Bevor ich mich zur gemeinsamen Planung auslasse:
In Hessen hat man ca 3 Monate die Einführungsphase, d.h. keine eigenen Klassen. Meist hospitiert man zu Beginn und im Verlauf der drei Monate hält man nach Absprache mit den eigentlich Unterrichtenden immer mal wieder einzelne Stunden.
Im folgenden Jahr hat man ausschließlich eigenverantwortlichen Unterricht im Unfang von 10-12 Stunden. Manchmal ist man doppeltgesteckt, d.h. Ref und Mentor sind gemeinsam in der Klasse mit 1 bis 2 Stunden. Das ist aber eher die Ausnahme.
Im Examenssemester reduzieren sich die Unterrichtsstunden auf die Hälfte.
Und jetzt komme ich zur gemeinsamen Planung: Als Mentorin setze ich mich gern mal mit meinem Ref zusammen, um seine Reihenplanung in Augenschein zu nehmen. Meine Planung zu meinen Klassen stelle ich gern vor, gebe ABs und Tipps, didaktische Literatur, Praxisbücher etc. Bei UBs und Examensprüfungen gebe ich natürlich ausführlicher Rückmeldung und Ideen. Aber: ich habe überhaupt keine Zeit, jede einzelne Stunde durchzuplanen. Ich habe eine volle Stelle, unterrichte nur Sek II, ein Korrekturfach, jedes Jahr Abschlussprüfungen und nicht zu vergessen ein kleines Kind zu Hause. Die Stundenpläne mit meinen bisherigen Refs haben pro Jahr max! eine gemeinsame Freistunde enthalten.
Seit 2019 bekommen Mentoren in Hessen 0,5 Std für ihre Mentorenschaft. Die Refs vorher habe ich also "umsonst" betreut und selbst die neuen 0,5 Std decken lange nicht die Arbeit, die ich mir schon bei Refs mache. Würde ich die nicht UB-Stunden auch noch intensiv besprechen, hätte ich gar keine Lust mehr auf eine Mentorenschaft.