Die Gesamtstundenzahl nach LP bleibt dabei erhalten. Kann man machen.
    Ob die SL die vorgeschriebene Gesamtstundenzahl mal so herabsetzen darf, ist jedoch fraglich. Der LP muss eingehalten werden.

    Für Buchliebhaber empfehlenswert ist Montolieu in Südfrankreich, knapp 80 Kilometer im Hinterland von Narbonne entfernt. Das Dorf hat knapp 850 Einwohner und 20 Antiquariate ;)

    Jedes Antiquariat bedient ein anderes spezielles Themengebiet.

    Der Ort Montolieu, der auf einem Felsvorsprung im Herzen des Weinbaugebiets Cabardès liegt, hat mit um die zwanzig Buchhandlungen, der Galerie mit den Bouquinisten, den Buchhandwerkern und dem sehenswerten Museum Michel Braibant seinen Spitznamen als Ort des Buches redlich verdient. Das Museum Michel Braibant widmet sich der Künste und Berufe rund um das Buch und erzählt die Geschichte des Buches von den ersten Schriften bis zum bemerkenswerten Aufschwung durch die Typographie und Druckerei. Die Buchhandwerker in Montolieu bieten praktische und pädagogische Kurse rund um die Typographie, die Kalligraphie, die Buchmalerei, die Gravur, die Binderei oder auch die Illustrierung an.

    Bücherliebhaber sollten auf keinen Fall die Messe für alte Bücher und Sammlerbücher verpassen, die jedes Jahr am Osterwochenende in Montolieu stattfindet!

    Eines der Häuser hat Patrick Süßkind als Domizil für sich renoviert. Seit 1989 ist das Dorf als Bücherdorf gelistet.
    Ich habe dort zwei Bände von Diderots "Encyclopédie francaise" erworben. Leider konnte ich mir das Original nicht leisten. Aber das Faksimile ist genauso schön ;)

    Da ist der Unterschied A12 / A13 ja in deiner Situation nochmal grundsätzlich anderer Natur als es bei A13/A14/A15 an Gymnasien wäre.

    BTW: Ein Hauptschulkollege, der wie ich über das Aufstiegsprogramm auf A13 gekommen war, hatte sich auf die Konrektorenstelle einer benachbarten Schule beworben. Da diese nur mit A12 + Zulage besoldet war, hätte er für "die Ehre" auf einen Teil seines Gehalts verzichten müssen. Wie er sich entschieden hat, kann sich jeder denken ;)
    Er hat die Stelle dann kommissarisch (ohne Ernennung und Gehaltskürzung) übernommen und - als die Stelle als Schulleiter frei wurde - diese mit Gehaltszuwachs (nachdem die Gehälter in Ba-Wü angepasst wurden) übernommen...

    Leider habe ich auch schon viele SL gesehen und erlebt, die da nicht gesund rausgekommen sind. Mein persönliches Fazit: Der Job respektive Beruf ist geschenkt zu teuer.

    Ich hatte einen SL, der als Seminarschulrat dann die Schulleitung übernommen hatte. Er war fachlich kompetent, menschlich "kernig", jedoch immer geradlinig und einschätzbar. Als Mitglied der "erweiterten Schulleitung" mit Aufgaben in Projektleitung, Evaluation und Schulentwicklung habe ich gesehen, wie viele Nerven man als SL auch im Umgang mit Eltern und KuK benötigt - und beansprucht. Es gibt andere Arten, glücklich zu werden. Für mich war das nie eine Alternative. Dazu war auch das "Schmerzensgeld" an GHS zu gering. Mittlerweile werden SL an kleineren GHS nicht mehr mit A12 + Zulage abgespeist, sondern kommen mittlerweile auch auf A13 oder sogar A14. Dafür müssen KuK an Gymnasien keinen Ferientag opfern, Abende in Gemeinderatssitzungen verbringen, Nachmittage lang Statistiken füllen oder Elterngespräche und Verhandlungen mit Handwerkern führen.
    Für diese Tätigkeit war mein latenter Masochismus nicht stark genug ausgeprägt. Da hab' ich mein "Säckel" lieber mit EDV-Kursen am Abend, durch freie Zeiteinteilung mit Kunst und dem Buchverkauf sowie meinen Webseiten aufgefüllt ;)

    Aber jetzt muss ich zurück an die EÜR. Montag ist Abgabeschluss.

    Ich wurde in meinen letzten zwei Dienstjahren mit der Hälfte des Lehrauftrages an eine FöS Lernen abgeordnet - auch, weil ich am Beginn meines Lehrerdaseins 10 Jahre an einem SBBZ gearbeitet hatte.
    Vorteil: Vieles läuft entspannter, weil man nicht auf Abschlussprüfungen vorbereiten muss und daher bei allen der Leistungsdruck nicht so hoch ist. Gleichzeitig ist das Leistungsspektrum - und auch das Spektrum der Ursachen, aus denen Kinder an der FöS landen - sehr breit. Da muss man sehr differenziert arbeiten. Das geht im Spektrum von Schülern, die man auf die Ausbildungstätigkeit in einer betreuten Einrichtung vorbereitet bis zu Kids, denen man das Rüstzeug für die Schulfremdenprüfung mitgibt, damit sie dort den qualifizierten Hauptschulabschluss erreichen können.

    In der Regel hast du auch viel kleinere Lerngruppen. Nachfragen würde ich die technische Ausstattung, weil man mit interaktiven Lernprogrammen und genügend Rechnern leichter - und ohne Kopierorgien - differenzieren kann. Falls du keinen Beamer oder eine interaktive Tafel im Lernraum hast, frag' nach, ob es transportable Geräte gibt. Lass dir auch die Werkstätten und den Medienraum zeigen.

    Du hast an der FöS viele Freiheiten zur Unterrichtsgestaltung.

    Im oben angegebenen Zitat vom VBE steht eindeutig:
    "Dienstälteste/Dienstältester ist derjenige, der das höchste Dienstalter nach Beendigung der Probezeit vorzuweisen hat."

    Die kommissarische Schulleitung soll von jemand übernommen werden, der viel Erfahrung im Schuldienst besitzt. Erst, wenn man unzählige Konferenzen und Situationen miterlebt hat, kann man - ohne Schulungen für SL durchlaufen zu haben - eine Schule adäquat leiten.
    Das ist ein komplexes System, das zudem viele Fallstricke aufweist.

    Mal kurz Google bemüht und diese Seite vom VBE gefunden:
    https://www.vbe-rechtsdatenbank.de/index.php?mode…&sid=42&aid=520

    Am Ende muss dies dann der dienstälteste/die dienstälteste Kollege / Kollegin sein. Hierbei kommt es nach dem Wortlaut aus § 60 Abs.2 Satz 2 SchulG sowie hier des § 32 Abs.4 Satz 1 ADO nicht auf das Statusamt an. Dienstälteste/Dienstältester ist derjenige, der das höchste Dienstalter nach Beendigung der Probezeit vorzuweisen hat.

    Für Grundschulen bedeutet dies also, dass nicht die an der Schule mit A 13 besoldeten sonderpädagogischen Lehrkräfte vorrangig heranzuziehen sind, sondern es allein darauf ankommt, wer im Kollegium das höchste Dienstalter hat.

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