Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Klingt schon so, als wolltest du das verrechnen. Wahrscheinlich haben aber Menschen aus Afghanistan, der Ukraine oder Syrien andere Gründe, um ihr Land zu verlassen und nicht alle Interesse an einer Ausbildung zur Pflegekraft in Deutschland.

    Ach komm.... die Menschen kommen hierher und wollen existieren. Darunter sind einige, die z.B. den Beruf der Krankenschwester erlernt haben. In diesem Beruf können sie jedoch ohne Zusatzqualifikation in Deutschland kaum arbeiten - da ist eine Tätigkeit im pflegerischen Bereich die nahe liegende Alternative. Die Behauptung. dass ein Maschinenbauingenieur aus der Ukraine nach Deutschland kommt, um hier als Pfleger im Altersheim zu arbeiten, ist doch ... lassen wir das.

    Das stimmt nicht. Ich habe nicht auf ein Zitat von Gymshark reagiert sondern auf Zitate von Kris24 und Wolfgang Autenrieth , die meinten, wir *bräuchten* Migranten unter anderem in der Pflege, weil's ja sonst keiner machen will.

    Wie immer wieder gerne, verdrehst du Aussagen und Tatsachen.
    Ich behaupte nicht, dass das niemand machen will (kam nicht der diffamierende Ausdruck "Arschabwischer' von dir?), sondern dass es in der BRD einen großen Bedarf an Pflegekräften gibt und dass Migranten in diesem Bereich Arbeit finden und benötigt werden.

    Aber werden diese Freiplätze nicht dadurch finanziert, dass die Kosten auf alle umgelegt werden? In dem Falle finde ich es schwierig, denn es ist ja nicht die Aufgabe der anderen Eltern, andere Kinder zu finanzieren.

    Die Problematik liegt tiefer:
    Nehmen Lehrer die Freiplätze an, finanzieren die Eltern die Kosten der Lehrkräfte - bzw. das Land, das diese Kosten als Dienstherr übernehmen müsste.
    Das kann's nicht sein.

    Wir zahlen grob 25% Steuern.. das heißt ich hätte bei 500€ nur 125€ zurückbekommen… sorry, da hätte ich kein Interesse an einer Fahrt.

    Das Steuerrecht ist "tricky". Die von dir erwähnten 25% errechnen sich über das gesamte zu versteuernde Gehalt.

    Nun gibt es jedoch im Steuerrecht die "Progression".
    "Un-Funfact" nebenbei - den ich gerade bei der Ermittlung eines "durchschnittlichen Lehrergehaltes" entdeckt habe:

    Zitat

    Das durchschnittliche Gehalt für Lehrer beträgt 3.640 € brutto pro Monat (ca. 43.680 € brutto pro Jahr), um 460 € (-11%) niedriger als dem monatlichen Durchschnittsgehalt in Deutschland. (https://de.jobted.com/gehalt/lehrer)

    So. Der Einfachheit halber gehe ich der folgenden Berechnung von einem zu versteuernden Brutto von 50.000 € aus.
    Ich habe gerade nur die Steuertabelle für 2021 greifbar - was jedoch für das Grundprinzip unerheblich ist.

    Bei einem zu versteuernden Einkommen von 50.000 € beträgt die Einkommensteuer nach Grundtabelle 12.295 € (hier ist der Grundfreibetrag bereits eingerechnet).
    Nun kann man 500 € "absetzen" - wodurch sich das "zu versteuernde Einkommen" auf 49.500 € reduziert. Dafür wären nach Tabelle 12.099 € Steuer fällig - also 196 € weniger - was einem Steuersatz in der Spitze von 196/500 * 100% = 39,2% entspricht - und genau von dieser "Spitze her" muss man die Erstattung betrachten.

    Das ist für mich seit vielen Jahren Motivation genug, auch den Beleg für jeden gekauften Bleistift abzuheften.
    Statt 1 € (=100 Cent) kostet er mich 39,2 Cent weniger, effektiv also nur noch 60,8 Cent ;)

    Buy the Bleistift: Weil auch die Beschaffungskosten = Fahrtkosten zum Bürobedarfshändler absetzbar sind - ich den Bleistift gerade dringendst für meine Unterrichtsvorbereitung benötige und daher extra zum Einkaufen fahren muss (6 km one way) - kann ich auch 6 * 2 * 0,30 € = 3,60 € Fahrtkosten absetzen - die mir das Finanzamt mit den oben genannten 39,2% bei der Steuer erstattet - was 141 Cent entspricht.

