Beiträge von plattyplus

    Ist das ein ziemlich ambitioniertes Vorhaben oder gibt es tatsächlich welche unter euch, die wirklich alles digital (sprich abgescannt) vorliegen haben?

    Ich habe inzw. wirklich alles digital und damit enorme Vorteil im spontanen Vertretungsunterricht. Meine Kollegen sagen immer schon: "Der Platty kann eigentlich seine Tasche zuhause lassen. Das Handy (fürs Untis-Klassenbuch) und der USB-Stick (256GB) in seinem Portemonnaie reichen komplett aus." Und ja, das stimmt eigentlich auch.

    Ich habe alles bei uns am Schul-Kopierer eingescannt, also meine Unterlagen durch die doppelseitigen Durchzugscanner laufen lassen. Da muß man natürlich auf den Seitenzähler gucken, daß man nachher wirklich alle Seiten hat und er nicht mal zwei Seiten auf einmal durchzieht. Aber damit geht es echt rasend schnell.

    Die digitalen Lösungen der Verlage sehe ich als nicht brauchbar an, da man sie nicht offline nutzen kann. Konkret heißt für mich "digitales Schulbuch", daß ich eine PDF-Datei haben will. Ich will eben nicht für jede Seite einzeln mich erst auf dem Verlagsserver einloggen müssen, um dann die Seite nur am Computer sehen aber nicht drucken zu können.

    Ich habe heute morgen festgestellt, dass 1) drei Olympia-Athletinnen für den playboy posiert haben und 2) eine davon Soldatin ist.

    Wenn zwei das Gleiche tun, ist es halt noch lange nicht das Selbe.

    Ich erinnere nur an den §183 Strafgesetzbuch: "Ein Mann, der eine andere Person durch eine exhibitionistische Handlung belästigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

    Ergo: Frau darf mit entsprechend fehlenden Klamotten durch die Schule laufen, Mann nicht. Und was machen wir jetzt mit den Diversen? :teufel:

    Moin,

    nachdem ich aus dem Urlaub zurück bin, wollte ich Euch mal fragen, was ihr so alles unplanmäßig erlebt habt und ob das Eure Stimmung runtergezogen hat oder nicht?

    Bei mir war eine Woche Gran Canaria angesagt und die Pauschalreise, ich war das erste Mal seit 15 Jahren wieder pauschal unterwegs, wurde doch wesentlich abwechselungsreicher als gedacht. :pirat:

