Beiträge von Schmidt

    Welche sind das? Hast du ein paar Beispiele?

    - Benachteiligung von Jungen in der Schule (ich weiß, keine Männer)

    - Teile von männlichen Kindern abschneiden ist gesellschaftlich akzeptiert (Beschneidung)

    - Männer werden bei Scheidungen mit Kindern stets benachteiligt

    - Wenn man der Ansicht ist, dass Frauen gesellschaftlich dazu gedrängt werden, sich um den Haushalt und Kinder zu kümmern, dann werden Männer gesellschaftlich genauso dazu gedrängt, der Ernährer der Familie zu sein; das belastet psychisch extrem und trägt dazu bei, dass die Suizidrate bei Männern erheblich höher ist, als bei Frauen

    - In körperlich anstrengenden und "schmutzigen" Berufen gibt es fast ausschließlich Männer; merkwürdigerweise gibt es hier kein Bestreben, den Frauenanteil zu erhöhen

    - Ja, wenn Frauen qua Geschlecht bevorzugt werden, werden Männer benachteiligt; kann man ins lächerliche ziehen, ändert aber nichts daran, dass es stimmt

    - Überall sprießen Programme aus dem Boden, die Mädchen und Frauen bei allem möglichen unterstützen sollen und die für Jungen und Männer nicht zugänglich sind; nein, Männer haben nicht qua Geschlecht ein Netzwerk aus Förderern oder sind qua Geschlecht selbstbewusster oder in irgendetwas besser, als Frauen

    Das sind nur ein Paar Aspekte. Mich selbst betrifft das alles nicht besonders. Benachteiligung ist Teil des Lebens. Aber zu behaupten, dass Männer überall die Gewinner seien und nur die armen, unterdrückten Frauen Benachteiligung erfahren, ist schlicht lächerlich.

    Ich glaub das ist für uns Männer nicht so das Problem, weil wir defakto nur in sehr wenigen Bereichen diskriminiert werden und daher das Bewußtsein für Männerdiskriminierung nicht so ausgeprägt ist. So nach dem Motto: Wenn es einem gut geht, triggert einen vieles auch nicht.

    Männer werden an vielen Stellen diskriminiert. An anderen als Frauen, aber sicher nicht an weniger. Interessiert nur niemanden bzw. wird oft sogar als gut empfunden. So ist das Leben. Es gibt keine absolute Gerechtigkeit für alle.

    Fallen jetzt z.B. irgendwelche Minderstunden an, die im Folgejahr nachgearbeitet werden sollen stehen einem doch sämtliche juristischen Wege offen dagegen vorzugehen, da hier die Arbeitszeit erhöht wird ohne sie genau ermittelt zu haben. Folglich müssten sämtliche negativen Folgen aus der bisherigen Stundenerfassung aufgrund mangelnder Rechtmäßigkeit schlicht nichtig sein. Sehe ich das falsch?

    Kannst du ja bei Bedarf mal versuchen und dann berichten, wie es ausgegangen ist.

    Hol dir unbedingt Rat/Anleitung/Hilfe von Leuten, die deine Situation kennen. EIn Studium ist so dermaßen verschieden von jeglicher anderer Ausbildung, dass du jemanden brauchen wirst, der dich ein bisschen an die Hand nimmt und dir die akademischen Gepflogenheiten näherbringt.

    Grad noch gelesen.

    Welche "akademischen Gepflogenheiten" sollen das sein? Ich bin ca. 10 Jahre jünger als du und habe direkt nach dem Abi mit meinem (ersten) Studium begonnen. Meine alleinerziehende Mutter hat nie eine Uni von innen gesehen und gerade so eine Ausbildung abgeschlossen. Mir ist nicht aufgefallen, dass am Studieren irgendetwas, außer manchmal fachlich natürlich, schwierig gewesen wäre. Zumal Eltern, auch, wenn sie studiert haben, oft gar nicht verstehen, wie Unis mittlerweile funktionieren. Ich habe ja mal in der Studienberatung gearbeitet und hatte dort eher den Eindruck, dass Akademiker-Eltern ihren Kindern Dinge erzählen, die es so gar nicht mehr gibt. Mir ist nicht ganz klar, für was man jemanden brauchen sollte, der einen "an die Hand" nimmt.

    Meine LK-Fahrt führte vor 30 Jahren mit dem Bus nach Irland. Ging völlig problemlos.

    Nach bspw. Kilkenny sind es von uns aus 1800 km. Das dauert mit dem Bus einen ganzen Tag (24 Stunden). Nach Dublin sind es immerhin nur 1700 km. Mit dem Bus muss man durch GB durch und braucht daher einen Reisepass. Dann kann man da auch gleich bleiben, wenn man so oder so einreisen muss. Nach London sind es von uns aus ca. 700 km, nach Brighton 800 km (das Ziel muss natürlich nicht einer dieser Orte sein). Das lohnt sich dann bei 8 - 10 Stunden Fahrt mit dem Bus schon eher. 24 Stunden Busfahren tue ich mir sicher nicht an.

