Beiträge von Tom123

    Wenn wir immer darauf warten wollen, dass „der Markt“ irgendetwas regelt, können wir es mit der Inklusion ja auch sein lassen.

    Das sind zwei vollkommen verschiedene Sachen. Das eine ist die Privatwirtschaft und das andere ist die öffentliche Hand. Wenn ich auf dem Weihnachtsmarkt ein Stand für Erdnüsse anbiete, muss ich dann eine Alternative für Menschen mit Erdnussallergie anbieten?
    Das alle Inhaltsstoffe transparent ausgewiesen werden müssen, ist natürlich vollkommen klar. Aber ich denke in der Privatwirtschaft muss es jedem Anbieter überlassen sein, ob er Alternativen anbietet. Was anderes sind Krankenhäuser etc.

    Hinzu kommt, dass Mensen oft unter Kostendruck stehen und Speisen und Getränke, die für bestimmte Ernährungsvorlieben und -bedürfnisse geeignet sind, sind oft teurer in der Beschaffung der Rohwaren und damit weniger rentabel.

    Das ist aber auch das Problem bei Restaurants. Letztlich muss sich der Betreiber überlegen, ob es sich für ihn rechnet bestimmte Produkte anzubieten. Und wenn nicht, habe ich halt Pech gehabt.
    Und auch an der Stelle noch mal der Hinweis: Natürlich muss er vorher alle Allergene etc. ausweisen.

    Ich finde es erschreckend, wie viel Blödsinn in den sozialen Netzwerken verbreitet wird und noch erschreckender finde ich, dass die Menschen den Blödsinn glauben. Da mache ich mir gerade wenig Hoffnung auf ein Umdenken.

    Beispiel Weihnachtsmarkt. Wenn die Allergene deklariert werden müssen - und das tun sie - dann ist es einfach richtig frustrierend, dass das so lasch gehandhabt wird.

    Natürlich ist das frustrierend. Aber es wird auch nicht lasch gehandhabt. So etwas kontrollieren Gesundheitsamt und Ordnungsamt. Ein Freund arbeitet an der heißen Theke eines Supermarktes. Die müssen auch für jedes Tagesgericht die Allergene angeben und werden auch kontrolliert. Vielleicht zu selten.

    Aber letztlich kann das auch nur der Markt regeln. Restaurant, die die Allergene nicht vernünftig angeben, werden auf Dauer einen Nachteil haben. Es gibt doch immer mehr Menschen mit Unverträglichkeiten. Bei uns haben auch alle Jugendherbergen im Kreisverband und auch alle mir bekannten Krankenhäuser glutenfreie Ernährung. Was ich tatsächlich schwierig finde, sind die Mensen. Wir haben immer ein vegetarisches Gericht und zwei Fleischgerichte zur Auswahl. Da kann es natürlich leicht passieren, dass ein Allergiker nichts findet. Wenn ich mich beispielsweise vegan ernähre oder Vegetarier mit Allergien bin. Dazu wird auch alles in der Großküche gemacht. Extrawünsche sind nicht möglich. Letztlich muss ich mir dann selbst was mitbringen. Aber ich gebe dir Recht, dass das für die Schüler doof ist.

    Und es ist ja schön für dich, Tom, dass du in sehr gute Restaurants gehst und bereit bist, das zu zahlen, aber das macht das Leben für uns hier nicht leichter, also weiß ich grad nicht so genau, was diese Info soll. ;) Wenn jetzt der Vorschlag kommt, einfach keinen Glühwein zu trinken, dann weiß ich eins: Du kannst es nicht wirklich nachvollziehen.

    Das liegt daran, dass Du vielleicht meine Aussage nicht verstanden hast. Ich bin der Meinung, dass es in einem guten Restaurant zum guten Service gehört, dass man auf Allergien Rücksicht nimmt und eine Alternative parat hat. Ich erwarte, dass aber nicht unbedingt von irgendwelchen preiswerten Läden, die sowieso nur mit Convience arbeiten. Da gibt es halt keine Alternativen.
    Bestes Beispiel Weihnachtsmarkt: Da stehen oft irgendwelche (studentische) Hilfskräfte. Dann haben sie oft auch nur einen Glühwein. Wenn ich irgendwo ins Restaurant gehe, würde ich erwarten, dass man mir eine Alternative anbietet. Aber letztlich muss es jedes Restaurant selbst wissen. Von einer kleinen (Döner)bude würde ich nicht erwarten, dass es Alternativen gibt.

