Beiträge von plattyplus

    Gemeint ist, dass der Name der Lehrkraft, die vom Arbeitnehmer vertreten wird, nicht erwähnt wurde, was ich nachvollziehbar finde aufgrund von Datenschutz.

    Klar ist der Datenschutz verständlich, aber andererseits wird damit die Vertretungskraft auch übervorteilt. Schließlich kann so der Arbeitgeber jeden Tag eine beliebige Person aus dem Hut zaubern, sagen, daß diese jetzt wieder da ist und somit der Vertrag der Vertretungskraft mit sofortiger Wirkung hinfällig ist. Die Vertretungslehrkraft kann das nicht mehr überprüfen bzw. nachvollziehen, eben weil die zu vertretende Person vorab nicht benannt wurde. Also ich denke schon, daß bei der Begründung "Schwangerschaftsvertretung" genau spezifiziert werden muß welche Schwangere vertreten wird. Ansonsten denke ich, daß der Befristungsgrund nicht hinreichend genau benannt ist und somit nach all den Verlängerungen eigentlich eine Entfristung von gerichts wegen ansteht. Aber das ist nur meine laihenhafte Meinung.

    Bzw habt ihr Ideen was ich tun könnte? Mit der chefin habe ich schon gesprochen, es hat aber nicht viel gebracht, sie meinte nur dass sie froh ist dass sie neue Lehrer bekommt und diesen eben auch Stunden geben muss.

    Moin,

    also vorab: Niemandem vom uns stehen irgendwelche Stunden oder klassen zu. Die Verteilung obliegt alleinig der Schulleitung. Auch kann ich verstehen, daß die neuen Kolleginnen erst einmal ein paar Stunden Musik mehr bekommen, denn schließlich müssen sie noch Lehrproblem machen und die sollte man schon ein den Fächern ablegen können, die man auch studiert hat.

    Was du tun könntest: Einen Versetzungsantrag stellen, ganz offiziell über den Dienstweg auf den Schreibtisch der Schulleitung, damit Deine Chefin sieht, daß es dir ernst ist. Wenn Du eh nur fachfremd unterrichtest, kannst Du ja nicht unabkömmlich sein. Folglich müßte sie dich dann ja gehen lassen. Ich habe das Spiel mit meinem Chef auch schon durch, da ging es aber um Abordnungen an andere Schulen mit abweichenden Ferienterminen. Ist ganz toll, wenn das komplette Kollegium in die Ferien verreist, man selber aber da bleiben muß, weil man ja noch eine Teil-Abordnung an der Backe hat. In dem Jahr gab es vom Chef das Ehrenwort, daß es in diesem Jahr die letzte Abordnung wäre und im nächsten Schuljahr ein anderer Kollege an der Reihe ist, um "die Pilze im Galliergebiet zu suchen" (frei nach Asterix). Im nächsten Jahr war ich selbstverständlich wieder der Gelackmeierte.

    Ich habe ihm damals den Versetzungsantrag auf den Tisch gelegt gleich mit dem Hinweis, daß ich ja nicht unabkömnmlich sein könne, denn wäre ich unabkömmlich, würde er mich ja nicht abordnen. Danach hatte sich das Thema Abordnung erledigt. :teufel:

    So würden wir KuK das auch gerne machen... Dann wären bei uns dieses Jahr so einige SuS nicht versetzt worden.

    Wenn ich mit einer neuen Vollzeitklasse anfange (also Klasse 11), beenden bei mir regelmäßig nur ca. die Hälfte der Schüler das erste Ausbildungsjahr. Die andere Hälfte sägt sich wegen unentschuldigter Fehlzeiten selber ab. Die denke wahrscheinlich alle, daß der Kuschelkurs bzgl. der Fehlzeiten aus der Sek 1 so weitergeht. Aber ich fühle mich halt in der Pflicht gegenüber der anderen Hälfte, nämlich denen das Lernen zu ermöglichen.

    Bezeichnend fand ich mal einen "Tag der offenen Tür". Da hat ein Kollege aus der Zubringerschule 3 oder 4 seiner Schüler bei mir geparkt, weil sie wohl aus einer anderen Klasse schon rausgeflogen waren. Diese Schüler mußten dann auch gleich ganz dringend auf Toilette. Ja ne ist klar. Ich habe sie trotzdem gehen lassen. Deren Mitschüler meinten dann nur, daß die jetzt abhauen würden. Mit meiner Antwort hatten sie nicht gerechnet: "Ja, und? So stören sie wenigstens nicht mehr. Ich habe mich um die zu kümmern, die lernen wollen!"

    Daraufhin deren Mitschüler aus Klasse 10: :staun:

    Genau das hat uns unsere Schulleitung untersagt. Dürften wir nicht. Wir dürften in der anschließenden Stunde (wenn Person denn da) prüfen, ob die letzte Stunde nachgearbeitet wurde. Wenn nicht dürften wir dann dafür eine 6 eintragen.

