Beiträge von O. Meier

    Es gab bronzezeitliche Schriftkulturen - Ägypten und mesopotamische Kulturen - z.B. ist die Vorlage der Sintflut-Geschichte das bronzezeitliche Gilgamesh-Epos,

    Dann sind's wohl Plagiate bronzezeitlicher Texte. Auch nicht gerade ein Umstand, der mich dazu verführt, diesen Texten eine besondere Bedeutung zuzuordnen.

    Aber danke für die Einordnung und die Erinnerung, dass ständig A von B abgeschrieben hat. Das relativiert den Anspruch, göttlich inspiriert zu sein bzw. Gottes Wort oder whatever verschriftlich zu haben, doch etwas. Kulturen beeinflussen einander (wollen ja manche auch nicht wahrhaben).

    Schrift wurde Mohammed direkt von Gott durch einen Engel diktiert)

    Ja. Und wer hat's dann aufgeschrieben? Letztendlich ist es doch egal, woher man behauptet seine Texte zu haben, wenn man das nicht belegen kann.

    (mit Ausnahme der 10 Gebote)

    Welche zehn? Wie erkennt man die in dem übrigen Text, in dem sie eingebettet sind?

    wörtlich und gottgegeben zu nehmen

    "Wörtlich nehmen" funktioniert nicht. Sprache ist nunmal vom Kontext abhängig, auch vom historischen. Worte ändern ihre Bedeutung im Laufe der Zeit etc. Ein in einer nicht mehr aktiven Sprache verfasster, mehrfach übersetzter Text kann gar nicht "wörtlich" genommen werden. Wer das behauptet, behauptet letztendlich nur, dass seine Interpretation aber nun wirklich die richtige ist. Kann man zur Kenntnis nehmen, muss man nicht.

    Dass schon in der Bronzezeit in Palästina mythologische Texte verschriftlicht wurden, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Ja, vielleicht muss man erst mal die Schrift erfunden haben, bevor man etwas aufschreibt.


    unbekannten früheren Vorläufern basieren oder aber völlig neu verfasst wurden.

    Also alte Texte mit noch älteren Ideen. Jope. Wem die Jahresnangabe nicht genau genug ist, der nimmt "bronzezeitlich" als Metapher.

    Ich würde statt von "bronzezeitlichen Texten" von "archaischen Texten" oder "primitiven Erzählungen" reden.

    Primitiv finde ich die Texte nicht. Alles drin, was eine Geschichte braucht: Sex, Gewalt, Zorn.

    Ich hab gerade wenig Lust dir zu erklären, wie eine Religion in einzelnen Ländern anerkannt wird,

    Ach schade. das hätte mich jetzt mal interessiert, wie das (gesetzlich?) geregelt ist. Und wer erkennt eine Religion an? Der Staat? Die Menschen, die in ihm leben? Die anderen Religionen? Und was bedeutet es für eine Religion, nicht anerkannt zu sein? Gibt es die dann gar nicht? Oder darf man nur nicht glauben, was da geglaubt wird?

    Das war eigentlich nur als kleine Auflockerung gedacht von mir.

    Und liefert vielleicht doch ein kleines Expemplum zur religiösen Toleranz. Ich will das nicht überinterpretieren, aber der Verweis auf die mangelende Anerkenntnis scheint mir nicht so sehr an dem Respekt gegenüber den religiösen Gefühlen der Gläubigen der anderen Religionen ausgerichtet. Er wirkt eher etwas arrogant.

    in einem Rahmen der für jeden Christen so akzeptabel ist,

    Die Verfassung gilt unittelbar. Die muss man nicht akzeptieren bzw. spielt keine Rollem ob mdas tut.

    weil die deutsche Übersetzung der Schöpfungsgeschichte (macht euch die Erde untertan und herrscht über sie) dem hebräischen nicht wirklich gerecht wird, da steht eher was von gärtnern und (Schafe) behüten.

    Deshalb ist dazu auch die Interpretation bronzezeitlicher Texte gar nicht notwendig. Aber die "Christen" können gerne verlautbaren, wenn sich darüber mal einig sind. Die Beliebigkeit der Regeln, die dogmatisch vertreten werden, sind druchaus ein Kennzeichen vieler Religionen.

    Die Rechtslage in New York ist für die Frage deshalb zentral, weil es der einzige Ort der Welt ist,

    Klingt mir so ziemluc nach dem Gegenteil von "zentral".

    aus dem Spätabtreibungen aus solch "nichtigen" Gründen legal sind

    Lies noch mal nach, welcherart Gründe das Gesetz nennt.

