Beiträge von plattyplus

    Das Problem sind die Kosten für Montage und alles, was sonst noch so daran hängt. Deutschland ist ein Hochlohnland.

    Aktuell sind das Problem nicht die Kosten sondern das Problem liegt schlicht darin genug Manpower (= Handwerker) zu bekommen, die das alles installieren. Und auf die, die technisch genug Ahnung haben, wartet die Hürde der Inbetriebnahme. Die Anlagen müssen ja beim Verteilnetzbetreiber (VNB) von einem Elektrofachbetrieb, der im Installateurverzeichnis des jeweiligen VNBs eingetragen ist, angemeldet werden. Man findet aber praktisch keinen Handwerker, der eine Anlage testet und dann die Anmeldung vornimmt. Wenn man die Anlage nicht von dem jeweiligen Handwerker aufbauen läßt und auch das vergleichsweise überteuerte Material bei ihm kauft, bekommt man die Anlage nicht angemeldet.

    Wir haben im Kollegium in den letzten Wochen die Angebote, die diverse Kollegen für PV-Anlagen bekommen haben, verglichen mit den Preisen, die für exakt die gleichen Bauteile im Internet aufgerufen werden und sind zu der Erkenntnis gekommen, daß sehr viele Fachbetriebe allein beim Material ca. 10.000€ teurer sind als das, was man auf dem freien Markt bezahlen würde. Aber kauft man dort ein, bekommt man es am Ende eben nicht von einem Elektrofachbetrieb beim VNB angemeldet.

    Punkt 1 stimmt nicht! Es gibt einen sehr üppig ausgestatteten Fond (24 Mrd.) namens KENFO, dessen Geld von den Betreibern und nicht der Regiereung stammt.

    Und Du meinst, daß die Summe auch nur annähernd ausreichen wird, um das Zeug über Millionen Jahre zu lagern ohne das es mit dem Grundwasser in Berührung kommt?

    Die Abschaltung war jedoch auch ein marktwirtschaftlicher Effekt des europäischen Strommarktes.

    Atomstrom ist mit Abstand der teuerste Strom überhaupt, wenn man zwei Posten auf der Rechnung ehrlich mit einbeziehen würde:

    1. Kosten für die Endlagerung des Atommülls
    2. Kosten für die Betriebshaftpflichtversicherung

    Leider werden z.Z. beide Positionen vom Staat finanziert und nicht von den Konzernen.

    Ihr könnt alle keine Kinder haben. Ansonsten würdet ihr niemals solche Vorschläge machen. Ihr könnt nie mit Kindern verreist sein, habt wohl nie eine Schülererstausstattung bezahlt, nie ein Kinderzimmer eingerichtet, niemals eine Skifreizeit finanziert oder eine Konfirmation ausgerichtet, geschweige denn eine Studentenbude gelöhnt.

    Abgesehen von der Studentenbude ist es für alle die von Dir aufgezählten Kosten aber egal, ob man in einer Stadt mit Mietstufe 3 oder in einer mit Stufe 6 wohnt. Trotzdem bekommt die Familie mit 2 Kindern in der Stadt mit Mietstufe 6 zusätzlich 95.000€ überwiesen.

    Ich fahre gerade Elterntaxi. Kind 1 geht zum Trompetenunterricht, kostet 69 Euro im Monat, Trompete 1200 Euro. Kind 2 geht zum Badminton. Kostet 8 Euro Vereinsbeitrag im Monat, Schläger inklusive Tasche war mit 150 Euro ein Schnäppchen, Hallenschuhe für 70 Euro ebenso.

    Auch hier: Was ändert sich bei diesen Kosten zwischen Düsseldorf und Duisburg?

    Verleihen wir hier auch den Preis für die absurdesten Vorschläge der Woche?

    Das wäre ein Anwärter dafür.

    Von Mietstufe 3 nach 6 bekommt man bei 2 Kindern ca. 450€ monatlich zusätzlichen über den Familienzuschlag. Wir reden also bei 18 Jahren über einen Zuschuss von ca. 95.000€, den man mit der Bude als Investitionsobjekt in Düsseldorf einstreicht für exakt null zusätzliche Leistung.

    Gibt es den denn jetzt auch für Single oder nicht?

    Nee, für Singles oder Paare ohne Kinder gibt es die Mietzulage nicht. Die wird nur auf den Familienzuschlag gezahlt.

    Also möglichst viele Kinder in die Welt setzen, eine kleine Bude in Düsseldorf als Investitionsobjekt kaufen, die Mietzulage Stufe 6 kassieren und, wenn der Familienzuschlag wieder wegfällt, die Bude verkaufen.

    Die Variante von NRW soll eine Steuerungsfunktion haben und ist definitiv ein Sonderfall und ein Bonus für Eltern, den es sonst nirgendwo gibt.

