Beiträge von Tom123

    Beaufsichtigung der Kinder ist kein Wünsch oder "es wäre schön".

    Sondern? Es gibt keinen Rechtsanspruch auf freie Zeiten zur Kinderbetreuung. Die Lehrkraft teilt die Wünsche der SL mit und verweist darauf, dass sie aufgrund ihrer Kinder vorrangig beachtet werden sollte. Aber letztlich bleibt es trotzdem ein Wunsch

    Zumal es sich nur um zwei von fünf Tagen handelt bei einem nicht vollen Deputat.

    Wobei ich mir vermutlich bei einem 4/5-Deputat zwei definitiv freie Nachmittage und ansonsten einen kompakten Stundenplan gewünscht hätte. 4/5-Deputat bedeutet ja eh, dass man an acht von zehn halben Tagen arbeiten muss.

    Also 22/25 Stunden wären 88%. Selbst 22/26 wären 85%. Es geht doch darum, dass sie sich explizit eine 4-Tage Woche gewünscht hat. Dass das wiederum mit mehr Nachmittagen verbunden ist, ist erstmal eine logische Konsequenz. Dass ich mit fast Vollzeit 1-2 Nachmittage arbeite ist doch normal. Sie hat jetzt 4 Nachmittage dafür aber einen ganzen Tag frei. Es ist kein toller Stundenplan. Aber ich finde man kann da der SL auch keine Vorwürfe machen.

    Auch wenn das für den TE keine Hilfe mehr darstellt, so kann man aus dem Fall lernen, dass bei nicht wirklich eindeutigen Fällen immer zugunsten des Schülers entschieden werden soll.

    Dann solltest Du mal überlegen, wo wir damit landen. Das Problem ist eher, dass einerseits viele Dinge falsch entschieden werden, weil die handelnden Personen sich der Rechtslage nicht bewusst sind und andererseits dass Personen sich persönlich angegriffen fühlen und die notwendige professionelle Distanz fehlt.

    Auch in diesem Fall: Wären die Beleidigungen entsprecht gewesen, hätte die SL direkt einen Ausschluss vom Ausflug anordnen müssen bzw. eine Klassenkonferenz einberufen. Die ganze Aktion mit "wenn er sich entschuldigt, darf er noch mit" und "die Entschuldigung war nicht aufrichtig" ist doch schon nicht gut gemacht. Das fängt damit an, ob ein solcher wenn dann Beschluss überhaupt rechtskräftig ist. Dann die Frage, was ein angemessene Entschuldigung ist und was nicht. Dann die Frage, ob die KL mit Zustimmung der SL spontan am Zug überhaupt entscheiden darf, dass der Schüler zu Hause bleibt. Ich würde mal ganz stark vermuten, dass die Abteilungsleitung schlicht und einfach Angst hat, dass der Schüler mit seinen Forderungen durchkommt. Ich halte auch die Chancen hier für relativ gut. Ich kenne natürlich nicht die spezifischen Erlassen und Gesetze.

    Insbesondere wenn hier im Vorfeld schon eine Situation entstanden ist, wo man über einen Klassenwechsel nachdenkt, muss man sauber arbeiten. Da reicht es nicht zu sagen, mit einer Entschuldigung ist alles wieder gut. Die Möglichkeit kann man trotzdem einräumen.

    z.B.

    Sehr geehrte Eltern,

    ihr Kind hat das und das gemacht. Daher überlege ich eine Ordnungsmaßnahmen in Form von XY als Sofortmaßnahmen anzuordnen, da der Schulfrieden dadurch massiv gestört ist. Ich möchte Ihnen aber bis XY Gelegenheit geben, dazu Stellung zu nehmen. Anschließend werde ich sie über meine Entscheidung informieren.

    Sollte ich zu der Auffassung gelangen, dass Ordnungsmaßnahmen in Frage kommen, werde ich Sie zeitnah zu einer Klassenkonferenz einladen.