    Bei uns hat sich die Schulleitung genau gegensätzlich geäußert. Jede unentschuldigte Stunde ist mit der Note 6 zu werten, jede Diskussion erübrigt sich. Und da es ein Schüler geschafft hat wirklich regelmäßig in Religion zu fehlen ohne sich abzumelden, ist das dann in der Gesamtnote auf dem Zeugnis eben eine 6, die dann auch zur Nichtversetzung führt, obwohl der Rest nur aus den Noten 2-4 besteht.

    Wenn dann auf Grund der versäumten Stunden keine sonstigen Maßnahmen eingeleitet werden kann das schon zu Unmut führen.

    Also ich habe die letzte Anmahnung unentschuldigter Fehlstunden noch am Freitag direkt nach der Zeugnisausgabe, zu der der betreffende Schüler ebenfalls nicht erschienen ist sondern mir nur via Teams schrieb, daß wir ihm das Zeugnis doch per Post zuschicken sollten, verfaßt. §53 Schulgesetz läßt grüßen.

    Bei uns in der Schule schießen sich eigentlich alle Schüler mit unentschuldigten Fehlstunden und den daraus resultierenden Folgen selber ab. Wirkliches Versagen aufgrund fehlender Leistungsfähigkeit gibt es nicht.

    Daher auch immer meine Ansage zu Beginn eines neuen Schuljahres: "Mich interessiert es nicht von welchen Schulen ihr mit welchen Abschlüssen kommt. Hier pünktlich und regelmäßig zu erscheinen, dafür braucht man keinen Schulabschluß, das muß man spätestens in der Grundschule auch so schon kapiert haben." Wer das nicht schafft, ist halt nicht ausbildungsreif.

    Aber wenn ich natürlich solche Aussagen wie von Dir höre und mir vorstelle, daß die Zubringerschulen da ähnlich weich mit Fehlzeiten verfahren, wundert es mich nicht, wenn die Schüler bei uns einen Kulturschock bekommen und gar nicht verstehen können, daß plattyplus da Ernst macht. Sie sind halt 10 Jahre mit der Leistungsverweigerung durchgekommen. :(

    Welche Erlebnisse und Erfahrungen durftest du als Erwachsene mit deinen Großeltern machen, mit denen du als Kind nie gerechnet hättest?

    Als ich 13 war hat mein Opa mit eine Zigarette hingehalten und meinte: "Wenn Du meinst, daß du cool genug bist, versuchs..."
    Ich habe mir damals die Lunge aus dem Hals gehustet und mir geschworen "Nie wieder!"

    Im Alter von 23 hat mir mein Opa erzählt was in der Zigarette drin war. Es waren getrocknete und kleingehackte Brennesseln. Sah aus wie Tabak, aber die Wirkung war extrem. Meinen Papa darauf angesprochen, war seine Antwort nur: "Ja, das haben wir früher in der Ausbildung auch geraucht, dann sind wir zum Arzt und haben uns krankschreiben lassen."

    Aber viele Erfahrungen habe ich da auch nicht, weil meine Großeltern doch recht früh verstorben sind.

    Vielleicht noch aus meiner Jugend: Zu meinem 14. Geburtstag nahm mich Opa mit zum Flugplatz und als "Geburtstagsgeschenk" gab es dann einen Flug im offenen Doppeldecker (Tiger Moth). Als Opi mir dann gezeigt hat, was so ein alter Jagdpilot aus dem 2. Weltkrieg noch an Kunstflugfiguren drauf hat, damit hätte ich nicht gerechnet. Fing schon damit an, daß wir auf der Startbahn standen und ich den Gashebel langsam ganz nach vorne schieben sollte, woraufhin sich der Schwanz des Vogels im Propellerwind bereits im Stand vom Boden gehoben hat. Er hatte die Radbremsen noch getreten.

    Ich gebe die Frage dann mal weiter.

    Was hat §48, Absatz 5 Schulgesetz NRW mit einer negativen Zukunftsprognose zu tun?

    Da steht ganz klar: "(5) Verweigert eine Schülerin oder ein Schüler die Leistung, so wird dies wie eine ungenügende Leistung bewertet."

    Unentschuldigtes Fehlbleiben ist eine Leistungsverweigerung, fertig. Damit ist die sonstige Leistung dieser Stunde eine 6.

    Angeblich sind Flachdächer heute nicht mehr das Problem. Also bei modernen Bauten. Hat mir mal ein Baugutachter gesagt als ich mir ein Haus angesehen habe.

