Beiträge von Tom123

    Wir mussten letztlich auch IPads nehmen. Auch nur weil es finanziell halt nicht anders hinbekommen wäre. Wir hätten auch für 500 € irgendwelche Laptops nehmen können. Damit wären wir noch weniger klar gekommen.

    Letztlich sind die IPads auch nicht so schlecht. Apple TV läuft bei uns relativ stabil. Wie bereits geschrieben, geht das auch ohne WLAN, wobei WLAN natürlich Sinn ergibt. Ich bin nicht ganz sicher, ob es da Einschränkungen bei den alten Apple TV gibt. Ich glaube, dass man da keine Bluetooth-Lautsprecher parallel anbinden kann.

    Den Code braucht man eigentlich nur einmal. Danach merkt sich das Apple-TV das Gerät. Fernbedienung brauch man nur selten. Wenn man es entsprechend einstellt, eigentlich gar nicht.

    Aber wofür kann man es nutzen?

    Wir haben unsere Schulbücher/Lehrerhandbücher für die Lehrkräfte oft digital. Preislich war es egal, ob man sie analog oder digital anschafft. Ich kann das Buch, Arbeitshefte, Lösungen mit dem IPad an die Wand werfen. Entweder durch Beamer oder durch Touchdisplays.

    Wir haben verschiedene Apps, die wir gerne einmal nutzen. Da gibt es schon einige ziemlich gute Sachen.

    Mit WLAN kann man natürlich entsprechende Internetseiten nutzen.

    Aber auch als Dokumentenkamera ist das IPad super. Man kann rumlaufen und Fotos von den Arbeitsergebnissen der Schüler machen. Oder das IPad kommt in einem Stativ und man nutzt das Livebild.

    Man kann es auch im Unterrichtsgang nutzen, um die Ergebnisse zu dokumentieren.

    Natürlich wäre es besser gewesen, wenn wir einfach 500 € als Zuschuss bekommen hätten. Oder wenn der Schulträger uns gleich vernünftig ausstatten würde. Aber so schlecht sind die IPads auch nicht. Wir bekommen für unter 2.000 € eine komplette Ausstattung inklusive Beamer, Lautsprecherbox, IPad etc.. Vorher hatten wir mal digitale Whiteboards. Die haben inklusive Rechner und Dokumentenkamera rund 8.000€ das Stück gekostet. Dafür kann ich 4 Klassen mit IPad und Beamer ausstatten.

    Problem ist aber bei allen Sachen, dass die Einführung bzw. das Wissen über den Umgang mit den Geräten fehlt. Das sieht man doch auch hier in den Beiträgen. Bevor ich mit dem IPad in die Klasse renne, probiere ich es einmal alleine aus. Dann weiß ich auch, ob alles funktioniert. Wir hatten auch bei den Whiteboards schon das Problem, das Kollegen an technischen Kleinigkeiten gescheitert sind. Die Einführung in die Geräte ist meist nur rudimentär. Fortbildungen gibt es oft auch nur wenige und meistens nicht so zielgerichtet.

    Wenn es wirklich 20 Jahre her ist und außer der Diagnose nichts passiert ist, ist es wahrscheinlich bei den Krankenkassen gelöscht worden:

    https://www.bfdi.bund.de/DE/Buerger/Inh…schfristen.html

    Für Krankenakten sollten in der Regel auch die 10 Jahre gelten. Wenn es dich interessiert, kannst du den damaligen Arzt anrufen und fragen, ob es dazu noch Unterlagen gibt.

    Trotzdem bist du natürlich verpflichtet die Angaben beim Amtsarzt oder PKV wahrheitsgemäß zu machen. Ggf. könnte man jetzt ein Gutachten bei einem Facharzt machen.

    DAs bezweifle ich stark. Sie haben Fragen, also gehen sie zum Lehrertisch und fragen, sie sind fertig, also gehen sie zum Lehrertisch und lassen es korrigieren. Sie bringen ihre Sachen weg, sie holen die nächste Aufgabe usw. Sie gehen zu einem Partner, sie gehen zu Materialtischen usw.

    Also nein, sie sitzen eher nicht die meiste Zeit auf ihrem Platz.

