Wenn Du deine Mehrbelastung in deine wöchentliche Arbeitszeit unterbringst, passt es doch. Allerdings denke ich, dass viele Kollegen am Ende mehr arbeiten.
Beiträge von Tom123
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Nee, aber in der umfassenden und komplizierten Debatte um "Arbeitsbedingungen und Vergleiche mit anderen Berufsgruppen" ist mir die Jobsicherheit 1000x mehr Wert als das vom Arbeitgeber bezahlte Buffet oder strippendem Weihnachtsmann-Karaoke-Event.
Es geht doch um die Frage, dass das Arbeiten in der freien Wirtschaft nicht mit dem Arbeiten im Staatsdienst vergleichbar ist. Die Weihnachtsfeier ist doch nur eine Sache. Es gibt auch oft Weihnachtsgeld, es gibt Bonusgratifikationen, Dienstfahrzeuge oder zu mindestens Handys und Laptops, es gibt den berühmten Obstteller und oft freie Getränke, das Arbeitsmaterial wird gestellt ...
Natürlich nicht bei jedem Arbeitnehmer aber bei vielen mit einer vergleichbaren Qualifikation.Wo hast du denn vorher gearbeitet, wo so fantastische Bedingungen geherrscht haben und warum bist du in den Schuldienst gegangen?
Ich habe vor allem im Bankwesen gearbeitet. Und bei allen gab es viele Dinge, die besser als in der Schule organisiert werden. Die Bezahlung, das Beamtentum und vor allem die Arbeit selbst ist natürlich im Schuldienst besser. d
Wieso denn mich, liest du auch den Kontext, bevor du was zitierst oder behauptest du eher random das Gegenteil von dem, was für dich gestern noch heilig war, nur um zu meinem Beitrag irgendwas zu sagen?
Du hast geschrieben, dass Du das fair findest. Das wundert mich, wenn ich an die Eis-Diskussion denke. Du hattest da sehr deutlich gemacht, dass solche Extraausgaben aus der Klassenkasse für dich nicht ok sind. Ich glaube, dass Du "befremdlich" geschrieben hast. Aber du findest es "fair" wenn (nach Rückfrage) Dinge für die Klassenraumgestaltung gekauft werden? Meines Wissens müsste das in fast allen Bundesländern nicht die Aufgabe der Eltern sein. Daher hätte ich da gerne eine Erklärung. Vielleicht ist das in deinem Bundesland anders geregelt. In Nds. wäre das nur im Rahmen von freiwilligen Spenden erlaubt. Aber keineswegs über eine Umlage.
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Es gibt ganz viele Bereiche, wo wir Lehrkräfte Aufgaben übernehmen, die besser und preiswerter eine andere Person machen könnte.
Das Holz für den Werkunterricht sägen. Könnte oft besser der Hausmeister machen.
Kopieren, Bastelmaterialien aufhängen, etc. könnte ein Schulassistent preiswerter machen.
Viele Bereiche in der Schulsozialarbeit (Da fängt es bei uns gerade an, dass die Schulen dafür eine Expert:in bekommen
Reinigungsaufgaben. Wir müssen beispielsweise offiziell das Geschirr im Lehrerzimmer selbst reinigen. Als Ausgleich dürfen wir auch ran, wenn der Hausmeister gerade mal nicht im Haus ist und sich ein Kind in der Klasse übergeben hat. Materialien kaufen, holen, ... Wenn der Schulträger etwas von A nach B haben möchte, holt es der Betriebshof. Wenn wir etwas aus dem Bestand des Schulträgers haben möchte, holen es viele Lehrkräfte privat ab.Mir geht es auch keineswegs darum, dass man diese Arbeiten nicht erledigen will. Jeder kann seinen Kaffeebecher selbst abwaschen. Aber es ist halt ein Muster. Und das läuft halt in der Wirtschaft oft anders.
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Noch mal: Mir ist bewusst, dass es in den meisten Fällen nicht gut läuft.