    Verbot von Vergewaltigung nach den 10 Geboten aus theologisch-historischer Perspektive wäre das "Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat"

    Zunächst mal geht es hier um Gedankenverbrechen. Die Begierde wird verboten, nicht die Handlung. Das ist an sich schon absurd. Dann ist die Aufzählung der Besitztümer, in der Menschen neben das Vieh gestellt werden, schon etwas
    komisch, insbesondere wenn man die Unterschiede zwischen Menschen und anderen Tieren betont. Und drittens kommen sexuelle Handlungen an Kindern hier nicht vor. Nö, wer ein Gebot, das das Vergewaltigen von Kindern untersagen soll, erlassen möchte, sollte vielleicht der Einfachheit schreiben "Du sollst keine Kinder vergewaltigen."

    aus der Bergpredigt würde ich das Unterkapitel zum Ehebruch nehmen (Mt 5, 27-29).

    Welches Ehe soll der katholische Priester, der ein Kind vergewaltigt denn brechen? Andersherum ist ein Ehebruch wohl in der Regel ein einvernehmlicher Akt, der ganz und gar ohne Gewalt auskommt. Das ist etwas reichlich anderes als eine Vergewaltigung. Subsumiert man Vergewltigung unter Ehebruch, so muss man in Kauf nehmen, dass die Vergewaltigung Unverheirateter keine ist und dass auch eine Vergewaltigung in der Ehe auch keine ist. Nee, wer vergewaltigen verbieten möchte, soll doch bitte "Du solst nicht vergewaltigen" sagen. Das ist einfacher und eindeutiger.

    Natürlich äußert sich der Sportbund politisch im Sinne seiner Mitglieder, die würden ihm in den Arsch treten, wenn er das nicht täte. Nur sind deren gemeinsame Interessen halt vor allem sportpolitisch

    Ja, klar. Verständlich, nachvollziehbar.

    so wie sich der ADAC vor allem verkehrspolitisch äußert

    Ja, verstehe ich auch.

    die Kirchen halt vor allem in Fragen von Ethik und Moral.

    Verstehe ich nicht.

    Wenn man schon ganz alte Posts ausgräbt

    Teilweise mehrere Tage alt. Aber sind die deswegen nicht mehr aktuell?

    etwas aus dem Zusammenhang reißt,

    Welchen Zusammenhang habe ich denn übersehen?

    denn dann hab ich auch zugegeben, die Bergpredigt da vergessen zu haben

    Okay, auf das Posting bin ich dann jetzt noch nicht gestoßen. Sorry, insofern. Also 10 von viel mehr Regeln aus der Bronzezeit und ein antiker Text und dein moralisches Paket ist geschnürrt. Soll mir recht sein.

    und "Liebe Deinen Nächsten" hat nun wirklich nichts mit Kindervergewaltigung zu tun.

    Was denn nun in der Bergpredigt drin steht entzieht sich meiner Kenntnis. "Liebe deinen Nächsten" verstehe ich nicht ganz, muss ich aber auch nicht. Ich befürchte auch, dass dieses Sätzchen 'ne ganze Menge Interpretationsspielraumm lässt. Wenn man daraus das Verbot der Vergewaltigung ableiten kann, soll mir das recht sein. Man darf dann aber doch fragen, warum dieses Regelsystem so schlecht funktioniert, warum also trotzdem Vergewaltigungen stattfinden. Ich sehe ja nicht, dass Religion etwas nutzt, wenn es ums menschliche Zusammenleben geht. Wer seine Mitmenschen nicht respektiert, nicht das Wohlergehen aller zum Maßstab macht, der lässt sich auch keine Liebe verordnen.

    Im Übrigen wird mir die Diskussion hier nun doch viel zu sehr zum Kindergarten ... ich bin raus.

    Okay.

    Das mag jetzt komisch klingen, aber DIE Grundlage der Kirche sind für mich die 10 Gebote.

    Welche zehn dürfen es denn sein? Die auf den Tontafeln, die der Prophet direktemang nach dem Abstieg vom Berg zerkloppt hat oder eine der späteren Ersatzlieferungen? Und wie wird gezählt? Gibt es denn tatsächlich eine Nummerierung? Und warum sollten die übrigen 607 Regeln nicht mehr gelten?

    Alles andere kann weg.