    Wenn deine Schüler wirklich mehr Zeit mit rumlaufen als mit arbeiten verbringen, solltest du echt mal Gedanken über deine Unterrichtsplanung machen. Ich hoffe mal, dass da deine Wahrnehmung einfach falsch ist. Nach welchen Kriterien beurteilst du denn deine Unterrichtsqualität? Ein wichtiges Kriterien wäre zum Beispiel ein hoher Anteil echter Lernzeit. Was lernen die Kinder denn bei dir, wenn sie die meiste Zeit mit rumlaufen verbringen? Und wie schaffst du es den ganzen Kinder gerecht zu werden, die die ganze Zeit zum Lehrertisch kommen? Also die Mehrheit der Kinder kommt nach deiner Beschreibung mindestens 2 mal in der Stunde zu dir. Manche anscheinend auch mehrfach.

    Ich würde mein Kind (8) in der derzeitigen Situation sicher nicht am Ende der Herbstferien, wo die Kinder seit einer Woche nicht getestet wurden, in einen Indoorspielplatz lassen. Da kann man ja gleich eine Coronaparty besuchen gehen. Und auf Leute, bei denen ich untendurch wäre, weil ich mein Kind nicht auf so eine Veranstaltung gehen lasse, kann ich gerne verzichten. Bis zur Impfung von U12 dauert es vielleicht noch 12 Wochen. Die Zeit bis dahin schaffen wir dann auch noch. Und es ist jetzt nicht so, dass wir in den Ferien nicht auch unseren Spaß gehabt hätten.

    Heute gab es eine Meldung, dass Pfizer ein neues Medikament entwickelt hat, dass hochwirksam sein soll. Irgendwie 89%. So oder so werden wir die Pandemie in den nächsten Monaten hoffentlich besiegen.

    Unsre Eltern leider nicht.

    Die geben nicht mal die Ersatzkleidung zurück, wenn die Kinder wegen Einbieseln von uns neue bekommen. Die sagen nicht mal danke. Die kommen in die Schule und beschimpfen uns und drohen mit dem Anwalt, weil das Kind angeblich nicht aufs Klo durfte.

    Ich glaube, dass die meisten von uns solche Eltern kennen. Auf der einen Seite gibt es Eltern, die einfach überfordert sind. Auf der andere Seite Eltern, die sich einfach nicht für ihre Kinder interessieren. Und dazu noch viele Problem dazwischen. Wir hatten letztes Jahr ein Kind, dass im Herbst/Winter mit Sandalen gekommen ist. Die Begründung der Mutter war, dass sie kein Geld für Schuhe hat, da ihr Mann alles ausgegeben hat. Glücklicherweise sind solche Fälle bei uns momentan eher die Seltenheit.

    Mittagessen bekommen die Kinder bei uns kostenlos in der Schule, Decken z.B. werden aus der Klassenkasse gekauft usw. aber sie nicht im Sommerkleidchen zu schicken, das schaffen bei uns alle Eltern, wenn wir das ansagen, ja.

    Die Aufgaben müssen ja irgendwo her kommen und die holen sich bei uns die Schüler aus den unterschiedlichen Schubfächern und da müssen sie hinlaufen.

    Frontalunterricht? Sehr modern.

    Die Aufgaben holen Sie und dann? Ich habe geschrieben, dass sie die meisten Zeit sitzen. Die Kinder holen sich Aufgaben und sitzen dann erstmal 10 Minuten am Platz. Wir haben auch nur begrenzt Platz. Die meisten Kinder arbeiten tatsächlich an ihrem Platz. Es ist übrigens auch unabhängig von der Sozialform und Methode wichtig, dass die Kinder einen eigenen Arbeitsplatz haben.

    Du kannst ja mal einen Studenten mit einer Beobachtungsaufgabe hinsetzen und ihn stoppen lassen, was ein Kind in der Stunde macht. Meistens werden die sicherlich die meiste Zeit auf ihrem Platz sitzen.

    Durch den Raum laufen, ja, mit dem Stift?!? Nein, warum, arbeiten tun sie an einem Platz, aber das kann auch der Teppich, das Sofa usw. sein und da nutzen sie dann ihren Stift. Aber das kenne ich aus Schulen mit nicht Montessori-Schwerpunkt eben auch anders, dass da jeder auf seinem Platz arbeitet und trotzdem die Materialien erste geholt werden müssen.

