Beiträge von plattyplus

    Wie ist denn der Zeitraum ab wann man jemanden in die gezwungene Pension versetzen kann?

    Im Angestelltenverhältnis gilt: Fällt ein Angestellter wegen derselben Krankheit innerhalb von 2 Jahren mehr als 6 Monate aus, kann ihm krankheitsbedingt gekündigt werden. Und ja, meine Mutter war Angestellte im öffentlichen Dienst und ist genau mit dieser Regelung 3 Jahre vorzeitig zwangsweise in den Ruhestand versetzt worden. Sie wollte auch wieder arbeiten, aber der Arzt hat gesagt: "Ist nicht!"

    Ich könnte mir vorstellen, daß es bei Beamten ähnlich läuft. Wichtig ist, daß man wegen derselben Krankheit ausfällt. Die Ausfälle müssen auch nicht am Stück gewesen sein. Also wenn man nach 3 Tagen Arbeit feststellt, daß es doch nicht geht, fangen die 6 Monate nicht wieder von vorne an zu laufen.

    Und generell meine Empfehlung: Setzt euren Pflegefällen die Pistole auf die Brust. Entweder Kurzzeitpflege, Pflegedienst, ... oder das Vormundschaftsgericht soll entscheiden. Ihr seid nicht mehr in der Lage die Pflegefälle zu versorgen!

    Zumindest in Australien, Neuseeland und Südafrika ganz gut. Da bin ich aber beim Fahren auch hoch konzentriert, eben weil ich weiß „Linksverkehr“! Problem ist nur, daß bei den Mietwagen mit Rechtslenkung die Schalter für Blinker und Scheibenwischer vertauscht sind. Da geht dann beim Abbiegen an der Kreuzung immer der Scheibenwischer an.

    Gefährlich wird es erst, wenn ich nach 2-5 Wochen wieder zurückkomme und mich wieder an den Rechtsverkehr gewöhnen muß und wieder an die andere Position von Blinker- und Scheibenwischerschalter.

    Ich gebe die Frage mal weiter.

    Habeck wird langsam echt staatstragend und spricht Wahrheiten aus, die ich eigentlich aus dem Mund von Scholz hätte hören wollen:

    --> https://www.tagesspiegel.de/politik/vorgeh…d/28500152.html
    --> https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unt…habeck-101.html

    Ja, auch ich denke, daß die Heizung der Privathaushalte keine Bevorzugung vor der kompletten Industrie bekommen sollte. Ohne Warmwasser in der Wohnung komme ich lange aus, auch komme ich notfalls mit 4°C Raumtemperatur im Winter klar, auf das die Wasserrohre nicht einfrieren. Ggf. könnte man das Ganze noch mit Wärmestuben inkl. warmer Duschen (also beheizte Sporthallen) abfedern. Aber wenn die (Lebensmittel-) Industrie langfristig wegen Gasmangel stillgelegt wird und der Lebensmittelnachschub ausbleibt, dann wird es hart.

    Was soll das, daß in den Medien immer nur von den Heizkosten der armen Mieter gefaselt wird? Erkennen die Beteiligten das Problem nicht?

    Will Bundeskanzler Scholz uns alle durch sein Schweigen in Tiefschlaf einlullen?

    Und nein, ich denke nicht, daß die Bundesregierung ihren Sanktionskurs aufgeben sollte, auch wenn Russland uns den Gashahn komplett abdreht, denn die Russen faseln ja schon etwas von einem russisch dominiertem Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok, wo die Ukraine nur der Anfang sei.
    --> https://www.welt.de/politik/auslan…ladiwostok.html

    Es ist also klar wohin die Reise geht, wenn man "Sowjetrussland" (Zitat Konrad Adenauer) gewähren läßt. :daumenrunter:

    Die Diktatoren aus Moskau haben schon einmal versucht uns mit Hilfe von "General Winter" kleinzukriegen. Ich spreche von der Berlinblockade 1948/49. Die Generation meiner Großeltern konnte dem selbst nach einem zermürbenden Krieg widerstehen. Da werden wir jetzt wohl auch noch einen Winter aushalten, auf das im nächsten Jahr die LNG-Terminals auch gegen den Willen der Deutschen Umwelthilfe in Betrieb sind.