Aber es ist wirtschaftlich eigentlich nicht sinnvoll, wenn teure gut ausgebildete Pädagogen sich um die EDV kümmern statt sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren. Hier ist es sinnvoll preiswerteres und vor allem entsprechend ausgebildetes Person einzusetzen. Dass man das nicht macht, ist mir bewusst. Das liegt aber auch daran, dass wir Lehrkräfte so nett sind, so etwas in unserer Freizeit zu erledigen...
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Ich bin erstaunt über die Aussagen mancher. Die Lehrkraft muss im Rahmen ihrer Garantenstellung eingreifen. Aber sie müssen sich nicht selbst in Gefahr bringen. Ein "normaler" Viertklässler wird für eine normale männliche Lehrkraft keine Gefahr darstellen. Hier geht es auch nicht um einen blauen Fleck. Es gibt aber durchaus Viertklässler, die insbesondere für ältere oder weibliche Lehrkräfte eine Gefahr darstellen können. Und selbstverständlich müssen diese sich nicht selbst gefährden. Es reicht, wenn sie versuchen die Streitparteien ohne körperliches Eingreifen zu trennen und gleichzeitig Hilfe zu holen. Wenn ein Schüler mit einer Waffe in der Hand wegrennt, werde ich mir sicherlich genau überlegen, ob ich da hinterher gehe. Im Zweifel ist das eine Aufgabe für die Polizei.
Auf der anderen Seite gibt es auch Lehrkräfte, von denen man aufgrund ihrer Ausbildung und/oder ihres Körperbaus durchaus erwarten kann, dass sich auch bei älteren Schülern eingreifen. Die entscheidende Frage ist immer, ob ich mich konkret in dieser Situation in Gefahr begeben würde. Wenn ja, muss ich nicht eingreifen. Ich muss auch nicht in ein brennendes Gebäude rennen, um Schüler zu retten. Im Gegenteil wird die Feuerwehr das falls möglich unterbinden.
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Tom123 : Da es ja immer mal wieder die Vergleiche zwischen freier Wirtschaft und Schule/öffentlicher Dienst gibt: In der freien Wirtschaft hat jedes Unternehmen eine eigene IT-Abteilung.
Sicherlich nicht. Aber die haben dann externe Dienstleister. Das wäre auch durchaus im Schulwesen machbar. Der Schulträger könnte z.B. 3-5 Mitarbeiter haben, die die Schulen entsprechend betreuen. Das gibt es auch schon oft. Nur in der Regel sind diese Leute zu wenige oder für vieles nicht zuständig etc.. Beispiel aus der Praxis: Dienstgerät verbindet sich nicht mit dem WLAN/Internet funktioniert nicht. EDV kommt. Antwort: Unser WLAN ist ok. Das liegt am Gerät. Dafür ist das Land zuständig. Das gucken wir nicht an. ... Ich habe gefragt, ob ich wenn das nächste Mal irgendwelche Kleinigkeiten an der EDV sind sie direkt anrufen soll, wenn das Aufgabe des Schulträger sind. Daraufhin haben sie sich das Gerät angesehen und den Fehler innerhalb weniger Minuten gefunden. Es lag daran, dass das WLAN-Profil vom Schulträger nach der Anschaffung nicht richtig installiert wurde ...
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Vor allem: Ich zahle meinen Champagner und das Shrimpcocktail zur Weihnachtsfeier lieber selbst oder mache gar selbst Nudelsalat und bin mir dafür sicher, nicht gekündigt zu werden, weil Schüler sich beschwert haben, der Unterricht sei langweilig gewesen oder sowas.
Was meinst Du damit? Der Unterricht wird schlechter, wenn der Arbeitgeber die Weihnachtsfeier bezahlt und deswegen zahlen die Lehrkräfte selbst?
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Die richtige Aussage ist, dass wir verpflichtet sind einzugreifen solange wir uns nicht selbst gefährden. Wo nun genau die Grenzen liegt, hängt sicherlich von vielen Faktoren ab. Wie alt sind Schüler? Führt eine ältere Kollegin oder der junge, 1,90 m große Sportlehrer gerade die Aufsicht. Besteht eine konkrete Gefahr für einen der Beteiligten ...
