Beiträge von plattyplus

    Man kann auch der weltfremde Lehrer sein und alles heimlich geschehen lassen. 👌

    Oder man sagt den Schülern: „Es gibt ein Alkoholverbot, das ich durchsetzen muss, weil es das Schulgesetz so vorsieht. Trotzdem werde ich nicht reihenweise die Taschen durchwühlen und wenn dann doch jemand angetrunken zu mir kommt ihm den Hals umdrehen.“

    Die allermeisten Schüler können da sehr gut zwischen den Zeilen lesen, wie das gemeint ist.

    Völlig abstrus wird es nämlich, wenn im Rahmen der Klassenfahrt ein Weinbaubetrieb oder eine Brauerei besucht wird. Dort ist im Rahmen der Brauchtumspflege der Alkoholkonsum bei der Verköstigung dann wieder erlaubt.

    Ich finde den letzten Ferientag auch immer doof. So ne seltsame Mischung aus Anspannung und auch Freude auf das neue Schuljahr und gleichzeitig ist man traurig, weil die Sommerferien vorbei sind.

    In meiner eigenen Schulzeit lief irgendwann am letzten Sommerferien-Sonntag nachmittags „Der gezähmte Widerspenstige“ mit Adriano Celentano im Fernsehen. Seitdem ist das bei mir der Kult-Film für genau diesen Tag für genau diese Stimmung, so wie Dinner for One immer zu Silvester läuft.

    Meine Schüler sind ja in aller Regel nochmal etwas älter, aber ist denn Alkohol für jetzt 16 Jährige überhaupt noch so reizvoll?

    Ich habe festgestellt, dass es erst durch das Verbot reizvoll wird. Kann man es eh an jeder Ecke kaufen und sagt der Lehrer nichts dazu, ist der Reiz des Verbotenen weg.

    Als ich vor 30 Jahren selber Schüler war, haben unsere Lehrer vor unseren Augen zu Alkohol und Zigaretten gegriffen. Das gehörte damals irgendwie dazu.

    Damals (bis 2007) war es ja auch erlaubt ab 16 zu rauchen, genauso wie es heute noch erlaubt ist ab 16 zu trinken. Alles, was die Schüler legal in jedem Laden kaufen können, kann ich als Lehrer nicht effektiv verbieten. Allein der Gedanke daran, dass dies möglich wäre, ist so utopisch wie die 24/7 Aufsicht während einer Klassenfahrt. Das Faktische, nämlich in dem Fall das menschliche Schlafbedürfnis, steht über dem Dienstrecht.

    Das habe ich noch nie gehört, dass eine SL alleine bei einem/einer Refi Unterrichtsbesuche durchführt!?

    In NRW darf die Schulleitung jeder Stunde eines Refis unangekündigt beiwohnen. Sie könnte sich also durchaus auch rein rechtlich unangekündigt den ganzen Schultag lang bei einem Refi hinten rein setzen und begutachten. Es ist allerdings guter Ton, wenn auch nicht verpflichtend, dass man sich als SL wenige Tage zuvor ankündigt. Aber ja, dann hat man halt zwei UBs an einem Tag.

    Ich kenne es z.B. von allen bisherigen Schulleitungen so, dass sie die komplette Doppelstunde sehen wollten, auch wenn der UB eigentlich nur die ersten/letzten 45 Minuten der Doppelstunde andauern sollte. Aber wie gesagt, die SL darf immer unvorangekündigt begutachten. Allerdings braucht man, wenn auf die Ankündigung verzichtet wurde, keinen kompletten Unterrichtsentwurf schriftlich einzureichen.

    Ich frage mich gerade, ob bei so einem Gespräch auch die Ursache der Krankheitstage mit rein spielt? Wenn sich jemand einen Arm oder ein Bein bricht und dann 10 Wochen am Stück krankgeschrieben ist, ist er ja locker über der Grenze von 30 Tagen und trotzdem ist davon auszugehen, dass nach der Abheilung in nächster Zukunft keine neuen Krankheitszeiten hinzu kommen werden.

