Beiträge von Tom123

    Und dass es vorher schon scheisse war und jetzt noch mehr, soll man einfach hinnehmen? Prima.

    Ich glaub’s ja nicht. :hammer:

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Natürlich soll der Schulträger für vernünftige Temperaturen sorgen. Aber nur weil man jetzt mehr lüftet erfrieren die Kinder nicht automatisch. Es gibt ja gute Gründe, warum man mehr lüftet.

    10 Grad und Wolldecken sind wohl eher ein Sonderfall...

    Das haben wir 10 Jahre lang dem Schulträger gesagt, wir hatten dank alter Fenster auch ohne lüften vor Corona im Winter (je nach Wind) zwischen 15 - 17 Grad, uns wurde geantwortet, dass dies für Schulen nicht gilt (auch irgendein Paragraph).

    Das Problem haben wir auch. Wir haben Klassenräume, die im Sommer gegen Mittag 30 Grad erreichen. Gibt es angeblich auch keine Regelungen zu.

    Ich kann nur sagen, dass in normalen Büros bei überwiegend sitzender Tätigkeit eine Raumtemperatur von min. 20° C vorherrschen muss (Quelle: ASR A 3. 5)

    Ich kann nur sagen, dass wir eine Pandemie haben und es durchaus Schulen gibt, die auch ohne Lüften nicht vorgeschriebenen Temperarturen erreichen. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Wenn es mal 18 Grad sind, stirbt keiner.

    Die angeblich so stark frierenden Kinder sind doch stark übertrieben. Wir hatten auch fast den ganzen letzten Winter die Fenster auf. Und wir hatten tatsächlich auch mal Schüler, die eine Jacke angezogen haben. Ich habe selber auch mal mit Jacke unterrichtet, weil ich im Durchzug saß. Aber wir hatten weder frierende Schüler noch Schüler, die massenhaft krank wurden. Ok, wir hatten auch keine richtigen Minustemperaturen und wenn hätten wir die Fenster zwischendurch geschlossen. Das mag in Süddeutschland oder der Schweiz anders aussehen. Aber so wie es hier einzelne darstellen, dass man gleich erfriert, weil im Winter das Fenster auf ist, ist es keineswegs.

    Wie heißt es noch so schön. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.

    Das grundsätzlich Problem ist doch, dass man das ganze nicht so pauschal sagen kann. Theoretisch müsste es für jeden Raum eine eigene Lüftungsregelung geben. Da spielen zu viele Sachen rein. Wir haben auch solange die Temperaturen es zulassen ein Fenster dauerhaft vollständig geöffnet. Laut CO2-Messer erreichen wir damit, dass die Konzentration nicht steigt. Sie bleibt relativ konstant bei 400-500. Schließe ich das Fenster steigt sie langsam an. Ergo bringt das Lüften etwas. Die Klasse ist aber sowieso sehr zügig und vor allem steht der Wind gerne auf der Fensterfront. Da kann mir keiner erzählen, dass Dauerlüften keinen Sinn ergibt. Bei anderen räumlichen Verhältnis ist es aber wieder etwas anderes. Da kann es tatsächlich sein, dass man nur den Bereich um die Fenster lüften. CO2 Messgerät und ggf. einfach mal mit einer Kerze den Windzug nachvollziehen hilft da schon.

    Wenn das die Gesamtsumme ist, dann ist das doch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die Woche Lockdown zwischen 2,5-10 Mrd Euro geschätzt wurde.

    Das sind ja keine richtigen Rechnungen. Durch die Abschaffungen kostenloser Test wollte man ja auch erreichen, dass sich mehr Menschen impfen lassen. Außerdem ist die Nachfrage nach den Test auch durch die höhere Impfquote zurückgegangen. Bei uns wurden die ersten Testzentren schon vorher dicht gemacht. Du müsstet also eher mehr Pflichttest fordern. Wenn aber 2/3 der Bevölkerung geimpft sind und daher weniger getestet werden müssen, ist die Schließung der Testzentren der logische Schritt. Teste sind bei uns auch in fast jeder Apotheke möglich. Letztlich kann momentan fast jeder zeitnah einen Test machen. Nur halt nicht mehr kostenlos.