    Es zeigt aber auch, dass man vielleicht Parteien wie die AfD nicht unterschätzen sollte. Vielleicht muss man auch die Hürden für ein Verbotsverfahren senken.

    Mal schauen, wer in Ungarn gewinnt und ob Orban im Fall der Fälle wirklich die Macht übergibt. Das ändert vielleicht mehr als die oben genannten Dinge. Daran hat sich nichts geändert.

    Ich befürchte, dass es in Ungarn keine freien Wahl mehr gibt. Sollte uns eine Warnung sein.

    Hä? o_O

    Du kannst theoretisch das Ref. einfach als Schonphase oder Einstiegsphase direkt an den Anfang des Schuldienstes stellen. Dann wäre natürlich ein Nice to have. In der Praxis wird es aber so laufen, dass Personal, Zeit und Geld fehlen und es ganz schnell ein ins kalte Wasser werfen wird. Daher bin ich pro Ref..

    Dazu kommt noch, dass wir hier immer wieder sehen, dass manche Leute nach dem Studium nicht für den Schuldienst geeignet sind. Ich erinnere mich an die Userin mit den vielen Krankheitstagen, die die Schuld überall anders sah. Da ist es vielleicht auch sinnvoll, dass da noch eine Prüfung ist. Sinnvoller wäre natürlich auch da ein höherer Praxisanteil in der Ausbildung.

    Du lernst unwahrscheinlich viel Praxis. Und vor allem hast Du die Zeit die Praxis zu lernen. Du kannst hospitieren. Du kannst dich mit erfahrenen Lehrkräften austauschen. Letztlich hängt natürlich viel davon ab, wie gut deine Seminarleitung und deine betreuende Lehrkräfte sind. Aber am Ende würde man bei einem direkten Einstieg nie die Zeit dafür bekommen sich so intensiv mit Unterricht zu beschäftigen.

    Dann hoffen wir, dass du da genug Verständnis und Sensibilität an den Tag legst, um es umfassend zu verstehen und Schüler:innen entsprechend zu begleiten.

    Was sollen diese persönliche Angriffe? Übrigens heißt, dass nicht, dass die Lehrkraft eine Auswahl von Süßigkeiten haben muss. Wenn sie es macht, ist es nett. Aber es heißt z.B. das man den Verzehr von Erdnüssen im Klassenraum verbietet, wenn ein Kind eine entsprechend schlimmer Allergie hat.

    Du kannst deine Meinung gerne praktizieren und durchsetzen. Das Risiko der Verurteilung bei einer Anzeige durch die Eltern ist SEHR hoch. Vermutlich erfolgt im Nachgang dann auch ein Verfahren wegen Dienstpflichtverletzung. Dein Bier. Aber stachle niemand dazu auf.
    Informiere dich einfach. Es gibt dazu einschlägige Urteile.

    Ich werde verklagt, weil dein Vergleich von Essen und Toilettengang hing? Wo ist das Urteil das Essen und Trinken im Unterricht genauso wie der Toilettengang zu behandeln ist?

    Zum Toilettengang: Ich habe geschrieben geschrieben, dass dein Absolutismus nicht gegeben ist. Stichwort Aufsichtsrechtverletzungen. Ich habe nicht geschrieben, dass man das grundsätzlich verbieten soll. Wir haben zum Beispiel Kinder mit Weglauftendenzen. Da muss immer jemand Erwachsenes mitgehen.

    Du bist aber nicht darauf angewiesen und hast entsprechend wenig Erfahrung, wie oft aus „Ich denke“ leider „ich weiß es jetzt besser“ wird.

