Beiträge von s3g4

    Bei meinen SuS habe ich das Gefühl, dass ihnen komplett egal ist, woher die Materialien, die ich verwende, kommen.

    Natürlich ist das denen egal. Wars mir damals auch. Bei viele Kopien von Kopien³ mit D-Mark drauf habe ich gelacht und mir gedacht wie faul die Lehrkraft ist. Sonst interessiert das eigentlich niemanden. Ich ziehe meinen Stil nur durch, weil es mir besser gefällt. Eine bunte Sammlung funktioniert aber genauso.

    Das alles reicht für jeweils einen User gleichzeitig. Mit einer ganzen Klassen kann man so nicht arbeiten.

    Es kommt natürlich auch auf die Größe der Schule an. Gehen wir mal von 100 gleichzeitigen Nutzern in der Spitze aus. Da kommst du mit alter Apple-Hardware nicht weit, also wirklich das kann nicht mal für eine Klasse funktionieren. Zu wenig RAM, gar keine GPU (und noch schlimmer kein VRAM). M2 oder M3 kommen auf 15 - 20 tok/s. Mit einer RTX 4090 bekommt man wenigstens 100 - 150 tok/s.

    Hier bräuchte man 3 Server (nehmen wir mal 7B-Modelle an [auch wenn die ziemlich klein sind]) à:

    Intel Xeon oder AMD Epyc (core count ist eigentlich egal), Mainboard, Gehäuse, Netzteil2.500 - 3.000
    NVMe SSDs500 - 1.000
    NVIDIA RTX 4090/5090 (besser natürlich A-Serie)2.000 - 3.000
    128 GB RAM DDR51.500
    Summe6.500 - 8.500

    Also 19.500 bis 25.500 nur für die Server (da kann man auch viel viel mehr ausgeben). Dazu käme weitere Infrastruktur, wenn nicht bereits vorhanden. Hinzu kommen noch Stromkosten von ca. 1.000 - 2.000 im Jahr (je nach Auslastung)

    Außerdem muss jemand die Wartung übernehmen.

    Vorinstalliert würde ich da gar nichts kaufen, die Modelle kann man einfach runterladen und als Server zur Verfügung stellen

    Zitat

    Wenn wirklich 100 Leute exakt im gleichen Moment auf "Senden" drücken, bildet der Server eine Warteschlange (Queue). Die Schüler auf Platz 80 bis 100 müssten dann ein paar Sekunden warten, bis sie an der Reihe sind.

    Die Prompts werden nicht innerhalb von Millisekunden verarbeitet, also wird die Warteschlange entsprechend lang sein.

    Hast du einen einigermaßen schnellen PC und selbst mal ein KI-Modell laufen lassen? Dann siehst du wie schnell sowas selbst bei nur einem User in die Knie geht.

    Ich tausche mich gerade mit einem Schulleiter aus bzgl. einer privaten KI. Ich habe das IT Wissen hierfür.

    Der Gedanke wäre, einen eigenen KI Rechner zu nutzen, den wir vorab mit der Software aufsetzen und diesen dann an das bestehende Schulnetzwerk anbinden. Die KI greift auf lokale Modelle von Llma und Mistral. Per VPN Verbindung kann dann hierauf zugegriffen werden. Bei Bedarf kann die KI auch auf die Schuldatenbank zugreifen, um Verwaltungsaufgaben zu automatisieren.

    Welche Unklarheiten hast du genau?

    Habt ihr zu viel Geld oder willst du nur kleine Modelle verwenden, die keine brauchbaren Ergebnisse liefern? Einen eigenen, gut funktionierenden LLM-Server zu betreiben wird sich keine Schule leisten können.

    Ich kann jetzt nicht einschätzen, ob es in der freien Wirtschaft besser oder schlechter ist. Aber darum geht es ja auch nicht.

    Ich aber schon, deswegen ärgern mich solche Aussagen von Lehrkräften, die nie außerhalb gearbeitet haben schon sehr. Sicher gibt es überall Vor- und Nachteile und entsprechend wählt man sich den Beruf aus.