    Wo sie arbeiten ist doch relativ egal. Letztlich werden sie irgendwo sitzen. Und wenn man das untersucht ist es in der Regel der eigene Platz. Das heißt nicht, dass sie auch mal woanders sitzen. Es gibt auch Gruppenräume, Bibliothek, etc... Wie oft Kinder im Raum rumlaufen hat übrigens auch nur begrenzt etwas mit Montessori oder Nicht-Montessori zu tun. Auch ohne Montessori kann man Lernprozesse so steuern, dass sich Kinder viel bewegen.

    Das ist dann meine Aufgabe als Lehrer dies den Eltern mitzuteilen, genau wie wir die Eltern gebeten haben die Decken wieder mitzuschicken oder Jacken usw.

    Als in Niedersachsen informieren wir die Eltern sogar regelmäßig. Sogar per E-Mail. Dafür, dass du angeblich an einer Brennpunktschule arbeitest, habt ihr aber anscheinend super Eltern. Wir haben Kinder aus "guten Verhältnissen" die kommen perfekt ausgestattet. Wir haben aber auch Kinder, die noch nicht mal ein Frühstück oder ein Mittagessen mitbringen. Da gehen wir mit viel Aufwand inklusive Schulsozialarbeit und Modellprojekte des Landkreises gegen an. Trotzdem ist es schwierig und wir erzielen nicht immer die Erfolge, die wir uns wünschen. Aber schön, dass es bei euch so super läuft.

    Und du bist auf dem Land? Da gibts keine Freiarbeit, keine Wochenpläne, keine differenzierten oder selbstgewählten Aufgaben, keine Einzel- und Partnerarbeit, so dass ich vorne am Schreibtisch sitzen kann und korrigieren bzw. die Kinder mit Fragen zu mir kommen usw.?

    Okay, das ist dann natürlich traurig.

    Ich dachte, das wäre inzwischen überall angekommen.

    Also ich bin nicht ganz ländlich. Aber mal kurz off topic: Was haben differenzierte oder selbstgewählte Aufgaben mit durch die Klasse rumlaufen zu tun? Oder wieso sollte es keine Einzelarbeit oder Partnerarbeit geben? Wie soll denn ein Unterricht ohne Einzelarbeit oder Partnerarbeit aussehen? Oder warum muss man für Wochenplanarbeit durch den Raum laufen? Wenn ich manche deiner Beiträge lese, sind wir sogar einiges weiter als ihr. Aber du kannst ja mal gerne hospitieren kommen. Dann können wir anschließend diskutieren. Aber es tatsächlich so, dass die Kinder bei uns überwiegend im Sitzen arbeiten. Ich stelle mir das gerade vor die Kinder bei euch mit dem Stift in der Hand permanent durch den Raum laufen müssen.

    Ich werde sarkastisch. Wir müssen schon in einem gewissen Rahmen Verantwortung für die Schutzbefohlenen übernehmen.

    Wir leben im 21. Jahrhundert. Es gibt durchaus genug Möglichkeiten sich warm zu halten. Selbst bei Temperaturen von 10 Grad Celsius reicht eine Winterjacke tatsächlich aus. Ggf. eine lange Unterhose oder warme Schuhe als Ergänzung. Wo ist das Problem?

    Naja und da sieht man dann eben den Unterschied zu Grundschulen wieder, unserer Schüler bewegen sich auch ganz viel durch den Klassenraum, die sitzen selten still auf ihrem Stuhl und das eine ganze Stunde lang.

    Ähm, ich bin an der Grundschule. Vielleicht ist das der Unterschied von Land zu Großstadt. Natürlich sitzen unsere Kinder auch nicht still. Aber ganz viel laufen sie nicht durch den Klassenraum. Die meiste Zeit sitzen sie an ihrem Platz.

    Aber auch sonst bleibt ja das Problem. Die Lehrkraft macht die Fenster auf oder schließt sie. Die Lehrkraft kann sich viel einfacher den Temperaturen anpassen. Ich habe einen Wasserkocher in der Klasse. Die Kinder achten nicht unbedingt auf die Temperaturen und bringen auch von zu Hause nicht unbedingt die richtige Kleidung mit. Wenn ich als Lehrkraft merke, dass ich im Zug sitze, setze ich mich einfach um...