    • Beim Hinflug stellte sich kurz vorm Abflug heraus, daß die Maschine (Boeing 737) kaputt ist und erst repariert werden mußte. Die Motoröl-Füllstandsanzeige im Cockpit würde nicht funktionieren. Die Reparatur ging eigentlich recht schnell, aber da die Crew nur 10 Stunden im Dienst sein darf und der Flug nach Gran Canaria 4,5 Stunden dauert, mußte sie erst einmal getauscht werden. Bei der Reparaturverzögerung von 50 Minuten hätte sie sonst den Rückflug nicht mehr geschafft. Das Aus- und Einladen der Passagiere in Gran Canaria dauert ja auch ein paar Minuten. Als der neue Pilot dann am rechten Triebwerk eine Klappe öffnete, um den Motorölstand zu kontrollieren, wurde es einigen Passagieren zuviel. Es wäre nicht professionell, daß ein Pilot da höchstpersönlich den Ölpeilstab (wie beim Auto auch) rauszieht und kontrolliert und schon gar nicht vor den Augen der Passagiere. Jedenfalls wollten spontan ca. 15 Passagiere nicht mehr mitfliegen und natürlich mußten jetzt deren Koffer erst einmal rausgesucht werden. Schließlich darf kein Koffer ohne Passagier an Bord sein (Vorsichtsmaßnahme gegen Kofferbomben).
    • Nach der Ankunft auf Gran Canaria wurden wir mit einem Bus zu den Hotels gebracht. Entsprechend wurden auch an jedem Hotel ein paar Koffer ausgeladen. Am 4. oder 5. Hotel stellte sich dann heraus, daß irgendein Urlauber an den vorherigen Hotels wohl einen falschen Koffer mitgenommen hatte. Der Koffer eines anderen Urlaubers war jedenfalls unauffindbar. Entsprechend mußten wir erst einmal alle Hotels erneut abklappern, um diesen einen Koffer wiederzufinden. Da es schon abends war, hatten einige Urlauber ihre Koffer aufs Zimmer gestellt und waren erst einmal zum Abendessen gegangen, dauerte also etwas länger die verwechselten Koffer wiederzufinden.
    • Beim Hotel gab es nichts zu meckern. Es war zwar das älteste Haus am Platz (Baujahr 1967) aber bestens in Schuß. Damals wurden die Grundstücke noch nicht so zugebaut wie heute. Hotel mit eigener Palmen-Parkanlage und die Palmen waren höher als das Hotel. :staun:
    • Zur Erkundung der Insel ein Motorrad gemietet und nach 3 Tagen eine Ersatzmaschine bekommen, weil bei der ersten Möhre der Anlasser defekt war. Blöd nur, daß mir das genau am anderen Ende der Insel passierte. Aber dafür findet man mit so einem Gerät überall einen Parkplatz, auch in der Altstadt von Las Palmas.
    • Die extra dünne Motorrad-Schutzkleidung funktionierte, auch wenn sie im Internet von einer Kundin schlecht bewertet wurde, weil man bei 28°C und Fahrtwind darin frieren würde. Das erste Mal, daß ich etwas gekauft habe, gerade weil es schlecht bewertet wurde. Für die Hitzeschlacht bei 32-36°C taugte die Klamotte jedenfalls. Der Hersteller bietet das Zeug ja nicht umsonst "für extreme Hitze" an. Mit T-Shirt und kurzer Hose fahre ich so eine Möhre jedenfalls nicht.
    • Am letzten Tag hab ich mir in den Dünen von Maspalomas, in denen man denkt man wäre in einer Wüste, dann auch noch einen gehörigen Sonnenbrand eingefangen.
    • Der Rückflug verlief unspektakulär, nur Rail & Fly danach war eine Katastrophe. Eine Strecke war wegen einer Bombenentschärfung (Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg) gesperrt und auf der Ausweichstrecke hat sich jemand vor einen Zug geschmissen (Suizid), so daß die Strecke auch dicht war. Ergebnis waren 4 Stunden Verspätung.

    Aber von diesen ganzen kleinen Nebensächlichkeiten da oben läßt Platty sich doch nicht die Stimmung verderben. Wäre doch Schade drum. :victory:

    Nur: Warum nölen die anderen Pauschal-Touris schon rum, wenn es am Buffet anstelle von Vanille- und Erdbeer-Eis an einem Abend mal Kokosnuss-, Caramel- und Pistazien-Eis gibt? Ok, es war ein 5-Sterne Hotel, aber irgendwie fand ich die ständige Nölerei der anderen Gäste um mich rum nervig. Warum suchen die immer nur das Haar in der Suppe?

    Oder bin ich, der ich auch schon mit einem Geländewagen auf eigene Faust durchs australische Outback getingelt bin, einfach nicht die richtige Klientel für so ein 5 Sterne Hotel?

    Wie ist es Euch im Urlaub so ergangen?

    Aber gegen die ganzen Zerstörungen von Hab und Gut, was hätte da geholfen?

    • Gar nicht erst in Hochwassergebieten bauen. Wenn man keine Elementarschäden-Versicherung in dem Gebiet bekommt, hat das einen Grund.
    • Den Keller nicht als Lager für alles Mögliche mißbrauchen.
    • Auf den Halligen etc. sind die Heizungen und die Elektro-Verteilung nicht umsonst auf dem Dachboden installiert. Die planen schon mit vollgelaufenen Kellern, so sie denn überhaupt welche haben.
    • Den Keller gezielt fluten, damit das Haus nicht aufschwimmt wie ein Schiff, sich dann schief wieder setzt und in Folge abgerissen werden muß.

    Mir fällt nicht erst seit Corona auf, dass Menschen auch mit Warnungen unterschiedlich umgehen. Wird vor einem Sturm gewarnt, bleiben Menschen zu Hause, um sich zu schützen und Rettungskräfte nicht in Gefahr zu bringen. Andere verfolgen ihre üblichen Pläne und sagen später „ist ja nichts passiert“. Beide lernen am Erfolg.