    Innerhalb von 13 Tagen hatte ich 2 UBs und ontop noch eine Präsentation (weil die UBs ja nicht reichen), über ein Thema in welchem ich nicht mich auskenne und keine Zeit hatte mich vorzubereiten (Begabtenförderung).

    Zwei UBs in 13 Tagen ist jetzt nichts Außergewöhnliches. Wenn die SL dich ärgern will, hast du zwei UBs an einem Tag. In der 2. Stunde kommt das Seminar und weil die SL in der 2. Stunde keine Zeit hat, meldet sie sich für den gleichen Tag für die 5. Stunde an.

    Das übt dann schon einmal für die UPP. :pirat:

    Und auch wenn ich es mir inzwischen abgewöhnt habe, darauf zu warten, mir ist gerade eine lobende Erwähnung eingefallen, die ich im Referendariat von meinem damaligen Chef bekommen habe. Es ist Jahrzehnte im Gedächtnis geblieben.

    In dem Zusammenhang muss ich immer an den einen UB denken, bei dem es um meinen Einsatz im BDU ging. Meine Schulleiterin hatte den Termin gesetzt und weil ich wußte, dass es ernst wird, habe ich meinen Fachseminarleiter zusätzlich eingeladen. Beide, also auch die SL, hatten die passende Fakulta. Im Anschluss an den UB hat besagte Schulleiterin versucht mich auseinanderzunehmen, woraufhin dann der Fachseminarleiter eingeschritten ist: "Fr. X, wenn sie das selber so unterrichten, haben sie es in den letzten 35 Jahren fachlich falsch unterrichtet! Der Ansatz des Refis ist richtig."

    Damit konnte die SL mir dann für den UB keine 6 mehr reindrücken und mich mit der Begründung rauswerfen. :top:

    Das war echt ganz großes Tennis.

    Später habe ich dann erfahren warum die SL mich loswerden wollte. Sie hatten schon einen Quereinsteiger in der Hinterhand, mußten die Stelle dafür aber zuvor erfolglos ausschreiben und bei der Ausschreibung hat das Schulministerium dann zugegriffen und mich zugewiesen. Beim Diskussionsstarter hier könnte es ja ähnlich sein. Die Schule hat eigentlich einen Kandidaten und hat den Refi aufs Auge gedrückt bekommen.

    Zusatzaufgaben gibt's, aber es gibt Kollegen, die diese systematisch vor die Wand fahren und nicht mehr gefragt werden.

    Schon einmal dran gedacht, dass die Kollegen diese Aufgaben mutwillig vor die Wand fahren, damit sie im Anschluss nicht mehr mit eben solchen Zusatzaufgaben behelligt werden? Wir haben z.B. Kollegen, die sich auf diese Art und Weise die Aufgabe der Klassenleitung vom Hals halten.

    Meer

    Ich habe schon ein gutes Dutzend Ladekarten im Auto liegen, allerdings immer den Basistarif mit 0,-€ monatlicher Grundgebühr. Einen Ladetarif mit Grundgebühr und dann günstigerem kWh-Preis für den Urlaub abzuschließen stelle ich mir problematisch vor, weil man dann ja auf die Ladesäulen dieses einen Anbieters festgenagelt ist. Klar kann man auch mit Fremd-Karten laden, aber dank der dann anfallenden Roaming-Gebühr wird es ja nur noch teurer. Da ist es dann der Basistarif des jeweiligen Anbieters oft günstiger. Man muss aber dessen Ladekarte an Bord haben. Klar kann man auch statt der Karten sein Smartphone nutzen und den QR-Code an der Säule abscannen, allerdings werden da inzw. von Betrügern schon falsche QR-Codes aufgeklebt, um die Kunden so auf ihre Fake-Internetseiten umzuleiten und so die Kreditkartendaten zu stehlen.

    Mein absoluter Negativ-Rekord bisher waren 0,94€/kWh.