    Da nutzt es auch nicht, wenn du den Kolleg:innen unterstellst, sie hätten nicht das besonders gute Restaurant ausgewählt, das ist keine Garantie.

    Wo habe ich das geschrieben? Ja, ich bin auch nicht darauf angewiesen. Aber ein Restaurant ist eine private freiwillige Sache. Und wenn ich z.B. in ein Restaurant gehen möchte, wo viel mit Erdnüssen gekocht wird, ist das einfach für mich Tabu. Das ist blöd für die betroffene Person aber letztlich ist es so. Aus meiner Sicht kann man nicht ein privates Restaurant zwingen, dass es alle Wünsche erfüllt. Jemand mit der falschen Körpergröße, darf vielleicht nicht Achterbahn fahren oder passt nicht in einen Supersportwagen. Ein anderer hat eine Chlorallergie und kann nicht ins örtliche Schwimmbad. Alles doof. Aber machbar. Natürlich ist es schrecklich, wenn ich nicht im Restaurant essen kann. Aber es ist kein muss. In der Schule ist es aber ein muss. Also müssen wir dort Rücksicht nehmen. Ich kann nicht sagen, dass ich nicht in die Schule gehen, wenn ich hochgradig allergisch bin und mein Sitznachbar jeden Morgen seine Erdnüsse mitbringen. Deswegen muss die Schule dort Vorgaben machen, damit alle gleichermaßen teilnehmen können.

    Wie viele Restaurants kennst du, in deren Karten zumindest die gängigen Allergene vermerkt sind?

    So weit ich weiß, ist das schon seit mehreren Jahren Pflicht.

    Wie viele Personen kennst du, die andere Allergien oder Unverträglichkeiten abseits der gängigen Allergene haben?

    Das ist natürlich deutlich schwieriger. Ich denke, dass ein gutes Restaurant das hinbekommt. Wenn ich natürlich in ein preiswerteres Restaurant gehe, dass nur Convenience Produkte nutzt, ist es wahrscheinlich schwierig.

    Wie viele Restaurants kennst du, die glutenfreie Alternativen anbieten?

    Ich habe mal gegoogelt und angeblich gibt es relativ viele in der Nähe. U.A. mein Lieblingsrestaurant. Auch wenn ich jetzt Minuspunkte sammle, ich finde aber auch das ein Restaurant das nicht muss. Ich bin eher der Typ, der in (sehr) gute Restaurants geht und auch bereit ist dafür entsprechend zu zahlen. Für mich gehören solche Sachen dort zum guten Service. Es gibt aber auch den Griechen/Dönerladen etc. um die Ecke, der einfach Essen zum kleinen Preis anbietet. Letztlich muss jeder Restaurantbesitzer selbst sehen, was er anbieten möchte und was nicht. Es gibt vegetarische Restaurants. Da kann sich keiner beschweren, dass es kein Fleisch gibt. Oder wir haben ein Fischrestaurant, die tatsächlich nur Fisch anbieten.

    Was natürlich wichtig ist, dass zu mindestens die wichtigsten Allergene angegeben werden müssen und das das auch stimmen muss.

    Zum Recht auf Toilettengang gibt es bereits grundsätzliche Urteile. Dieser darf den Schülern von Lehrkräften nicht untersagt werden. Es wäre ein Verstoß gegen die Menschenwürde und Körperverletzung.
    Analog wäre auch das Verbot des Trinkens während des Unterrichts eine Maßnahme, welche die Gesundheit beeinträchigen kann - da mangelnde Flüssigkeitszufuhr die Konzentrationsfähigkeit mindert. Dagegen ist etwas verschütteter Tee Kinkerlitzchen.

    Mit Sachgrund darf es in bestimmten Räumen verboten werden. Nichts mit Menschenwürde und Körperverletzung. Ich finde es auch nicht wirklich eine Verletzung der Menschenwürde wenn ich in Raum XY nicht trinken darf. Der Vergleich mit dem Toilettengang hängt da auch gewaltig. Auch das übrigens in diesem Absolutismus auch nicht richtig. Stichwort Aufsichtspflicht.

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