    Mit Wartesemestern und Bonus durch die Pflegeausbildung dürfte das machbar sein.

    Es gibt keine Wartesemesterquote mehr, bei der Medizin Zulassung. Einfach lange zu warten bringt keinen Studienplatz für Medizin mehr. Manche Universitäten berücksichtigen die Wartezeit noch in der ZEQ, die meisten jedoch nicht. Eine Ausbildung ist zwar hilfreich, aber alleine auf keinen Fall ausreichend. In jedem Fall muss ein TMS gemacht und mindestens im oberen Mittelfeld abgeschlossen werden. Am TMS darf man mittlerweile wenigstens zweimal teilnehmen. So einfach wie an einen Lehramtsstudienplatz, kommt man nich an einen Medizinstudienplatz ran.

    Und was noch viel wichtiger ist: man sollte Medizin studieren wollen, wenn man Medizin studiert. Manche Menschen werden/sind gerne Lehrer und wollen gar nicht Arzt werden.

    Wenn man mal ehrlich ist, welcher Junge möchte schon, dass seine Lehrerin in die Umkleide latscht, egal wie alt er ist.

    Abgesehen von dem von außen eingeredeten Gehabe, dass Mädchen/Frauen und Jungen/Männer voneinander getrennt werden müssen, hat uns das als vorpubertäre Kinder nicht interessiert. Wir hatten an der Grundschule ausschließlich weibliche Lehrer, die natürlich auch mal in die Umkleide gekommen sind.

    Enby klingt viel cooler, als Herr oder Frau. Ich bin ein bisschen neidisch.

    Führ das so bei dir an der Schule ein und gut ist. Deinen Schülern erklärst du kurz, warum sie dich so nennen sollen (wenn sie nachfragen; was sie wahrscheinlich tun werden). Bohai und Rumgedruckse sind das, was den meisten Menschen an solchen "Besonderheiten" auf die Nerven geht. Wenn du dich selbst als normal siehst und dich auch so benimmst, dann nimmt das dein Umfeld auch als normal war.

    Für Österreich habe ich das hier gefunden

    https://www.oesterreich.gv.at/themen/jugendl…te.1740260.html

    Ich würde genau klären, ob sich die Jugendlichen am Zielort alleine aufhalten dürfen (siehe Link), von den Eltern am besten im persönlichen Gespräch schriftlich bestätigen lassen, wann und wo du ihre Kinder aus deiner Obhut entlassen darfst und darauf achten, dass sie ihre Einverständniserklärung (siehe Link) bei sich haben. Wenn das alles geklärt und mit doppelter Unterschrift (bei dir und auf der Einverständniserklärung) abgesichert ist, ist das meiner Ansicht nach so in Ordnung.

    Ja, allerdings ist das genau das, was ich meine.

    Wenn ich an einem Tag krank bin, dann entfällt nur der Unterricht (ggf Konferenzen). Alle anderen Aufgaben müssen wann anders nachgeholt werden. Wenn ich also in der Korrekturphase krank bin, muss ich danach mehr Überstunden machen um die Klausuren zu korrigieren egal ob ich die auf die Woche danach lege oder die nächsten 3 Wochen. In Vollzeit hatte ich teilweise bis zu 170 Klausuren in einem Quartal. Wenn man da mal 4 Tage nicht korrigieren kann, hängt man das dran.

    Wenn mein Mann krank ist, macht der nicht die Wochen darauf Überstunden sondern es verschiebt sich halt alles.

    Ist das jetzt verständlicher was ich meine?

    Nicht wirklich. Dein Mann hat, wenn er krank wird, auch nicht weniger Arbeit, die verschiebt sich nur nach hinten. Bei dir genau dasselbe. Wenn dein Mann Terminsachen hat, kann es sein, dass er, wenn er nach seiner Krankheit wieder arbeitet, eine Zeit lang länger arbeiten muss (oder effizienter), um diese Sachen noch rechtzeitig fertig zu kriegen. Bei dir genau so. Wenn dein Mann wegen Terminsachen länger arbeiten muss, kann er die Zeit irgendwann, wenn weniger los ist, abfeiern. Wenn du länger arbeiten musst, weil du wegen Krankheit etwas aufzuholen hast, dann schreibst du dir das auf und arbeitest dafür später irgendwann entsprechend weniger. Im Zweifelsfall machst du in den Ferien eine Woche länger Urlaub.