    Genau, fast wie mit den Klassenfahrten. "Das Land" oder "der Schulträger", irgend ein abstrakter Vorgesetzter wird schon keine Verantwortung tragen.

    Ich glaube ich würde den Vergleich nicht so ziehen.

    Bei Klassenfahrten will mein Arbeitgeber etwas von mir. Da hat der Schulträger in der Regel gar nichts mit zun.

    Bei der räumlichen Ausstattung will das Land etwas vom Schulträger. Da habe ich nur indirekt etwas mit zu tun. Letztlich bin ich auch nicht der Leidtragende. Ich kann mir eine warme Jacke anziehen und mich relativ frei bewegen. Das Problem haben mehr die Schüler. Im Zweifel also an den Elternvertretern Druck zu machen.

    Siehe Link von eben: Demnach sollen in Unterrichtsräumen max. 26 Grad herrschen.

    Laut Schulträger und Land ist das eine Richtlinie aber keine verbindliche Vorgabe. Das Land hat in der Art geantwortet:

    "Man sollte den Schulträger auf das Problem hinweisen und ihn auffordern Abhilfe zu schaffen."

    Problem ist halt, wenn der Schulträger nichts macht, kann man nichts machen.

    Wenn in einem Raum Dauerlüften zu 10 Grad führt, dann kann man halt nicht mehr unterrichten, oder muss eine Lösung finden, die über "Pech gehabt" hinausgeht. Man kriegt das als Eltern doch auch gar nicht mit. Also vielleicht gibt es mal größere Mädels, die sich beschweren, aber die kleineren SuS und soundsooft größeren Jungs quengeln doch nicht rum, dass sie bitte einen Wollpulli anziehen dürfen.

    Ich frage mich langsam, wie ihr euch den Winter vorstellt. Scheint ja einen größeren Kollegenkreis zu geben, der das Frieren für die SuS normal findet. Wir als Lehrkräfte frieren ja in aller Regel nicht.

    Was machst du denn im Winter, wenn draußen Minusgrade sind? Verlässt du dann nicht mehr das Haus?

    Natürlich ist das nicht ideal. Aber wenn die Frage ist, Schulschließungen oder Kälte ist die Antwort für mich klar. Wir hatten zwar keine 10 Grad Innentemperatur aber ich hatte auch schon Schüler mit Skianzug. Wo ist das Problem? Wir haben eine Pandemie. Und bevor ich mich einer gefährlichen Krankheit anstecke, ziehe ich mich lieber warm an.

    Natürlich ist es keine Dauerlösung. Wir reden aber bei uns vielleicht 2-4 kritischen Wochen. Und natürlich muss der Schulträger durch Luftreiniger oder entsprechende Belüftungsanlagen dafür sorgen, dass Unterricht wieder normal möglich ist. Aber solange das nicht der Fall ist, hat der Schutz der Gesundheit und des Lebens für mich die klare Priorität.

    Das muss natürlich nicht dauerlüften sein. Aber kritische Temperaturen erreichen viele Schulen auch schon ohne ständiges Lüften. Bei uns muss man alle 20 Minuten plus Pausen. Da kühlen manche Räume auch schnell aus.

    Und dass es vorher schon scheisse war und jetzt noch mehr, soll man einfach hinnehmen? Prima.

    Ich glaub’s ja nicht. :hammer:

    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Natürlich soll der Schulträger für vernünftige Temperaturen sorgen. Aber nur weil man jetzt mehr lüftet erfrieren die Kinder nicht automatisch. Es gibt ja gute Gründe, warum man mehr lüftet.

    10 Grad und Wolldecken sind wohl eher ein Sonderfall...

    Das haben wir 10 Jahre lang dem Schulträger gesagt, wir hatten dank alter Fenster auch ohne lüften vor Corona im Winter (je nach Wind) zwischen 15 - 17 Grad, uns wurde geantwortet, dass dies für Schulen nicht gilt (auch irgendein Paragraph).

    Das Problem haben wir auch. Wir haben Klassenräume, die im Sommer gegen Mittag 30 Grad erreichen. Gibt es angeblich auch keine Regelungen zu.

