An der Rechtschreibreform hat man gemerkt, dass Veränderungen an der Sprache die Leute auf die Pame bringt.
Darum ignoriere ich sie auch geflissentlich. 
Was die deutsche Sprache angeht, habe ich da immer ein Beispiel zu Beginn des Informatik-Unterrichts, um zu veranschaulichen warum wir eine Programmiersprache brauchen, die ihre eigenen Regeln mitbringt. Da wir hier gerade beim Gendern sind, möchte ich Euch das Beispiel nicht vorenthalten:
"Das Mädchen sieht das Fahrrad im Schaufenster des Geschäfts. Es will es haben."
Für uns alle ist klar, daß der zweite Satz bedeutet, daß das Mädchen das Fahrrad haben will. Grammatikalisch ist das aber überhaupt nicht klar. Warum will das Mädchen nicht das Schaufenster oder das ganze Geschäft haben?
Merke, Sprache funktioniert nur vor dem Hintergrund eines großen sprachübergreifenden Allgemeinwissens, was Menschen üblicherweise haben wollen und was nicht. Dieses Hintergrundwissen können wir einem Computer gar nicht bzw. nur ganz schwer beibringen.
Oder für kleinere Kinder: Man zeigt ihnen mehrere Portrait-Fotos und sie sollen sagen, ob sie einen Mann oder eine Frau sehen. Das schaffen sie sehr zielsicher. Anschließend sollen sie sagen woran sie festmachen, daß es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Die Frage kann kein Kind wirklich beantworten, insb. wenn man auch Männer ohne Bart und solche mit Perücke im Fotostapel hat sowie Frauen mit Kurzhaarfrisur.
Was ich damit sagen will: Diese von oben aufoktroyierten Änderungen aus politischem Willen funktionieren sowieso nicht.