    Ich denke einfach, daß heute viel zuviel gewarnt wird. So wurden z.B. an meiner alten Schule (an der ich Schüler war) die abendliche Abi-Feier verboten, weil dabei Betrunkene im Zuge des Alkoholkonsums in den nahen Fluß stürzen und bei 30cm Wassertiefe ertrinken könnten. Der Deutsche Michel erwartet halt eine Vollkasko-Versorgung und wenn wenn doch etwas passiert, sind immer die Anderen Schuld. :daumenrunter:

    Dabei wird dann praktisch das komplette Leben verboten, weil es ja so gefährlich ist. Leute, das Leben ist immer lebensgefährlich und endet bestimmt tödlich, also genießt es vorher!

    Ich wünschte mir, daß nur noch Warnungen ausgesprochen werden, wenn es wirklich gefährlich wird und nicht mehr vor jedem Pups gewarnt wird. Entsprechend gehe ich auch mit den allermeisten Warnungen um. Ich stelle mich zwar darauf ein, daß ich aufpassen muß, aber ich mache es trotzdem!

    Meine persönliche Erfahrung: Bei den Dingen, die allgemein als gefährlich eingestuft werden, ist mir bisher noch nie etwas passiert. Aber bei den Dingen, die allgemein als "da kann nichts passieren" gelten, ging es so gewaltig schief, daß ich froh bin im Krankenhaus wieder aufgewacht zu sein und keinen Grabstein 1,5m über meinem Kopf stehen habe.

    Mein Problem ist, dass ich einfach nicht spüre, dass ich für irgendwas "brenne". Ich weiß nicht, ob ich später als Arzt zufrieden sein würde.

    Wenn du unbedingt Lehrer werden willst: Wie wäre es mit: "Medizinstudium zuende machen und dann als Arzt am Berufskolleg in NRW MFAs, MTAs, ... ausbilden"?

    In dem Berufskolleg, in dem ich mein Referendariat gemacht habe, hatten wir jedenfalls eine ganze reihe Ärzte genau dafür.

    Von welcher "Sondergenehmigung" sprichst Du?

    Geht es um das Problem, daß die Lehrveranstaltungen an der Uni parallel liegen und Du dich entsprechend entscheiden mußt welche Du besuchst?

    Oder geht es darum, daß es die Fächerkombination so im Fakulten-Plan des Bundeslandes nicht gibt?

    In NRW gibt es z.B. im Berufsschulbereich die Fächerkombination Maschinentechnik & Fertigungstechnik. Will man eines der beiden Fächer studieren/untrerrichten, muß man auch das andere Fach machen. Man kann sich also nicht für die Fakulten Maschinentechnik & Deutsch (als Beispiel) entscheiden. Dabei ist nicht die Uni das Problem sondern das Land NRW, das diese Kombination so festgelegt hat.

    Soll Dein Ansinnen in diese Richtung gehen, würde ich mir das mit der Sondergenehmigung mehr als einmal überlegen, weil die Wahrscheinlichkeit äußerst hoch sein wird, daß du am Ende keine Planstelle bekommen wirst. Schließlich werden (zumindest in NRW) die Planstellen nach Fakulten ausgeschrieben und da jeder Schulleiter weiß, daß nur Maschinen- & Fertigungstechnik in Kombination zulässig sind, schreibt er auch diese Kombination aus, auch wenn er eigentlich nur Maschinentechnik benötigt. Bewirbst Du dich dann auf die Stelle mit Maschinentechnik & Deutsch, darf er Dich nicht einstellen, auch wenn er dich sogar zum Vorstellungsgespräch eingeladen hat und haben will.

    Unser örtliches GA hat letzte Woche eine Kollegin trotz doppelter Impfung und FFP2 Maske in Quarantäne geschickt, das GA des Nachbar-LK einen anderen Kollegen bei gleicher Konstellation jedoch nicht.

    Es ist wohl so, daß jedes Gesundheitsamt für sich alleine entscheiden kann, wen es in Quarantäne schickt und wen nicht. Als ich im November den ersten Corona-Fall in meiner Klasse hatte, war es richtig interessant. Das Gesundheitsamt an meinem Dienstort hat nur die Schüler in Quarantäne geschickt und das Gesundheitsamt an meinem Wohnort hat den Plattyplus dann auch in Quarantäne geschickt, was der Schulträger nicht verstehen konnte, versicherte das Gesundheitsamt am Dienstort von Plattyplus doch, daß Pauker nicht in Quarantäne gehen, weil man sonst innerhalb nur einer Woche sämtliche Schulen in den de facto Lockdown schicken würde, da es kaum noch Pauker geben würde, die vor Ort in den anderen Klassen dienstfähig wären.