    Für meine Mühe erhalte ich vom Finanzamt also effektiv 1 Bleistift plus 80,2 Cent ;)

    Bei the Finanzamt und Steuerberater: Solche Klein-Klein-Belege-Aufrechnerei macht dir kein Steuerberater.
    Daher spare ich mir den. Bin bibelfester Schwabe. Wie meinte Jesus im Tempel: "Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist!"
    Ich ergänze: "Aber keinen Cent mehr!"
    ;)

    Anmerkung: Das soll kein Plädoyer dafür sein, die Kosten der Klassenfahrt selbst zu tragen. Im Gegenteil. Auch hier hatte ich bereits mehrfach mit Widersprüchen Erfolg.

    Anekdote am Rande: Im Rahmen des Berufspraktikums besuchen wir die Schüler in den Betrieben. Bei einer derartigen Dienstfahrt bin ich über einen Nagel gefahren und hatte einen platten Reifen. Der Reifenhändler meinte, dass aus Sicherheitsgründen und zum Schutz des Differentials immer beide Reifen einer Achse gewechselt werden sollten. Die Rechnung für 2 Reifen inklusive Montagekosten habe ich als Dienstreisekosten über die Schulleitung zur Erstattung eingereicht - die mich dafür ausgelacht hat. Nun - Recht bleibt Recht - die Reifenrechnung wurde erstattet und die Schulleitung schaute seltsam ;)

    wenn man bewusst wie die Schweizer nur Menschen mit teurer Ausbildung (z. B. Ärzte) abwirbt, dann ist das nicht sozial.

    Es ist sogar zutiefst asozial.
    Durch die Abwerbung leidet die medizinische Versorgung in den Herkunftsländern - welche die Ausbildung finanziert hatten.
    Auch die Schweiz fährt seit langem das Kosten sparende Modell "lieber abwerben als selbst ausbilden".

    Das ist ein beliebtes Argumentationsmuster, aber die SPD hat von 16 Jahren Merkel 12 mitregiert. Die Überlast an sozialdemokratischen Themen wurde stets beklagt. Auch bei den Grünen war Merkel alles andere als unbeliebt. Ich finde es gerade sehr faszinierend, wie manche sich so einiges zurechtlegen. Merkel wurde jahrelang vorgeworfen, dass sie selbst gar kein eigenes Programm hätte und sich nur auf die Themen der anderen draufsetzt. Gegen Ende war es eben besonders das Klimathema und sie wurde zur "Klimakanzlerin".

    Das grenzt schon an Geschichtsklitterei. In den 40 Jahren von 1982 bis 2021 stellte die CDU (mit Ausnahme des kurzen Schröder-Intemezzos von 98-05) die Regierungsspitze, die Richtlinienkompetenz und in 5 Legislaturen die Regierung gemeinsam mit der FDP. Eine "Überlast an SPD-Themen" fand leider nicht statt - zumal Schröder auch kein "augewiesener Sozialdemokrat" war.

    https://de.wikipedia.org/wiki/…utschen_Bundesregierungen

    Bertelsmannstiftung 2019: Gravierender Mangel an Grundschullehrkräften bis 2030
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktu…islang-erwartet

    Bertelsmannstiftung 2024: Gravierender Überschuss an Grundschullehrkräften bereits Mitte des laufenden Jahrzehnts!
    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktu…ald-ueberwunden

    ... und diese Einschätzungen sind nicht durch die Zahl der Studienanfänger oder Absolventen begründet.

    BTW: Sollte die AfD an die Regierung kommen und den Zuzug stoppen, sinkt die Bevölkerungszahl der BRD bis 2060 um 14 Millionen und die BRD wird - ähnlich wie bereits Japan - vergreisen. (Lesenswert: Spiegel dieser Woche)

    Das Problem zB bei Wolfgang Autenrieth ist, ist, dass hier eine grundsätzliche Abneigung gegen das Werkzeug deutlich wird und für Schüler wohl zu befürchten wäre, dass die Nutzung schon automatisch zu einer Bestrafung bei der Bewertung führen würde.

    Keineswegs. Solange die Verwendung sauber zitiert und referenziert ist, ist das ein brauchbares und zulässiges Werkzeug - sofern der Text nicht ausschließlich damit erstellt wurde. Ich finde es jedoch seltsam, dass die Anwendung von KI hier als "normal" angesehen wird, das Abschreiben aus einem fremden Artikel oder Buch jedoch als Plagiat zur Abwertung - oder sogar zum Nichtbestehen führt.
    Selbstverständlich zeigt sich in der Regel die Eigenleistung bei der Präsentation und "Verteidigung". Meine Schüler wissen, dass jeder verwendete Fachbegriff dazu führen kann, dass ich mir den erklären lasse oder "verschwurbelte Sätze" bei der Präsentation nochmals in eigenen Worten zu formulieren sind ;)

    Bei Referaten und Hausarbeiten nutze ich regelmäßig Plagiatscanner, heute kommt eben ein KI-Scanner hinzu.
    Die Schüler sollen zeigen, wie sie selbst etwas zu Wege bringen - und nicht, ob sie einen Text ausdrucken können, für den ihnen jemand die passenden Fragen diktiert hatte.

