Beiträge von s3g4

    Hallo alle zusammen,

    die Frage ist ernst gemeint: Wie teuer ist es, wenn man fachfremd, ohne bisher ein einiziges Material zu besitzen, Sachunterricht in Klasse 3 oder 4 unterrichten muss? Die Schule hat kaum Material und die Kinder haben kein Lehrbuch.

    Wo bekomme ich als Lehrerin gutes Material her, das am besten kostengünstig ist und sofort eingesetzt werden kann?

    Und ist es möglich, sich einen Materialpool digital aufzubauen? Platz im Arbeitszimmer ist begrenzt ...

    Wer von euch hat Erfahrungen und gute Tipps? :)

    Dafür sollte deine Schule doch Bücher haben oder? Die Kosten dich nichts.

    Also gar kein Völkerrecht? In jedem Staat gilt das Recht des stärkeren, wenn irgendwo das Militär putscht und die Regierung an die Wand stellt, hat der Rest der Welt das hinzunehmen, weil man sich in die Angelegenheiten anderer Staaten nicht einmischt?

    Um die nächste Antwort direkt vorweg zu nehmen: dass die Idee "Die UN entscheidet und legitimiert im Bedarfsfall ein Eingreifen von außen" nicht funktioniert, hat sich in den letzten Jahren wohl ziemlich eindeutig gezeigt.

    Unrecht mit Unrecht bekämpfen. Das ist super.

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    Weil er dich dafür bezahlt.

    Für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien? Wäre mir neu dass ich dafür bezahlt werde.

    Wer erstellt denn gar keine Unterrichtsmaterialien selbst? Unterricht nur nach Lehrwerk oder Lehrervortrag und Unterrichtsgespräch? Kenne ich niemanden. Stelle ich mir zumindest an meiner Schulform auch schwierig vor.

    Spielt doch keine Rolle ob und wer das macht. Ich bin dafür zuständig zu unterrichten, nicht Material zu erstellen. Das kann ich machen, muss ich aber nicht.

    Ja, gern. Unten findest du eine ausformulierte Beispiel-Klausur für die Sekundarstufe II (passend für Niedersachsen, Politik/Geschichte auf erhöhtem bzw. grundlegendem Niveau) inklusive Material, Aufgaben und Erwartungshorizont.

    Die Klausur deckt alle von dir genannten Themen ab und ist so angelegt, dass sie kompetenzorientiert (Analyse – Einordnung – Bewertung) eingesetzt werden kann.


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    Beispielklausur: Jüdische Emanzipation, Antisemitismus und gesellschaftlicher Wandel im 19. Jahrhundert

    Arbeitszeit: 90 Minuten

    Hilfsmittel: Wörterbuch (optional)


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    Material A: Textquelle (historischer Darstellungstext)

    > „Mit den Reformen des frühen 19. Jahrhunderts verband sich für viele Juden in den deutschen Staaten die Hoffnung auf rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Anerkennung. Die rechtliche Emanzipation ging jedoch nicht automatisch mit sozialer Integration einher. Zwar eröffneten sich neue Bildungs- und Berufschancen, gleichzeitig entstanden neue Formen der Ablehnung.

    Im Zuge der nationalstaatlichen Einigungsbewegung und der Industrialisierung wandelte sich der Antisemitismus. Religiös begründete Vorurteile traten zunehmend hinter sozial-ökonomische und schließlich auch rassistische Argumentationsmuster zurück. Juden wurden nicht mehr primär als Religionsgemeinschaft, sondern als vermeintlich fremde Gruppe innerhalb der Nation wahrgenommen.

    Dieser Wandel führte zu einem Spannungsverhältnis: Während viele Juden sich als deutsche Staatsbürger verstanden und aktiv an Politik, Wirtschaft und Kultur teilnahmen, nahm der moderne Antisemitismus an Intensität und organisatorischer Form zu.“


    (Darstellungstext, didaktisch gekürzt)


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    Aufgaben

    Aufgabe 1: Analyse (30 %)

    Arbeiten Sie aus Material A heraus,

    welche Veränderungen im Verhältnis zwischen jüdischer Minderheit und christlicher Mehrheitsgesellschaft beschrieben werden,

    und welche Merkmale des modernen Antisemitismus erkennbar sind.


