Beiträge von plattyplus

    Was passiert denn, wenn einer am Tag der Zeugnisübergabe eben nichts hat, ohne Anschluss da steht?

    Dann muß er weiterhin seine Schulpflicht erfüllen und kommt bei uns (oder an einem anderen Berufskolleg) in die Ausbildungsvorbereitung. Und ja, auch da haben wir dann die ganz großen Spezialisten, die einem direkt ins Gesicht sagen, daß sie nur in der Schule sind, damit ihre Eltern Kindergeld bekommen.

    Das große Aha-Erlebnis kommt bei denen erst, wenn die Fehlzeiten mehr als 30% erreichen und die Meldungen von uns Klassenlehrern an die Familienkasse und ans Ausländeramt zur Folge haben, daß das Kindergeld gekürzt wird bzw. sie den Auffenthaltstitel verlieren und abgeschoben werden.

    Und nein, wenn von insg. 54 Schülern aus zwei Parallelklassen um 11 Uhr nur insg. 6 Schüler anwesend sind, aber nicht die, die um 8 Uhr da waren, dann bin ich mit meinem moralischen Kompaß auch durch. Wer das System dermaßen verachtet und ausnutzt, muß sich nicht wundern, wenn das Pendel dann auch ganz heftig in die Gegenrichtung ausschlägt.

    Was wäre denn deine Vorstellung davon, wie das dann aussähe? Und was wäre die Alternative, wenn es sich nicht von alleine "einpendelt"? Mir fällt dazu tatsächlich nichts ein.

    Meine Gedanken dazu:

    • Ausweitung des §183 StGB auf alle Geschlechter oder wahlweise dessen ersatzlose Abschaffung. Ich wäre für die Ausweitung.
    • Die/der Gleichstellungsbeauftragte wird im Betrieb von dem Geschlecht gestellt, das unterrepräsentiert ist. Aktuell muß eine Gleichstellungsbeauftragte per Gesetz immer weiblich sein, auch in einer Grundschule mit 98% Frauenanteil.
    • Anpassung der Aufsichtenregelung bei Klassenfahrten. Wenn Schülerinnen da nur von Lehrerinnen beaufsichtigt werden dürfen, sollten Schüler auch nur von Lehrern beaufsichtigt werden dürfen. Aktuell gilt nur der erste Teil der Regelung.
    • Die Quotenregelung bei Beförderungen sollten nur bei neuen Beförderungen gelten und nicht auf die Gesamtanzahl. Wenn ich höre, daß bis zum Jahr 2035 (Datum fast beliebig ersetzbar) die Vorstandsposten paritätisch besetzt sein sollen, heißt das doch, daß bis dahin nur noch Frauen befördert werden dürfen, um das zu schaffen. Für die aktuelle Generation der Männer bedeutet dies, daß sie nie eine Chance auf eine Karriere haben werden. Bis auch sie wieder Posten bekommen können, sind sie schon kurz vor der Rente und zu alt.
    • Der Satz in den Stellenausschreibungen: „Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt“, sollte in Frauenberufen durch „Bei gleicher Qualifikation werden Männer bevorzugt“, ersetzt werden. Ich denke da gerade an den ganzen Grundschulbereich, in dem Männer extrem unterrepräsentiert sind.


    Und die Täter sind in der überwätigenden Mehrheit Männer. Und solange das so ist, kann sich der Umgang damit nicht entspannen.

    Ich denke, daß es auch häufig andersrum läuft, also das Frauen sich an Jungen vergreifen, die Dunkelziffer da aber noch weitaus höher ist, eben weil die Gesellschaft es den Frauen weniger zutraut und Frauen in den Bereichen wesentlich mehr Rechte haben. Da dürften manche Dinge dann als „übertriebene Mütterlichkeit“ abgetan werden, die andersrum als eine glasklare Belästigung eingestuft würden.

    Außerdem ist die gesellschaftliche Hürde für Jungen/Männer weitaus höher als für Mädchen/Frauen, wenn es darum geht solche Fälle publik zu machen. Schließlich gelten Männer bei uns als das „starke Geschlecht“, auch wenn sie zum Tatzeitpunkt vielleicht erst 3, 5 oder 10 Jahre alt waren.