    Bei den Impfzentren war ja schon lange vorher die Aussage der Ärzteschaft, dass man die Impfungen auch in den Praxen schafft und daher keine Impfzentren braucht. Außerdem wird das Personal aus den Impfzentren momentan teilweise als mobile Teams eingesetzt um die Boosterimpfungen beispielsweise in Pflegeheimen durchzuführen. Eigentlich eine gute Sache zumal bei uns im Impfzentrem schon in den Wochen vor der Schließung wenig los war. Da konnte man ohne Vorlauf Termine bekommen. Dass nun die Hausärzte mit den Booster-Impfungen zu langsam sind, war ja nicht zu erwarten. Der Verband der Hausärzte ist auch immer noch gegen eine Wiedereröffnung der Impfzentren, da man die Impfungen aus ihrer Sicht auch durch die Praxen schafft.

    Ist halt alles nicht ganz so einfach. Ist aber natürlich einfacher auf der Regierung rumzuhacken.

    Die Risikogruppen sind geimpft. Deren Schutz war, so die damalige Rhetorik, auch Grund für Schulschließungen.

    Und die SuS machen dreimal pro Woche Schnelltests.

    Das Problem ist, dass aus aktueller Sicht das Impfen der Risikogruppen eine Überlastung des Gesundheitssystems nicht verhindert. Wenn sich die Zahlen wie bisher weiter entwickeln, wird das noch ein harter Winter.

    So, hier mal mein aktuelles Bluebrixx-Projekt. Das "Mutterschiff" aka "Battlestar Galctica". Wie oft bei Bluebrixx: cooles Modell, coole Bautechniken. Aber an der Klemmqualität der Klemmbausteine können sie echt mal arbeiten. Wenn der battlestar in echt auch so "instabil" wäre, wie beim Bau, würde er schon beim Anflug der Cyloner auseinander brechen. ;)

    Da gab es bei youtube (Jonnys World?) auch ein sehr negatives Video zu ... Schade eigentlich.

    Die werden aber nicht durch Kinder überlastet. Und wenn die Kinder umgeimpfte Erwachsene anstecken... nun, da ist mein Mitleid nicht so großö

    Das ist doch Kinderkram und längst klar, wie es läuft. Kinder infizieren sich. Ein sehr kleiner Teil hat einen schweren Verlauf und benötigt medizinische Hilfe. Ein unbekannter Teil erleidet ggf. noch unbekannte Langzeitschäden. Die Studien gehen da von sehr weit auseinander. Zu beiden kann man sagen, Pech gehabt.

    Aber infizierte Kinder stecken ganz schnell andere Kinder und Familienmitglieder an. Diese stecken wiederum andere an. Die Zahlen steigen und sowohl mehrheitlich ungeimpfte Erwachsene als auch geimpfte Erwachsene landen im Krankenhaus. An einem Punkt X kriegen wir Probleme, weil die Krankenhäuser überlastet sind und die Versorgung von Notfälllen eingeschränkt und ebenso Operationen etc. verschoben werden sollen. Parallel haben Pfleger und ggf. Ärzte kein Bock mehr auf den Scheiß und wechseln den Job. Das führt dazu, dass wir ganz viele Intensivbetten haben aber kein Personal dafür. In machen Krankenhäusern ist das Personal seit 2 Jahren am Limit und drüber. Und dann kommt wir hier an und beschweren uns, dass wir noch ein über den Winter eine Maske tragen sollen? Wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit?

    Doch, haben sie. Diese Entscheidung wurde aber schon lange getroffen, die Kitas sind ja offen.

    Die Kitas sind offen, da es keine Alternative ist, die Kinder permanent zu Hause zu lassen. Die Schließung ist doch ein viel größerer Eingriff als die Maskenpflicht in Schulen. Gerade weil wir in bestimmten Bereichen wieder öffnen wollen / müssen, sollten wir in anderen Bereichen versuchen möglichst Infektionen zu verhindern.

    Dann gehen wir einen Schritt weiter zurück?

    Kitas? Wie ist es damit? Warten auf die Impfung ab 1?

    Wenn es notwendig ist, um die Pandemie in Griff zu bekommen? Haben die kein Recht auf körperliche Unversehrtheit? Ist es wichtig, dass du keine Maske tragen muss als das die Kinder geschützt werden? Wir hatten vor einem halben Jahr einen Ausbruch in einem Kindergarten. Ein Kind hat immer noch damit zu kämpfen. Ist schlapp, kann kein Sport machen, etc.. Gilt aber laut Statistik als genesen. Willst du den Eltern sagen: Das ist schade aber sie können doch wohl nicht erwarten, dass ich jetzt eine Maske trage?