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    Aufgabe 2: Sachkompetenz / Einordnung (30 %)

    Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen jüdischer Emanzipation und Antisemitismus im 19. Jahrhundert.

    Gehen Sie dabei auf Formen und Ziele des modernen Antisemitismus ein.


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    Aufgabe 3: Vergleich und Bewertung (40 %)

    Vergleichen Sie das jüdische Selbstverständnis in den Zeiträumen

    1780–1871 und

    1871–1918.


    Beurteilen Sie abschließend, inwiefern dieser Wandel als Transformationsprozess im Sinne der Kriterien von Wolfgang Merkel verstanden werden kann.


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    Erwartungshorizont (stichpunktartig)

    Zu Aufgabe 1

    rechtliche Gleichstellung ≠ soziale Akzeptanz

    Integration vs. Ausgrenzung

    Übergang vom religiösen Antijudaismus zum modernen Antisemitismus

    Merkmale:

    soziale und wirtschaftliche Stereotype

    nationale Abgrenzung

    Beginn rassistischer Argumentationen


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    Zu Aufgabe 2

    Emanzipation als Auslöser neuer Konflikte

    Antisemitismus als Reaktion auf:

    soziale Aufstiegsmöglichkeiten

    Sichtbarkeit jüdischer Teilhabe


    Formen:

    politischer Antisemitismus

    wirtschaftlicher Antisemitismus

    rassistischer Antisemitismus


    Ziele:

    Ausschluss aus Nation und Gesellschaft

    Rücknahme von Gleichberechtigung

    Legitimation von Diskriminierung


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    Zu Aufgabe 3

    Jüdisches Selbstverständnis 1780–1871

    Orientierung an Aufklärung

    Wunsch nach Integration und Anpassung

    Betonung religiöser Zugehörigkeit bei staatsbürgerlicher Loyalität


    Jüdisches Selbstverständnis 1871–1918

    stärkere nationale Identifikation als Deutsche

    zugleich wachsende Verunsicherung

    Beginn pluraler Identitätsmodelle (Assimilation, Zionismus etc.)


    Transformationsprozess nach W. Merkel

    struktureller Wandel (Rechtsstatus, Nation)

    Akteurswandel (Staat, Parteien, Öffentlichkeit)

    Konflikthaftigkeit

    Unabgeschlossenheit des Prozesses

    → begründete Bewertung erforderlich


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    Optional: Alternativer kurzer Sachtext (für kürzere Klausur)

    Wenn du möchtest, kann ich dir auch

    einen reinen Sachtext (z. B. für Analyse ohne Bewertung),

    eine Klausur auf grundlegendem Niveau,

    oder eine Musterlösung in Fließtextform erstellen.


    Sag mir einfach:

    Jahrgangsstufe (z. B. 11, 12 oder 13),

    Fach (Politik/Werte & Normen/Geschichte),

    Anforderungsniveau (gA/eA).

    Bei mir auch. Schon allein die Pellerei von den Kartoffeln, die dann idealerweise auch ein paar Stunden kalt standen. Das Kochen vorher dauert auch lange, dann noch Eier kochen. Anschließend würfeln von Gurken, Zwiebeln, Wurst, Eiern. Sauce zubereiten (welche auch immer). Mischen. Ziehen lassen. Definitiv für mich aufwändiger als so manch anderes.

    Kartoffeln sind in 10-15 min in der Mikrowelle fertig. Zwiebeln schneiden 5 min, Speck oder Schinken anbraten nochmal 5 min, Brühe kann man fertige nehmen.

    Also länger als eine halbe Stunde braucht das nicht. Das durchziehen dauert am längsten.

    Hab's nicht ausprobiert. s3g4 hatte für Hessen geantwortet, aber in NRW laufen auch noch viele Dinge über Faxgeräte in den Behörden.

    Die hessische Bezügestelle hat eine Faxnummer als Kontakt. Ob der Widerspruch per Post oder Fax kommt ist rechtlich unerheblich. Dieser darf nicht auf Grund der Zustellung per Fax abgelehnt werden. Das ist auch in Berlin so, wenn die Behörde ein Fax empfangen kann.

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