Das "Problem" ist nur, dass man Kinder und Jugendliche, und die unterrichtest du nunmal, nicht einfach wegsperren kann, sobald sie unangenehm werden. Du merkst ja auch beim Strafgesetz, dass Jugendliche viel milder bestraft werden als Erwachsene, weil hier der erzieherische Aspekt über das reine Abstrafen überwiegt. Das ist aber auch nicht in Stein gemeißelt: Immer wieder gibt es gesellschaftliche Diskurse, ob das Mündigkeitsalter gesenkt und das Strafmaß hochgesetzt werden soll.
Ja und?
Wenn es zuviel wird, würde ich als Lehrkraft auf jeden Fall die Beleidigung polizeilich anzeigen. Da kommt zwar erst einmal nichts bei raus, aber wenn es sich häuft, kann man argumentieren, dass das Vertrauensverhältnis dermaßen zerrüttet ist, dass man den entsprechenden Schüler nicht mehr objektiv beurteilen kann und so wird man ihn dann los.
Ich habe die "Kinder" zwar erst im Alter von 16+ vor der Nase, aber da machen wir es genau so. Wenn es zu extrem wird, werden die Schüler an andere Schulen versetzt, zumal wir auch keine Parallelklassen haben. Manche Schüler werden so zu einem regelrechten Wanderpokal und schaffen es eine dreijährige Ausbildung an vier Schulen zu absolvieren.
Ich habe mir inzw. auch angewöhnt bei den Schülern direkt Contra zu geben. Als mich letztens ein farbiger Schüler als Rassisten beschimpft hat und drohte mich deswegen anzuzeigen, weil er sich anders seine 6 als Klassenarbeitsnote nicht erklären konnte, obwohl es offensichtlich war, weil er einen leeren Zettel abgegeben hatte, war meine Antwort gleich, dass er aufpassen solle, dass ich ihn nicht anzeige wegen übler Nachrede und entsprechenden Unterstellungen. Der war so geplattet, dass er mal richtig contra bekommt, dass Ruhe war.