    MFG

    Die Schulleitung

    Hängt natürlich von den örtlichen Vorgaben ab.

    Kann ich mich nicht weigern, den Schüler weiterhin zu unterrichten? Nochmal: Der Schüler hat mich in einem Rahmen persönlich angegriffen und beleidigt, das geht einfach gar nicht.

    Du gehst die Sache aus der falschen Perspektive an. Wenn der Schüler dich beleidigt hat => Strafanzeige.

    Wenn es dir nicht mehr zumutbar ist diesen Schüler zu unterrichten, muss die SL ihrer Fürsorgepflicht nachkommen. Das heißt aber im Zweifel nicht, dass der Schüler die Klasse verlässt sondern kann genauso bedeuten, dass man dich anders einsetzt.

    Ich würde über die Strafanzeige nachdenken und dann der SL mitteilen, dass ich der Meinung, dass man mir nicht zumuten kann weiterhin den Schüler zu unterrichten. Dabei dann der Hinweis auf das laufende juristische Verfahren. Dann muss sich die SL Gedanken machen, wie sie das Problem löst. Ob natürlich die Beleidigungen so heftig waren, das ein derartiges Vorgehen sinnvoll ist, musst Du wissen.

    Der allgemeine Kanon ist persönliches Pech, nicht das Problem der Schule - wie soll man denn das Problem ohne seinen Arbeitgeber lösen? Es sind zwei kleine Kinder betroffen, wovon eines maximal bis 13:45 Uhr betreut ist. Ich habe für jeden Morgen eine Betreuung, da ich ja bereits zur 1. Stunde beginne und da noch kein Kindergarten geöffnet ist und habe für 3 Nachmittage eine Betreuung.

    Ohne die Zusicherung bereits im Frühjahr, dass das stundenplantechnisch möglich ist, wäre ich gar nicht aus der Elternzeit zurückgekommen - das habe ich gemacht, da dringend Deutschlehrkräfte benötigt werden. Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Verlängerung der Elternzeit nämlich noch möglich gewesen.

    Mir geht es nicht darum ein entspanntes Halbjahr zu haben - das ist mit 3 Abschlussklassen in Deutsch sicher nicht gegeben :D Ich muss einfach nur an zwei Nachmittagen pro Woche meine eigenen Kinder betreuen. Das sollte in der heutigen Zeit ja wohl mit einem Beruf vereinbar sein?

    Ich glaube ich verstehe das Ganze nicht. Deine Absprache mit der SL war es doch, dass Du eine 4-Tage Woche hast. Das hast Du doch bekommen?

    Ich meine du arbeitest doch nahezu Vollzeit an der Schule. Du hast einen Tag komplett frei. Dann noch die Erwartung zu haben, dass man noch einen weiteren Nachmittag frei bekommt, ist schon viel. Ich würde sagen, dass die SL schon viel gemacht hat, um dir entgegenzukommen. Aber sie kann auch nicht alle Wünsche erfüllen. Vielleicht könntest Du auf den freien Tag verzichten und dafür weitere Nachmittage frei bekommen?

    Wenn du keinen eigenen Stoff hast, ist es egal, von welchem Dealer du kaufst. Du bist immer zu 100% abhängig.

    Ein kluger Geschäftsmann würde sich mehrere Lieferanten aufbauen, so dass er nicht von einem erpressbar wird. Dazu gibt es Alternativen wie den Ausbau erneuerbarer Energien. Wenn ich es richtig sehe, ist der Anteil der erneuerbaren Energien 2024 zwischen 60-70%. Das reduziert unsere Abhängigkeit doch gewaltig. Unabhängig ob nun jede Einzelentscheidung sinnvoll und richtig ist, ist der Weg durchaus sinnvoll?

