Beiträge von Ratatouille

    In RLP laboriert man an der Schulöffnung zum 10.5.:

    Landesinzidenz für LU: 161,4

    Livezahlen (Risklayer): 200,3

    Bis die Zahlen nach Feiertag und Wochenende ausgeglichen sind, ist die Schule offen.

    Die Inzidenz bei 14-19Jährigen war letzte Woche 513, 35 Inzidenzpunkte wurden noch im Lauf des Mittwochs nachgemeldet. Danach werden die Meldungen nicht mehr mitgezählt. Die anderen Schülerjahrgänge lagen auch noch sehr hoch.

    Weiß jemand, wo man eine Verlaufskurve finden kann, wie sich die Inzidenzen der letzten vier Wochen seines Landkreises/Bundeslandes entwickelt haben?

    Was genau brauchst du? Bundesland oder Landkreis? Gesamtinzidenz oder nach Altersgruppen? Alle oder bestimmte Altersgruppen?

    Hier findest du die RKI-Inzidenzen nach Altersgruppen (Landkreis anklicken und runterscrollen): https://coronavis.dbvis.de/de/overview/map/lockdown-live

    Hier kannst du eine maßgeschneiderte Abfrage machen: https://survstat.rki.de/

    Wenns eine Kurve sein soll: Daten der Abfrage als zip herunterladen, es ist eine Excel-Datei, kannst sie also einfach in ein Diagramm verwandeln.

    @samu Es ging um die Frage, wie sehr man sich im Klassensaal bei hohen Inzidenzen auf die ffp2-Maske verlassen kann. Es wurde diskutiert, wie weit und warum sie das medizinische Personal schützt und welche Schlüsse man als Lehrer in der Schulsituation daraus ableiten kann. Wieso sollen solche Überlegungen nicht legitim sein?

    Medizinisches Personal hatte vor der Impfung, auch nachdem die Versorgung mit Schutzmitteln wieder gegeben war, ein sehr hohes Infektionsrisiko. Aerosole sind aber nicht so sehr das Problem, da es in den entsprechenden Abteilungen raumlufttechnische Anlagen gibt, die mindestens 12mal in der Stunde die Luft austauschen und mit Unterdruck arbeiten. Wir können besser Abstand halten, die haben die sicherere Luft. Tauschen möchte ich trotzdem nicht.

    "Fun" fact: JETZT wo sich abzeichnet, dass dank der 165 in den größeren BBS-standorten bis Sommer wohl kaum noch Präsenzunterricht stattfindet, macht uns das Heuchelland ein Impfangebot und bauchpinselt sich dafür selbst.

    Bist du sicher? An meiner Schulart hat das Heuchelland in Wahrheit nur darüber informiert, wann Gruppe 3 geöffnet wird und man sich dann ganz normal im Impfportal registrieren kann. Dann wird man angeblich bis Mitte Mai erstgeimpft (wie vermutlich die ganze Gruppe 3). Im Anschreiben wird auf die Tests verwiesen, die man im Heuchelland im Klassenzimmer durchzuführen hat. Die Aktion hat vermutlich der Hausjurist vorgeschlagen.

    Ich führe mich nicht sicher. Auch mit Tests nicht. Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich, dass diese Test nichts aussagen.

    Die Tests sind sehr nützlich bei Menschen mit Symptomen. In der Schule ist die Aussagekraft aber tatsächlich sehr begrenzt (durchschnittlich 58% bei Symptomlosen). Dazu kommen Anwenderfehler. Selbst erwachsene Laien erreichen nicht ganz die Ergebnisse von Profis, auch nicht, wenn sie von Profis eingewiesen werden (z.B. Charité-Untersuchung). Wie sehr das erst recht für das Schulsetting gilt, kann man hier beobachten:

    https://www.news4teachers.de/2021/04/unfass…eyer-und-hubig/

    Cochrane Review:

    Erstautorin Jacqueline Dinnes, Senior Researcher in Public Health, Epidemiologie und Biostatistik an der University of Birmingham kommentiert: „Unsere Übersichtsarbeit zeigt, dass einige Antigen-Tests nützlich sein können, wenn bei Menschen mit Symptomen ein Verdacht auf COVID-19 besteht. Diese Tests scheinen bei Menschen, die keine Symptome von COVID-19 haben, nicht so gut zu funktionieren. [...]