    Schon aus erzieherischen Gründen ist es begrüßenswert, in einem Fall derartig demonstrativer Renitenz dann konsequenterweise auch die Samthandschuhe stecken zu lassen.

    Erinnert mich an die Fahrrad-Lehrgänge der Polizei an meiner örtlichen Grundschule. Da kommt dann ein (zumeist älterer) Polizist und die Kinder üben das Linksabbiegen mit dem Fahrrad und ähnliche Sachen. Als sich dabei ein Kind auf die Nase gelegt hat, hat der Polizist erfolglos versucht ein Elterntaxi mittels „Kelle“ anzuhalten. Das Auto hielt erst, als die Kelle auf dem Autodach landete.

    In der Folge durfte die Fahrerin auch im Streifenwagen mit zur Wache fahren, allein schon um allen umherstehenden Kindern bei diesem Fahrrad-Lehrgang zu zeigen, dass es Konsequenzen hat, wenn man meint sich mit der Polizei anlegen zu müssen.

    Ich habe die Hoffnung, dass sich das mittelfristig einpendelt, d.h. dass Männer einerseits insgesamt sensibler sind und dass andererseits nicht hinter jedem individuell als nicht genehm empfundenen Verhalten reflexhaft ein sexuelles Fehlverhalten herausgelesen wird.

    Und wie lange soll es dauern bis sich das "einpendelt"? Ich kenne das Theater schon seit meinem Zivildienst und der ist schon 25 Jahre her. Erleben wir das noch, daß das Pendel wieder in die Gegenrichtung schwingt?

    An unserer Schule ist männlichen Lehrern untersagt, Schülerinnen auf unangemessene Kleidung hinzuweisen. Alleine wenn Man(n) es bemerkt, hat man bereits zu sehr hingeschaut ;-). Es handelt sich um eine Tendenzschule, wo auf Sensibilisierung aufgrund der öffentlich diskutierten Missbrauchsskandalen des Trägers besonders geachtet wird.

    In dem Fall würde ich anregen Schuluniformen einzuführen, um jegliche Tendenz einer unangemessenen Kleidung zu begegnen.

    Doch. Mir - als Mann in der Grundschule - wurden im Laufe der letzten 2 Jahrzehnte, besonders aber seit der #MeToo Bewegung, auch immer wieder Hinweise zur Vorsicht gegeben. Türen bei Gesprächen mit einzelnen Kindern sind offen zu lassen,

    So lange es nur die offene Tür ist. Ich hatte in den ersten 3 Monaten des Schuljahres das Problem, daß ich eine Azubi-Restklasse bestehend aus einem Schüler und einer Schülerin zu unterrichten hatte. Die übrigen Azubis der Klasse hatten ihre Lehre um ein halbes Jahr verkürzt und waren entsprechend nicht mehr anwesend. Wenn besagter Schüler erkrankt fehlte, reichte die offene Tür beim Unterricht der verbliebenen Schülerin nicht aus. Da habe ich mich dann immer hinten in den Unterricht irgendeines Kollegen gesetzt, bloß damit ich ausreichend Zeugen hatte, auf das mir niemand etwas nachsagen kann.

    Und ja, der Generalverdacht gegenüber Männern besteht nicht nur in der GS sondern im kompletten Bildungssystem.

    Nanu, wieso haben eure Berufs-SuS denn 1,5 Berufsschultage?

    Weil die Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufs 12 Wochenstunden vorsieht. Bei 8 Stunden/Tag sind das dann 1,5 Tage, also ein Berufsschultag mit 8 Stunden und ein weiterer Tag mit 4 Stunden. Das Blöde dabei ist, daß die Berufsschüler nur für einen Berufsschultag/Woche freizustellen sind. Am zweiten Berufsschultag müssen sie anschließend noch in den Betrieb (§15 BBIG bzw. entsprechende Regelung in der HWO). Das Problem der Handwerker ist da regelmäßig, daß die Azubis am zweiten Berufsschultag dann mittags in die Betriebe kommen würden und der Betrieb dann dafür sorgen muß, daß sie irgendwie zur Baustelle kommen.