    So unausgebildet bin ich nicht. Ich bin schon seit 1,5 Jahren im Ref. In der Zeit habe ich auch eine Zusatzqualifizierung für die Grundschule gemacht. Nun bleiben mir 6 Monate an einer Regionalen Schule. Allerdings ist bin mittlerweile fix und fertig von diesem ständigen Druck und Kritik. Ich habe eine Aussicht auf eine unbefristete Stelle im DaZ-Bereich, wo ich mich richtig wohl und von Kollegen geschätzt fühle. Deswegen würde ich gerne die Stelle annehmen und das Ref abbrechen. Mir würde E13 vollkommen ausreichen. In ein paar Jahren bin ich aber zu alt für die Verbeamtung nach dem Referendariat. Deswegen war auch die Frage, ob es sich später finanziell lohnt, damit wieder anzufangen.

    Jetzt hast du noch die Chance auf die Verbeamtung. Deine "unbefristete Stelle im DaZ-Bereich" kann schnell entfallen, falls der Kostenträger keinen Bedarf mehr sieht. Zum Referendariat: Du bist nicht allein mit dem Gefühl der ständigen Kritik im Ref. Leider sind da einige KuK in Positionen gerutscht, in denen sie nicht sein sollten, wenn es um die Ausbildung des Lehrernachwuchses geht. Kauf' dir den Spiegel dieser Woche (27.1.2024). Darin ist ein treffender Artikel zum Referendariat enthalten, den ich auch bereits zu meiner Zeit hätte unterschreiben können - wie vermutlich die meisten KuK.

    Darin erzählt ein Student von seiner KI. Könnte sein, dass er es geschafft hat.

    "Im Master-Studiengang „Data Science & Artificial Intelligence“ der Fachhochschule Wedel ist ein einzigartiges Tool zur robusten Erkennung von KI-generierten Texten in deutscher Sprache entstanden. Für seine Master-Thesis wurde Tom Tlok im September 2023 bereits mit dem Innovationspreis des Wedeler Hochschulbundes e.V. ausgezeichnet. Nun steht der KI-Detektor der Allgemeinheit zur Verfügung."
    Du darfst die Leistung gerne herabwürdigen. Aber "nur" weil es eine Masterarbeit und keine Habilitationsarbeit ist, sagt das nichts über die Substanz aus.
    https://www.wedel.de/kultur-bildung…ochschule-wedel

    Zum 'CT-Artikel: Der ist lange vor dieser Arbeit erschienen.
    Aber bitte. Der Schwabe sagt: "Wer it will, hot g'het." Ist ja nur ein Tool, mit dem die Leistungsbewertung vielleicht gerechter vonstatten geht.

    nur die aus Farbe

    Nur rot. Sonst wird das "Stop!"-Signal nicht verstanden.
    Im Ernst: Sind Methoden zur Disziplinierung das einzige, was euch einfällt, um das Lehrerleben erträglicher - und erfolgreicher - zu machen?
    Falls es um Methoden zur Verhaltensmodifikation geht - dazu habe ich seit meiner Zeit am SBBZ-ESE hier Infos, Methoden und Materialien gesammelt:
    https://www.autenrieths.de/verhalten.html

    Falls es um Selbstorganisation geht sind hier Tipps zu finden: https://www.autenrieths.de/vorbereitungen.html

    Zu Unterrichtsmethoden:
    https://www.autenrieths.de/unterrichtsmethoden.html

    BTW: Form follows function ;)

    Da es gerade aktuell auf heise erschienen ist:

    https://www.heise.de/news/Einsatz-v…ar-9611185.html

    Hast du den Beitrag im Ausgangspost vom Deutschlandfunk angehört? Darin wird beschrieben, wie Erkennungssoftware für KI-Texte funktioniert. Einige Detektoren haben wohl eine Trefferquote zwischen 75% und 95%. Dass das Ergebnis der Erkennung nicht für die 6 genügt, ist klar - aber es ist ein brauchbares Indiz für "fremde Federn" (=den kostenfreien Ghostwriter). Falls die Schüler den DLF-Podcast angehört haben, wissen sie allerdings, an welchen Schrauben sie drehen müssen, um ihre Texte "menschlich" erscheinen zu lassen.

    Ah lustig. Du wolltest gar nichts diskutieren, aber der Thread hat sich vom Ursprung entfernt. Wenn es gar kein Thema gab, kann er sich auch nicht entfernt haben. Dass es KI gibt, die KI erkennt, ja das ist auch nicht erst seit gestern bekannt. Und nu? Ach, ich verlinke einfach mal jemanden, der über KI spricht, als sei es was ganz Gewöhnliches und jetzt halt da.

    Lustig. Ja. Wie üblich gemault, ohne gelesen zu haben, worum es geht. Danke. Mit deinem Link bist du off-topic.

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