    Nochmal: Ich frage mich, ab welchem Punkt von persönlichen Beleidigungen seitens des Schülers mir gegenüber ich dazu gezwungen werden kann, ihn weiter zu unterrichten. Die Abteilungsleitung will ja selbst entscheiden, was weiterhin geschieht. Mich greift das Ganze doch sehr an - und das kann dann tatsächlich auch keiner beurteilen. Ich werde mich krankschreiben lassen erstmal, bis ich in Ruhe ein Gespräch mit dem Personalrat geführt habe. In meinem jetzigen Zustand führe ich sehr sicher kein Gespräch.

    Das sind zwei verschiedene Themen. Einmal wie geht man mit dem Schüler um und andererseits wie kommt die SL ihrer Fürsorgepflicht dir gegenüber nach. Wenn Du krank bist, solltest Du dich krankschreiben lassen.

    Grundsätzlich könnte man auch überlegen, ob man dich aus der Klasse rausnimmt. Das fühlt sich zwar wie ein Sieg des Schülers an aber es geht nicht um Sieger und Verlierer sondern darum, dass Du deinen Job erledigen kannst.

    Gegenüber dem Schüler sollten/müssten seine Beleidigungen zu Ordnungs- bzw. Erziehungsmaßnahmen führen. Welche Konsequenzen diese haben, stehen auf einem anderen Blatt. Das muss kein Klassenwechsel sein. Ansonsten bleibt dir auch noch losgelöst von Schule, die Option eine Strafanzeige zu stellen.

    Magellan
    8. September 2024 16:08

    Dieses riesen Betreuungsproblem entstand mit der Absage des Wunschkindergartens - kürzere Öffnungszeiten (sowohl morgens später als auch mittags früher), keine bekannten Eltern und Kinder…und dann eben noch die lange Frist zur Reduktion der Stunden.

    Das ist aber kein Problem der Schule.

    Generell würde ich es wie Rosa sehen. Wenn Du 22 Stunden arbeitest und die SL es für dich auf 4 Tage verteilt hat, ist das schon mal ein nicht so schlechter Deal. Je nachdem welche Fächer Du hast und wie die Bedarfe an der Schule sind, ist das gar nicht so einfach. Daher würde ich einfach mal nett die SL auf die Problematik aufmerksam machen.

    Seph hat bereits viele Aspekte genannt. Dazu kommt, dass auch andere europäischen Staaten von Preiserhöhungen betroffen sind. Sei es durch höhere Preise, sei es durch politische Unterstüzung.

    Aber findest Du es losgelöst von Russland wirklich sinnvoll, wenn wir uns von einem Staat derartige abhängig machen?

    Deine Auflistung zeigt, dass Du keine Ahnung hast. Das ist auch das Problem an Parteien wie der AfD. Sie bietet angebliche einfache Lösungen für komplexe Probleme an, die aber an der Realität scheitern. Ich zeige es dir mal am Beispiel:

    Billiges Gas aus Russland gibt es nicht mehr, weil Russland die Ukraine überfallen hat. Das Gas ist überall teurer geworden. Russland hätte es nur dann preiswerteres Gas verkauft, wenn wir politisch das gemacht haben, was sie wollen. Da geht es nicht um Gas kaufen sondern um Politik kaufen.

    Weltweit sind die Energiepreise im Rahmen des Konfliktes gestiegen, was das kleine Deutschland da macht, hat kaum einen Einfluss.

    Bei der Atomkraft gibt es viele Aspekte zu beachten. Den Atomausstieg finde ich auch nicht gut, aber er wurde beschlossen, weil die Mehrheit keine Atomenergie mehr wollte. Zum Zeitpunkt der Energiekrise bzw. des Ukrainekonfliktes waren die Kraftwerke aber schon auf eine Abschaltung vorbereitet. Man hat Inspektionen und Wartungen nicht mehr gemacht um das Geld zu sparen. Man hat Personal abgebaut und entsprechende Auflösungsverträge geschlossen. Man hat keine neuen Brennstäbe gekauft. Es wäre ein riesiger Kraftaufwand gewesen die Kraftwerke dann doch länger laufen zu lassen. (z.B. Lieferzeit für die Brennstäbe 18-24 Monate). Dazu wäre man weiterhin vom Ausland abhängig.