    Ich habe früher unter anderem im ÖD mit Gleitzeit gearbeitet. Manchmal hatte ich 50+ Stunden in einer Woche auf der Uhr, dafür habe ich bei Leerlauf mal zwei Tage frei gemacht oder am Freitag weniger gearbeitet. Im Homeoffice habe ich mich bei Arbeitsbeginn eingeloggt und wenn ich für den Tag fertig war, wieder ausgeloggt. Zwischendrin gabs Pause, Wäsche usw. Das mache ich jetzt für die Schule nicht anders. Nur ohne mich irgendwo einzuloggen.

    Bloß ist die Arbeit halt nicht gemacht. Die Klausuren liegen ja unkorrigiert da rum, der Unterricht ist nicht vorbereitet. Muss also nachgeholt werden. Egal wann.

    Dann dauert es (in Arbeitstagen, nicht in absoluten Arbeitsstunden) eben ein bisschen länger, bis alles erledigt ist. Oder du machst ein Stundenplus auf deinem eigenen Gleitzeitkonto, die du dann irgendwann "abfeierst".

    Es ist auch bei Arbeit außerhalb der Schule so, dass bei Krankheit Arbeit liegen bleibt, die dann nachgeholt wird. Das erhöht die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit aber nicht.

    Habe ich gar nicht mitbekommen, dass ich das getan hätte. Wann war das?

    Wenn du darauf bestehst, dass nur Gendern alle inkludiert, dann fühlst du dich offenbar ausgeschlossen. Du bist ja offenbar nicht eingeschlossen, wenn nicht explizit die weibliche Form verwendet wird.

    Oder du fühlst dich nicht ausgeschlossen. Dann stellt sich aber die Frage, warum du auf der einen Seite verstehst, wie die deutsche Sprache funktioniert, aber auf der anderen Seite der Meinung bist, dass Gendern notwendig sei.

    Inwiefern ist das "normal"? "Haben wir schon immer so gemacht"-normal? Oder was ist gemeint? Aber, wenn es das ausdrückt, was du meinst, schreib es doch so.

    Das ist normal, weil die deutsche Sprache so funktioniert. "Freunde" ist plural und bedeutet diverse, weibliche und männliche Freunde, ohne, dass dabei ein Geschlecht spezifiziert wird. Manchmal sind das nur Männer, machmal nur Frauen, manchmal nur Diverse, meistens aber Menschen aller Geschlechter. Je nach Kontext. Du entscheidest dich nur dazu, dich bewusst nicht mitangesprochen zu fühlen, wenn die in Deutschland geläufige und grammatisch richtige generische Form verwendet wird. Das ist deine Entcheidung.

    Ok, dann habe ich deinen Beitrag falsch verstanden. Sorry.

    Da mein aktueller Job mich mit vielen anderen Schulsystemen in Kontakt bringt (ich spreche jetzt für die Schulen, die ich dort kenne, es sind in jedem Land mindestens 2 (Schweden), eher mindestens 3)

    - In Dänemark gilt (seit 2013?) die Pflicht, seine Arbeitszeit in der Schule abzuleisten, die Schulen wurden seitdem stetig renoviert und dafür ausgestattet. Einige Schulleitungen ermöglichen Sonderlösungen für einen Teil der Arbeitszeit (zb. bei Menschen mit Kindern), aber das Ziel ist: jederzeit in der Schule ansprechbar sein.

    Dass es in den meisten anderen Ländern in dieser Hinsicht schlechter läuft für Lehrer, heißt nicht, dass es gut wäre, wenn das hier genauso wäre. Das flexible Arbeiten ist einer der paar positiven Aspekte an unseren Arbeitsbedingungen.

    Zitat von chillipraprika

    -> Die Nicht-Anwesenheit in der Schule ist an ALLEN Schulen, an die ich deutsche Praktikant*innen schicke (außer Frankreich), eine Reibungsfläche, weil dort immer eine größere Anwesenheit erwartet wird (und die deutschen Praktikant*innen sich - ich formuliere es sehr vorsichtig - schwer tun, vor Ort zu arbeiten und von irgendwas fabulieren, dass sie "zuhause" besser arbeiten könnten (wo sie ja nur den selben Laptop und WLan haben...) )

    Warum überrascht es mich denn so sehr? Meine Studis sind schließlich ein Abbild meiner (Lehrer)Kolleg*innen..

    Ich arbeite zuhause auch besser und konzentrierter, als in der Schule. Ist ja kein Unterschied, ob ich in der Schule an einem Laptop Bildschirm arbeite oder daheim mit meiner ergonomischen Maus, drei Monitoren, mechanischen Tastatur, VDSL, sauberer Toilette, einem bequemen Bürostuhl und meiner Ruhe. Alles Fabuliererei, schon klar.

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