    Mich haben die letzten Monate tatsächlich dazu motiviert noch achtsamer durch meinen Alltag zu gehen. Also mehr im Hier und Jetzt zu sein, dieses bewusst wahrzunehmen, anzunehmen, was gerade dazugehört, bewusst wahrzunehmen, was jenseits der Pandemie schön/erstrebenswert/positiv/lebenswert ist.

    Ich habe in den letzten Monaten gelernt: „Als Single fällt mir psychisch die Decke auf den Kopf. So muß es sich auch im Alter anfühlen, wenn man ins Pflegeheim abgeschoben wird.“

    Würde es rein um meine Gesundheit gehen, würde ich gerne das Infektionsrisiko eingehen, wenn im Gegenzug das alte Leben wieder einkehrt.

    Ist halt die Frage: „Wofür lohnt es sich zu leben und notfalls auch zu sterben?“

    Die User, die hier Kinder haben, können die Frage wahrscheinlich einfach beantworten. Aber als kinderloser Single steht mein Leben seit Anfang 2020 mehr oder minder komplett still und ist eigentlich eher ein Überleben als etwas, für das es sich lohnt…

    Es geht darum, dass diese politische Entscheidung viel zu früh kommt und wir noch nicht so weit sind.

    Für mich persönlich ist das Schwerste an der Situation, daß es kein Enddatum gibt. Würde mir jemand sagen: „Am Tag x (bspw. 1.5.2022) ist es vorbei, du kannst jetzt schon einmal den Neuseeland-Urlaub für den Sommer 2022 planen, die Hochzeitsfeier mit 200 Gästen ansetzen, …“, ich könnte die Situation wesentlich besser ertragen. Die kurzfristige Salamitaktik des „auf Sicht fahren“ zermürbt mich. 😪

    Sag' mal, hast du was getrunken?!?

    "Interessanter" Vorschlag, der wohl in vielen Kontexten kaum umsetzbar ist...

    Getrunken? Nein!

    Muß ich mir etwa die Situation schön saufen?

    Ich muß halt daran denken, wie sich bei uns im Ort in Hochinzidenzzeiten die Leute nicht im Café sondern im Supermarkt verabredet haben oder meine Cousine (Gym. Lehrerin) damals schwanger ihre Hochzeit im Linienbus gefeiert hat.

    Solche Dinge sehe ich durchaus als vermeidbar an. Und selbst wenn man es nicht vermeiden kann, muß man da nicht stundenlang tratschen.

    Stattdessen geht über Wochen durch die Medien, ob man irgendwelche Masken, die vor einem Jahr auf die Schnelle angeschafft wurden und die nur 90% der geforderten Filterleistung haben, an Obdachlose ausgegeben werden dürfen oder ob das moralisch doch verwerflich ist.

    Ich kann mir hier gar nicht mehr vorstellen, dass man irgendwann wieder ohne Masken einkaufen oder den ÖPNV nutzen darf.

    Wobei ich das mit den Masken seit Beginn der Pandemie sowieso ziemlich dämlich finde.

    Als ich vor 20 Jahren meinen Zivi-Dienst auf einer Kinder-Intensivstation abgeleistet habe, hieß es: „Ein Chirurg, der keine OP-Maske trägt, nur durch die Nase ein- und ausatmet und wirklich die Klappe hält, verteilt am OP-Tisch nur 1/3 der Keime, die sein Kollege absondert, der eine OP-Maske trägt, durch den Mund atmet und labert.“

    Entsprechend habe ich seit Beginn der Pandemie, damals gab es ja noch keine Maskenpflicht, im Supermarkt tunlichst die Klappe gehalten und durch die Nase geatmet.

    Ich finde es irgendwie erschreckend, daß die Medien die unterschiedlichen Masken vergleichen und die Leute dann mit ihren Masken labern, labern, labern, labern, …

    Warum bringt niemand das Thema „Klappe halten!“ in den Medien auf breiter Front auf den Tisch?

    Ich hoffe einfach, dass Betroffene in bessere Prävention investieren, so kann man sich mit etwas Geld viel Schaden ersparen (was nicht heißen soll, dass man selbst schuld ist).