    Ich habe einfach keine Lust mich von solchen Typen via Twitter erpressen zu lassen:
    --> https://www.tagesspiegel.de/politik/winter…1/28498052.html

    Entschuldigung, aber in mir brodelt es gerade, weil in der Klasse des Nachwuchses seit langem ein russisches Kind gibt und jetzt fünf Ukrainer hinzu gekommen sind, die mit dem Verweis auf "Ihr habt meine Großeltern umgebracht" auf ersteres Kind losgehen. Die Schulleitung ist von der Situation überfordert, obwohl das doch wohl absehbar war.

    Bei uns gibt es auch schon die Stundenpläne vor den Sommerferien und selbst das ist noch sehr kurzfristig. Viele meiner Kollegen haben wie ich auch eine 4-Tage/Woche und legen ihre privaten Termine auf den freien Tag. Wäre halt blöd, wenn sich daran dann nachträglich noch etwas ändert und man auf einmal alles nicht mehr aufgeht. Ich habe z.B. meine Zahnarzttermine jetzt schon bis zum März 2023 jeweils auf den Vormittag meines freien Tages gelegt.

    Aber wir haben natürlich auch andere Schulzeiten:

    • Mo: 7.30-21.00 Uhr
    • Di: 7.30-21.00 Uhr
    • Mi: 7.30-14.30 Uhr
    • Do: 7.30-21.00 Uhr
    • Fr: 7.30-14.30 Uhr
    • Sa: 7.30-14.30 Uhr

    Da kann die Schulleitung schlecht sagen, daß man sich doch bitte die komplette Zeit frei hält, weil sich die Stundenpläne noch komplett ändern. Allein schon die Frage, ob man da abends noch zum Training des Sportvereins gehen kann oder gerade an dem Abend dann doch arbeiten muß, können sich wohl viele Kollegen hier nicht vorstellen. Bei einer Grundschule, die nur Mo-Fr 1.-6. Stunde hat, mag das gehen.

    Für mich wär's ein Traum. Lieber 4 Tage durchackern und dann einen Tag mehr Ruhe.

    Ich mache seit inzw. 9 Jahren die 4-Tage/Woche, weil dank zusätzlicher Abendschule (also ein Tag von 7.30-21.00 Uhr) die Stunden einfach innerhalb von 4 Tagen voll habe. Die Schüler sind natürlich 5 Tage/Woche in der Schule. Der große Vorteil dabei für mich: Man hat zumindest an einem Tag in der Woche morgens frei, an dem man sich die Arzttermine und Behördengänge legen kann.

    Ich glaube auch nicht, dass der Lehrerinnenberuf attraktiver wird, wenn dir Schülerinnen mehr saufen dürfen.

    Ich glaube schon das der Lehrerberuf attraktiver wird, wenn es nur noch Regeln gibt, die sich auch wirklich durchsetzen lassen. Also wenn die Jugendlichen das Zeug ab einem Alter von 16 überall kaufen können, wie will man sie dann nachhaltig stoppen?

    Das liegt aber teilweise auch an der Überlastung der Lehrkräfte.

    Ich mache das eher an einer überbordenden Bürokratie fest. Überall gibt es Regeln, die uns Lehrer mit einem Bein im Knast stehen lassen und es werden immer mehr.

    Bestes Beispiel: Ich gehe auf einer Klassenfahrt mit einer Klasse ins Schwimmbad. Da ich kein Sportlehrer bin und keinen DLRG-Schein habe, kaufen wir drei 10er Streifenkarten, jeder Schüler bekommt seine Eintrittskarte in die Hand und wir sind ganz normale Besucher unter Aufsicht des Bademeisters. Hier im Forum habe ich erfahren, daß ich das nicht darf, weil auch für volljährige Schüler der öffentlich bestellte Bademeister als Rettungsperson nicht ausreichend ist. :autsch:

    Oder: In NRW gibt es ein komplettes Alkoholverbot an Schulen egal wie alt die Schüler sind. Wie soll ich bitte 20-50jährigen angehenden Technikern das Bier oder den Sekt zur feierlichen Zeugnisübergabe verbieten?

    An meiner alten Schule dürfen die 10. Klassen nicht mehr ihren Abschluß abends feiern, weil sich direkt neben der Schule ein kleiner Fluß befindet, der im Sommer so wenig Wasser führt, daß man mit Gummistiefeln hindurch laufen kann. Trotzdem müßten die Schüler auf Anordnung der Stadt mehrere hundert Meter Bauzäune aufstellen (lassen), schließlich könnte ja ein Betrunkener im Suff in den Fluß fallen und ertrinken.

