Ich finde es immer niedlich, wenn kinderlose Menschen (am besten noch aus Großstadt xy) einem erzählen wollen, wie gut sie alles ohne Auto hinkriegen.
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Seit der Geburt meines Kindes wurde mir sehr bewusst, wie wenig Stunden so ein Tag hat und dass 30 Minuten Zeitersparnis mitunter den Tag retten.
Ich finde die Vorstufe vor den Kindern schon lustig, wenn es darum geht, daß man doch gefälligst an seinen Dienstort umziehen soll, der Umwelt und der kürzeren Anfahrt zum Arbeitsort wegen. Ist denn heute wirklich die Hausfrauen-Ehe noch Standard? Weil nur mit so einer Hausfrauen-Ehe, wo dann die Ehefrau ihrem Mann folgt egal wohin, ist sowas machbar.
Oder andersrum: Ich finde es total weltfremd, wenn mir besagte Leute aus der Großstadt erzählen, daß ich meine Beziehung aufgeben soll, weil ich nach Westen zur Arbeit fahre, mein Mädel nach Osten zur Arbeit fährt und unser beider Fahrstrecken ökologisch nicht verantwortbar wären, weil zu lang. Das Thema "Kinder" verkompliziert die Situation dann noch zusätzlich.
Aber wir können natürlich das Eherecht aus den 1950ern wieder einführen, wo der Ehemann bestimmt, ob die -Frau arbeiten darf oder nicht usw. usw. ...
Ist es das, was diese "niedlichen" Zeitgenoss*innen wollen?