    Koautor Jon Deeks, Professor für Biostatistik an der Universität Birmingham, fügt hinzu: „Es ist gut, dass wir Evidenz dafür finden konnten, dass einige Testmarken die von der WHO festgelegten minimalen Leistungsstandards für die Untersuchung von Menschen mit Symptomen erfüllen. Allerdings machen diese nur einen sehr kleinen Teil der kommerziell erhältlichen Tests aus.

    Anders verhält es sich beim Testen von Menschen ohne Symptome, insbesondere bei der Verwendung von wiederholten Antigen-Schnelltests zum Screening auf SARS-CoV-2-Infektionen bei Schülern und Personal in Schulen sowie bei Krankenhaus- und Pflegeheimpersonal. Wir haben keine Daten oder Studien gefunden, die die Genauigkeit dieser Tests bewerten, wenn sie beim wiederholten Screening von Personen ohne bekannte Exposition gegenüber SARS-CoV-2 eingesetzt werden. Solche Test-Strategien können sich bisher nicht auf ‚Real-World‘-Evidenz aus der Praxis stützen."


    https://www.cochrane.de/de/news/aktual…hweis-von-covid

    Die Möglichkeit zu Selbsttests für Schüler und Schulpersonal ist sehr zu begrüßen, wenn auch nicht als Nieskonzert im Klassenzimmen. Als Argument für geöffnete Schulen bei höheren Inzidenzen sind sie aber schlicht nicht geeignet.

    Überschlagt doch mal alle Faktoren, die an eurer Schule das Ergebnis schmälern werden (Testtage vs. Anwesenheitstage, Nichtteilnehmende, Anwendungsfehler, Sicherheit von Selbsttests bei Kindern ohne Symptome (im Durschschnitt nur 58%), "Bus verpasst", Quatsch machen etc.).

    Da kommt realistisch betrachtet erschreckend wenig bei rum, viel weniger kanns bei Testung zuhause auch nicht sein. Dafür möchte ich mich nicht anhusten und anniesen lassen, den Müll entsorgen müssen und bei einem Ausbruch "schuld sein". So wie das ablaufen soll, erhöht es die Sicherheit nicht!

    FAZ: "In Paris hat die Triage begonnen"

    Schulschließung? Och nö.

    "Besonders kritisch ist die Lage an vielen Schulen, insbesondere in der Hauptstadtregion. Die Inzidenz in der Altersgruppe zwischen zehn und neunzehn Jahren beläuft sich im Großraum Paris auf 835. Doch in der Regierungsfraktion verweist man auf die sozialen Folgen einer Schulschließung. „Ich bin stolz darauf, dass wir die Schulen offen halten. Das ist die stärkste Weise, um gegen Ungleichheit zu kämpfen. Wer kann die Schäden für die Kinder ermessen, die seit Monaten keinen Klassenraum gesehen haben?“, sagte die Abgeordnete Aurore Bergé von La République en marche am Montag. ... Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Medef, Geoffroy Roux de Bézieux, sprach sich gegen Schulschließungen aus. „Wenn wir die Schulen schließen, hat das schwerwiegende wirtschaftliche Folgen“, warnte der Medef-Vorsitzende. Bildungsminister Jean-Michel Blanquer teilte einen Videoclip zur Musik von Pink Floyds „Another Brick in the Wall“ mit dem Text: „We hate online education“ („Wir hassen Online-Unterricht“)."

    https://zeitung.faz.net/faz/politik/20…7998-3oplZ-Z0Xo

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