Beiträge von plattyplus

    Auf welche BVG-Entscheidung beziehst Du dich?

    Auf eine ganze Reihe Urteilen des BVerfG und BAG, hier mal die Herleitung inkl. der Links zu den Urteilen:

    --> https://verfassungsblog.de/paritaet-und-a…m-arbeitskampf/

    Oder, wie es unser Lehrbuch in der Schule formuliert: "Tarifverhandlungen ohne das Recht zum Streik wären nicht mehr als 'kollektives Betteln'."

    Dies ist ein Zitat aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Jahre 1980 (Absatz 22, Seite 5).

    --> https://www.dgbrechtsschutz.de/fileadmin/medi…_AZR_168-79.pdf

    Ich frage mal andersrum: Was machst Du, wenn jetzt ab morgen Deutschlandweit nur die 100 Mitarbeiter streiken, die beispielsweise für die Rechenzentrum der Banken notwendig sind. Forderung 10fachen Lohn. Solange kein Zahlungsverkehr mehr. Oder Fluglotsen, Hafenlotsen, Brückenwärter, ...

    Es gab mal Zeiten, da zählte die Eisenbahn, die Post (inkl. Telefon) und die Flugsicherung zur Daseinsfürsorge. Damals waren die Mitarbeiter an den entsprechenden Stellen verbeamtet. Heute ist die Eisenbahn privatisiert, die Post-Zustelldienste picken sich die Rosinen raus (Versandkosten gelten nicht für den Versand auf die deutschen Nordseeinseln etc. ...) und die Flugsicherung übernimmt die Deutsche Flugsicherung GmbH.

    Der Staat hat also entschieden, daß diese Aufgaben nicht mehr für die allgemeine Daseinsfürsorge notwendig sind. Da darf er sich dann aber auch nicht beschweren, wenn nach der Privatisierung gestreikt wird. Da sogar das Bundesverfassungsgericht bestätigt, daß ein Streik wehtun muß, um überhaupt sinnvoll zu sein, erübrigt sich die Frage, ob es angemessen ist die Kunden in Probleme zu stürzen.

    Da braucht jetzt niemand zu jammern, wenn die Bahn nicht fährt und z.B. die Klassenfahrt in der nächsten Woche in den Sternen steht, weil niemand weiß, ob man am Freitag mit der Bahn auch wieder nach Hause kommt.

    Letztlich schadet auch jeder Streiktag dem Arbeitgeber. Es gibt sicherlich verschiedene Ideen, wie man das Umsetzen könnte. Das einfachste wäre eine Ankündigungsfrist. Streiks müssen 7 Tage vorher angekündigt werden und der nächste Streik kann erst angekündigt werden, wenn der erste beendet ist. Das würde vielen Pendlern und vor allem der Wirtschaft massiv helfen.

    Damit würdest Du das Streikrecht massiv untergraben, denn gerade die fehlende Vorankündigung ist es doch, die Streiks erst so richtig schmerzhaft für den Arbeitgeber machen, eben weil keine Notfallfahrpläne mehr erstellt werden können. Nein, gewiß muß ein Streik bei der Bahn angekündigt werden, aber ich würde die Frist hierfür eher bei 1 Minute denn bei 7 Tagen sehen, gepaart mit der gesetzlichen Regelung, dass im Personenverkehr die Züge nur an Bahnhöfen und nicht auf freier Strecke stehenbleiben dürfen, damit die Passagiere den Zug verlassen können und es so nicht zu Freiheitsberaubungen kommt.


    Die Gewerkschaft denkt an seine Mitglieder und der Arbeitgeber an sich.

    Was wir bei Corona ja gesehen haben. Die Managerder großen Konzerne haben Staatshilfen beantragt und sich gleichzeitig Boni ausgezahlt, während für die kleinen Angestellten auf dem Balkon geklatscht wurde.

    Nicht Weselsky ist das Problem sondern der Bahnvorstand!
    --> https://www.fr.de/meinung/tarifk…e-92870420.html

    Erst eintreten dann mitreden

    Ich bin vor Jahren aus dem Verein ausgetreten als ich nach dem Ref nicht übernommen wurde. Wie gesagt sehe ich keinen Sinn darin der GEW beizutreten, weil sie sich nicht einmal für ihre Mitglieder einsetzt sondern stattdessen versucht Weltpolitik zu betreiben.

    Eine erneute GEW-Mitgliedschaft kommt für mich nur infrage, wenn Maike Finnern zurücktritt und Claus Weselsky übernimmt. Der ist wenigstens loyal zu seinen Mitgliedern, auch wenn der Rest der Republik das nicht hören will. Wahlweise könnten wir natürlich auch zu tausenden in die GEW eintreten, wie wir es damals als Studenten mit der FDP gemacht haben. Der Slogan damals: "Klaut dem Westerwelle die Partei!"