    Dann wären die Kindervergewaltiger fein 'raus. "Du sollst keine Kinder vergewaltigen." kommt nämlich gar nicht vor. So universell sind dann die zehn Regeln wohl doch nicht.

    Die Bedeutung christlichen Handelns an sexuellem Missbrauch klarmachen zu wollen, finde ich auch irgendwie seltsam...das ist weder moralisch, noch juristisch, noch theologisch irgendwie zu rechtfertigen und schlicht und einfach falsch. Genau wie entsprechende Vertuschung und dafür braucht es theologisch tatsächlich nur die zehn Gebote und die Bergpredigt...

    Steht denn in letzterer etwas über Vergewaltigungen, womöglich etwas in die Richtung, dass man das bleiben lassen soll?

    Aber so sieht's aus. Der eine braucht nur zehn Gebote, der andere noch einen neueren Text dazu. Man muss schon irgendwie entscheiden, was einem wichtig ist, nach welchen Prinzipien man mit seinem Mitmenschen interagieren wird. Ob man die Urheberschaft für die Regeln dabei einem höheren Wesen attestiert, spielt dabei keine Rolle. Am Ende des Tages muss jeder die Verantwortungen für seine Entscheidungen und deren Folgen übernehmen.

    die überhaupt nicht zentral sind?

    Aber die Rechtslage in New York ist zentral?

    Der Wert von Menschen und Tieren wird übrigens beispielsweise im Strafrecht deutlich. Erschieße ich einen Menschen ist das in der Regel Mord, erschieße ich ein Pony ist das Sachbeschädigung.

    Was ich im Übrigen nicht in Ordnung finde. Es gibt aber auch noch Regelungen, die Tierquälerei bestrafen AFAIR und der Tierschutz hat es z.B. in NRW in die Landesverfassung geschafft. So klar "nur eine Sache" sind Tiere dann auch nicht. Das zeigt nämlich, dass die Gesetze dem gesellschaftlichen Trend folgen.

    Aber außer dem strafrechtlichen Maßstab bei Erschießungen gibt es kein Kriterium, dass die Ungleichwertigkeit von Menschen und anderen Tieren zeigt?

    Und dieser blöde Mensch-Tier Vergleich geht mir genauso auf den Geist...

    Dein Problem. Geh' 'ne Runde um Block. Wenn's dann wieder geht, kannst 'nen Beitrag scheiben. Sonst noch 'ne Runde.

    Was soll denn daran böd sein, Menschen und andere Tiere miteinander zu vergleichen?

    Tiere und Menschen sind nicht gleichwertig

    Wie soll denn der "Wert" bemessen werden, damit dieser Unterschied deutlich wird?

    habe ich letztens im Spektrum einen tollen Beitrag zur Wahrnehmungsfähigkeit von Pflanzen gelesen

    Schöner Strohmann.

    Und ja, wenn ich keine Antworten bekomme und zwar inzwischen über drei Seiten, dann kriege ich schlechte Laune

    Wir führen hier eine Diskussion (zumindest ist das die Absicht), das ist kein Verhör. Man darf Fragen stellen, hat aber keinen Anspruch auf eine Antwort. das mag stören, ist aber kein Grund für schlechte Laune. Und schlechte Laune ist kein Grund für unsachliche Beiträge. Man kann auch einfach mal 'ne Runde um den Block gehen.

    Mag ja sein, dass die recht weitgehende Spätabbruchregelung dein besonderes Interesse hat, mag ja sein. Das verpflichtet aber niemand anders, dazu eine Meinung zu haben.

    ob es denn Mord ist, wenn ein Kind nach Einsetzen der Eröffnungswehen "abgetrieben" wird.

    Hm, wenn es im Gesetz steht, dass es kein Mord ist, wird es wohl keiner sein, wenn es um den juristischen Begriff des Mordes geht. Ob das "moralisch" ist, ist mir wurscht und über die ethischen Fragen kann man vortrefflich diskutieren. Aber nicht mit jedem und überall.

    es dann selber auch nicht gebacken zu bekommen sachlich zu bleiben.

    Das wäre die richtige Sichtweise bei jemanden, der es überhaupt beabsichtig, sachlich zu bleiben. Da bin ich mir nicht bei allen Diskussionsteilnehmern sicher.

