Akten sind bunt. Im Dienstverkehr gibt es dazu Vorgaben, die durchaus einen Sinn haben.
Am Beginn meiner Tätigkeit in der Schulverwaltung bekam ich vom Chef den freundlichen Hinweis, dass grün "seine Farbe" sei.
Das Hat seinen Sinn, wenn es um Klasifizierung von Akten und um die Zuordnung von Verantwortlichkeiten handelt.
Beiträge von Wolfgang Autenrieth
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Ich durfte den herrlichen Ausblick vom Diedamskopf und den Besuch in der Kirche von Damüls genießen.
In dieses Kirchlein haben mich meine Nachforschungen zu Ivo und Bernhard Strigel - sowie zu deren verschwundenen Altarretabeln der Nikolaikirche in Isny geführt. In Damüls sind herrliche Fresken der Frührenaissance und einige Werke aus der Werkstatt von Ivo Strigel zu bewundern. Falls ihr mal in die Gegend zum Ski fahren kommt - unbedingt anschauen. Das Kirchlein gilt als "Perle Vorarlbergs".
Didamskopf_IMG_20240322_135450_autoscaled.jpgKirche_Damüls_Fresken_IMG_20240323_141624_autoscaled.jpg
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Mich interessiert das Thema und mich nervt die Folklore wirklich sehr.
Ich habe mich über viele Jahre mit dem Thema beschäftigt - und musste das auch im beruflichen Kontext. Daher nervt mich diese "Folklore" ebenfalls. Ich muss mir das nicht antun und bin hier raus. Habe Wichtigeres zu tun, als euch die Welt zu erklären
Ciao.
Ich setzte dich auf Snooze. Genauso wie ISD. Bringt ja nichts mehr. -
Das ist letztlich nicht paradox, nur eine andere Art der Hirnchemie.
Das wird in der Fachliteratur zu Ritalin jedoch als "paradoxe" Reaktion bezeichnet. Das ist keine Erfindung von mir.
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Das stimmt nicht. Bevor ich ins Ref gegangen bin war ich bei einer Infoveranstaltung der Gewerkschaft, wo es unter anderem um diese Altersgrenzen ging.
Es gab letztes Jahr eine Änderung: "Als Rechtsgrundlage für die Lehrereinstellung dient der Einstellungserlass (Verwaltungsvorschrift "Einstellung von Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerbern" vom 19. Dezember 2023".
Davor lag die Altersgrenze bei 45 Jahren (zu der Zeit, als ich verbeamtet wurde) - und da war das nur das Datum relevant.
Alles anzeigenDie Altersgrenzen bei der Einstellung und Versetzung von Beamten sind in §48 der Landeshaushaltsordnung (LHO) gesetzlich geregelt.
Generell können Lehrkräfte in das Beamtenverhältnis zum Land Baden-Württemberg übernommen werden, die das 42.
Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Bewerberinnen und Bewerber, die Betreuungs- und Pflegezeiten für Kinder unter 18 Jahren bzw.für nach ärztlichen Gutachten sonstige pflegebedürftige Angehörige geleistet haben, erhöht sich die Altersgrenze
außerdem für jeden Betreuungs- oder Pflegefall um zwei Jahre. Die Altersgrenze erhöht sich außerdem um die Zeit des
tatsächlich abgeleisteten Grundwehrdienstes oder Zivildienstes.
Genauere Informationen enthält der Gesetzestext des § 48 LHO .
Die Prüfung der Altersgrenze nimmt im Falle eines Einstellungsangebots das Regierungspräsidium vor.
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Die Altersgrenze hat folgenden Hintergrund:
Als Beamter "erarbeitet" man sich den Ruhegehaltsanspruch - und dabei auch das Mindestruhegehalt. Mit weniger als 20-25 Dienstjahren entstünde ein Missverhältnis. -
Gibt es Kindererziehungszeiten, die die Altersgrenze für die Verbeamtung nach hinten schieben könnten? Zivi gewesen oder Wehrdienst abgeleitet?
Das hat m.W. in Ba-Wü keine Bewandnis. Die Altersgrenze bemisst sich nur am Geburtstag - und zwar taggenau.
Kindererziehungszeiten, Zivil- und Wehrdienst wirken sich als Anrechnungszeit nur auf die Dienstaltersstufe aus. -
Hä?
"Zur Kenntnisnahme" und "Zur Wiedervorlage" sind Anmerkungen auf amtsinternen Papieren.
Nur der Amtsleiter darf als "Chef" mit grüner Farbe unterzeichnen.
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Meine neue lieblings Abkürzung ist z Ktn u wV. 🤣
Du zeichnest aber noch nicht grün ab?

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Und das ist auch richtig so.
Befasse dich mal mit der Bindungstheotie.
Unterstelle mir bitte nicht ständig Ahnungslosigkeit. Ich bin schon länger mit der Materie befasst - eventuell bereits schon lang vor deiner Geburt

In meinen Klassen saßen Kinder aus kriminell-drogenabhängigen Millieus, von Müttern, die bis 5 Uhr früh als Animierdamen in Kneipen arbeiteten - und deren Kinder auf dem nicht isolierten Dachboden auf Strohmatratzen schliefen, Kinder die vom abgesoffenen Vater täglich verprügelt wurden, Mädchen, die mit 14 Jahren auf den Strich geschickt wurden und bevor sie in meine Klasse kamen zuerst in den Entzug mussten ... Erzähl du mir was von "Bindungstheorie" ...Es war eine schwere Arbeit, die Kinder aus dieser Bindung zu befreien und sie auf eigene Füße mit einem Blick auf die eigene Existenz nach vorne zu bringen.