    Man könnte sich natürlich fragen, ob man grundsätzlich aussteigen musste oder wieder einsteigen sollte. Die "jüngsten" AKWs, die wir hatten wären nun fast 40 Jahre alt. Ich denke, dass wir uns einig sind, dass wir da über Neubauten nachdenken müssten, wenn wir weiterhin auf Atomkraft setzen wollen. Bei modernen Atomkraftwerken sind die Kosten für den Strom aber deutlich höher als für erneuerbare Energien. Gerade Strom aus Windkraft und Solar ist inzwischen deutlich preiswerter als aus Atomkraftwerken. Da kommt natürlich noch hinzu, dass Altverträge deutlich höhere Abnahmepreise sichern. Netzausbau und Speicherkapazitäten sind auch noch Aspekte. Aber in der Summe ist die preiswerte Kernenergie eine Mär.

    Vielleicht kommt so langsam Bewegung in die Sache. Wenn selbst der größte Scharfmacher Richtung Diplomatie denkt:

    Finde die Aussage befremdlich. Sollte der größte Scharfmacher nicht Putin sein, der Lügen verbreitet und einfach ein Nachbarland überfallen hat?

    Finde das schlimm, wie man versucht der Ukraine den schwarzen Peter zuzuschieben.

    Grundsätzlich: Im öffentlichen Dienst geht alles nach irgendwelchen Vorschriften und Regeln. Viele Sachbearbeiter wissen es auch nicht genau. Deswegen ist es ganz wichtig, sich selbst zu informieren und Profis zu fragen. Ich würde da an die Gewerkschaften und Personalräte denken. Vielleicht bekommst Du da ein paar verlässliche Informationen.

    Warren Buffett hat nur Aktien eines einzigen Unternehmens in seinem persönlichen Depot.

    Hier erklärt er warum:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZJzu_xItNkY&t=1s

    Sagt er nicht, dass das nicht stimmt und kleinere Positionen nur nicht im Bericht auftauchen?

    Ansonsten sagt er doch genau das richtige. Diversifikation ist für die, die keine Ahnung haben. Er analysiert die Unternehmen ausführlich und setzt daher auf einzelne Unternehmen. Wenn Du dir also die gleiche Kompetenz wie Berkshire Harthaway zutraust, brauchst Du keine Diversifikation. Dann solltest du aber auch den Lehrerjob hinlegen und Investmentbanker werden.

    Er hatte ETF. Nur die Falschen.

    ETF heißt erstmal nicht viel. Die Idee für eine seriöse Altersversorge und nicht zocken ist, sich möglichst breit aufzustellen. Viele Unternehmen, viele Regionen, viele Branchen. Am sinnvollsten ist es wahrscheinlich die Weltwirtschaft abzubilden. Deswegen raten viele auch zum MSCI World oder ähnlichen ETFs. Da geht es dann darum, dass Wirtschaftswachstum mitzunehmen.

    Ich kann aber auch ETF beispielsweise nur Deutschland oder nur Japan oder halt Branchen wie Neue Energien etc. kaufen. Da ist das Risiko deutlich größer. Ebenso natürlich die Gewinnchancen. Allerdings ist das Risiko deutlich geringer als bei einzelnen Aktien. Rein aus Interesse: Woran hat er denn investiert, dass das so schlecht lief? Russland? Japan? Allgemein lief es doch recht gut.

    Na ja , schon jetzt wird das Rentensystem durch staatliche Zuschüsse am Leben gehalten . Man wird auch kaum den jetzigen Rentnern noch weitere Kürzungen zumuten. Denn wer noch Rente bezieht, der darf auch noch wählen. Was bleibt, ist für Jüngere die zu erwartenden Leistungen zu kürzen. Möglicherweise stimmen die dann aber mit den Füßen ab

    Irgendwo gibt es auch Grenzen. Ich vermute, dass man am Ende wird überall kürzen würde. Mehr zahlen, weniger Rente, länger arbeiten...