    Für mich ist die Variante in NRW nicht durch eine Steuerungsfunktion begründet sondern rein durch das Gerichtsurteil, demzufolge ein Familienvater unteralimentiert war. Die Lösung über die exorbitanten Familienzuschläge ist einfach für das Land billiger als die Grundalimentation zu erhöhen, zumal die Familienzuschläge meines Wissens nach nicht ruhegehaltsfähig sind. Durch die Zuschläge erhöht sich also nicht in Folge auch noch die Pension. Bei einer ansteigenden Grundvergütung hingegen wären auch die Pensionen angestiegen.

    Wie kommst du auf diese absurden Zahlen?


    Bei 2 Kindern in der höchsten Ortsstufe (7) gibt es gerade mal 840, 60 INSGESAMT.


    Selbst Düsseldorf hat nur Stufe 6, das ist neben Köln und Monheim die einzige Stadt in Stufe 6, alle anderen Städte liegen darunter.


    In Stufe 6 sind es dann nur noch 699,18 für beide Kinder zusammen. Das erreicht aber kaum jemand.

    Ich habe die Zahlen hier her:

    https://www.finanzverwaltung.nrw.de/system/files/m…%2001.12.22.pdf

    Ok, es sind nicht ganz 1.000€ sondern "nur" 829,75 €. Mit dem Kindergeld kommt man dann aber doch auf über 1.000€.

    Habe ich die Option den als Hauptwohnsitz anzugeben oder wäre das Betrug? Interessante Frage.

    Es kommt nicht auf die Größe an sondern auf die Wohndauer. Dein Hauptwohnsitz ist der, an dem du dich die meisten Tage im Jahr aufhältst. Als ich Referendar war, wäre meine Bude fast zwangsweise mein Hauptwohnsitz geworden. Da ging es darum, ob ich bereits am Sonntagabend oder erst am Montagmorgen aus dem Wochenende zurück zum Arbeitsort komme.

    Was wäre denn normal? Das Kind alleine nach Hause schicken? Es in die Besenkammer sperren, bis es abgeholt wird? Oder soll es gar nicht zur Schule kommen?

    Wie wäre es mit einer Förderschule, die genug Personal hat, um IMMER den Unterricht fortsetzen zu können, wenn das eine Kind Hilfe benötigt?

    Nachtrag: Ich sehe es jedenfalls so, dass alle Kinder/Jugendlichen mit gutem Recht den gleichen Teil meiner Arbeitszeit einfordern dürfen. Also bei 41 Stunden/Woche und 245 Schülern wären das ca. 10 Minuten/Woche. Da kann es dann nicht sein, dass dieses eine Kind so eine extreme Sonderbehandlung bekommt und alle anderen Kinder in ihrer Förderung kürzertreten müssen, weil mir die Zeit fehlt.

    Schade, dass du da so verbittert bist. Blöde Erfahrungen gemacht?

    Ich war im letzten Jahr Klassenlehrer von einem Jugendlichen, der meiner Meinung nach unter einem Aufmerksamkeitsdefizit litt und diverse Dinge im Unterricht vorgebracht hat:

    • Alle 2-3 Tage einen Migräneanfall, bei dem wir selbstverständlich nicht den Krankenwagen rufen sollten sondern immer nur die Eltern. Jedes Mal wurde ich als Klassenlehrer von dem jeweiligen Fachlehrer aus meinem Unterricht in anderen Klassen geholt: „Kümmer dich um den mal eine Stunde bis die Eltern da sind.
    • Als er dann merkte, daß das nicht mehr zieht und ich gegen seinen Willen den Krankenwagen gerufen habe, kam 2 Wochen später sein Outing als Frau, aber im Gegensatz zu den anderen drei transgender Schülern wollte er natürlich nicht zum Psychologen, um das ganze Verfahren dann in die richtigen Bahnen (also Hormontherapie etc.) zu leiten. Stattdessen sollte sich die Schulleitung mal überlegen, wie das mit dem Namen auf dem Zeugnis laufen soll.
    • Diverse Widersprüche gegen Halbjahrszeugnisse, obwohl die ja gar keinen Verwaltungsakt (=Versetzung) darstellen. Alle Einsprüche wurden am letzten Tag der Frist eingereicht.
    • Hat den von der Schule geschenkten Computer abgelehnt und mir eine Woche später einen Antrag ans Sozialamt für ein Notebook vorgelegt…

    Was es bedeutet dauernd den Unterricht abbrechen zu müssen, habe ich im Referendariat kennengelernt. Wir hatten für die Ausbildung der MTAs (=Arzthelferin) eine Ärztin als Lehrerin. Es verging bei ihr praktisch kein Tag ohne Unterrichtsabbruch, weil sie „nebenbei“ sämtliche Wehwehchen aller Schüler der Schule zu versorgen hatte. War einer Schülerin schwindelig, weil sie morgens nichts gegessen hatte, der Unterricht der Kollegin war gelaufen.

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