    --> https://www.spiegel.de/politik/wir-kl…00-000007809500

    Leider kann ich als Berufsschullehrer nicht der IG Metall beitreten. Der Beitrittsantrag wäre heute Abend noch abgeschickt. Der Mitgliedsbeitrag von 1% lohnt sich wenigstens.

    Ok, Israel hat Atomwaffen, der Iran hat sicherlich Atomwaffen, Nordkorea hat Atomwaffen, China hat Atomwaffen. Warum sind Atomwaffen in der Ukraine ein größeres Problem? Nicht dass ich das gut finden würde. Aber mich würde mal die Argumentation interessieren.

    Ich würde eher sagen: Hätte die Ukraine ihre Atomwaffen nicht abgegeben, hätten wir jetzt keinen Krieg.

    Das denke ich auch. Warum wohl gibt es zwischen Indien und Pakistan nur kleine Schamützel an der Grenze aber keinen Krieg? Weil beide Atommächte sind und beide wissen, daß ein Krieg ihrer beider Untergang wäre.

    Wir sind halt auch nur ein Spiegel des Kollegiums und wenn ich mir mein eigenes Kollegium vorstelle, ob sie eine Resolution mit diesem Inhalt unterschreibt, dann schätze ich 3 dafür, 7 dagegen.

    3 sind dafür und 12 Weitere, die von der GEW als Debattier-Club bisher nichts gehalten haben, würden deswegen in die Gewerkschaft eintreten. Da wären die 7 Gegenstimmen dann in der Minderheit.

    Du warst so gut gestartet um dann als Bettvorleger zu landen.

    Würde sich Maike Finnern einen Zacken aus der Krone brechen, wenn sie in den Medien (möglichst Tagesschau) allen Eltern eröffnet, dass die GEW allen Mitgliedern rät Klassenfahrten aufgrund des Haftungsrisikos und der Arbeitszeiten zu unterlassen?

    Das die GEW kaum Verhandlungsmacht hat, ist mir klar. Aber die Gewerkschaft bezieht ja nicht einmal klar Stellung für ihre Mitglieder. Das ist es, was ich bemängele.

    Um bei der Landung als Bettvorleger zu bleiben: Lieber mit fliegenden Fahnen untergehen als gar nicht erst zu kämpfen!

    Die Tatsache (?) der Anwesenheit eines Ersthelfes ändert genau NICHTS an der Notwendigkeit, ärztliche Hilfe herbeizurufen.

    Und das rechtzeitige Herbeirufen ärztlicher Hilfe ändert genau NICHTS an dem Urteil. Schließlich sind die beiden Kolleginnen dafür verurteilt worden, dass sie die Vorerkrankungen vorher nicht schriftlich abgefragt haben und nicht dafür das zu spät Hilfe gerufen wurde.

    ...und würde dann kurz danach mit der Forderung nach einer 34-Stunden-Woche o.ä. wieder auftauchen.

    Warum darf nur die IG Metall eine 35-Stunden/Woche durchsetzen aber keine andere Gewerkschaft?

    Das die GEW immer noch bei der 40 bzw. 41-Stunden/Woche ist, ist kein Maßstab. Die GEW will Weltpolitik betreiben und vertritt ihre Mitglieder nicht wirklich.

    Würde sie ihre Mitglieder vertreten, würde sie z.B. nach dem Urteil zu der Klassenfahrt ins UK medienwirksam alle Lehrer dazu aufrufen Klassenfahrten in Zukunft aufgrund des unzumutbaren Haftungsrisikos generell zu unterlassen!

    *seufz* Alles lesen. Die Politik hat nichts damit zu tun, dass die Mitarbeiter (wegen der nun fehlenden Beamtung etc.) nun streiken. Die Entscheidung fällen sie selbst. Immer noch.

    Wenn „die Politik“ als Mehrheitsaktionär in einer außerordentlichen Hauptversammlung den Vorstand der DB AG anweisen würde die geforderte 35-Stunden/Woche zu akzeptieren, wäre der Streik sofort vom Tisch.

    Er hat dazu noch mehr gesagt. U.a. dass durch den bestreikten Güterverkehr die Kohlelieferungen an die Kraftwerke nicht erfolgen.

    Alles Folgen, die die GDL scheinbar nicht durchdenkt.