    Ich wohne Gottseidank etwas höher bei uns im Ort. Bei uns hat die Feuerwehr bei einem der letzten schweren Hochwasser auch schon Keller gezielt geflutet, damit die Häuser nicht aufschwimmen wie Schiffe. Manche Keller sind heute ja echt so wasserdicht wie die Senkkästen aus Beton, die die Alliierten im 2. Weltkrieg als Behelfshafen in die Normandie geschleppt und dort geflutet/versenkt haben.

    Wenn ein Haus aufschwimmt und sich nach der Flut wieder „setzt“, kann man davon ausgehen, daß es danach so schief steht, daß man es nur noch abreißen kann.

    Ich frag mich bei manchen Neubaugebieten aber auch, wer die ausgewiesen hat und wie blöd manche Käufer sind. Oder: Wenn sich in direkter Nachbarschaft ein ein zieg Jahrzehnte altes Ausflugslokal befindet, das damals auf 2-3m hohe Holzpfähle gesetzt wurde und dessen Terrasse entsprechend wie ein zu breit geratener Bootssteg aussieht, wie kann man nur direkt daneben ein Haus mit Keller bauen?

    Ja, damals war das Ref. noch 24 Monate lang (heute 18 Monate) und startete immer zum 2. Halbjahr, also irgendwann Anfang Februar. Es gab auch noch einen Start zum August, also zum 1. Halbjahr, aber der war nur optional, so daß man nicht davon ausgehen durfte, daß man, wenn man einmal ablehnt, 6 Monate später anfangen durfte. Bei dem August-Termin konnte sich das Ministerium und/oder das Seminar (Weiß nicht mehr so genau.) sehr kurzfristig querstellen und dann gab es eben keinen August-Termin.

    Dann hast du dir damals die falsche Schule ausgesucht. An vielen anderen Schulen sind Refis gerne gesehen, leisten einen wertvollen Beitrag und müssen natürlich keine unbezahlte Mehrabeit leisten.

    Ich habe mir die Schule nicht ausgesucht, ich wurde ihr vom Schulministerium zugewiesen. In NRW kann man sich ja nur Wünsche für Regierungsbezirke äußern, also 1. bis 3. (oder 4.?) Präferenz und dann weist das Ministerium zu. Mangels Sozialpunkten bin ich dann quer durchs Bundesland geschickt worden und brauchte entsprechend einen Zweitwohnsitz. Ich wollte da nie hin.

    Als bekannt war welche Schule es wird, wollte mich die Schulleitung zur Weihnachtsfeier einladen, was ich leider ablehnen mußte, weil ich bis zum 31. Dezember noch bei meinem alten Arbeitgeber beschäftigt war.

    Als ich dann Anfang Januar, es war an einem der letzten Tage der Weihnachtsferien, ich war noch nicht vereidigt, in die Schule kam, begrüßte die Schulleiterin mich mit den Worten: „Hr. Plattyplus, ich sehe es an ihrem Augenaufschlag, sie können es nicht! Wollen sie nicht gleich aufgeben?“

    Da wußten ich noch nicht, daß sie mit dem Quereinsteiger wohl schon alles abgesprochen hatte und ich dieser ganzen Planung jetzt drohte den Todesstoß zu geben.

    Nur leider hat die damalige Chefin durch ihren Angriff an dem Tag bei mir erst so richtig den Kampfgeist geweckt. Jetzt erst recht! :pirat:

    Die nächsten zwei Jahre hatten wir so richtig Spaß zusammen. Ich habe auch regelmäßig beim Gedanken daran, daß ich am Montag wieder in die Schule muß, ins Waschbecken ge… :uebel:

    Aber mindestens ein Jahr verlieren, das Referendariat fängt in NRW ja immer nur zum 2. Halbjahr an, oder gleich die ganze Ausbildung in den Sand setzen, weil der Schulleiterin mein Augenaufschlag nicht paßt? Was bildet diese Frau sich ein wer sie ist?

    Falsch, die Gesundheitsämter haben die Schulleitungen und Hortleitungen dazu ermächtigt.