    Freundlich formuliert: Diese ganzen Regeln eines Nanny-States lösen bei mir nur noch :uebel: aus.

    Gute Idee. Da kommen IT & Co. sicher nicht vor. Insofern können wir da das politische Versagen bei der Digitalisierung gut umschiffen.

    Also bei uns gab es damals schon IT-Unterricht, nur war der technisch und mathematisch sehr viel tiefgründiger als heute. Wer versteht heute schon noch etwas von Interrups, IRQs und DMA-Kanälen?

    Bei vielen meiner Schüler überkommt mich der Gedanke, daß sie nur deswegen eine IT-Ausbildung (vollschulisch) machen, weil Oma gesagt hat: "Junge, du machst doch eh immer etwas mit dem Computer...", nur ist das leider zumeist nur zocken und bunte bewegte Bildchen begucken. Wenn wir dann mit der Von-Neumann-Architektur kommen, knickt mindestens die Hälfte der Klasse weg.

    Ich dachte aber in erster Linie an die Unterrichtsmethoden und nicht so sehr an die -inhalte. Jedenfalls betrachte ich mich selber nicht als so genial, daß ich Unterrichtsinhalte, über die sich Professoren ihr Leben lang den Kopf zerbrochen haben und für die sie den Nobelpreis bekommen haben, so aufbereiten zu können, daß die Schüler innerhalb von 3 Minuten das Problem erkennen und mit Hilfe meines Materials innerhalb von 15-20 Minuten eigenständig eine Lösung erarbeiten können.

    Oder anders: Ich habe es echt häufiger im Unterricht, daß die Schüler um Frontalunterricht bitten, weil bei den ach so tollen Mehtoden die Inhalte heute leider viel zu kurz kommen.

    und mich schon auf vier freie Woche gefreut hatte, bekam ich einen Anruf, dass ein:e Kolleg:in, der/die mit über 20 Stunden in der Sek II eingesetzt war ersatzlos(!) und sofort die Schule verlässt. Darufhin habe ich dann mit der SL den Unterricht umverteilt und dann einen weiteren Stundenplan erstellt.

    Und was wäre, wenn Du in den Sommerferien einfach mal für 5 Wochen nach Australien verreist wärst, das australische Outback ist auch schön und vor allem funktionieren dort Handys einfach nicht und für den Computer für die Stundenplanung hast du da eh nicht genug Strom, wenn du das Gerät überhaupt in den Urlaub mitgenaommen hast.

    Finde ich unvorstellbar, dass diese ganze Post erst an den Landkreis geschickt werden müsste, um dann dort frankiert und versendet zu werden. Was für ein unnötiger Zwischenschritt!

    Die Briefe sind alle schon kuvertiert und die Kreisverwaltung befindet sich schräg gegenüber auf der anderen Straßenseite. Da wandert dann der ganze Stapel Briefumschläge zur Kreisverwaltung und wird dort dann in die Frankiermaschine geladen.

    Davon entfallen nur ca. 25 Tage auf die Zeit vor den Sommerferien.

    Also ich habe es gerade mal durchgerechnet für NRW:

    Im Schuljahr 2022/23 komme ich auf 28 Ferientage (ohne Sommerferien und Feiertage) zuzüglich von 3 (???) beweglichen Ferientagen je Schule, also insg. 31 Tage.

    Im Schuljahr 2023/24 komme ich auf 27 Ferientage (ohne Sommerferien und Feiertage), über die beweglichen Ferientage weiß ich noch nichts.

    Ob man auch tatsächlich Erfolg hat, wenn man die finanzielle Abgeltung beantragt, ist eine andere Frage...

    Offiziell müßten doch auch die Referendare und Vertretungen einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen haben, oder? Wenn ja, würde ich mal ganz genau ausrechnen wie viele Tage Schulferien da eigentlich noch übrig bleiben, wenn neben den Sommerferien auch sämtliche Feiertage, die in die Ferien fallen, wegfallen.

    Ich könnte mir gut vorstellen, daß man da dann gar nicht mehr die Möglichkeit hat die 30 Tage Urlaub in den Schulferien überhaupt zu nehmen. In einem solchen Fall darf man die restlichen Urlaubstage dann ja auch während der Schulzeit nehmen. Als ich Referendar war, hat ein Kollege jedenfalls genau dieses getan. Er hat die Herbstferien um eine Woche verlängert, um seine 30 Tage Urlaub überhaupt nehmen zu können.

Werbung