    Norwegen ist das beste Beispiel.

    Das ist das Hauptproblem (Nebenproblem ist, dass ich dem Lindner keine finanziell vernünftigen Entscheidungen zutraue). Ein Staatsfonds ansich ist eine gute und sinnvolle Sache, aber die paar Milliarden, die Deutschland einzahlen könnte, bringen viel zu wenig. Norwegen zahlt ein, was sie aus Gas- und Ölverkäufen einnehmen und sind auch nur knapp 5,5 Millionen Menschen.

    Jaein. Das Problem ist, dass unsere Politik nicht mit Geld umgehen kann. Bestes Beispiel sind die Pensionsrücklagen. Es wurden viel zu wenig gebildet und dann wurden sie jetzt schon aufgelöst. Wenn wir einen Staatsfond hätten, müsste der außerhalb des Zugriffes der Politik liegen. Als man demografische und wirtschaftliche Entwicklung absehen konnte, hätte man direkt 5% oder 10% vom Brutto in einen Staatsfond geben müssen. Sozusagen als Pensionsrücklage und um den demografischen Wandel entgegenzuwirken. Hat nur keiner gemacht. Ist halt unpopulär. Gleiches sieht man doch gerade bei Merz. Obwohl die Vorschläge grundsätzlich sachlich richtig sind, werden sie gleich niedergemacht.

    Eben. Und da hat sich bei mir die sichere Variante per Generationenvertrag und Versorgung als Beamter am besten rentiert.

    Also Rente auszahlen lassen und monatlich statt in das Rentensystem das Geld am Kapitalmarkt zu investieren sind zwei verschiedene Sachen.

    Ob der Generationsvertrag klappt, werden die nächsten Jahre zeigen. Die Probleme sind doch schon da. Wir haben doch schon real Rentenkürzungen und längere Arbeitszeiten. Wie willst du denn die Renten in den nächsten Jahrzehnten finanzieren?

    Problem bei der ganzen Sache ist doch, dass die Probleme eine spätere Generation/Regierung ausbaden muss. Grundsätzlich scheinen die Länder, die einen Pensionsfund haben, momentan besser dazustehen. Mir ist schleierhaft wie Deutschland es machen möchte. Da werden sicherlich einige Kürzungen bzw. Belastungen auf uns zukommen.

    Nö. Das ist langfristig investiert. ...

    Mir geht es da weniger um das langfristige. Wenn Du auf eine oder ein paar ausgewählte Aktien oder auch Branchen setzt, wettest Du darauf, dass sich diese Unternehmen oder Branchen besser entwickeln als vom Markt erwartet. Genauso analysieren die großen institutionellen Anleger den Markt. Wenn also keine geheimen Insiderinformationen hast, ist es letztlich ein Glückspiel ob Du recht hast oder nicht. Vielleicht geht curavec Pleite, vielleicht entdecken sie in einem Jahr ein Mittel gegen Krebs.

    Wenn wir aber von einer Altersversorge reden, geht es darum das Risiko zu minimieren. Einerseits minimiert man es, indem man langfristig anlegt und andererseits indem man breit streut. Beispielsweise durch einen MSCI-World-ETF. Letztlich will ich an langfristig Entwicklung der globalen Wirtschaft teilnehmen. Unabhängig davon welche Unternehmen oder Branchen herausstechen. Ich werde natürlich nicht 100,200 oder 300% Gewinn machen, wie vielleicht mit einzelnen Aktien oder Kryptowährungen. Aber ich habe eine relative Sicherheit. Wenn 40 Jahre lang in den globalen Aktienmarkt breit investiere, werde ich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit eine Rendite von 8,9 % erwarten können. Natürlich muss man dann noch Sachen mit einrechnen, wie das man irgendwann anfängt Kapital in sichere Staatsanleihen oder ähnliches umzuschichten. Aber in der Summe kommt da viel mehr raus als jeder Angestellte durch seine Rentenbeiträge bekommt. Und falls wir wirklich eine globale Wirtschaftskrise bekommen, die Weltwirtschaft um 90% einbrechen lässt, haben wir ganz andere Probleme. Da musst Du dir auch keine Gedanken mehr um deine sichere Rente machen. Wenn man die lange Laufzeit betrachtet gab es aber in der Vergangenheit bei Laufzeiten jenseits von 15 Jahren nie einen Zeitraum wo ein Anlieger mit Verlust rausgegangen ist. Selbst wenn Du direkt vor der Krise eingestiegen bist und dann der große Crash kam, warst du nach 15 Jahren im Plus. Bei einer regelmäßigen Anlage ist das ganze noch wieder sicherer, da Du monatlich kaufen würdest.