    Also bei uns in NRW (oder zumindest in meiner Klasse) war das so, daß ich nur im Rahmen der Amtshilfe das Gesundheitsamt unterstützt habe. Konkret gab es vom Gesundheitsamt die Quarantäne-Verfügungen. Diese habe ich als ganzen Stapel fertig unterschrieben zusammen mit einer Liste welchen Schülern ich die Verfügungen auszuhändigen habe vom Gesundheitsamt bekommen und ich mußte anschließend ans Gesundheitsamt zurückmelden welchem Schüler ich die Quarantäneverfügung zustellen konnte und um welche Schüler sich jetzt noch das Gesundheitsamt selber kümmern mußte, weil ich die Schüler an dem Tag nicht erreicht habe.

    Und dann gibt es einfach Mängel an der Bausubstanz die nicht behoben werden KÖNNEN, mit denen müssen wir weiter leben. Wir haben z. B. bei jedem Starkregen Wassereinbruch im Keller und zum Teil tritt auch Wasser durch die Fenster und Deckenpaneelen ein. Dafür müssten sie einfach den ganzen Kasten wegreissen und neu bauen, was aber ohnehin schon seit 15 Jahren der Plan ist und in weiteren 10 Jahren oder so dann auch endlich mal umgesetzt werden wird.

    Das erinnert mich irgendwie an meine Grundschule (als ich Schüler war). Wir hatten auch so einen 1970er Jahre Plattenbau mit Flachdach. Das Ding war einfach nicht dicht zu bekommen. Irgendwann hat dann unsere Stadtverwaltung Nägel mit Köpfen gemacht und den Kasten komplett abgerissen.

    Der Neubau sah dann so aus:

    • Kein Keller
    • Doppelschaliges Mauerwerk (also außen rote Klinker, dann Wärmeisolierung und dann erst innen die tragende Wand)
    • Klassisches Satteldach mit Keramik-Dachziegeln (einer der führenden Dachziegelfabrikaten Deutschlands sitzt im Nachbarort, der hat sich nicht lumpen lassen), keine Dachluken oder so einen Firlefanz

    Ergebnis: Das Schulgebäude aus den frühen 1990ern sieht von außen fast so aus wie ein Gebäude aus den 1890ern, aber seitdem gab es mit der Bausubstanz nie wieder Probleme. Wassereinbruch unbekannt. Durch die dicken Wände heizt sich der Bau auch im Sommer kaum auf. :top:

    Und da sag noch einer, daß unsere Vorfahren nicht wußten, wie man ein Gebäude hochzieht, das 200 Jahre hält. :victory:

    Ich bin gespannt wie es bei den ersten Höhenflügen ist

    Achte bei den Höhenflügen bitte darauf, daß du wirklich gut ins Gurtzeug kommst. Ggf. die Bremsen loslassen und sich mit beiden Händen an den Karabinern festhalten, um sich richtig ins Gurtzeug zu setzen. Die Beinschlaufen müssen locker sein. Wenn du nicht in den Gurtzeug -Sitz kommst und längere Zeit mehr oder minder stehend in den Beinschlaufen hängst, drückt es die Blutzufuhr ab und es kommt zum Hängetrauma.

    Du magst es traurig finden, aber ein Schulträger kann alte Schulgebäude von vor 150 Jahren ja nicht mal eben anpassen, das wären immense Kosten

    Wobei allein die Kosten nicht einmal DAS Problem ist bei so einem historischen Gebäude. Ich habe das bei mir am Ort selber bei einem Hotel erlebt. Da sagt das Denkmalamt, daß die Fenstergitter im Erdgeschoß drin bleiben müssen, weil die Fassade unter Denkmalschutz steht. Gleichzeitig sagt das Gewerbeamt und die Brandaufsicht, daß die Fenstergitter raus müssen, wei im Brandfall die Fenster als Fluchtwege zur Verfügung stehen müssen. So, jetzt fang mal an den gordischen Knoten zu durchschlagen.

    Bei alten Schulgebäuden ist es ähnlich. Da einen Fahrstuhl einzubauen, ist das geringste Problem. Aber wenn dann der Denkmalschutz kommt oder auf einmal das komplette Gebäude renoviert werden muß, weil so ein Fahrstuhl ja auch Strom braucht und durch die Arbeiten an der Elektroinstallation der Bestandschutz der Elektro-Anlage verfällt, so daß die komplette Elektrik im ganzen Geäude neu eingezogen werden muß, ...

    Das läßt sich beliebig weiter fortsetzen. Ergebnis: Wir stehen uns selber im Weg.

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