Beiträge von s3g4

    Wenn man eine Familie, bestehend aus Vater, Mutter und Kind hat und ein großes soziales Netzwerk ist der Job sicher sehr angenehm. Vorausgesetzt, man ist nicht im Referendariat und bereits fertig und vorausgesetzt man arbeitet in der Grundschule und nicht in der gymnasialen Oberstufe, wo man stundenlang 5 seitige Aufsätze, Klausuren und Abiturprüfungen korrigiert. Das ist ein Unterschied. Es sei denn, man hat Projekte oder außerordentliche Aktivitäten

    Auf gar keinen Fall Grundschule (für mich). Da hätte ich keine Kraft mehr für meine Kinder. Das bisschen Korrektur kann ich mir wenigstens einteilen.

    Aber im Alltag habe ich echt nicht das Gefühl, dass es sehr familienfreundlich ist. Ständig wechselnde Stundenpläne, Kitabedarf von 40 Stunden für eine halbe Stelle, regelmäßig Konferenzen, die die Kita-Öffnungszeiten sprengen,

    40 Stunden für eine halbe Stelle, da stimmt ja schon was nicht. Ich muss sagen, dass ich sehr häufig mittags zu Hause bin, wenn die Kinder von der Schule kommen. Das hat man nur in wenigen Jobs.

    Die Diskussion scheint am Ende zu sein. Was ist mein Fazit? Das Fallbeispiel und der mir mögliche Vergleich mit anderen Jobs in öffentlichen Dienst führt zu einem eindeutigen Ergebnis. Wem bei der Jobauswahl die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiger Wert ist, dem sei geraten von unserem Job nach Möglichkeit die Finger zu lassen.

    War mir eigentlich auch vorher schon klar, aber die Diskussion hat es mir nochmal verdeutlicht.

    Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen.

    Der Unterschied ist: Jetzt machst du dein Ref. Wenn ich mich erinnere, hat man da einen sehr straffen Zeitplan. Mit deinen ganzen Fehlzeiten kannst du den Anforderungen und Terminen doch gar nicht gerecht werden.

    Eigentlich nicht. Man unterrichtet nur sehr wenig und hängt ein paar Tage im Seminar rum. Die meiste Zeit verbringt man mit unnötig aufwendigen Vorbereitungen Zuhause. Das ist eigentlich super für kleine Kinder.

    Aber ich kann da nicht mitreden, weil ich ein Mann bin und mir die Kindererziehung/-betreuung mit meiner Frau teile.

    Und genau das sieht man hier nach dem AfD-Ergebnis: das sind ja bloß Russlanddeutsche, Anthroposophen, Verschwörungstheiretiker und Evangelische Hardliner. Dass die ein Fünftel des Landes ausmachen ist offenbar egal.

    Es sollte klar, dass nicht Menschen mit verschobenen Ansichten die AfD wählen (wozu Russlanddeutsche pauschal eh nicht zählen).

    Das muss gar nicht stimmen.
    Erkundige dich doch erst einmal, was möglich ist.

    Warum nimmst du die Beratung nicht an?

    Bei uns steht es jeder Lehrkraft frei eine Person des Vertrauens mitzunehmen. Ob das Externe, spricht Freunde oder Familie sein können weiß ich nicht genau. Aber eine Kollegin oder Kollegen ist auf jeden Fall zulässig, neben Personalrat oder jemand von der Gewerkschaft/Verband.

    Ich kann auch verstehen, dass man nicht alleine in manche Gespräche gehen möchte.

    Dass unerlaubte KI verwendet wird, passiert auch erfahrenen Lehrkräften. Mittlerweile soll es Geräte in Stiftoptik geben, die völlig unauffällig sind.

    Gut ist, dass du den Vorgang als Plagiat wertest und nicht als Täuschungsversuch. Denn dann käme voraussichtlich die bekannte Leier: "Ich habe das vorher zufällig gelesen und auswendig gelernt."

    Wenn dir die Plagiatssoftware sogar Recht gibt, dann würde ich auch nicht die Schulleitung um Erlaubnis fragen. Erstelle ein Bildschirmphoto über diese Prüfung und hefte diesen Beweis ggf. unter die Arbeit. Ich glaube nicht, dass dann noch jemand zur Schulleitung rennt...

    Und ich meine ein Gerichtsurteil gelesen zu haben, das sich auf einen Anscheinsbeweis stützt. Dann ist der Schüler von einer Beweislastumkehr betroffen.

    Es geht hier um Aufsätze, die Daheim angefertigt wurden. Das alles und jeder an der Erstellung beteiligt gewesen sein. Daher würde ich sowas in Zukunft eben nicht mehr als Leistungsüberprüfung machen.

    Das würde bedeuten, dass ausschließlich mündlich erbrachte Leistungen bewertet werden können. Das würde den Grundprinzipien von Fremdsprachenunterricht nicht gerecht werden.

    nö würde es nicht, es gibt nur keine Leistungsnachweise, die außerhalb der Schule erstellt wurden. Die waren eh schon immer fälschungsanfällig.

    Das sehen die Curricula in den Sprachen aber eindeutig vor. In den modernen Fremdsprachen ist Schreiben eine wichtige Kompetenz und damit ist nicht nur gemeint, dass die Schüler (m/w/d) Texte abschreiben, sondern auch selbst erstellen und rhetorisch gestalten sollen. Wie sollen sie das üben, wenn sie keine Aufsätze mehr schreiben sollen?

    Kann man ja trotzdem machen lassen. Nur eben nicht benoten.


    Dass Lehr- und Bildungspläne entsprechend überarbeitet werden müssen sollte klar sein.

Werbung