Wichtig ist halt auf jeden Fall darauf zu reagieren. Notfalls nur verbal. Wenn man selbst nicht weiterkommt, einen Schüler:in losschicken, um Hilfe zu holen.
Ob die Beteiligten anschließend zur Klassenleitung, zur Rektoren gebracht werden oder ob es auf dem Schulhof geklärt werden kann, hängt für mich auch vom Konflikt ab. Letztlich ist es in Ordnung die Schüler einen Moment unbeaufsichtigt zu lassen, um die Beteiligten ins Gebäude zu bringen und dort schnell abzugeben. -
Nach einer repräsentativen Online-Umfrage gibt es bei 50% der Beschäfrigten gar keine Weihnachtsfeier. Ob die Weihnachtsfeier bei denjenigen, die eine haben auch bezahlt wird, geht aus der Umfrage nicht hervor. Aus dem Bekanntenkreis kenne ich mehrere Fälle, in denen es zwar eine Weihnachtsfeier im Restaurant gibt, bei denen der Betrieb aber nicht alles übernimmt.
Dass die Weihnachtsfeier von den meisten Unternehmen gezahlt wird halte ich für ein Gerücht.
Du meinst die Kumunu-Umfrage? Es gibt auch vom Handelsblatt von 2022 eine Umfrage. Von 40 Dax-Unternehmen machen nur 3 keine und 3 haben es vorgezogen. Bei den anderen gab es eine Weihnachtsfeier, wobei 9 keine Angaben gemacht haben. Ich bin auch ein paar Jahre raus. Mag sein, dass sich das geändert hat. Im Freundeskreis haben die meisten eine Weihnachtsfeier im Unternehmen. Wir sind auch eher ländlich geprägt. In großen Städten mag das auch anders sein.
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Tom123 : Auch in Schulen sollte solch eine Aufgabe durch eine Verwaltungsassistenz (oder wie man diese Fachkraft auch immer bezeichnen möge) erledigt werden. Es ist schade, dass diese Aufgabe mehrheitlich noch immer an Lehrkräften hängen bleibt.
Das Problem ist recht einfach. Wenn die Lehrkräfte solche Aufgaben konsequent in ihrer Arbeitszeit erledigen und es in ihre Arbeitszeit einrechnen, wäre es für den Dienstherr Geldverschwendung. Aber wir sind in der Regel so nett, dass wir das noch nebenbei als unbezahlte Mehrarbeit machen. Wenn ich alleine an die ganzen Menschen denke, die sich um die EDV kümmern. Das spart natürlich am Ende für den Dienstherr.
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obwohl es auch viel Verschwendung, z.B. von Ressourcen gibt.
Geld oder Gewinn hat halt auch eine Steuerungsfunktion. Ich komme aus dem Bankwesen. Da war immer die Frage, welches Invest bringt uns welchen Gewinn.
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Klingt nicht hart. Und klingt so lange fair, wie du vorher fragst und nicht am Schuljahresende eine Mail verschickst derart "es sind nur noch blabla € und fuffzich da, es hat doch bestimmt niemand was dagegen, wenn ich dafür [Klassenraumausstattung] kaufe."
Da entscheidest nämlich du, was du für schön oder wichtig hältst und gibst dafür das Geld anderer Leute aus.
Ich finde, wenn das irgendwer verstanden hat, dem das vorher nicht klar war, hat sich der Thread gelohnt.
Das ist eine sehr spannende Rechtsauffassung. Welche Rechtsquelle ermächtigt dich denn Klassenraumausstattung aus der Klassenkasse zu bezahlen? Das sollte m.E. nur in Form von Spenden möglich sein. Du regst dich auf, wenn für die Schüler ein Eis gekauft wird. Aber wenn Klassenraumausstattung auf Eltern umgelegt wird, ist das plötzlich kein Problem?