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Du redest aus deiner Klientel-Blase heraus von deinen unreflektiert und unaufgearbeiteten Erfahrungen. Solche Lehrkräfte habe ich zuhauf in Hilfeplangesprächen erlebt. Sie sehen nur die Spitze des Eisbergs und meinen aber, anderen Experten erzählen zu müssen, wie die Dinge zu laufen haben. Scheint eine Lehrerkrankheit zu sein
Genau. Ich rede von den Kindern als "Klienten", die ich tagtäglich vor mir gesehen habe und von den Gesprächen mit Eltern, Kollegen, Sozialarbeitern, Heimleitung und Psychologen der Hilfeeinrichtung, in der ich gearbeitet habe - um die Erfahrungen einzuschätzen und aufzuarbeiten - sowie meiner breit gefächerten Fachbibliothek - die nicht mit der Linkbibliothek zu verwechseln ist.
Dass man sich direkt mit dem Kind befasst und nicht am Schreibtisch Akten wälzt, ist in der Tat eine Lehrerkrankheit, von der ich massiv betroffen bin.
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Wundert mich eigentlich, dass irgendein Hausarzt ein BTM-Rezept ausstellt. Das ist ein besonderes Rezept, mit anderem Papier, etc.
Das ist ein besonderer Rezeptblock, den der Arzt bei der KV¹ anfordert - und m.W.² ohne zusätzlichen Qualifikationsnachweis erhält. Die Approbation genügt. Das BTM³ erfordert von der einlösenden Apotheke besondere Berichts- und Sorgfaltspflichten
¹ Akülex: Kassenärztliche Vereinigung
² Akülex: meines Wissens
³ Akülex: Betäubungsmittelrezept
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Hast du das so erlebt? Das wäre juristisch absolut haltlos und ist ein Armutszeugnis für das mit euch kooperierende Jugendamt und das dazugehörige Familiengericht.
Seit der Neufassung des Jugendhilfegesetzes haben sich die Zahlen der Inobhutnahme drastisch reduziert.
Nachdem du gerade erst dein Referendariat absolvierst, war das wohl vor deiner Zeit. -
Die Hausärzte haben ohne Diagnostik Ritalin verschrieben? Wie seid ihr mit diesem Missstand ungegangen? Das dürfen sie nämlich gar nicht:
https://www.deutschesarztportal.de/interaktiv/arz…wendet%20werden.
Hätte ich diesen Artikel früher gelesen, hätte ich ihn unserem "Doc Holiday" unter die Nase gerieben.
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Das gilt entsprechend auch für Cannabiskonsument*innen- unter ihnen sind auch ADHSler recht breit vertreten.
Steile These. Ist das durch Studien belegt? Oder liegt das nur am kombinierten Drogenkonsum mit "Uppers" und "Downers"?
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Ja eben. Wenn Kinder, die deiner Meinung nach, kein ADHS haben, dieses Medikament bekommen, dürfte es gar nicht wirken.
Genau aus diesem Grund beschaffen es sich die Studenten. "Dürfte" ist keine wissenschaftliche Kategorie.
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Okay, aber BORIS hat im Schuldienst nichts zu suchen.
Auch nicht in der Besenkammer.
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Nee, dat heiß Mulleflupp.
Merke auf! Das heißt "Wahlpflichtfach Wirtschaft und Informationstechnik" . Sowas ist nur als Abkürzung sinnvoll tagebuchtechnisch erfassbar.
Das Pendant dazu war das Fach WaPGuS
Neben MNT, WAG, GuS, WuI und NuT, sowie MSG eine weitere Glanzleistung der BP 2004-2015 in Ba-Wü.
https://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/4559693
Ich hatte die Ehre, das Vergnügen und die Last alles außer GuS und WaPGuS unterrichten zu dürfen - neben D-E-M. Ein fachlich-didaktischer und methodischer Zehnkampf und mehr. NuT vereinte Biologie, Chemie, Physik, Geografie, Astronomie, Elektronik und Heizungstechnik. -
...und bei Studenten, die das eine Zeitlang auf dem Schwarzmarkt zum konzentrierten Lernen erworben haben auch nicht.
Wie man sieht, kennst du den Wirkmechanismus von Ritalin nicht. Ritalin ist ein aufputschendes Amphetamin, das bei ADHS paraxox dämpfend wirkt. Informere dich doch einfach mal fundiert und hör auf.
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aber mich nervt das Halbwissen bei psychischen Erkrankungen, das mit einem Selbstbewusstsein vorgetragen wird, das dem Thema schlicht nicht gerecht wird
Beim Thema ADHS kenne ich mich vermutlich besser aus als du. Ich war 10 Jahre lang als Lehrer an einem SBBZ ESE tätig und habe in diesem Bereich mehrere Fortbildungen bei hochkarätigen Fachleuten absolviert.
Was dich nervt, ist mir wurscht. Ich weiß, was ich weiß - und auch in vielen Schulfächern ist es mehr als Halbwissen, da ich diese fundiert und jahrelang unterrichtet habe.
Als WRS-Lehrer ist man/frau Generalist/in - und nur weil Antimon das Haber-Bosch-Verfahren beherrscht, bin ich in Chemie nicht sofort der DAU. Als Lehrer hat man besonders eines gelernt:
Sich Fachwissen anzueignen, dieses aufzubereiten und dann anderen zu vermitteln. Das ich das kann, habe ich oft genug bewiesen, da bist du nicht die richtige Gutachterin. Also lass' deine unkollegialen Anwürfe.
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