    Da bevorzugt es der weit überwiegende Teil der Betriebe, daß die Azubis in einer Woche einen und in der anderen woche zwei volle Tage in der Schule sind. Üblicherweise werden die Azubis in den Wochen mit dem zweiten Berufsschultag auch nicht mehr in die Betriebe einbestellt. Wenn der Azubi dann im Betrieb ist, ist er gleich morgens da und kann mit dem Altgesellen auf die Baustelle fahren.

    dies geschrieben hat ja nur einer von euch beiden fixe Schulferien, deine Frau könnte sich also doch bei Bedarf die Brückentage frei nehmen, wenn die Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann, oder nicht?

    Wie alt sind deine Kinder denn eigentlich? Waren die nicht schon in der Pubertät?

    Ja, bei den beiden Kindern ist der Drops inzw. so ziemlich gelutscht. Das Blöde war halt, dass ich an den Tagen nicht frei hatte und meine Frau nicht freinehmen konnte, weil an diesen Brückentagen praktisch alle Beschäftigten Urlaub eingereicht haben und entsprechend praktisch eine Urlaubssperre an diesen Tagen angesagt war.

    Bei der Priorisierung gilt ja:

    1. Azubis, weil die nur Urlaub nehmen können, wenn sie nicht zur Schule müssen.
    2. Eltern mit schulpflichtigen Kindern
    3. Eheleute deren Partner festgelegte Werksferien hat. Darunter würde meine Frau fallen, wenn die Kinder groß sind, weil unsere Ferien ja festgelegt sind.
    4. Rest

    Wenn jetzt die Firma sagt, dass maximal 30% der Belegschaft fehlen darf, um den Betrieb sicherzustellen, dann wurde es sogar für die 2. Gruppe in der Prioritätenabstufung mehr als eng.

    Die beweglichen Ferientage würde ich nicht in die Pfingstwoche schieben wollen. Die sind bei den Brückentagen und auf Rosenmontag gut aufgehoben.

    Ok, bei Dir in der Grundschule mag das stimmen. Da sind die Kinder ja eh jeden Tag da und die Fächer werden fast alle von einer Person unterrichtet. Da kann man notfalls auch mal was schieben, wenn ein Fach zu kurz kommt. Bei uns ist es so, dass ich dank zweiwöchigem Stundenplan manche Schüler nur an 20 Terminen im ganzen Schuljahr sehe, wenn sie nicht krank sind oder die Klasse wegen Lehrermangel in die Betriebe geschickt wird. Dann wird es noch weniger. Wenn von den wenigen Terminen dann noch vier Termine ausfallen, weil in schöner Regelmäßigkeit immer freitags im passenden Rhythmus die beweglichen Ferientage eingeplant werden, dann wird es mitunter echt schwer mit der Notenfindung.

    Der zweiwöchige Stundenplan ist der Wunsch der Handwerksbetriebe. Die können mit dem zweiten, also dem halben, Berufsschultag nämlich nichts anfangen, weil dann der Azubi mittags im Betrieb steht und ein Taxi braucht, um auf die Baustelle zu kommen. Dann lieber in einer Woche einen und in der anderen Woche zwei komplette Berufsschultage. Wenn der Azubi dann im Betrieb ist, dann ist er morgens im Betrieb und kann mit dem Altgesellen mitfahren.

    Es gibt durchaus Gründe für uneinheitliche Regelungen (zum Beispiel bei uns in der regelhaften Durchführung des Abiturs...), aber generell gibt es hinter der Festlegung von beweglichen Ferientagen nur da, wo es einem passt, auch Gründe.