Was ist mit den ganzen Argumenten? Die Bürgergeldempfänger für die auch ein Euro im Monat zu viel ist? Der Gruppendruck durch solche Aktionen? Warum gilt das hier nicht?
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Es gibt auch Schulen, die Autos besitzen. Oft Kleinbusse, mit denen man mit wenigen Schülern zu Wettbewerben fahren kann. Aber natürlich sind damit dann auch andere Dienstfahrten möglich. Auch die Fahrt zum Baumarkt oder zum Praktikumsbesuch, wenn das Auto gerade verfügbar ist.
Ich kenne keine einzige. Auf der anderen Seite ist das Bereitstellen vom Büromaterial etc. eigentlich in jeder Firma selbstverständlich. Dann gibt es auch für viele Aufgaben Menschen, die zuarbeiten. Während wir nachmittags oder in der Freizeit noch Einkaufen oder irgendwelche Extraaufgaben erledigen, gibt es dafür in vielen Betrieben spezielle Mitarbeiter.
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Ernst gemeinte Frage: Hat man das? In der Grundschule vielleicht, aber in der weiterführenden Schule? Als einzelne Lehrkraft?
Sicherlich nicht für 20-30. Aber wie viele Kinder haben die eine Lehrkraft erlebt, die für ihr Leben eine große Rolle gespielt hat?
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Weihnachtsfeiern werden von den meisten Unternehmen gezahlt. Ich war bei drei Arbeitgebern bevor ich ins Lehramt gewechselt bin. Überall gab es eine "bezahlte" Weihnachtfeier. Das gilt sicherlich nicht für jede Firma. Aber ich denke schon, dass es mehrheitlich bezahlt wird.
Was mich am öffentlichen Dienst vor allem stört, ist das fehlen wirtschaftlichen Denkens. Wenn ich in der Privatwirtschaft eine gute Idee habe und sie wirklich gut ist, sind die Chancen gut, dass sie auch umgesetzt wird.
In der Schule ist oft sehr anstrengend. Wir brauchen Geld für XY aber es gibt nur Geld für Z. Statt es anders zu machen, müssen wir uns an die Vorgaben halten....
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Sachbearbeiter, die einen Master oder ein abgeschlossenes Ingenieursstudium haben? Wo finde ich die denn? Sachbearbeiter ist doch ein klassischer Ausbildungsberuf.
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Entschuldige, aber ich habe genau die gleiche Qualifikation wie meine verbeamteten Kollegen und erledige exakt den gleichen Job. Meine Rente wird deutlich niedriger ausfallen, als deren Pension. Fair ist das nicht.
Das hat aber nichts mit der Beamtenbesoldung generell zu tun. Das hat etwas damit zu tun, dass die Bezahlung als Angestellte zu niedrig ist. Hätten wir nur noch Angestellte, hätten wir wahrscheinlich auch einen deutlich größeren Lehrermangel.
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Danke für den Hinweis. Warten wir ab, ob seine Klage erfolgreich ist.
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Was heißt mit mehr Arbeitsstunden? Du meinst, dass Du mehr Stunden zur Vorbereitung brauchst, weil die Anforderungen so hoch sind? Oder unterrichtest Du mehr Stunden als Du sollst?
Im ersten Fall solltest du überlegen, wie du die Arbeit effizienter machen kannst. vorgefertigtes Material einsetzen. Material mit Kolleg:innen erarbeiten, Ki nutzen ...
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Als Student des Förderschullehramts hat man diese Vorlesungen durchaus. Darauf bezog sich Plattenspieler. Im Studium Grundschullehramt in Hessen, auf das ich mich in bisher jedem Post bezogen habe, gibt es diese Vorlesungen nicht.
Tukan schrieb wir alle. Das sich Plattenspieler nur für Sonderpädagogen bezieht, ist aus seinem Post nicht ersichtlich. Aber dann ist es natürlich anders. Ich war davon ausgegangen, dass es um die "normalen" Lehrkräfte geht.
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