Ich glaube sowohl in der Öffentlichkeit als auch hier im Forum wird ein bisschen die Bandbreite des Förderschwerpunkts 'Körperliche und motorische Entwicklung' unterschätzt. 'Nur ein Fahrstuhl' reicht da allenfalls für die leichten Fälle.
War auch nur ein Beispiel. Letztlich sind es mehr Dinge, bei denen es klar ist, dass sie gemacht werden müssen. Es diskutiert keiner, dass das Kind die Räume erreichen muss, das Mobiliar passen muss oder die Toiletten entsprechend ausgestattet sein muss. Wenn ich für einen ESE-Kind einen speziellen Stuhl haben möchte, gibt es lange Diskussionen und am Ende darf ich es großzügigerweise aus unserem Lehrmitteletat bezahlen, wenn ich woanders spare.
Da hast du schon recht. Angesichts der knappen Finanzlage ist es aber trotzdem richtig, dass man sie absolut notwenigen Maßnahmen priorisiert.
Die Frage ist, ob und wie priorisiert wird. Ich habe das Gefühl, dass es da erstmal danach geht, wie gut sich die Eltern durchsetzen und als zweites nach Förderschwerpunkt. Ich habe es inzwischen so oft erlebt, dass plötzlich für Dinge, die vielleicht einen kleinen Vorteil bieten, viel Geld ausgegeben und an Stelle wo es brennt, wie gespart. Wir wollten für 500 € Software für den DaZ Unterricht kaufen. Das war nicht drin. Unser GE-Kind hat aber gegen unsere Empfehlung ein Gerät zum Lernen bekommen für rund 10.000 €. Es wurde zweimal ausprobiert und steht nun in der Ecke. Ist so eine Art Computer mit Zusatzausstattung.