    Ich kann nur sagen, dass in normalen Büros bei überwiegend sitzender Tätigkeit eine Raumtemperatur von min. 20° C vorherrschen muss (Quelle: ASR A 3. 5)

    Ich kann nur sagen, dass wir eine Pandemie haben und es durchaus Schulen gibt, die auch ohne Lüften nicht vorgeschriebenen Temperarturen erreichen. Einfach mal die Kirche im Dorf lassen. Wenn es mal 18 Grad sind, stirbt keiner.

    Die angeblich so stark frierenden Kinder sind doch stark übertrieben. Wir hatten auch fast den ganzen letzten Winter die Fenster auf. Und wir hatten tatsächlich auch mal Schüler, die eine Jacke angezogen haben. Ich habe selber auch mal mit Jacke unterrichtet, weil ich im Durchzug saß. Aber wir hatten weder frierende Schüler noch Schüler, die massenhaft krank wurden. Ok, wir hatten auch keine richtigen Minustemperaturen und wenn hätten wir die Fenster zwischendurch geschlossen. Das mag in Süddeutschland oder der Schweiz anders aussehen. Aber so wie es hier einzelne darstellen, dass man gleich erfriert, weil im Winter das Fenster auf ist, ist es keineswegs.

    Wie heißt es noch so schön. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.

    Das grundsätzlich Problem ist doch, dass man das ganze nicht so pauschal sagen kann. Theoretisch müsste es für jeden Raum eine eigene Lüftungsregelung geben. Da spielen zu viele Sachen rein. Wir haben auch solange die Temperaturen es zulassen ein Fenster dauerhaft vollständig geöffnet. Laut CO2-Messer erreichen wir damit, dass die Konzentration nicht steigt. Sie bleibt relativ konstant bei 400-500. Schließe ich das Fenster steigt sie langsam an. Ergo bringt das Lüften etwas. Die Klasse ist aber sowieso sehr zügig und vor allem steht der Wind gerne auf der Fensterfront. Da kann mir keiner erzählen, dass Dauerlüften keinen Sinn ergibt. Bei anderen räumlichen Verhältnis ist es aber wieder etwas anderes. Da kann es tatsächlich sein, dass man nur den Bereich um die Fenster lüften. CO2 Messgerät und ggf. einfach mal mit einer Kerze den Windzug nachvollziehen hilft da schon.

    Wenn das die Gesamtsumme ist, dann ist das doch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die Woche Lockdown zwischen 2,5-10 Mrd Euro geschätzt wurde.

    Das sind ja keine richtigen Rechnungen. Durch die Abschaffungen kostenloser Test wollte man ja auch erreichen, dass sich mehr Menschen impfen lassen. Außerdem ist die Nachfrage nach den Test auch durch die höhere Impfquote zurückgegangen. Bei uns wurden die ersten Testzentren schon vorher dicht gemacht. Du müsstet also eher mehr Pflichttest fordern. Wenn aber 2/3 der Bevölkerung geimpft sind und daher weniger getestet werden müssen, ist die Schließung der Testzentren der logische Schritt. Teste sind bei uns auch in fast jeder Apotheke möglich. Letztlich kann momentan fast jeder zeitnah einen Test machen. Nur halt nicht mehr kostenlos.

    Bei den Impfzentren war ja schon lange vorher die Aussage der Ärzteschaft, dass man die Impfungen auch in den Praxen schafft und daher keine Impfzentren braucht. Außerdem wird das Personal aus den Impfzentren momentan teilweise als mobile Teams eingesetzt um die Boosterimpfungen beispielsweise in Pflegeheimen durchzuführen. Eigentlich eine gute Sache zumal bei uns im Impfzentrem schon in den Wochen vor der Schließung wenig los war. Da konnte man ohne Vorlauf Termine bekommen. Dass nun die Hausärzte mit den Booster-Impfungen zu langsam sind, war ja nicht zu erwarten. Der Verband der Hausärzte ist auch immer noch gegen eine Wiedereröffnung der Impfzentren, da man die Impfungen aus ihrer Sicht auch durch die Praxen schafft.

    Ist halt alles nicht ganz so einfach. Ist aber natürlich einfacher auf der Regierung rumzuhacken.

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