    Habe aufgrund meiner Zusatzaufgaben, die beförderungswürdig ( A12 auf A13) waren, gefragt, ob ich nun Entlastungsstunden bekomme...

    Antwort: Nein! Das mit dem quasi Wegfall des Besoldungsabstands im Falle A12 auf 13 wäre im Verantwortungsbereich des Landes NRW. Die Schule gibt mir keine Entlastungsstunden, da ich ja immer noch als Lehrer im 1. Beförderungsamt gelte. Und da sind Entlastungsstunden zusätzlich ausgeschlossen.

    Es lebe das Beamtentum. In keiner Firma wird so mit Mitarbeitern umgegangen, die Verantwortung und Mehrarbeit auf sich nehmen.

    Natürlich kannst du Entlastungen im 1. Beförderungsamt bekommen. Nur nicht die Aufgabe, wegen der du befördert würdest.


    Zum letzten Absatz: oh doch und noch viel schlimmer.

    Gut für euch, ihr bekommt das, was wir schon einige Zeit haben 👍

    Interessant, zum Thema "Selbständigkeit" wäre mir die Bundeswehr ja als allerletztes eingefallen.

    oh doch, da wird man nicht in Watte gepackt. Klar ist das alles andere als selbstbestimmt, aber ist für so jemanden sicher zuträglich.

    Diese Haltung wirkt von der Begründung her sehr plakativ. Ich kann sie zum Teil nachvollziehen, gleichwohl könnte ich das durch anekdotische Evidenz sowohl belegen als auch widerlegen. Es ist eine Frage es Umgangs mit der Situation.

    Die jungen SuS sind am Anfang sehr wuselig, aber viele KollegInnen, die bei uns in der Erprobungsstufe unterrichten, berichten davon, dass man die Klassen entsprechend erziehen müsse, dann sei es bald nicht mehr so stressig. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ohne herablassend klingen zu wollen, trifft das auch auf die Eltern zu - die allermeisten sind in direkten Gesprächen erreichbar und sind dann auch ebenso schnell nicht mehr "nervig." Den anderen darf man dann nicht so viel Raum gewähren.

    Ich habe mir bewusst professionellen Gehörschutz anfertigen lassen, damit ich in jüngeren Klassen durch den sicherlich häufiger auftretenden Geräuschpegel nicht gestresst werde. Das hilft tatsächlich.

    (Hilfreich ist auch, dass ich jetzt in einem Alter bin, wo ich eine "väterliche" (aus Sicht des einen oder anderen Kindes vielleicht auch schon großväterliche) Autorität ausstrahle, so dass eine hochgezogene Augenbraue in Verbindung mit einer aufgeklappten Handinnenfläche (quasi als Stopp-Signal) oft schon reicht, um Aufmerksamkeit und Ruhe zu bekommen.)

    Kann man alles machen. Aber MUSS das denn jeder hier auch wollen? Warum seid "ihr" so defensiv? Wenn die Schulform dir passt, ist doch alles gut. Das muss doch nicht jedem passen.

    Zwischen hinbekommen und daran spaß haben gibt es einen großen Unterschied. ICH will es nicht schaffen an der Grundschule, Sek I oder ähnlichem. Das passt grundsätzlich nicht zu mir.

    Ich kenne solche Vorabinfos als Absichtserklärung, vorbehaltlich der Zustimmung der relevanten Mitbestimmungsgremien (i.d.R. PR; FGB; SBV). Theoretisch könnte dann eines dieser Gremien die Zustimmung verweigern, wofür es aber konkret benennbare Gründe geben müsste. Es ist in so eine Fal also eher unwahrscheinlich (wenn auch nicht völlig ausgeschlossen), dass noch etwas schiefgeht.

    Man weiß aber nie was noch alles im Hintergrund läuft. Man kann sich erst wirklich freuen, dann man die entsprechende Verfügung in der Hand hat.

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