    Alles nur Politikergelaber. Wenn die Versorgung der Kraftwerke etc. wirklich so kritisch wäre, könnte unsere Bundesregierung die Lokführer dienstverpflichten, ebenso wie sie jeden Bürger im Katastrophenfall dienstverpflichten kann. Als wir hier das Weserhochwasser hatten, hat das THW auch den extra angereisten Katastrophen-Touristen … äh -Helfern eine Schaufel in die Hand gedrückt, sie dienstverpflichtet und 6 Stunden Sandsäcke füllen lassen.

    Atombomben werden zur Drohung eingesetzt (und bei manchen Deutschen funktioniert es, sie würden Deutschland den Russen übergeben).

    Dann sollten wir also auf Basis des Budapester Memorandums der Ukraine die Atombombe zurückgeben samt Interkontinentalrakete, um sie von St. Petersburg über Moskau bis Wladiwostok abliefern zu können?

    Würde Putin wohl auf diese Drohung gegenüber seiner eigenen Person regieren?

    Dann kann er ja keine Soldaten mehr für sich sterben lassen.

    Wenn man nicht so dumm war, auf einzelne Aktien zu setzen und/oder seinem "Bankberater" zu vertrauen, war das Problem für Privatanleger gar nicht so groß.

    Ich sehe das Risiko da aber auch weniger bei den Einzelaktien, da weiß jeder, dass die Firma pleite gehen kann, als viel mehr im Emmitenten-Risiko. Wenn man breit mit Hilfe eines Aktienfonds investiert und dann die Bank, die den Fonds ausgibt, pleite geht…. z.B. damals Lehman-Brothers, kann sehr schnell auch das komplette Geld weg sein.

    Wenn die anderen daran Schuld sind, dass man "Bankberatern" vertraut, ist das Leben einfacher.

    Das mit dem „Bankberater“ ist wohl das größere Problem. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass dieser Mensch in Wirklichkeit ein Verkäufer ist, der mir Finanzprodukte verkaufen will, um von der Provision bei Vertragsabschluss zu leben. Einen wirklichen Berater würde ich als Kunde für seine Beratung direkt bezahlen.

    So ruft mich auch die örtliche Volksbank immer wieder an und will mich zu „Beratungsgesprächen“ einladen. Meine Antwort ist dann immer nur, dass ich an dieser Art von Verkaufsveranstaltungen kein Interesse habe und von mir aus auf sie zukommen werde, wenn ich Bedarf an Finanzprodukten habe.

    Ich kann mich noch zu gut an diese Gespräche erinnern. Dort wurden mir immer ach so tolle „neue Produkte“ vorgestellt, die dann am Ende doch wieder eine Kapitallebensversicherung etc. waren.

    Selber setzte ich derweil auf thesaurierende (legen die Dividenden automatisch wieder an) und replizierende (kaufen die Aktien tatsächlich und investieren nicht in andere Finanzprodukte) Aktienfonds, z.B. den MSCI-World bzw. FTSE All-World, weil ich hoffe so auch das Insolvenzrisiko des Fonds-Emmitenten einzugrenzen. Geht er pleite, wie es bei Lehman-Brothers der Fall war, sind zumindest die Aktien als Sachwerte noch vorhanden.

    Normalerweise geht alles gut, aber auch ein Jugendlicher kann dem plötzlichen Herzkasper bekommen.

    Mußt Du mir nicht erzählen. Als ich Zivi war, haben wir im Krankenhaus ein neues Gerät bekommen, mit dem man von außen mittels Ultraschall die Herzfunktion untersuchen konnte. Bei der feierlichen Übergabe vor Pressevertretern wurde dann ein Kind fürs Foto „untersucht“. Eigentlich sollte das nur eine gestellte Szene fürs Foto werden. Aber unser Arzt hat dann mal gleich einen angeborenen Herzfehler gefunden und der Knirps konnte gleich zur OP da bleiben. Der hatte nie irgendwelche Symptome gezeigt.

    Was ich damit sagen will: Das vom Staat geforderte Level der Betreuung können wir auf einer Klassenfahrt gar nicht erfüllen.

    Sollte vielleicht zum E-Autokauf motivieren.

    Das denke ich auch! Schließlich sind geniale Konstruktionen immer einfach, denn kompliziert bauen kann jeder. (Frei nach Sergej Korolev) Das Auto mit Verbrennungsmotor wurde in den letzten Jahrzehnten immer komplizierter (Katalysator hier, Partikelfilter dort, dazu noch Abgasrückführung, ....) , um doch noch irgendwie die nächste Stufe der Abgasvorschriften zu erfüllen. Irgendwo ist da so langsam das Ende der Fahnenstange erreicht.

    Da ist das Elektroauto dann die Alternative. Je einfacher, desto weniger fehleranfällig.

    Entsprechend mag ich auch keine Hybridfahrzeuge, denn die haben ja nur noch mehr Teile, die alle kaputt gehen können.

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