    Bei tiefgreifenden Eingriffe verstehe ich das ja durchaus. Wenn man mir meine Gaststätte dicht macht und ich meine Existenzgrundlage verliere, kann ich das verstehen. Da muss man echt überlegen, wie man das im Verhältnis beurteilt. Aber hier geht es doch um ein kleines Stück Stoff / Papier. Tausende tragen so oder so beruflich eine Maske. Hier geht es letztlich um Bequemlichkeit. Die Ausnahmen, wo jemand wirklich Probleme damit hat, eine Maske zu tragen lasse ich mal außen vor. Ich denke mit echten Problemen sind das extrem wenige. Die könnte man dann auch wie bisher befreien.

    Und was schlägst du vor? Lockdown und Masken bis 2024. Es MUSS irgendwann mal gut sein.

    Ich habe doch geschrieben, warum wir diesen Winter noch nicht so weit sind. Ich denke, dass es nach den aktuellen Fakten absolut realistisch ist zum Frühjahr oder spätestens Sommer (fast) alle Maßnahmen aufzuheben. Gleiches plant ja auch gerade die neue Bundesregierung. Dann haben wir Impfungen für alle, eventuell Medikamente und vor allem höhere Genesungsquote. Irgendwann wird das Virus so oder so endemisch.

    Aber momentan ist es doch einfach zu früh. Die Zahlen steigen massiv, obwohl wir erst am Anfang des Winters stehen. Gleichzeitig haben wir keine Möglichkeit der Impfung für Kinder (Und wissen noch sehr wenig über mögliche Langzeitfolgen trotz leichten Verlaufes) und vor allem warnen die Krankenhäuser zu Recht vor einer Überlastung.

    Es geht doch nicht darum, war wir wollen. Wir sind doch keine Kleinkinder. Es geht darum, was ist in der aktuellen Situation machbar. Wir haben momentan Tageszuwächse von 50% zur Vorwoche. Ist es das dann der richtige Zeitpunkt die Maßnahmen zu lockern? Das müsste man machen, wenn die Zahlen zurückgehen oder stagnieren. Oder zu mindestens die Hospitalisierungsquote oder die Todesfälle stagnieren oder zurückgehen.

    Ja und? Warum muss man auf Impfgegner Rücksicht nehmen? Die nehmen die Infektion doch in Kauf.

    Das sind immer die gleichen falschen Argumente. Man könnte jetzt damit anfangen, dass es Menschen gibt, bei denen die Impfung nicht wirkt oder man könnte auf die Menschen verweisen, die sich (noch) nicht impfen lassen können. Man könnte auch einfach mal darüber nachdenken, dass die Impfung nicht zu 100% vor einer Infektion schützt. Der geimpfte Schüler kann zu Hause seine jüngeren Geschwister anstecken, die vielleicht Langzeitfolgen davon tragen. Oder er steckt Oma oder Opa an, bei denen die Impfung vielleicht nicht richtig gewirkt hat. Und selbst wenn wir das alles außen vor lassen, werden sich auch bei vollständig geimpften Lehrkräften der eine oder andere schwere Verlauf ergeben. Muss das sein?

    Aber man kann das sogar ganz egoistisch sehen. Wenn die Zahlen zu stark steigen, landen zu viele (überwiegend ungeimpfte) Corona-Patienten in den Krankenhäusern. Das wiederum kann zu einer schlechteren Versorgung von dir führen. Wie viele nicht lebensbedrohlichen Operationen wurden letzten Winter verschoben? Was ist mit dem Herzinfakt / Schlaganfall / Autounfall wenn das KKH durch Covid überlastet ist? Was ist mit den ganzen Pflegekräften und Ärzten, die sie behandeln müssen?

    Und nein, dass heißt nicht, dass wir nun auf immer und ewig Maske tragen müssen. Aber wir haben noch eine große Gruppe, die nicht geimpft werden kann. Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die vor der Zulassung stehen. Wir haben noch eine zu große Gruppe, die gefährdet ist. Nächsten Winter wird es alleine durch Infektionen und Impfungen hoffentlich anders aussehen. Aber momentan ist einfach noch nicht der Zeitpunkt um zu sagen, wir lassen es durchlaufen.

