Beiträge von O. Meier

    Auch ich rate interessierten Schülern vom Lehramtsstudium ab, wenn sie Mathe studieren möchten. Lehrer können sie immer noch werden.

    Mag sein, dass das für dieses „Mathe“-Fach so hinkommt. Ob man mit der Berufstätigkeit außerhalb der Schule dann glücklich wird, sieht man dann ja. plattyplus allerdings möchte grundsätzlich vom Lehramtsstudium abraten, auch wenn das für andere Fächer gar nicht aufgeht.

    Meine Begrüßung an der Ausbildungsschule von Seiten der Schulleiterin war entsprechend: "Ich sehe es ihrem Gesichtsausdruck an, sie können es nicht. Wollen sie nicht gleich aufgeben?"

    Verstehe. Die wollte dich nicht und hat dich auch nicht übernommen. Insofern ist diese herzzerreißende, kleine Geschichte wohl gar kein Beispiel dafür, wie eine böse Quereinsteigerin der richtigen Lehrerin den Job streitig macht, sondern nur dafür, dass eine Schule jemanden nicht übernimmt, die sie nicht übernehmen möchte.

    Pech für sie, daß sie mit dem Ansatz mich getriggert hat, "jetzt erst Recht!" keinen Millimeter zurückzuweichen.

    Boah.

    Wobei mit dem <i> im Plural natürlich jeder, der in seinem Leben auch nur eine Lateinstunde hatte, sofort die maskuline Form assoziiert.

    Ja, ich finde auch, dass wir erst mal die Genderproblematik fürs Lateinische klären sollten. Deutsch kann warten.

    Ich hatte sogar mehr als eine Stunde Latein, trotzdem

    lassen mich die Deklinationsendungen dieser Sprache kalt, wenn ich Deutsch höre oder spreche.

    Er hatte schließlich schon bei Beginn des Vorbereitungsdienstes

    … ich eine Planstelle besetzt und bedarfsdeckenden Unterricht erteilt. Auf diese Stelle konntest du dich nicht bewerben und hast es demzufolge nicht getan. Insofern gab es nie eine Konkurrenzsituation zwischen dir und der Quereinsteigerin.

    Dass es für dich keine Stelle gab, als du mit dem Referendariat fertig warst, ist sicherlich in der individuellen Wahrnehmung nicht angenehm, aber Übernahmegarantien für alle bedeuteten auch, dass man am Bedarf vorbei einstellt. Oder die Schulen suchen sich die Referendarinnen nach ihrem Bedarf aus, was bedeutet, dass nicht jede einen Referendariatsplatz bekäme. Für dich hatte deine Ausbildungsschule ja zum Beispiel keinen Bedarf. Welches Interesse hat sie denn daran, dich überhaupt auszubilden?

    In einem Telefonat nach einem Bewerbungsgespräch teilte mir eine Schulleiterin mit, dass sie mich aufgrund der fachlichen Qualifikation gerne als Quereinsteigerin eingestellt hätte, es aber eine Bewerberin mit zweiten Staatsexamen gebe, die zu bevorzugen sei. Gerecht? Finde ich schon. Als Quereinsteigerin bin ich halt Lückenbüßerin. Und da muss es erstmal eine Lücke geben.

    Insofern ist die „Empfehlung“ statt eines Lehramtsstudiums auf ein Quereinstiegsangebot zu hoffen, schon etwas schräg.

    By the way. Je mangelverdächtiger ein Fach ist, um so besser sind die Chancen auf eine Planstelle. In weniger mängeligen Fächern hingegen wird nie und nimmer nicht eine Quereinstiegsstelle ausgeschrieben. Da kommt man ohne Lehramtsstudium sicher nicht unter. Mit Lehramtsstudium zumindest vielleicht.

    Auch Formen wie SuS können sprachliche Probleme erzeugen. Was ist z.B., wenn sich in einer Klasse nur Schülerinnen befinden? Dann ist die Nennung oder Anrede einfach falsch aufgrund ihrer systematischen Differenzierung, welche Uneindeutigkeit erzeugt.

    Ja, klar. Hier ist dann wohl das sog. generische Maskulinum besser.

    Ist denn jetzt dieses Beispiel einer unpassenden Anrede ein Argument für oder gegen das Gendern?

    nicht auf Lehramt zu studieren, wenn er an die Schule will, sondern sehr mich gezwungen ihm anzuraten von vornherein den Weg Quereinstieg zu wählen.

    Das ist kein guter Rat, weil überhaupt nicht klar ist, ob es noch ein Quereinstiegsprogramm geben wird, wenn jene Studentin fertig studiert haben wird, zu welchen Bedingungen das sein wird und ob dann auch eine passende Stelle für diese ausgeschrieben wird.

    Es ist doch viel profaner: OBAS und andere Quer-Sachen sind aus der Not geboren. Und in der Not lernt die Teufelin bekanntlich fliegen. Um die Lücken zu füllen muss msn sich etwas einfallen lassen.

    Nachhaltiger wäre es sicherlich, keine Quereinsteigerinnen zu brauchen, weil man dafür sorgt, dass es keine Mangelfächer gibt, weil ein Lehramtsstudium auch in allen Fächern attraktiv ist. Aber das sind halt politische Entscheidungen.

    Dass man aber wegen der Unterschiede zu OBAS die gesamte Lehramtsausbildung nebst Besoldung umkrempelt, scheint mr etwas verdreht.

    Ein Studierender ist aber etwas anderes als ein Student.

    Der Sprachwandel hat an der Stelle schon längst stattgefunden. Schon in den Achtzigern wussten wir, dass damit eine Person unabhängig von der momentan ausgeführten Tätigkeit benannt wird.

    Auch das riecht schwer nach absichtlichem Missverständnis. Habt ihr sonst nix?

    Als gespieltes Missverständnis könnte man dann auch deuten, wenn man meint, das generische Maskulinum schließe einen nicht ein.

    „Einen“ (männlich) schließt das Maskulinum mit hoher Wahrscheinlichkeit ein. Ob „eine“ auch eingeschlossen ist, ist zumindest umstritten.

    Das generische Maskulinum reproduziert die gesellschaftliche Geschlechterasymmetrie. Insofern ist es zumindest ehrlich.

    Speichern darf ich auf dem Dienstgerät auch nicht dauerhaft, benötige also wahlweise einen privaten Stick oder privaten Webspace in der Cloud, um Dateien abspielen zu können, die ich dann auf einem Privatgerät gespeichert habe, etc.

    Alternativ: wenn man nichts speichern und demzufolge nichts abspielen kann, zeigt man halt keine Filme etc. im Unterricht.

    Bei anderen Wörtern ist es noch nicht mal möglich, eine sinnhafte Form zu bilden, wenn man noch eine Trennung einfügt (wie z.B. Kolleg:inn:en). Das ist z.B. bei Auswander:innen der Fall.

    Diese Form hast du ganz offensichtlich gebildet. Was ist jetzt das Problem? Weißt du nicht, was dieses Wort bedeutet?

    „Auswandernde“ wäre vielleicht praktischer. Aber was soll’s.

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