    Ich versuche mal zu verstehen, worum es geht. Letztendlich muss man eine Entscheidung treffen, ob man das Kind austrägt oder nicht. Diese ist in vielen Fällen furchtbar einfach zu treffen, in einigen aber ist sie nicht ganz so einfach. Tipps, wie die, dass man es sich bitteschön rechtzeitig überlegen solle, ob man ein Problem hat, das die Entscheidung erschweren könne, finde ich da nicht angebracht. Die wirken eher etwas überheblich. Sie zeigen, dass 'Rummoralisieren nichts nützt und man menschliches Zusammenleben nicht mit dem Abhaken weniger Regeln in geordnete Bahnen kriegt.

    Ich kann mich da irren, weil man von den meisten Usern das Geschlecht nicht kennt, aber ich hab da schon die Vermutung, dass die furchtbar einfachen Lösungsvorschläge bevorzugt von Männern kommen.

    Ethische Fragen sind manchmal echt schwierig, und für ethische Dilemmata gibt es prinzipbedingt keine Musterlösung.

    Da es in diesem Thread aber doch um die katholische Kirche gehen soll, stellt sich doch gar nicht die Frage, wie jeder Einzelne hier zur Abtreibung steht und wer vielleicht ein Bisschen mehr Recht hat, als die anderen. Die Haltung, die die katholische Kirche zur Abtreibung hat, ist aber auch nicht wichtig. Diese Organisation kann gerne zu allem eine Meinung haben. Aber warum sollte mich die interessieren?

    Eine Hilfe bei ethischen Abwägungen erwarte ich von kirchlichen oder religiösen Dogmen nicht. Wer seine Entscheidung an höhere Wesen und Überlieferungen aus der Bronzezeit abgeben möchte, hat sich auch entschieden, nämlich für ein bestimmtes moralisches Paket. Und auch für diese Entscheidung muss er die Verantwortung übernehmen.

    Deshalb würde mich mal interessieren, was uns die Diskussion um Grenzfälle im Abtreibungsrecht neues über die katholische Kirche sagt, das etwas damit zu tun hat, wie wir z.B. die katholische Kirche als Schulträger einschätzen.

    Wenn eure Kollegin nach der Elternzeit an eure Schule zurückkommt, obwohl der Schulleiter sie nicht haben möchte, hat sie vielleicht einen schlechten Stand. Vielleicht tut sie besser daran, sich eine andere Schule im in Frage kommenden Bezirk(?) zu suchen.

    Und ihr kuckt auch das ihr da weg kommt.

    Wenn die Arbeiten weg sind, bleiben nur zwei Möglichkeiten. Die betroffenen haben eine Note weniger oder sie schreiben nochmal. Oder (zweieinhalbste Möglichkeit) die kommst anders an eine Note, die du ersatzweise nimmst, z.B. eine mündliche Prüfung, die dann die Klassenarbeit ersetzt.

    Ich würd' auch noch mal suchen. Weggeschmissen wird bei mir traditionell zu Beginn der Sommerferien.

    Da kann man noch so sehr mit "wo man landet" argumentieren. Das System ist einfach eine Strafe, egal welche Schule daran teilnimmt.

    Man muss ich schon zu wehren wissen. Ist besser als jammern.

    Haben Sie das Spielchen schon einmal mitgemacht?

    Ja. Die beiden Stundenplaner haben dann mal miteinander telefoniert und passende Zeitfenster geklärt. An der Abordnungsschule war ich nie auf einer Lehrerkonferenz, weil Termine an der Stammschule dagegen sprachen. Mümdliche Mitteilung an der stellvertretenden SL bei Begegnung auf dem Flur reichte aus.

    Dafür habe ich nette Kollegen kennengelernt, interessante Erfahrungen gemacht und fachlich noch etwas gelernt. Wenn es mir gegangen wäre, häte man das fortsetzen können. War 'ne schöne Zeit.

    Wie kann ich jemanden teilabordnen, wenn ich meinen eigenen Bedarf in dem Fach nicht decken kann?

    Na, wenn das mal keine Mangelverwaltung ist. Wenn's an der anderen Schule relativ weniger Informatik-Lehrer gibt, ordnet man ab, weil zwei halbvolle Gläser allen Durst zu Hälfte löschen. Ob denn nun die Abordnung die Reaktin auf die Qualifizierung durch Zertifikatskurs ist oder umgekehrt, wissen wir ja nicht. Beides ist möglich.

    Wofür bestraft ihr den mit der Teilabordnung?

    Je nachdem. wo man landet, ist das ja keine Strafe.

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