    Ich hätte mir Laden an öffentlichen Säulen deutlich günstiger vorgestellt. Interessant jedenfalls.

    Ein E-Auto rechnet sich nur, wenn du die die Alltagsfahrten mit der heimischen Wallbox abdecken kannst und die Ladesäulen nur für die außergewöhnlichen Fahrten benötigst. Mußt du auch im Alltag an die Ladesäule, ist der Verbrenner günstiger. Und da reden wir nicht über 2ct Stromsteuer. Da reden wir über viel größere Dimensionen.

    Täglich 20€ Strom?! So viel hat mein Benziner ja nichtmals gekostet, wenn ich täglich 150km gefahren bin.

    Ansonsten schönes Beispiel, warum E-Mobilität nur unter Idealbedingungen funktioniert.

    Täglich 250km bei einem Verbrauch von 20kWh/100km, also 50kWh Verbrauch...

    • Laden daheim aus der PV-Anlage kostet 8ct/kWh --> 4,- € bzw. 1,60€/100km
    • Laden daheim aus dem Netz kostet 30ct/kWh --> 15 € bzw. 6€/100km
    • Laden an der langsamen Ladesäule (11kW AC) kostet 49ct/kWh --> 24,50€ bzw. 9,80€/100km
    • Laden am Schnelllader (150kW DC) kostet 69ct/kWh --> 34,50€ bzw. 13,80€/100km

    Fairerweise habe ich jetzt natürlich bei der Ladesäule und beim Schnelllader jeweils 8ct/kWh Vergütung abgezogen. Der Strom, der nicht aus der PV-Anlage ins Auto wandert, wird ja eingespeist. So komme ich dann auf Mehrkosten von 40 bzw. 60ct/kWh.

    Der Diesel-PKW vorher hat sich 7 Liter genommen auf 100km, so dass da Kosten von 26,25€ täglich bzw. 10,50€/100km entstanden sind. Ich habe mal 1,50€/Liter angesetzt.

    ... ich ärgere mich gerade darüber, dass sie direkt vor meiner Haustür in den nächsten Wochen eine Baustelle einrichten wollen, um die Straße zu sanieren. Die Stadt hat uns auch so Info-Zettel in die Briefkästen gesteckt, in der Parkplätze in der Nähe ausgewiesen sind, weil wir wohl über 3-4 Wochen nicht mit PKWs durch die Baustelle werden fahren können.

    Soweit so nett. Problem: Mein E-Auto will an meiner heimischen Wallbox mit Photovoltaik-Strom geladen werden. Da nützt mir der Parkplatz 50m entfernt gar nichts. Die nächste langsame Ladesäule ist 3km entfernt, die nächste Schnellladesäule 12km. Wer zahlt mir da die Stromrechnung? Die Kostendifferenz zwischen dem eigenen PV-Strom und der Ladesäule beträgt ca. 40 bzw. 60ct/kWh, so dass für mich Mehrkosten von täglich 20-30€ anfallen werden.

    Kann ich diese Kosten dem Land NRW (Es handelt sich um eine Landstraße, keine Kreis- oder Kommunalstraße.) in Rechnung stellen?

    Wie Chilli schon schrieb: Die Zeit nach Ostern kann richtig ätzend sein, nämlich unter anderem an Beruflichen Schulen.

    Also für mich ist die ätzendste Phase im Jahr immer die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern. Das ist das längste Stück im Jahr (je nach Ostern auch mal 14 Wochen), im Januar muß ich die Prüfungsvorschläge für die Abschlußprüfungen einreichen, dann müssen die Halbjahreszeugnisse raus und Richtung Ostern müssen dann die Noten für die Zulassungskonferenzen für die Abschlußprüfungen stehen.

    Trotzdem mag ich in der Zeit aber auch keine beweglichen Ferientage verballern, weil das Wetter eh schon so melancholisch ist, dass ich mich eher durch Arbeit von der nassen, kalten und dunklen Jahreszeit ablenken lassen mag.

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