    Wir haben massenweise Ärzte, die davor warnen, dass die Belastung der Krankenhäuser zu groß wird. Die sich täglich mit (ungeimpften) Covidpatienten rumschlagen müssen. Und denen sagst du: Sorry, ihr habt ja Recht. Aber es ist einfach zu viel verlangt, wenn ich ein paar Stunden am Tag eine OP-Maske tragen muss?

    Ich kann das echt nicht nachempfinden. Wir haben nun mal ein Beruf, der mit vielen Kontakten verbunden ist. Es gibt wahrscheinlich nur sehr wenige andere Berufe, die zu so viele enge Kontakte in geschlossenen Räumen haben. Das es für sehr junge Schüler schwierig ist, kann ich auch noch verstehen. Aber gerade wenn ich mit älteren oder erwachsenen Schülern arbeite, sollte es doch wohl nicht zu viel verlangt sein, ein paar Stunden am Tag eine simple OP-Maske zu tragen.

    Hier wurde der eigentlich übliche große Jahrmarkt abgesagt, stattdessen gab es einen kleineren über mehrere Tage auf einem eingezäunten Gelände - also mit 3 G und Einlasskontrolle.

    Wie genau es kontrolliert wurde, weiß ich aber nicht.

    Bei uns genauso. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert und achtet auch darauf, dass auf dem Gelände Maske getragen wird.

    Pfizer/Biontech hat gestaffelte Preise, die Industrienationen zahlen etwa 20€ pro Dosis, Schwellenländer etwa 2/3 davon, Entwicklungsländern etwa 1/3. Bei letzteren ist das weniger als Astrazeneca und die chinesischen Alternativen verlangen (zumindest nach den kolportierten Preisen, offiziell wird das nicht kommentiert). Und seit ein oder zwei Wochen gibt es auch eine Formulierung, die direkt in kleineren Einheiten und zur Lagerung bei Kühlschranktemperatur produziert wird, also eigentlich wäre es inzwischen möglich, auch schlechter entwickelte Ländern mit mRNA zu versorgen, aber es braucht halt schlicht Zeit.

    Naja, die Preise sind ja nicht wirklich bekannt. Außerdem ist das wohl nur eine Absichtserklärung gewesen und auch nur für einen Teil der Liefermenge. Letztlich entscheidet der Hersteller, was er verlangt. Es ist auch Zugeständnisse um zu verhindern, dass die Patente freigegeben werden. Am Ende wird das alles nicht für eine vollständige Immunisierung aller Menschen reichen. Schon beim Covax-Programm hapert es doch schon ganz schön.

    Dazu kommen ja noch ein paar ganz grundsätzliche Dinge:

    1. Wer bezahlt die Impfungen? Gerade die mrna-Impfstoffe sind doch relativ teuer.

    2. Wie sieht es in den Ländern der dritten Welt mit der Logistik aus? Wie wird die Kühlung gewährleistet? Wie hoch ist die Impfbereitschaft?

    Ich glaube nicht, dass im Rest der Welt mehr Menschen geimpft werden, wenn wir auf Booster verzichten. Letztlich brauch man gerade Impfstoffe wie AZ um den Rest der Welt zu impfen. Preiswert und gut zu verabreichen. Und selbst dann wird es noch Monate bis Jahre dauern bis man es logistisch hinbekommt, allen eine Impfung anzubieten. Letztlich wird es darauf hinauslaufen, dass in manchen Teilen der Welt die Pandemie einfach durchläuft. Die Idee der Impfung für die ganze Welt war von Anfang an eine Fiktion.

    Kommt wohl auf den Arzt an. Den kann man ja jederzeit wechseln, wenn man die Impfung haben will.

    Es gibt sicherlich Ärzte, die es auch so machen. Aber die Mehrheit wird sich an die Empfehlung der Stiko halten. Und das ist im Grundsatz auch gut so. Schließlich sollte in der Stiko die Kompetenz gebündelt sein, damit nicht jeder Arzt sich selber informieren muss und dann für sich entscheidet. Trotzdem stellt sich die Frage, warum die Stiko nicht schneller die Boosterimpfungen für alle öffnet.

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