    Ja, aus Sicht des Bauunternehmens sind die Flachdächer kein Problem, genauso wie Wärmedämmverbundsysteme kein Problem sind, denn beide schaffen so gerade eben die 5 Jahre Gewährleistungsfrist und danach ist es dann das Problem des Bauherrn und nicht mehr das Problem des ausführenden Unternehmens. :pirat:

    Bei uns wundern sich jetzt halt die Schüler, die gezielt in einzelnen Fächern immer wieder fehlen, weil sie den Lehrer oder das Fach nicht mögen, daß ihr Fernbleiben solche Folgen hat. Denn ja, einer hat es auf diese Art und weise sogar geschafft in Religion eine 6 zu kassieren und damit ohne die Möglichkeit zur Nachprüfung nicht versetzt zu werden, obwohl er in allen anderen Fächern 2 bis 4 steht.

    BlackandGold

    Natürlich ist dies möglich. Ich bin während einer Klassenfahrt z.B. auch ins Schwimmbad gegangen obwohl ich kein Sportlehrer bin und nicht den DLRG-Schein habe. Wir haben zwei 15er Streifenkarten gekauft und dann auf einen Schlag gleich alles abgestempelt. Damit waren wir offiziell als normale Gäste im Scheimmbad, die Bademeister waren da und sie hatten die Aufsicht über die Schwimmbecken. Problem beim Schulsport ist ja, daß die Städte um Kosten zu sparen während des Schwimmunterrichts normalerweise keine Bademeister stellen, so daß der Sportlehrer deren Job auch noch übernehmen muß.

    Also wenn der Surfkurs an einem offiziell überwachten Strand inkl. Rettungsschwimmer stattfindet, sehe ich da kein Problem.

    DeuGeo

    Mir hilft Untis meine Noten zu argumentieren. Man kann sich da auch einen Bericht „Fehlzeiten je Fach“ erstellen lassen. Da bei uns in NRW jede unentschuldigte Fehlstunde mit der Note 6 zu werten ist, werden die Schüler dann zumeist ganz kleinlaut.

    Mit den Papierklassenbüchern war das immer ein riesen Aufwand am Ende für jedes Fach die unentschuldigten Fehlzeiten abzurechnen.

    Humblebee: Das Problem sind die Berichte, die man aus dem (Web-) Untis Klassenbuch am Ende des Schuljahres zieht, was die Fehlstunden, Noten etc. angeht. Wenn man da unterjährig umstellt, wird das die Hölle.

    Ich habe so eine 3wöchige Hau-Ruck Einführung von Untis vor einigen Jahren in einer Schule mitgemacht, in die ich abgeordnet war. Jahre später wurde Untis auch bei uns eingeführt, allerdings nicht in einer Hau-Ruck-Aktion sondern unterjährig mit 6 Monaten Übergangszeit. Es war die reinste Katastrophe im Vgl. zu der Hau-Ruck Aktion.

    Moin,

    da auch an unserem Schulgebäude in diesen Sommerferien wieder Dacharbeiten anstehen, frage ich mich warum die Schulgebäude heute in einer dermaßen schlechten Qualität erbaut werden, daß ich mir das im Privaten nicht gefallen lassen würde. Ich rede dabei weniger von Mängeln in der Bauausführung als viel mehr von planerischen Mängeln.

    Hier stehen Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert, gebaut mit Backsteinen und einem Satteldach drauf. Die stehen auch nach 150 Jahren noch und sehen gut aus.

    Heute werden hingegen irgendwie nur noch Plattenbauten, wahlweise aus Beton- oder Holzfertigteilen mit Flachdach hingestellt, wo doch jeder weiß, daß man ein Flachdach nicht langfristig dicht bekommen kann. Unsere Schule ist aus 1974 und hat das dritte Dach, praktisch jedes Jahr muß repariert werden. Die Schule des Nachwuchses wurde gerade aus Holz neu erbaut, der Architekt läßt sich noch dafür feiern, wo das Flachdach schon undicht ist und die Holzfassade verwittert.

    Gibt es irgendeinen Grund für die Stadtverwaltung solche Bauten überhaupt durchzuwinken? Ich würde dem entsprechenden Architekten die Entwürfe um die Ohren hauen.

    Ist das Bauen mit Ziegel- oder Kalksand-Steinen mit einem zweischaligen Mauerwerk samt Wärmedämmung aus Steinwolle in der Mitte und einem Satteldach gedeckt mit Ton-Dachpfannen soviel teurer? Zur Kostenreduktion darf es auch gerne Sichtmauerwerk sein, dann spart man sich das Verputzen der Wände. Diese Gebäude haben jedenfalls schon gezeigt wie lange sie durchhalten können.

    Meine alte Grundschule war auch so ein Flachdach-Bau, auf den sie inzw. einen hölzernen Dachstuhl samt Dachpfannen gesetzt haben, weil die laufenden Reparaturkosten des Flachdachs einfach nicht mehr bezahlbar waren.

    Weil die doppelte Buchführung die reinste Katastrophe ist und weil es absolut keinen Sinn macht sowas innerhalb des Schuljahres zu beginnen. Also entweder ihr fang zum neuen Schuljahr 2022/23 an oder erst 2023/24. Und es wird immer KuK geben, die dagegen sind, egal wie man es macht.

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