    Wenn meinen... Meine Schwägerin hat in der Finanzkrise 2007 ihr gesamtes Vermögen verloren. Meine Curevac-Aktien liegen auf Stock. Die sind momentan massiv im Keller - ich glaube jedoch an die Macht der Forschung und der Medizin. Mal schaun', wie ich mein "Händchen" in einigen Jahren beurteile - wobei mein Invest nicht auf Profit gerichtet war. In der Corona-Zeit fand ich es eine gute Idee, die Forschung in diesem Bereich finanziell zu unterstützen. Die Aktien aus meinem ersten Kauf dümpeln jedoch mit einem Verlust von 90% vor sich hin.

    Bei 10 Aktien à 34 € verfalle ich jedoch auch nicht in Agonie ;)

    Das was Du machst, ist zocken. Die Börse ist immer schneller als jede Privatperson. Indem wo du kaufst, sind alle Infos schon eingepreist. Du zockst nur noch darauf, wer zuerst den Impfstoff auf den Markt bringt. Leider verloren würde ich sagen. Hättest Du Nvidea oder Apple oder Tesla gekauft, wärst Du happy.

    Weltweite Aktien-ETF haben über Jahre eine ausgezeichnete Rendite. MSCI-Word seit 1975 9%. Hättest Du direkt vor der Finanzkrise gekauft und die 50% Verlust voll abbekommen, wärest Du trotzdem nach 5 Jahren wieder im Plus. Bei einem langen Anlagehorizont hätte man immer plus gemacht. Rechne doch einfach mal einen Sparplan mit 500 € über 40 Jahre mit den historischen Daten. Egal welche Start und Enddaten Du wählst, du machst immer eine super Rendite.

    Um das mal mit Zahlen zu hinterlegen:

    Hättest Du oder dein Arbeitgeber seid 08/2006 bis heute jeden Monat 500 € in den MSCI-World investiert, hättest Du jetzt 108.500 € eingezahlt aber ein Vermögen von 315.500 €. Jahresrendite im Durchschnitt gute 10,8%. 2008 bei der Finanzkrise 41% Minus aber dafür 2021 auch 32% plus.

    315.000 € würden mit Kapitalverzehr bei 4% Zinsen und 30 Jahren Laufzeit schon für 1600 € Rente reichen. Alles ohne Steuern. Und wir reden hier von 18 statt 40 Jahren. Wenn ich die 10% Rendite annehme, und 40 Jahre einzahle mit 550 €, habe ich mit Steuern und Inflation rund 5.000 € Netto. Über die lange Laufzeit gewinnt eine kapitalgedeckte Rente immer. Allerdings muss jemand auch die aktuellen Renten finanzieren. Und das werden wir sein.

    Dass die FDP untergeht, ist nichts Neues und verschmerzbar. Strategen dieser Partei ticken auch immer wieder seltsam. Ein Beispiel aus 2001/02:

    Strategie 18

    Ob man die FDP nun gut oder schlecht findet/fand, ist eine Sache. Aber es war eine demokratische Option. Es war für Protestwähler und ein bestimmtes Klientel die Möglichkeit etwas anderes als CDU/SPD zu wählen. Jetzt wählen Sie wahrscheinlich eher AfD.

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