    Ja, in einem der Nachbarorte hier z.B. wird immer der 7. Januar als beweglicher Ferientag genommen, wenn der 7. nicht eh auf ein Wochenende fällt. Hintergrund ist, daß der überwiegende Anteil der Kinder in dem Gymnasium russisch orthodox ist und sie entsprechend am 6. Januar Weihnachten feiern und die Geschenke bekommen. Da kann man mit den Kindern am 7. Januar, dem ersten Weihnachtsfeiertag, in der Schule "nichts anfangen".

    und keine beweglichen Ferientage. So what...
    Leben und leben lassen ... :pfeif:

    Wir als Schule nehmen unsere beweglichen Ferientage z.B. immer gesammelt in der Pfingstwoche, um da dann eine zusammenhängende Woche frei zu haben, eben damit die Azubis, die nur einen Tag pro Woche da sind, alle einmal betroffen sind und eben nicht die Azubis, die freitags kommen, immer und immer wieder.

    kleiner gruener frosch

    Soweit mir bekannt ist obliegt die Festlegung der Termine für die beweglichen Ferientag in NRW doch der Schulleitung? Warum legst dann nicht auch mal alle Ferientage in die Pfingstwoche?

    Gibt es denn eigentlich wirklich nennenswerte Unterschiede bei den schulfreien Tagen in den verschiedenen Bundesländern?

    Hast Du in Bayern bewegliche Ferientage? Ich habe gerade bei Schulferien.org für das Kalenderjahr 2024 mal nachgezählt. Bayern kommt da auf 65 Ferientage und NRW auf 60 Tage. Das ist eine Woche Unterschied. NDS kommt auf 64 Tage.

    Gibt es in Bayern bewegliche Ferientage, die jede Schule legen darf, wie es ihr beliebt? Bei uns gibt es davon in dem Jahr 4 Tage. Manchmal sind es aber auch nur 2 Tage. Das ist immer davon abhängig wie viele Feiertage in die Schulferien fallen. Mit den Tagen kommen wir dann auch wieder auf 64 Tage.

    Hessen hat sogar tatsächlich schon A5 gestrichen und alle entsprechend in A6 überführt. Jede ,,Trickserei‘‘ schafft neue Unverhältnismäßigkeiten.

    Dann macht es also zukünftig in Hessen keinen Sinn mehr zuerst eine Lehre zum Verwaltungsfachangestellten etc. zu machen, weil auch die Ungelernten mit Hauptschulabschluß das gleiche Gehalt bekommen und das dann 3 bzw. 3,5 Jahre länger als die ausgebildeten Beamten. :daumenrunter:

    Hab dieses Mal nur eine Stunde - die mache ich im Klassenzimmer und es gibt selbstgemachte gebrannte Mandeln, Orangenschalenfeuerwerk und Flammensprung.

    Ich erinnere mich immer noch an die Elektrovorführungen meines damaligen Physiklehrers an solchen Tagen.

    Also Hochspannungstrafo an die Steckdose, 6kV auf die „Hörner“ und dann gucken, wie der Lichtbogen angetrieben von der Abluft einer darunter stehenden Kerze nach oben getrieben wird.

    Oder Helmholtz-Spule aufs Pult, eine Leuchtstoffröhre durch die Spulenöffnung gesteckt und sich gewundert warum die Röhre leuchtet ohne das sie irgendwo angeschlossen ist.

    Zumindest in NRW sind es keine beweglichen Ferientage. Wir haben noch 4 Tage dafür.


    (btw: ich hätte die ganze Woche Schule gemacht und statt dessen die beiden Ferientage plus einen der beweglichen nach Pfingsten gesetzt. Aber egal.

    Geht doch! Pfingstmontag ist Feiertag und der Dienstag danach in NRW ein Ferientag. Hängst du jetzt drei bewegliche Ferientage dran, hast die Pfingstwoche komplett.

    Ich finde die Pfingstwoche jedenfalls besser als die Brückentage, weil so der Unterricht nicht immer montags und freitags ausfällt und so entsprechend alle Kollegen betroffen sind. Unsere Azubis sind zum Großteil wegen Lehrermangels nur einen Tag pro Woche in der Schule. Haben sie zufällig freitags Unterricht, fällt bei ihnen wegen der Brückentage gleich ein ganzer Monat Unterricht weg.

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