Daraus resultiert für mich dann aber in Summe, dass die Meßlatte, die an solche Fahrten angelegt wird, dermaßen hoch liegt, dass kein normalsterblicher Lehrer mehr über diese hinüber springen kann.
- Krankheiten müssen vorher abgefragt werden.
- Auf jede Krankheit muss adäquat reagiert werden, ohne das man vorher eine medizinische Ausbildung bekommen hat. Der Erste Hilfe Kurs reicht da bei weitem nicht.
- Aufgrund der Inklusion sollen alle Kinder mitgenommen werden, obwohl man dies, wenn man ehrlich zu sich selber ist, ablehnen muss.
- Die Aufsichtspflichten sind weitaus strenger als im Privatleben. So darf eine Schulklasse z.B. auf einer Klassenfahrt nicht bei normalem Badebetrieb ins Schwimmbad gehen. Nein, es muss immer eine Lehrkraft mit DLRG-Schein dabei sein, obwohl das Schwimmbad für den normalen Betrieb Bademeister/Rettungsschwimmer stellt.
- Die Lehrkraft muss vorab sämtliche Aktivitäten auf der Klassenfahrt begehen und im Hinblick auf potentielle Gefahren beurteilen. Nur sind wir als Schule kein Reiseunternehmen, das über Reiseleiter vor Ort verfügt, die man vorab für die Begutachtung losschicken kann.
- Von der rein physisch unmöglichen 24/7-Aufsicht rede ich mal gar nicht.
Volljährige Schüler dürfen alleine ins australische Outback reisen und an jeder Ecke Alkohol kaufen. Warum ist dies nicht die Meßlatte, die man an Klassenfahrten anlegt? Wenn wir wollen, dass Schüler Eigenverantwortung lernen, dann müssen wir sie irgendwann auch mal mit allen Konsequenzen laufen lassen!